{"id":124413,"date":"2006-12-01T12:00:00","date_gmt":"2006-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/12\/rais-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:46:15","modified_gmt":"2023-08-23T21:46:15","slug":"rais","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/12\/rais\/","title":{"rendered":"Statistische Analyse des Wirtschaftswachstums in der Schweiz zwischen 1991 und 2004"},"content":{"rendered":"<p>Eine neue Studie des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) beziffert erstmals f\u00fcr die Schweizer Volkswirtschaft die Wachstumsbeitr\u00e4ge der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital sowie den Beitrag der Multifaktorproduktivit\u00e4t (MFP). Die Analyse zeigt, dass das durchschnittliche j\u00e4hrliche Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) zwischen 1991 und 2004 vor allem auf der starken Ausweitung des Anlagekapitals sowie auf der Steigerung der MFP beruhte. Die Schweizer Wirtschaft wird demnach immer kapitalintensiver. Das Spektrum m\u00f6glicher Analysen der Schweizer Wirtschaftsleistung wird durch diese Arbeiten erheblich erweitert. Fortan k\u00f6nnen auch bisher fehlende Komponenten wie die Kapitalproduktivit\u00e4t oder die Kapitalintensit\u00e4t integriert werden.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200612_13_Rais_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"224\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDas schwache Wirtschaftswachstum der Schweiz in den Neunzigerjahren gab Anlass zu zahlreichen Diskussionen \u00fcber ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit und ihre weltwirtschaft-liche Stellung. Die Diskussionen fokussierten h\u00e4ufig auf den Indikator der Produktivit\u00e4t, der ein zentrales Element der Wachstumsanalysen darstellt. Allerdings liessen die offiziell verf\u00fcgbaren Daten bis anhin lediglich eine Untersuchung der Arbeitsproduktivit\u00e4t zu. Um eine breitere Diskussion zu erm\u00f6glichen, nahm das BFS 2006 Arbeiten zur Evaluation des nichtfinanziellen Kapitalstocks in Angriff Vgl. Bundesamt f\u00fcr Statistik BFS, 2006b.. Gest\u00fctzt darauf ist es fortan m\u00f6glich, Sch\u00e4tzungen der Kapitalleistungen und der Entwicklung der Multifaktorproduktivit\u00e4t (MFP) zu erstellen Vgl. BFS, 2006a. F\u00fcr die Evaluation des Kapitalstocks und der MFP wurden bereits vorhandene BFS-Daten verwendet. Mit anderen Worten: Es wurde keine zus\u00e4tzliche Erhebung geschaffen. Dieser Entscheid ist im Wesentlichen auf das Bestreben des BFS zur\u00fcckzuf\u00fchren, die statistische Belastung der Unternehmen nicht weiter zu erh\u00f6hen. Ausserdem stehen diese Berechnungen vollst\u00e4ndig im Einklang mit internationalen Empfehlungen und erlauben Vergleiche mit anderen L\u00e4ndern, die \u00fcber \u00e4hnliche Daten verf\u00fcgen..&#13;<\/p>\n<h2>Analyse des Wirtschaftswachstums &#8211; die Rolle der Produktivit\u00e4t<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Konzept der Produktivit\u00e4t gewinnt in den Wachstumsanalysen immer mehr an Bedeutung. Diese setzen h\u00e4ufig die wirtschaftliche Leistung eines Landes mit der Arbeitskraft und dem Sachkapital in Beziehung, die im Produktionsprozess beansprucht wurden. Die Produktivit\u00e4t ist zudem ein wertvoller Indikator f\u00fcr die Entwicklung der in einer Wirtschaft verf\u00fcgbaren Ressourcen. Man geht davon aus, dass eine starke Produktivit\u00e4tssteigerung \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum via Umverteilungstransaktionen zu einer Zunahme der Einkommen und des Lebensstandards f\u00fchrt. Schliesslich basieren internationale Vergleiche auf der Entwicklung der Produktivit\u00e4t, welche die allgemeine Wettbewerbsf\u00e4higkeit einer Wirtschaft widerspiegelt. Eine schwache Produktivit\u00e4tssteigerung eines Landes wird oft als Zeichen f\u00fcr eine im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern geringere Leistung angesehen.&#13;<\/p>\n<h2>Hin zu einem breiter gefassten Produktivit\u00e4tsmass<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEs gibt zahlreiche Methoden, um die Produktivit\u00e4t zu messen. Bekannte Ans\u00e4tze sind die Messung der Arbeitsoder der Kapitalproduktivit\u00e4t. Die Multifaktorproduktivit\u00e4t kombiniert die Faktoren Arbeit (tats\u00e4chlich geleistete Arbeitsstunden) und Kapital (Kapitalleistungen). Sie misst die Effizienz, mit der die Inputs im Produktionsprozess genutzt werden und gibt Aufschluss \u00fcber den Beitrag dieser beiden Produktionsfaktoren zum Wirtschaftswachstum. Mittels Untersuchung der Kapitalintensit\u00e4t (Verh\u00e4ltnis von Kapital und Arbeit) dokumentiert sie den ver\u00e4nderten Einsatz der Ressourcen Arbeit und Kapital im Zeitverlauf.\u00a0Im Gegensatz zur Arbeitsoder Kapitalproduktivit\u00e4t ist die MFP nicht direkt messbar. Die Sch\u00e4tzungen der MFP in der Schweiz Vgl. BFS, 2006c. beruhen weit gehend auf der von der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) konzipierten Methode. Vgl. OECD, 2005. Technisch betrachtet entspricht die Wachstumsrate der MFP der Differenz zwischen dem BIP-Wachstum zu Vorjahrespreisen und dem Beitrag der Faktoren Arbeit und Kapital (zum Begriff \u00abBeitrag\u00bb siehe&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nDie Wachstumsraten liefern nur beschr\u00e4nkte Anhaltspunkte zur tats\u00e4chlichen Rolle der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital hinsichtlich des Wachstums der Gesamtwirtschaft. Um den BIP-Wachstumsbeitrag eines bestimmten Faktors genauer zu kennen, muss nicht nur dessen Entwicklung, sondern auch dessen Gewicht in der Volkswirtschaft ber\u00fccksichtigt werden. Dieses Gewicht l\u00e4sst sich anhand des Anteils des Faktors an den Gesamtfaktorkosten messen.F\u00fcr weitere Informationen zum Begriff des Beitrags siehe Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Die Schweizer Wirtschaft von den Neunzigerjahren bis heute, Wichtige Fakten und Konjunkturanalysen, Neuenburg, 2005.). Laut dieser Definition setzt sich das Wirtschaftswachstum zusammen aus:\u00a0&#8211; dem Beitrag des Arbeitsinputs (Ver\u00e4nderung der Anzahl tats\u00e4chlich geleisteter Arbeitsstunden);\u00a0&#8211; dem Beitrag des Kapitalinputs (Ver\u00e4nderung der Kapitalleistungen);\u00a0&#8211; der Ver\u00e4nderung der MFP.\u00a0Laut dem ber\u00fchmten Modell von Solow Vgl. Solow, 1956. ist das Wirtschaftswachstum eines Landes auf die Steigerung des Arbeits- und Kapitalinputs sowie den technischen Fortschritt zur\u00fcckzuf\u00fchren. Allerdings ist die Art der Messung der MFP in der vorliegenden Analyse kein ad\u00e4quates Mass f\u00fcr den technischen Fortschritt. Die MFP widerspiegelt &#8211; neben dem Einfluss des technologischen Wandels &#8211; weitere Komponenten wie Skalenertr\u00e4ge, Ver\u00e4nderungen in der Zusammensetzung des Arbeitsangebots, konjunkturelle Schwankungen, nicht ber\u00fccksichtigte Aktiva (u.a. immaterielle Werte, nat\u00fcrliche Ressourcen) und statistische Messfehler. Deshalb kann auf keinen Fall von einer allzu engen Korrelation zwischen MFP und technologischem Fortschritt ausgegangen werden.&#13;<\/p>\n<h2>Kapitalinput als Hauptmotor des Wirtschaftswachstums in der Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDas mittlere j\u00e4hrliche BIP-Wachstum von 1,1% im Zeitraum 1991-2004 resultiert aus dem positiven Beitrag des Faktors Kapital von 0,6% sowie aus dem Anstieg der MFP von 0,4% (siehe Grafik 1). Das \u00fcbrige Wachstum erkl\u00e4rt sich durch den geringf\u00fcgigen Beitrag des Faktors Arbeit von weniger als 0,1%. Die unterschiedliche Dynamik der beiden Faktorinputs hatte eine mittlere j\u00e4hrliche Erh\u00f6hung der Kapitalintensit\u00e4t um 2,1% zur Folge. \u00dcber den gesamten Berichtszeitraum hinweg erh\u00f6hte sich der Anteil der Arbeitskosten an den Gesamtfaktorkosten, w\u00e4hrend der Anteil der Kapitalkosten schwindet. Wir haben es folglich mit einer strukturellen Ver\u00e4nderung hinsichtlich des Einsatzes der Produktionsfaktoren im Produktionsapparat der Schweiz zu tun. Diese Restrukturierung bewirkt zun\u00e4chst einen starken R\u00fcckgang der Anzahl geleisteter Arbeitsstunden. Man erinnert sich: Die Erwerbslosigkeit ist in der Schweiz bis 1997 markant gestiegen, um sich anschliessend schrittweise zu verringern. Die Restrukturierung f\u00fchrt ferner zu einer merklichen Erh\u00f6hung der Kapitalleistungen f\u00fcr den im Produktionsprozess eingesetzten Kapitalstock. Die Schweizer Wirtschaft wird also immer kapitalintensiver.\u00a0Angesichts des prozyklischen Charakters der MFP-Entwicklung &#8211; d.h. dem Abflauende in Stagnationsphasen und Erstarken in Zeiten der Hochkonjunktur &#8211; empfiehlt sich eine Analyse des Zeitraums von 1991-2004 (siehe Tabelle 1) unter Ber\u00fccksichtigung der verschiedenen Phasen des Wirtschaftszyklus (konjunkturelle Wendepunkte).&#13;<\/p>\n<h3>1991-1996<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Phase von 1991-1996 ist durch eine hohe Erwerbslosigkeit und ein tiefes durchschnittliches j\u00e4hrliches BIP-Wachstum von +0,4% gekennzeichnet. Der Anstieg des Zinsniveaus bremst die Investitionsbereitschaft und beeintr\u00e4chtigt dadurch das Wachstum des Kapitalinputs. Dieser bleibt jedoch positiv. Die Anzahl geleisteter Arbeitsstunden verringerte sich. Das bescheidene Wirtschaftswachstum ist folglich den Beitr\u00e4gen des Kapitalinputs (+0,6%) und der MFP (+0,4%) zuzuschreiben, die stark genug waren, um den R\u00fcckgang des Beitrages des Arbeitsin-puts (-0,6%) zu kompensieren.&#13;<\/p>\n<h3>1996-2000<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nZwischen 1996 und 2000 verbesserte sich die wirtschaftliche Lage der Schweiz. Der deutliche Zuwachs des BIP (mittlere j\u00e4hrliche Wachstumsrate: +2,4%) trug zum Abbau der Erwerbslosigkeit bei. Der R\u00fcckgang des Zinsniveaus bewirkte ein Wachstum der Investitionen, insbesondere bei den Ausr\u00fcstungsg\u00fctern. Beide Produktionsfaktoren und die MFP leisteten einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum. Da der Kapitalinput st\u00e4rker wuchs als der Arbeitsinput, erh\u00f6hte sich die Kapitalintensit\u00e4t (1,9%).&#13;<\/p>\n<h3>2000-2003<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nVon 2000-2003 geriet die Schweizer Wirtschaft in eine Stagnationsphase; das mittlere j\u00e4hrliche BIP-Wachstum ging erneut auf +0,4% zur\u00fcck. Infolge des R\u00fcckgangs der Ausr\u00fcstungsinvestitionen verlangsamte sich das Wachstum des Kapitalinputs, bleib aber im positiven Bereich. Da der Arbeitsinput gleichzeitig sank, nahm die Kapitalintensit\u00e4t weiter zu (2,0%). Der Kapitalinput wirkte wiederum als Wachstumsst\u00fctze (ebenso wie die MFP), wogegen der Beitrag des Arbeitsinputs leicht negativ war.&#13;<\/p>\n<h3>2004<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDas Jahr 2004 signalisiert die R\u00fcckkehr auf den Wachstumspfad mit einem BIP-Wachstum von +2,3%. Die neuesten verf\u00fcgbaren Informationen best\u00e4tigen den nachhaltigen Charakter dieser Wende. Beide Produktionsfaktoren &#8211; Arbeit und Kapital &#8211; ebenso wie die MFP trugen zum Wirtschaftswachstum bei. Bemerkenswert ist, dass der Arbeitsinput als Hauptmotor des Wirtschaftswachstums gewirkt hat. Allerdings ist die Zunahme der tats\u00e4chlich geleisteten Arbeitsstunden haupts\u00e4chlich darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass 2004 ein Schaltjahr war und mehr Feiertage auf Wochenenden fallen als 2003. Da der Arbeitsinput st\u00e4rker gewachsen ist als der Kapitalinput, ergibt sich &#8211; zum ersten Mal in diesem Jahrzehnt &#8211; eine Verringerung der Kapitalintensit\u00e4t (-0,5%).&#13;<\/p>\n<h3>Erh\u00f6hte Kapitalintensit\u00e4t<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Entwicklung der Kapitalintensit\u00e4t zeigt seit Beginn dieses Jahrzehnts Zeichen der Verlangsamung, bleibt aber weiterhin positiv. Die Hauptursache daf\u00fcr liegt in einer Verlangsamung der Kapitalakkumulation der Schweizer Wirtschaft. So betrug die Investitionsquote im Zeitraum von 1991-2000 noch 24%, w\u00e4hrend sie 2000-2004 auf 22% zur\u00fcckging.\u00a0Diese verschiedenen Ergebnisse widerspiegeln die Tatsache, dass die Schweizer Wirtschaft ein ausserordentlich hohes Niveau an Kapitalintensit\u00e4t erreicht hat. Pro Arbeitsstelle wird heute sehr viel mehr Kapital eingesetzt als vor 13 Jahren, was den Erhalt eines hohen Lebensstandards erm\u00f6glicht, obschon die Anzahl tats\u00e4chlich geleisteter Arbeitsstunden praktisch stagniert. Allerdings ist heute noch nicht ersichtlich, ob die Verlangsamung des Rhythmus der Kapitalakkumulation auf konjunkturelle oder strukturelle Faktoren oder allenfalls auf einen Attraktivit\u00e4tsverlust der Schweiz als Produktionsstandort zur\u00fcckzuf\u00fchren ist.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie j\u00fcngsten Arbeiten des BFS im Bereich der Messung des nicht finanziellen Kapitalstocks haben die Voraussetzungen zur Sch\u00e4tzung der Kapitalleistungen und des Wachstums der Multifaktorproduktivit\u00e4t geschaffen. Diese Arbeiten haben experimentellen Charakter und sollen in naher Zukunft durch weiterf\u00fchrende Analysen erg\u00e4nzt werden. So sollen insbesondere \u00dcberlegungen angestellt werden zur Frage der Zusammensetzung des Arbeitsinputs bez\u00fcglich Qualifikation der Arbeitnehmenden und deren Auswirkungen auf die Ergebnisse der MFP.\u00a0Die Analysen des MFP-Wachstums in der Schweiz zeigen, dass der Produktionsfaktor Kapital der Hauptmotor des Wirtschaftswachstums im Zeitraum von 1991-2004 war. Diese Entwicklung geht einher mit einer starken Zunahme der Kapitalintensit\u00e4t: Pro tats\u00e4chlich geleistete Arbeitsstunde wird immer mehr Kapital eingesetzt, um immer mehr Waren und Dienstleistungen zu produzieren. Allerdings ist zu beobachten, dass sich das Wachstum der Kapitalintensit\u00e4t &#8211; bedingt durch die Verlangsamung der Kapitalakkumulation &#8211; in j\u00fcngster Zeit (2000-2004) allm\u00e4hlich abgeschw\u00e4cht hat.\u00a0Die neuen Untersuchungen des BFS werfen ein anderes Licht auf Themen wie Wachstum, Konkurrenzf\u00e4higkeit und die Stellung der Schweizer Wirtschaft auf dem Weltmarkt. Das Spektrum m\u00f6glicher Performance-Analysen der Schweizer Wirtschaft wird dadurch erheblich erweitert. Die Ergebnisse stellen somit zus\u00e4tzliche statistische Grundlagen f\u00fcr die Analysen bzw. Entscheidungen bereit, die ihrerseits unsere wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen k\u00f6nnen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abAufteilung des Wirtschaftswachstums in der Schweiz\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abBeitrag der Produktionsfaktoren und der Multifaktorproduktivit\u00e4t zum Wirtschaftswachstum in Prozentpunkten sowie durchschnittliche Wachstumsrate der Kapitalintensit\u00e4t\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Zum Begriff \u00abBeitrag\u00bb<\/b>&#13;<br \/>\nDie Wachstumsraten liefern nur beschr\u00e4nkte Anhaltspunkte zur tats\u00e4chlichen Rolle der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital hinsichtlich des Wachstums der Gesamtwirtschaft. Um den BIP-Wachstumsbeitrag eines bestimmten Faktors genauer zu kennen, muss nicht nur dessen Entwicklung, sondern auch dessen Gewicht in der Volkswirtschaft ber\u00fccksichtigt werden. Dieses Gewicht l\u00e4sst sich anhand des Anteils des Faktors an den Gesamtfaktorkosten messen.F\u00fcr weitere Informationen zum Begriff des Beitrags siehe Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Die Schweizer Wirtschaft von den Neunzigerjahren bis heute, Wichtige Fakten und Konjunkturanalysen, Neuenburg, 2005.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Bibliografie<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Arbeitsproduktivit\u00e4t: Internationale Vergleiche: Datenlage und Interpretation, Neuenburg, 2004.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Die Schweizer Wirtschaft von den Neunzigerjahren bis heute, Wichtige Fakten und Konjunkturanalysen, Neuenburg, 2005.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Kapitalentwicklung als wichtigster Wachstumsmotor der Schweizer Wirtschaft in den vergangenen 13 Jahren, BFS Aktuell, Neuenburg, 2006a.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Stock de capital non financier, Rapport m\u00e9thodologique, Neuenburg, 2006b.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Productivit\u00e9 multifactorielle, Rapport m\u00e9thodologique, Neuenburg, 2006c.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Arbeitsmarktindikatoren 2006, Neuenburg, 2006d.- Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung: Eine Einf\u00fchrung in Theorie und Praxis &#8211; \u00abMethoden und Konzepte des ESVG\u00bb, Neuenburg, 2003.- Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Compendium of Productivity Indicators, Paris, 2005.- Solow, Robert, A Contribution to the Theory of Economic Growth, Quarterly Journal of Economics, 70, S. 65-94, 1956.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Studie des Bundesamtes f\u00fcr Statistik (BFS) beziffert erstmals f\u00fcr die Schweizer Volkswirtschaft die Wachstumsbeitr\u00e4ge der Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital sowie den Beitrag der Multifaktorproduktivit\u00e4t (MFP). 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