{"id":124433,"date":"2006-12-01T12:00:00","date_gmt":"2006-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/12\/stutz-spycher-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:45:55","modified_gmt":"2023-08-23T21:45:55","slug":"stutz-spycher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/12\/stutz-spycher\/","title":{"rendered":"Gesundheitskompetenz &#8211; Grundlage f\u00fcr einen neuen Blick auf die Gesundheit"},"content":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie Lesen und Schreiben f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung des beruflichen und gesellschaftlichen Alltags notwendig sind, braucht es Gesundheitskompetenz, um gesund zu werden, gesund zu bleiben und gesundheitspolitische Entscheide zu f\u00e4llen. Ausl\u00e4ndische Studien lassen vermuten, dass es auch in der Schweiz vielfach an Gesundheitskompetenz fehlt. Zudem haben die Anforderungen, um sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden, in den letzten Jahren stark zugenommen. Fehlende Gesundheitskompetenz wirkt sich jedoch nicht nur im Gesundheitswesen selbst, sondern auch in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aus.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDie heutige Informations- und Wissensgesellschaft verlangt von den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern immer mehr Kompetenzen. Eine davon ist die Gesundheitskompetenz. Dieser Begriff, der im englischsprachigen Raum als \u00abHealth Literacy\u00bb schon seit einigen Jahren diskutiert wird, fasst im deutschsprachigen Raum erst allm\u00e4hlich Fuss. Gesundheitskompetenz ist die F\u00e4higkeit jedes und jeder Einzelnen, im t\u00e4glichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken (vgl.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1<\/b>&#13;<br \/>\nGesundheitskompetenz ist die F\u00e4higkeit des und der Einzelnen, im t\u00e4glichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sie umfasst f\u00fcnf wichtige Bereiche:a) Pers\u00f6nliche Gesundheit: Individuelle Gestaltung der Gesundheit. Wissen und Anwendung von entsprechendem Verhalten auch bei der Betreuung der Familie;b) Systemorientierung: Die F\u00e4higkeit, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und gegen\u00fcber den Gesundheitsberufen als kompetente\/r Partner\/in aufzutreten;c) Konsumverhalten: Die F\u00e4higkeit, Konsum- und Dienstleistungsentscheidungen unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zu treffen;d) Arbeitswelt: Unf\u00e4lle und Berufskrankheiten vermeiden, Einsatz f\u00fcr die Sicherheit und f\u00fcr gesundheitsf\u00f6rderliche Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Balance zwischen Beruf und Privatleben;e) Gesundheitspolitik: Informiertes gesundheitspolitisches Handeln (Eintreten f\u00fcr Gesundheitsrechte, Stellungnahmen zu Gesundheitsfragen, Mitgliedschaften in Patienten- und Gesundheitsorganisationen).Quelle: Kickbusch (2006)). Nutbeam (2000) unterscheidet drei Ebenen der Gesundheitskompetenz: \u00a0&#8211; Funktionale Gesundheitskompetenz: Ausreichende Grundkompetenzen im Bereich Lesen und Schreiben;\u00a0&#8211; kommunikative, interaktive Gesundheitskompetenz: Grundlegende kognitive und soziale Kompetenzen, die es erlauben, aktiv am Alltag teilzunehmen, Informationen zu sammeln und in Interaktionen mit anderen Akteuren zu interpretieren sowie vorhandene Informationen unter ver\u00e4nderten Bedingungen anzuwenden;\u00a0&#8211; kritische Gesundheitskompetenz: Fortgeschrittene kognitive und soziale Kompetenzen, die f\u00fcr die kritische Analyse von Informationen eingesetzt werden k\u00f6nnen, um eine gr\u00f6ssere Kontrolle unter verschiedenen Lebenssituationen aus\u00fcben zu k\u00f6nnen.\u00a0\u00a0Dienstleistungen, Behandlungsm\u00f6glichkeiten und Produkte, die mit Gesundheit zu tun haben, wurden in den letzten 15 Jahren immer zahlreicher. Parallel dazu haben die Anforderungen an die Menschen zugenommen, um sich im Gesundheitswesen zu orientieren, Leistungen auszuw\u00e4hlen, \u00fcber Therapien zu entscheiden und sich \u00fcber einen gesunden Lebensstil zu informieren, aber auch um gesundheitspolitisch gut abgest\u00fctzte Entscheide zu treffen. Notwendige Grundlage zur Bew\u00e4ltigung dieser Rollen- und Anforderungsvielfalt ist ein gen\u00fcgendes Mass an Gesundheitskompetenz. Ist diese nicht ausreichend, muss mit negativen Auswirkungen in verschiedenen Bereichen gerechnet werden. Zentral ist dabei das Gesundheitswesen selbst. Menschen mit weniger Gesundheitskompetenz sind h\u00e4ufiger krank und k\u00f6nnen allf\u00e4llige Krankheiten weniger gut bew\u00e4ltigen. Insbesondere haben Menschen, die von gesundheitlicher Ungleichheit besonders betroffen sind, ohne ausgepr\u00e4gte Gesundheitskompetenz kaum Chancen, ihre Lage zu verbessern. Auch in der Wirtschaft ist mit Folgekosten zu rechnen. Die Auswirkungen der Gesundheitskompetenz auf das Gesundheitswesen wurden bereits an anderer Stelle beschrieben. Vgl. Spycher (2006a,b). Im Rahmen dieses Beitrags fokussieren wir auf die wirtschaftlichen Aspekte sowie auf die M\u00f6glichkeiten der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, in der Gesundheitspolitik Einfluss zu nehmen.&#13;<\/p>\n<h2>\u00d6konomische Auswirkungen ungen\u00fcgender Gesundheitskompetenz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nGrafik 1 zeigt stark vereinfacht die Bedeutung der Gesundheitskompetenz. Neben den Ressourcen der einzelnen Personen bzw. den Ressourcen des gesellschaftlichen Umfeldes ist die Gesundheitskompetenz eine wichtige Grundlage f\u00fcr das individuelle Gesundheitsverhalten, das sich unmittelbar auf den Gesundheitszustand auswirkt. Sie beeinflusst aber den Gesundheitszustand auch direkt, da davon auszugehen ist, dass kranke Menschen mit h\u00f6herer Gesundheitskompetenz rascher gesund werden und nachhaltiger gesund bleiben. Der Gesundheitszustand wirkt sich in unterschiedlichen Bereichen &#8211; Wirtschaft, Gesundheitswesen, Politik, Gesellschaft &#8211; aus. Somit besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Ausmass der Gesundheitskompetenz und den \u00f6konomischen Auswirkungen eines Defizits in verschiedenen Bereichen. \u00a0Zurzeit liegen f\u00fcr die Schweiz keinerlei empirische Sch\u00e4tzungen vor, in welchem Ausmass zus\u00e4tzliche Kosten entstehen, die auf mangelnde Gesundheitskompetenz zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Wendet man die Ergebnisse einer amerikanischen Studie Vgl. CAS (1998). auf die Schweiz an und nimmt man einige Anpassungen f\u00fcr die hiesigen Verh\u00e4ltnisse vor, so d\u00fcrften im Jahr 2004 im Gesundheitswesen rund 1,5 Mrd. Franken an vermeidbaren Mehrkosten entstanden sein. Davon d\u00fcrften rund 700 Mio. Franken auf die obligatorische Krankenversicherung entfallen. Selbstverst\u00e4ndlich sind dies nur sehr grobe Kostensch\u00e4tzungen, die sich zudem nur auf den Bereich des Gesundheitswesens beschr\u00e4nken. Sie weisen aber darauf hin, dass es sich beim Ph\u00e4nomen der mangelnden Gesundheitskompetenz auch um ein quantitativ relevantes Problem handelt.\u00a0Die Beziehungen zwischen Gesundheitskompetenz und Wirtschaft sind vielf\u00e4ltig. Sie k\u00f6nnen folgendermassen beschrieben werden:\u00a0&#8211; Der von der Gesundheitskompetenz mitbeeinflusste Gesundheitszustand hat einen direkten Einfluss auf die Produktivit\u00e4t der Mitarbeitenden. Gesunde Menschen erbringen grunds\u00e4tzlich bessere Arbeitsleistungen als kranke. Kranke Menschen sind zudem \u00f6fter abwesend. Dies verursacht entsprechende Folgekosten f\u00fcr die Betriebe und die Versicherungen. Die Gesundheit der Mitarbeitenden ist dar\u00fcber hinaus eine wesentliche Voraussetzung f\u00fcr deren Motivation. G\u00fcnstige Rahmenbedingungen und eine sinnstiftende sowie herausfordernde Arbeit st\u00e4rken die Gesundheit und damit die Motivation der Mitarbeitenden.\u00a0&#8211; Die Bereitstellung von Informationen und Angeboten zum Aufbau, zum Erhalt und zum Ausbau der Gesundheitskompetenz stellt einen eigenen und gewinntr\u00e4chtigen Markt dar (Kurse, Zeitschriften etc.). Allerdings gibt es auch gewisse Branchen, die durch eine Zunahme der Gesundheitskompetenz an Umsatz verlieren k\u00f6nnten (z.B. die Pharmaoder die Tabakindustrie). \u00a0&#8211; Gesundheitskompetentere Menschen geben mehr Geld f\u00fcr die Pr\u00e4vention und einen gesunden Lebensstil aus. Andererseits sparen sie Geld ein, weil sie weniger h\u00e4ufig und weniger lang krank sind. Die Nettowirkungen sind noch nicht empirisch untersucht. Wenn sie positiv sind und gesundheitskompetente Menschen letztlich Geld einsparen, so werden diese finanziellen Ressourcen f\u00fcr anderen Konsum (bzw. f\u00fcr das Sparen) frei. Unter Umst\u00e4nden geht davon also ein positiver Wachstumsimpuls aus.&#13;<\/p>\n<h2>Absch\u00e4tzung von Kosten und Nutzen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Bildung und Erhaltung von Gesundheitskompetenz ist nicht kostenlos. Dies f\u00fchrt zu einer G\u00fcterabw\u00e4gung: Investitionen in Gesundheitskompetenz kosten Geld, bringen aber auf der anderen Seite auch einen Nutzen, indem die negativen volkswirtschaftlichen Auswirkungen geringer Gesundheitskompetenz in den genannten Bereichen reduziert werden. F\u00fcr die Schweiz ist daher zweierlei empirisch zu untersuchen: \u00a0&#8211; In welchem Ausmass fehlt Gesundheitskompetenz, und mit welchen Folgekosten ist bereits heute zu rechnen? \u00a0&#8211; Wie kann die Gesundheitskompetenz erh\u00f6ht werden, und wie hoch sind die Kosten daf\u00fcr? \u00a0\u00a0F\u00fchrt man beide Seiten zusammen, k\u00f6nnen Kosten und Nutzen einer zus\u00e4tzlichen Investition in die Gesundheitskompetenz abgesch\u00e4tzt werden. Dabei ist allerdings zu ber\u00fccksichtigen, dass nicht alles in Franken und Rappen berechnet werden kann. So d\u00fcrften gesundheitskompetentere Menschen auch eine h\u00f6here Lebensqualit\u00e4t geniessen, deren Nutzen nur schwer zu beziffern ist.&#13;<\/p>\n<h2>Makro\u00f6konomische Aspekte<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUngen\u00fcgende Gesundheitskompetenz f\u00fchrt zu Kostenfolgen in den Bereichen des Gesundheitswesens, der Wirtschaft und der Gesellschaft. Was vom Standpunkt der Gesundheitskompetenz aus negativ zu bewerten ist &#8211; \u00abunn\u00f6tige\u00bb Folgekosten, geringere Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen -, sieht aus einer makro\u00f6konomischen Perspektive etwas anders aus: Die Folgekosten im Gesundheitswesen f\u00fchren zu zus\u00e4tzlichen Anstellungen und damit zu einer Steigerung des Bruttosozialproduktes. Oder umgekehrt betrachtet: Wird die Gesundheitskompetenz erh\u00f6ht, dann k\u00f6nnte es im Gesundheitsbereich zu einer geringeren Wertsch\u00f6pfung kommen. Dieser Effekt kann vermieden werden, wenn &#8211; was sicher sinnvoll w\u00e4re &#8211; die Akteure f\u00fcr ihr Engagement im Bereich der Gesundheitskompetenz abgegolten werden. Zudem ist zu ber\u00fccksichtigen, dass Bildung und Erhalt der Gesundheitskompetenz einen eigenen Markt darstellen.&#13;<\/p>\n<h2>Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nImmer \u00f6fter wird darauf hingewiesen, dass die steigenden Kosten im Gesundheitswesen nur dann wirklich stabilisiert werden k\u00f6nnen, wenn die Menschen weniger h\u00e4ufig krank werden. Gesundheitsf\u00f6rderung und Pr\u00e4vention sind wichtige zuk\u00fcnftige Handlungsfelder von Politik und Wirtschaft. Allerdings muss auch in diesem Zusammenhang die Gesundheitskompetenz der Bev\u00f6lkerung im Auge behalten werden: Pr\u00e4ventionskampagnen k\u00f6nnen beispielsweise ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn die Informationen verstanden und insbesondere auch umgesetzt werden. Bei der Gesundheitsf\u00f6rderung kommen den Betrieben wichtige Aufgaben zu, da sie im t\u00e4glichen Kontakt mit den Mitarbeitenden stehen. Damit gesundheitsf\u00f6rdernde Massnahmen wirksam sein k\u00f6nnen, m\u00fcssen die Mitarbeitenden \u00fcber eine ausreichende Gesundheitskompetenz verf\u00fcgen.&#13;<\/p>\n<h2>Kompetenz in der Gesundheitspolitik<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIn einer demokratischen Gesellschaft h\u00e4ngt die Qualit\u00e4t der politischen Entscheidungen und somit die Qualit\u00e4t der institutionellen Rahmenbedingungen wesentlich von den Kompetenzen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger ab. Im Bereich der Gesundheitspolitik kommt der Gesundheitskompetenz eine doppelte Bedeutung zu. Zum einen erm\u00f6glicht eine hohe Gesundheitskompetenz das Verst\u00e4ndnis der Vorlagen und das Treffen informierter Entscheide. Dies l\u00e4sst sich am Beispiel der Volksinitiative zur Einf\u00fchrung einer Einheitskasse illustrieren. Um sich eine Meinung zu dieser einfach formulierten, inhaltlich aber \u00e4usserst komplexen Vorlage bilden zu k\u00f6nnen, sind verschiedenste Kompetenzbereiche von grosser Bedeutung. Zum anderen beeinflusst die Gesundheitskompetenz das Verhalten des Einzelnen innerhalb des Gesundheitssystems. Folglich m\u00fcsste bei der Wahl der institutionellen Rahmenbedingungen auch dar\u00fcber nachgedacht werden, ob die teilweise nicht vorhandene bzw. ungen\u00fcgende Gesundheitskompetenz der Menschen ausreichend ber\u00fccksichtigt wird. So beruht das Krankenversicherungsgesetz (KVG) auf dem Konzept des regulierten Wettbewerbs: Innerhalb starker staatlicher Rahmenbedingungen sollen in verschiedenen Bereichen Wettbewerbselemente zum Tragen kommen. Dieses System erfordert von den Versicherten intensive Orientierungsarbeiten, wenn z.B. verschiedene Versicherungspakete, Pr\u00e4mien oder Leistungserbringer verglichen werden sollen. Kann aber ein solches System funktionieren, wenn viele Menschen die dazu notwendige Gesundheitskompetenz nicht mitbringen? Welche Konsequenzen hat dies f\u00fcr die Ausgestaltung der aktuell diskutierten KVG-Reformen?&#13;<\/p>\n<h2>Schlussfolgerungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nNoch vieles ist im Zusammenhang mit Gesundheitskompetenz ungekl\u00e4rt. Ausl\u00e4ndische Studien lassen jedoch vermuten, dass auch in der Schweiz Gesundheitskompetenz nicht in gen\u00fcgendem Ausmass vorhanden ist. Trifft dies zu, so muss die Frage aufgeworfen werden, ob in den Schulen, der beruflichen Ausbildung, den h\u00f6heren Ausbildungen, am Arbeitsplatz oder bei der Ausbildung der Leistungserbringer im Gesundheitswesen nicht zu wenig in den Aufbau und den Erhalt der Gesundheitskompetenz investiert wird. Diesbez\u00fcgliche Forschungsanstrengungen dr\u00e4ngen sich auf; doch sie allein gen\u00fcgen nicht. Alle staatlichen Akteure, Nicht-Regierungsorganisationen und Arbeitgeber, aber auch die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind gefordert, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abWirkungen von Gesundheitskompetenz\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Definition<\/b>&#13;<br \/>\nGesundheitskompetenz ist die F\u00e4higkeit des und der Einzelnen, im t\u00e4glichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Sie umfasst f\u00fcnf wichtige Bereiche:a) Pers\u00f6nliche Gesundheit: Individuelle Gestaltung der Gesundheit. Wissen und Anwendung von entsprechendem Verhalten auch bei der Betreuung der Familie;b) Systemorientierung: Die F\u00e4higkeit, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und gegen\u00fcber den Gesundheitsberufen als kompetente\/r Partner\/in aufzutreten;c) Konsumverhalten: Die F\u00e4higkeit, Konsum- und Dienstleistungsentscheidungen unter gesundheitlichen Gesichtspunkten zu treffen;d) Arbeitswelt: Unf\u00e4lle und Berufskrankheiten vermeiden, Einsatz f\u00fcr die Sicherheit und f\u00fcr gesundheitsf\u00f6rderliche Arbeitsbedingungen sowie eine angemessene Balance zwischen Beruf und Privatleben;e) Gesundheitspolitik: Informiertes gesundheitspolitisches Handeln (Eintreten f\u00fcr Gesundheitsrechte, Stellungnahmen zu Gesundheitsfragen, Mitgliedschaften in Patienten- und Gesundheitsorganisationen).Quelle: Kickbusch (2006)&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 2: Literatur<\/b>&#13;<br \/>\n&#8211; Abel Thomas und Eva Bruhin (2003): Health Literacy \/ Wissensbasierte Gesundheitskompetenz\u00bb, in: Bundeszentrale f\u00fcr gesundheitliche Aufkl\u00e4rung (Hrsg.): Leitbegriffe der Gesundheitsf\u00f6rderung. Vierte und erweiterte Auflage, Schwabenheim a.d. Selz. &#8211; BAG (2006): Arbeitsbericht Gesundheitskompetenz 2006, <a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch<\/a> , Rubriken \u00abThemen\u00bb, \u00abGesundheitspolitik\u00bb, \u00abPolitik\u00bb, \u00abGesundheitskompetenz\u00bb.- BAG (2006): Zukunft von Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung in der Schweiz; Bericht der Fachkommission \u00abPr\u00e4vention + Gesundheitsf\u00f6rderung\u00bb zuhanden des Eidgen\u00f6ssischen Departements des Innern (EDI), <a href=\"http:\/\/www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch<\/a> , Rubriken \u00abThemen\u00bb, \u00abGesundheitspolitik\u00bb, \u00abPolitik\u00bb, \u00abNeuregelung von Pr\u00e4vention und Gesundheitsf\u00f6rderung\u00bb, \u00abFachkommission Pr\u00e4vention + Gesundheitsf\u00f6rderung\u00bb. &#8211; Banks Ian, Ilona Kickbusch, Daniela Maag, Peggy McGuire und Suzanne Wait (2006): Navigating Health. The Role of Health Literacy, <a href=\"http:\/\/www.ilcuk.org\">www.ilcuk.org<\/a> .uk, Rubrik \u00abPublications\u00bb.- CAS Center on an Aging Society (1998): Low Health Literacy Skills Increase Annual Health Care Expenditures by $73 Billion, http:\/\/ihcrp.georgetown.edu\/agingsociety, Rubriken \u00abPapers and Projects\u00bb, \u00abPublications\u00bb.- European Health Forum Gastein (2005): Gastein Health declaration 2005. Partnerships for Health, <a href=\"http:\/\/www.ehfg.org\">www.ehfg.org<\/a> , Rubriken \u00abArchiv\u00bb, \u00ab2005\u00bb.- Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz (2005): Denkanst\u00f6sse f\u00fcr ein Rahmenkonzept zu Health Literacy.- Kickbusch Ilona (2006): Die Gesundheitsgesellschaft. Megatrends und deren Konsequenzen f\u00fcr Politik und Gesellschaft. Verlag f\u00fcr Gesundheitsf\u00f6rderung, Hamburg.- Nationale Gesundheitspolitik Schweiz (2006): Gesundheitspolitiken in der Schweiz &#8211; Potential f\u00fcr eine nationale Gesundheitspolitik.- Nutbeam D. (2000): Health Literacy as Public Goal: A Challenge for Contemporary Health Education and Communication Strategies into the 21st Century, Health Promotion International, 15(3), S. 259-267.- Spycher Stefan (2006): Ein bisher vernachl\u00e4ssigtes Thema: Die Folgekosten fehlender Gesundheitskompetenzen, Soziale Sicherheit, 4\/2006, S. 220-224.- Spycher Stefan (2006): \u00d6konomische Aspekte der Gesundheitskompetenzen. Ein Konzeptpapier, <a href=\"http:\/\/www.buerobass.ch\">www.buerobass.ch<\/a> , Rubriken \u00abStudienverzeichnis\u00bb, \u00abKrankenversicherung, Gesundheitswesen\u00bb.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00c4hnlich wie Lesen und Schreiben f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung des beruflichen und gesellschaftlichen Alltags notwendig sind, braucht es Gesundheitskompetenz, um gesund zu werden, gesund zu bleiben und gesundheitspolitische Entscheide zu f\u00e4llen. 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