{"id":124438,"date":"2006-12-01T12:00:00","date_gmt":"2006-12-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/12\/zinniker-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:46:03","modified_gmt":"2023-08-23T21:46:03","slug":"zinniker-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/12\/zinniker-5\/","title":{"rendered":"Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland in der Schweiz im Jahr 2005"},"content":{"rendered":"<p>Im Jahr 2005 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland etwas weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder liegt jedoch etwas \u00fcber derjenigen des Vorjahres, weshalb die bewilligte Fl\u00e4che entsprechend h\u00f6her ist. Im Grundbuch wurden 1653 Hand\u00e4nderungen eingetragen. Nach Abzug der von Schweizern zur\u00fcckgekauften und unter Ausl\u00e4ndern \u00fcbertragenen Grundst\u00fccke ergibt sich ein Nettozuwachs von 891 Ferienwohnungen. Eine vergleichbare Entwicklung scheint sich f\u00fcr das Jahr 2006 abzuzeichnen.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200612_14_Zinniker_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"304\" \/>&#13;<\/p>\n<h2>Kontingente<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit 2002 muss der Bundesrat nicht mehr alle zwei Jahre bei der Festsetzung der j\u00e4hrlichen kantonalen Bewilligungskontingente die gesamtschweizerische Zahl dieser Kontingente herabsetzen, sondern kann sie im Rahmen einer obersten Grenze von 1500 Einheiten unter Ber\u00fccksichtigung der volkswirtschaftlichen und staatspolitischen Interessen des Landes nach seinem Ermessen bestimmen. Er hat sie auf 1400 Einheiten festgelegt. \u00a0Mit den genannten Lockerungen und der im Jahre 1996 eingef\u00fchrten sog. Pool-L\u00f6sung konnte der konstante Kontingentsmangel in den Kantonen Tessin, Waadt und Wallis wesentlich gemildert werden. Wie bis anhin kann ein Kanton die im laufenden Jahr nicht gebrauchten Kontingentseinheiten auf das darauf folgende Jahr \u00fcbertragen. Ende Oktober des zweiten Jahres fallen diese an den Bund zur\u00fcck und k\u00f6nnen auf Gesuch einem Kanton zugeteilt werden, wenn dieser sein Kontingent des laufenden Jahres bereits aufgebraucht hat. Es darf ihm aber h\u00f6chstens die H\u00e4lfte seines ordentlichen Kontingents zus\u00e4tzlich zugesprochen werden. Zus\u00e4tzliche Einheiten aus dem Kontingent 2005 beanspruchten die Kantone Tessin, St. Gallen, Wallis und Waadt.\u00a0Vom gesamtschweizerischen Kontingent von 1400 Einheiten wurden alle 1400 bewilligt (2004: 1362).\u00a0Die Aussch\u00f6pfung der Kontingente stimmt in einem bestimmten Jahr mit den erteilten Bewilligungen nicht unbedingt \u00fcberein. Die Zahl der erteilten Bewilligungen kann insgesamt oder auch nur in einzelnen Kantonen etwas h\u00f6her als das Jahreskontingent liegen, dies aus zwei Gr\u00fcnden: \u00a0&#8211; Erstens sind die Kontingentseinheiten, die in einem Jahr nicht gebraucht werden, auf das folgende Jahr \u00fcbertragbar; \u00a0&#8211; zweitens k\u00f6nnen in fr\u00fcheren Jahren erteilte Grundsatzbewilligungen (Zusicherungen von Bewilligungen an Verk\u00e4ufer) auch sp\u00e4ter noch \u00fcber einen bestimmten Zeitraum ausgesch\u00f6pft werden. \u00a0\u00a0Zur Entwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung siehe Grafik 1, welcher auch entnommen werden kann, dass im langj\u00e4hrigen Durchschnitt die Kontingente nur etwa zu 70% ausgesch\u00f6pft wurden.&#13;<\/p>\n<h2>Bewilligungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nIm Jahr 2005 wurden in der Schweiz 1845 Bewilligungen f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen erteilt (im Vorjahr 1874). Der Grossteil der Bewilligungen wurde in den Kantonen Wallis (759), Waadt (339), Graub\u00fcnden (295), Tessin (204) und Bern (161) erteilt (vgl. Grafik 2).&#13;<\/p>\n<h2>Hand\u00e4nderungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Hand\u00e4nderungsstatistik gibt &#8211; im Unterschied zur Bewilligungsstatistik &#8211; Aufschluss \u00fcber die tats\u00e4chlich ausge\u00fcbten Erwerbsgesch\u00e4fte. Im langj\u00e4hrigen Durchschnitt f\u00fchren etwa 85% aller Bewilligungen zu einem Grundbucheintrag. Die Differenz zwischen der Hand\u00e4nderungs- und der Bewilligungsstatistik ergibt sich, weil zwischen der Erteilung einer Bewilligung und dem Eintrag im Grundbuch in der Regel mehrere Monate verstreichen und die Statistik auf die Hand\u00e4nderungen des erhobenen Jahres abstellen muss. Weiter kann es vorkommen, dass die Ausl\u00e4nder auf den Erwerb verzichten.\u00a0Im Jahr 2005 war die Zahl der Hand\u00e4nderungen f\u00fcr Ferienwohnungen mit 1653 h\u00f6her als im Vorjahr (1397). Am meisten Eintragungen in das Grundbuch wurden in den klassischen Fremdenverkehrskantonen verzeichnet: Wallis 743, Graub\u00fcnden 404, Tessin 182, Waadt 150 und Bern 110 (vgl. Grafik 2). Die Aufteilung der Hand\u00e4nderungen nach der Nationalit\u00e4t der Erwerberinnen und Erwerber hat sich kaum ge\u00e4ndert (vgl. Grafik 3).&#13;<\/p>\n<h2>Nettozuwachs<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nUm den Nettozuwachs von ausl\u00e4ndischem Ferienwohnungseigentum in der Schweiz zu berechnen, sind vom Total der Hand\u00e4nderungen einerseits die R\u00fcckerwerbe durch Schweizerinnen und Schweizer und zus\u00e4tzlich die Ver\u00e4usserungen von Ausl\u00e4ndern an Ausl\u00e4nder in Abzug zu bringen. F\u00fcr das Jahr 2005 ergibt sich &#8211; nach Abzug von 416 \u00dcbertragungen zwischen Ausl\u00e4ndern und 346 R\u00fcck\u00fcbertragungen an Schweizerinnen und Schweizer &#8211; ein Nettozuwachs von 891 Ferienwohnungen. Fl\u00e4chenm\u00e4ssig macht dies rund 15 (Vorjahr 27) Hektaren aus. Detaillierte Angaben mit der Verteilung auf die Kantone k\u00f6nnen der Tabelle 1 entnommen werden.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abEntwicklung der Kontingentsaussch\u00f6pfung, 1985-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abHand\u00e4nderungen nach Nationalit\u00e4t der Erwerber, 2005 (Total Hand\u00e4nderungen: 1653)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abBewilligungen und Hand\u00e4nderungen von Ferienwohnungen, 2005 (CH Total Bewilligungen: 1845; Hand\u00e4nderungen: 1653)\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abNettozuwachs an ausl\u00e4ndischem Grundeigentum, 2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<b>Kasten 1: Statistik \u00fcber den Erwerb von Ferienwohnungen<\/b>&#13;<br \/>\nFerienwohnungen k\u00f6nnen nur in Kantonen erworben werden, welche dazu eine entsprechende Rechtsgrundlage eingef\u00fchrt haben. Zurzeit sind das 16 Kantone, wobei nur in etwa der H\u00e4lfte davon auch tats\u00e4chlich eine Nachfrage besteht. Erhoben werden folgende Daten: die Anzahl der erteilten Bewilligungen, die tats\u00e4chlich ausgef\u00fchrten Hand\u00e4nderungen, die Fl\u00e4che der Grundst\u00fccke, die Staatsangeh\u00f6rigkeit der Erwerberinnen und Erwerber sowie die Anzahl der Ver\u00e4usserungsgesch\u00e4fte zwischen Ausl\u00e4ndern und der R\u00fcckerwerbe durch Schweizer. Dadurch l\u00e4sst sich der j\u00e4hrliche Nettozuwachs gesamtschweizerisch und aufgeteilt auf die Kantone ausweisen. Zus\u00e4tzlich ausgewiesen wird die Aussch\u00f6pfung der Kontingente.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Jahr 2005 wurden f\u00fcr den Erwerb von Ferienwohnungen durch Personen im Ausland etwas weniger Bewilligungen erteilt als im Vorjahr. Die Zahl der tats\u00e4chlich erfolgten Erwerbe durch Ausl\u00e4nder liegt jedoch etwas \u00fcber derjenigen des Vorjahres, weshalb die bewilligte Fl\u00e4che entsprechend h\u00f6her ist. Im Grundbuch wurden 1653 Hand\u00e4nderungen eingetragen. 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