{"id":124533,"date":"2006-10-01T12:00:00","date_gmt":"2006-10-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/10\/ausschreibung-6\/"},"modified":"2023-08-23T23:46:31","modified_gmt":"2023-08-23T21:46:31","slug":"ausschreibung-5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/10\/ausschreibung-5\/","title":{"rendered":"Ausschreibung einer vergleichenden Studie zu den Gesundheitssystemen in den Niederlanden und der Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Seit die Niederlande am 1. Januar 2006 ein neues Sozialversicherungsgesetz eingef\u00fchrt haben, weisen das schweizerische und das niederl\u00e4ndische Gesundheitssystem in verschiedener Beziehung stark vergleichbare Eigenschaften auf. Mit dem Fortschritt der Reformen in beiden L\u00e4ndern wird ein effizienter und zuverl\u00e4ssiger Austausch von Erfahrungen immer wichtiger. In diesem Zusammenhang wird vom niederl\u00e4ndischen Ministerium f\u00fcr Gesundheit, Wohlfahrt und Sport, dem schweizerischen Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) und dem schweizerischen Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) eine Studie vergeben.<\/p>\n<h2>Forschungsziele<\/h2>\n<p>Das Forschungsziel besteht darin, jene Bereiche und Aspekte zu identifizieren, in denen die beiden Gesundheitssysteme vergleichbar sind, und Schl\u00fcsse zur besseren Steuerung, Administration und Weiterentwicklung der Systeme zu ziehen. &nbsp;Das Projekt soll in seiner Gesamtheit Resultate ergeben, die f\u00fcr beide Seiten von Nutzen sind. Ziel ist das \u00abLernen voneinander\u00bb. Der Raster und die darauf aufbauenden Analysen m\u00fcssen erste Ergebnisse enthalten, sollen aber modular aufgebaut sein, damit sie in Zukunft weiterentwickelt und verallgemeinert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h3>Raster f\u00fcr einen Vergleich der beiden nationalen Systeme<\/h3>\n<p>Ausgangspunkt soll ein genereller Raster sein, der einen Vergleich der beiden Gesundheitssysteme &#8211; namentlich in Bezug auf Kosteneffizienz und Marktzugang &#8211; erm\u00f6glicht. Aufbauend auf einer \u00abAufteilung\u00bb der beiden Gesundheitssysteme in verschiedene Bereiche soll f\u00fcr jeden Einzelbereich eine Analyse der neueren und k\u00fcnftigen \u00c4nderungen durchgef\u00fchrt und festgestellt werden, wo weitergehende Forschung n\u00f6tig ist. Zudem soll dargelegt werden, in welchen Bereichen ein Vergleich machbar ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Mehrwert f\u00fchrt.<\/p>\n<h3>Identifikation der vergleichbaren Problemstellungen und Politiken<\/h3>\n<p>Der Vergleichsraster soll kein Selbstzweck sein, sondern es soll ihm eine klare Beurteilung zugrunde liegen, welche Problemstellungen bez\u00fcglich Effizienz und Marktzugang vergleichbar sind und welche nicht.<\/p>\n<h3>Erste Antworten zu Fragestellungen der Politik<\/h3>\n<p>Die Arbeiten sollten sich in erster Linie an den gegenw\u00e4rtigen Fragestellungen der Politik orientieren. Die Schweiz ist vor allem an Beispielen zu den Auswirkungen von Liberalisierungsschritten interessiert, haupts\u00e4chlich im Bereich des Binnenmarktes, des grenz\u00fcberschreitenden Dienstleistungsverkehrs, der Aufhebung des Kontrahierungszwangs und Fragen der Transparenz. Wenn immer m\u00f6glich sollten die Beispiele messbare Gr\u00f6ssen enthalten, wie beispielsweise Ver\u00e4nderungen von Preisen, Mengen und Dienstleistungsqualit\u00e4t.&nbsp;Die Niederlande ist in erster Linie an den Erfolgen und Misserfolgen der schweizerischen Politik in der j\u00fcngsten Vergangenheit interessiert, so etwa den regional differenzierten Versicherungspr\u00e4mien in Relation mit dem Leistungsumfang (Grund\/Zusatzleistungen), der Entwicklung und den Folgen kollektiver Verhandlungen, der H\u00f6he der Kostenbeteiligung, der Mobilit\u00e4t der Versicherten, den Massnahmen zur Durchsetzung des Obligatoriums sowie den regionalen Unterschieden in der Langzeitpflege. &nbsp;Dieser Schritt soll die beiden L\u00e4nder in der Weiterentwicklung des Systems unterst\u00fctzen. Was k\u00f6nnen die beiden Systeme bez\u00fcglich eines Erhalts der Solidarit\u00e4t von Gesunden und Kranken voneinander lernen?<\/p>\n<h2>Offerten<\/h2>\n<p>Da die Fragestellung vielschichtig ist und die Anforderungen an eine Koordination der Analyse beider Systeme hoch sind, m\u00fcssen die Offerten zwingend eine Zusammenarbeit kompetenter Forscher in beiden L\u00e4ndern beinhalten. Der Koordinationsmechanismus und die Verantwortungen m\u00fcssen in der Offerte klar dargestellt sein. Die Offerte muss eine Beschreibung des Forschungsansatzes, die Planung der Forschungsschritte und eine detaillierte Kostenzusammenstellung nach Projektphase, Qualifikation (Forschungsleitung, Forschende, administrative Arbeiten), Reise- und andere Spesen sowie die MWST enthalten. &nbsp;Die Berichte sind in Englisch zu verfassen. Der Schlussbericht sollte bis Ende Juni 2007 vorliegen. Offerten sind bis 12.November 2006 an eine der folgende Adressen einzureichen:&nbsp;&nbsp;Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG)&nbsp;Chef Abteilung Internationales &nbsp;Dr. Gaudenz Silberschmidt&nbsp;Vizedirektor&nbsp;3003 Bern&nbsp;&nbsp;Ministery of Health, Welfare and Sports&nbsp;dhr. drs. Th. van Uum; Director &nbsp;P.O. Box 20350&nbsp;2500 EJ The Hague&nbsp;The Netherlands<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit die Niederlande am 1. Januar 2006 ein neues Sozialversicherungsgesetz eingef\u00fchrt haben, weisen das schweizerische und das niederl\u00e4ndische Gesundheitssystem in verschiedener Beziehung stark vergleichbare Eigenschaften auf. Mit dem Fortschritt der Reformen in beiden L\u00e4ndern wird ein effizienter und zuverl\u00e4ssiger Austausch von Erfahrungen immer wichtiger. 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