{"id":124769,"date":"2006-06-01T12:00:00","date_gmt":"2006-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/06\/anwander-10\/"},"modified":"2023-08-23T23:47:44","modified_gmt":"2023-08-23T21:47:44","slug":"anwander-9","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/06\/anwander-9\/","title":{"rendered":"Das nahe Ausland als Konkurrent im Schweizer Detailhandel"},"content":{"rendered":"<p>Der Direktimportwert von im Ausland gekauften Lebensmitteln und G\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs ist seit 2001 um 50% angewachsen und erreicht neu einen Wert von 2,1 Mrd. Franken. Damit ist der Einkauf im Ausland der drittgr\u00f6sste Konkurrent im Schweizer Detailhandel. Bedingt ist der Anstieg durch steigende Frequenzen nach Deutschland bei massiv \u00fcbersch\u00e4tzten Ersparnispotenzialen und gleichzeitig untersch\u00e4tzten Verkehrskosten. Der Einkaufstourismus vom Ausland in die Schweiz vermag diesen Abfluss von Kaufkraft bei Weitem nicht zu kompensieren.&#13;<\/p>\n<h2>Schwindende Preisdifferenzen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nSeit der ersten Untersuchung des Ph\u00e4nomens Einkaufstourismus durch Coop im Jahr 1990 haben sich die Preisdifferenzen gegen\u00fcber der EU bei vielen untersuchten Produkten sp\u00fcrbar verkleinert. Ursache daf\u00fcr sind die ver\u00e4nderten politischen und insbesondere agrarpolitischen Rahmenbedingungen. Besonders ausgepr\u00e4gt ist der R\u00fcckgang der Preisdifferenzen bei den Spirituosen aufgrund der Steuerharmonisierung mit der EU per 1.7.1999. Seit 2000 lag die kumulierte relative Teuerung bei Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getr\u00e4nken in der Schweiz im Vergleich zu Frankreich, Italien und \u00d6sterreich sp\u00fcrbar tiefer (vgl. Grafik 1). Einzig Deutschland weist im Vergleich zur Schweiz seit 2002 einen leicht tieferen Teuerungsindex aus. \u00a0Bis 2001 war die Preisdifferenz bei den Milchprodukten wegen des Abbaus der Marktst\u00fctzung r\u00fcckl\u00e4ufig. Inzwischen ist die Verbesserung der relativen Wettbewerbsf\u00e4higkeit wieder verloren gegangen, da die Minusteuerung in den umliegenden L\u00e4ndern noch deutlicher ausfiel. Bei Fr\u00fcchten, Gem\u00fcse und Kartoffeln lag die Teuerung in der Schweiz deutlich tiefer als in \u00d6sterreich, Frankreich und besonders Italien. Dasselbe trifft auch auf das Fleisch zu (vgl. Grafik 2); dennoch konnten hier die hohen absoluten Preisdifferenzen zu den umliegenden L\u00e4ndern nicht substanziell abgebaut werden. Nur gerade bei alkoholischen Getr\u00e4nken und Tabakwaren fiel die Teuerung in Deutschland &#8211; wie in den anderen umliegenden L\u00e4ndern auch &#8211; h\u00f6her aus als in der Schweiz.&#13;<\/p>\n<h2>Vergleich des absoluten Preisniveaus<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Betrachtung der absoluten Preisdifferenzen zu Coop sind die Verbraucherm\u00e4rkte und Discounter in Deutschland mit Abstand am g\u00fcnstigsten, gefolgt von Frankreich und \u00d6sterreich. Die Preisdifferenzen zu ausl\u00e4ndischen Verbraucherm\u00e4rkten betragen bei vergleichbaren Food- und Near-Food-Artikeln im Durchschnitt 21%, wenn die Aktionst\u00e4tigkeit nicht ber\u00fccksichtigt wird. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Aktionst\u00e4tigkeit bei Coop im internationalen Vergleich intensiver und die Preisnachl\u00e4sse im Durchschnitt gr\u00f6sser sind. Wird der Preisvergleich differenziert nach Markenartikeln und Tiefpreis-linien, so ergeben sich deutlich geringere Differenzen. Vergleichbare Markenartikel sind in ausl\u00e4ndischen Verbraucherm\u00e4rkten noch rund 13% billiger als bei Coop. Bei vergleichbaren Produkten der Tiefpreislinien wird insgesamt Preisparit\u00e4t zum Ausland erzielt. Es ist davon auszugehen, dass zwischen den Tiefpreislinien der verschiedenen Schweizer Anbieter weit gehend Preisparit\u00e4t herrscht, sodass die bei Coop gewonnenen Erkenntnisse f\u00fcr den gesamten Schweizer Detailhandel G\u00fcltigkeit haben d\u00fcrften. \u00dcberdurchschnittlich grosse Preisdifferenzen bestehen nach wie vor bei gesch\u00fctzten Agrarprodukten wie Fleisch, Brot und Milch. \u00a0Bei den ausl\u00e4ndischen Discountern resultiert &#8211; wieder ohne Ber\u00fccksichtigung der Aktionst\u00e4tigkeit &#8211; eine absolute Preisdifferenz von 51% gegen\u00fcber Coop. Besonders ins Gewicht f\u00e4llt, dass vergleichbare Markenartikel 53% billiger angeboten werden. Betrachtet man jedoch haupts\u00e4chlich die Eigenmarken, so reduziert sich die Preisdifferenz auf durchschnittlich 18% zu den schweizerischen Tiefpreislinien. Diese ist auf die stark reduzierte Sortimentsleistung der Discounter ohne jegliche Bedienungselemente mit entsprechend g\u00fcnstigeren Kostenstrukturen zur\u00fcckzuf\u00fchren.&#13;<\/p>\n<h2>Starke Zunahme des Einkaufstourismus<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie anhaltende politische Diskussion um die volkswirtschaftlichen Konsequenzen der \u00abHochpreisinsel Schweiz\u00bb, die wachsende Zahl von Haushalten an der Armutsgrenze, zahlreiche Preisvergleiche in den Medien und den Eintritt von deutschen Billiganbietern in den Schweizer Markt haben die Preissensibilit\u00e4t vor allem in der Deutschschweiz sp\u00fcrbar gef\u00f6rdert. Trotz verbesserter Konsumentenstimmung gegen\u00fcber der letzten Studie von 2002 ist der Einkauf im Ausland stark angewachsen. Gem\u00e4ss den Erhebungen fahren jedoch die Bewohner der franz\u00f6sischen und italienischen Schweiz &#8211; ungeachtet der deutlich geringeren absoluten Preisdifferenzen &#8211; weiterhin h\u00e4ufiger \u00fcber die Grenze zum Einkauf als die Deutschschweizer. 21% der Schweizer Bev\u00f6lkerung gaben an, mindestens alle drei Monate einen Grenzeinkauf zu t\u00e4tigen. Im Durchschnitt legen sie 30 Artikel in ihren Warenkorb. \u00a0Der Kaufkraftabfluss durch den Einkauf im Ausland entspricht bei einer durchschnittlichen Preisdifferenz von 40% einem Gegenwert von mindestens 2,1 Mrd. Franken. Zur Berechnung des effektiven Kaufkraftabflusses wurden drei unabh\u00e4ngige Datenbasen herangezogen: das Haushaltpanel von IHA GfK und jenes von AC Nielsen sowie die Kassabons der vor Ort durchgef\u00fchrten Kundenbefragung. Der effektive Kaufkraftabfluss wurde aufgrund der Bedeutung des Grenzeinkaufs in den angrenzenden L\u00e4ndern sowie den angegebenen Einkaufskan\u00e4len mit den entsprechenden Gewichtungen hochgerechnet.&#13;<\/p>\n<h2>\u00dcbersch\u00e4tzte Ersparnisse&#8230;<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Resultate der Studie belegen, dass der Vorteil des Einkaufstourismus subjektiv massiv \u00fcbersch\u00e4tzt wird. Der mit dem Einkaufen im Ausland verbundene Zeitaufwand wird hier ausser Acht gelassen, da viele Personen diesen auch als Ausflug und Abwechslung wahrnehmen. Interessant ist, dass die Befragten den Umfang ihres Einkaufs im Ausland immerhin um einen Faktor 2 \u00fcbersch\u00e4tzen. W\u00e4hrend sie in der telefonischen Befragung angeben, durchschnittlich f\u00fcr 191 Franken einzukaufen, zeigt die Analyse der Kassabons vor Ort, dass im Schnitt nur 90 Franken ausgegeben werden. \u00a0Die befragten Grenzeink\u00e4ufer sind auch der Meinung, mit dem Einkauf im Ausland sehr viel Geld zu sparen. Sie gehen von einer durchschnittlichen Preisdifferenz von 53% bzw. 62% bei \u00fcberwiegendem Einkauf in Discountern aus.&#13;<\/p>\n<h2>&#8230;und untersch\u00e4tzte Fahrkosten<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie \u00fcberwiegende Zahl der Personen (95%), die im Ausland einkaufen, benutzt daf\u00fcr das Auto. Im Durchschnitt legen sie rund 60 Kilometer pro Einkaufstour im Ausland zur\u00fcck. Wird diese Distanz mit der H\u00e4ufigkeit und dem Anteil der im Ausland einkaufenden Haushalte auf das Jahr hochgerechnet, werden ann\u00e4hernd 1,5 Mrd. Fahrzeugkilometer f\u00fcr den Einkauf im Ausland zur\u00fcckgelegt. In Relation zur gesamten Fahrleistung des Personenwagenverkehrs von ca. 57 Mrd. Fahrzeugkilometern pro Jahr scheint dieser Anteil von 2,6% klein. Er ist jedoch fast gleich hoch wie der Anteil, der dem gesamten Verkehr zu den Einkaufszentren in der Schweiz zugeschrieben wird. W\u00e4hrend Letzterer zu politisch heiss diskutierten Massnahmen &#8211; wie Parkplatzbeschr\u00e4nkungen und Fahrtenmodellen &#8211; Anlass gibt, erscheint der Grenzeinkaufstourismus weder in den Statistiken noch auf dem politischen Radar von Beh\u00f6rden und Umweltverb\u00e4nden.\u00a0Hochgerechnet mit dem TCS-Ansatz von 0.76 Fr.\/km bedeuten die rund 1,5 Mrd. Fahrzeugkilometer Kosten von rund 1 Mrd. Franken. Selbst wenn man nur die variablen Kosten z\u00e4hlt, die 40% ausmachen, verursacht jeder Einkauf im Ausland Fahrkosten von 18 Franken.&#13;<\/p>\n<h2>Breite Produktpalette beim Einkauf<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAls Hauptgrund f\u00fcrs Einkaufen im Ausland werden mit Abstand die g\u00fcnstigeren Preise im Ausland genannt. Spontan wird dabei am h\u00e4ufigsten an Fleisch und Milchprodukte gedacht, wo die absoluten Preisdifferenzen effektiv sehr hoch sind. Gest\u00fctzt werden dann aber am h\u00e4ufigsten K\u00f6rperpflegeprodukte, Wasch- und Reinigungsmittel, Grundnahrungsmittel und in weit geringerem Masse auch andere Non-Food-Artikel &#8211; wie Kleider, Baby-Artikel oder Bau- und Handwerksbedarf &#8211; genannt (vgl. Grafik 3). \u00a0Betrachtet man die Warenk\u00f6rbe bzw. die Kassabons genauer, so fallen Frisch- und Tiefk\u00fchlfleisch, Wurst- und Charcuterie, alkoholfreie Erfrischungsgetr\u00e4nke, Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse, K\u00e4se und K\u00f6rperpflegeprodukte am st\u00e4rksten ins Gewicht. Wir sch\u00e4tzen den Gegenwert der im Ausland eingekauften Fleischwaren auf rund 600 Mio. Franken. Dies entspricht gegen 10% des Fleischkonsums der Schweizer Haushalte. Auf 60% aller Kassabons ist Fleisch, Gefl\u00fcgel, Wurst oder Charcuterie enthalten. Problematisch ist, dass die hohen absoluten Preisdifferenzen in diesem Bereich auf den gesamten Einkaufskorb extrapoliert werden, was sicher zur psychologischen \u00dcbersch\u00e4tzung des Einsparpotenzials beitr\u00e4gt.&#13;<\/p>\n<h2>\u00dcberraschende Gemeinsamkeiten bei Einstellungen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nPersonen, die regelm\u00e4ssig im Ausland einkaufen und dort \u00fcberdurchschnittlich oft Fleisch in den Einkaufskorb legen, sind erstaunlicherweise ebenso davon \u00fcberzeugt, dass die Tierhaltung in der Schweiz besser als im Ausland ist (vgl. Tabelle 1). Auch bei anderen Einstellungsfragen zeigen sich \u00fcberraschend wenige Unterschiede zwischen \u00fcberzeugten Grenzeink\u00e4ufern und solchen, die noch nie im Ausland eingekauft haben: Beide Gruppen sind nicht der Meinung, dass finanzielle Probleme den Ausschlag f\u00fcr den Einkauf im Ausland geben. Die Gruppe, die noch nie im Ausland eingekauft hat, stimmt der Aussage \u00abWer in der Schweiz sein Geld verdient, soll es auch dort ausgeben\u00bb wenig \u00fcberraschend viel h\u00e4ufiger zu als die Gruppe der Grenzeink\u00e4ufer.&#13;<\/p>\n<h2>Einkaufstourismus vom Ausland in die Schweiz<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nZum ersten Mal wurden auch die Eink\u00e4ufe von im Ausland lebenden Personen in der Schweiz genauer untersucht. Daf\u00fcr gibt es zwei Hauptgr\u00fcnde: die h\u00f6here Qualit\u00e4t von Produkten und Dienstleistungen sowie der Arbeitsplatz in der Schweiz. Wer in der Schweiz arbeitet, erledigt seine Eink\u00e4ufe aus Gewohnheit oder aus Bequemlichkeit oft in der Schweiz, weil die entsprechenden Gesch\u00e4fte am Arbeitsweg liegen. Interessanterweise haben auch die ausl\u00e4ndischen Konsumenten durchaus das Gef\u00fchl, in der Schweiz mehr f\u00fcr ihr Geld zu bekommen. Sie orientieren sich dabei stark an den attraktiven Aktionsangeboten und fragen ausgew\u00e4hlte Schweizer Markenartikel sowie Eigenmarken mit gutem Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis nach. Der Warenkorb von ausl\u00e4ndischen Kunden ist jedoch mit durchschnittlich f\u00fcnf Produkten sehr viel kleiner und sehr selektiv zusammengestellt. Typische genannte Produkte sind Brot und Geb\u00e4ck, Joghurt und Quark, Desserts, S\u00fcsswaren und Grundnahrungsmittel. Dieser Zustrom von Kaufkraft wird auf grob 400 Mio. Franken gesch\u00e4tzt.&#13;<\/p>\n<h2>Ursachenbek\u00e4mpfung ist gefragt<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAngesichts des starken Wachstums des Grenzeinkaufstourismus und des grossen Kaufkraftabflusses muss versucht werden, die Ursachen anzugehen und die Rahmenbedingungen f\u00fcr den Schweizer Detailhandel zu verbessern:\u00a0&#8211; Fleisch ist der zentrale Faktor f\u00fcr den Einkauf im Ausland. Fleisch wird im Ausland als besonders preisg\u00fcnstig wahrgenommen. Die Kunden nehmen dabei Abstriche an der Qualit\u00e4t und der Tierhaltung bewusst in Kauf. Die hohen Preisdifferenzen scheinen in der Wahrnehmung der Konsumenten auf den gesamten Warenkorb \u00fcbertragen zu werden und f\u00fchren zu grossen Mitnahmeeffekten in Produktgruppen mit deutlich kleineren Preisdifferenzen. Die grossen Preisunterschiede werden aber nicht durch die h\u00f6heren Anforderungen an die Tierhaltung verursacht, sondern durch viel h\u00f6here Kosten f\u00fcr Futtermittel, Tierarzneimittel und Stallbauten. Der Kampf gegen den hohen Kaufkraftabfluss muss deshalb beim Fleisch beginnen &#8211; mit der Senkung der Schwellenpreise bei Futtermitteln und mit der Zulassung von Parallelimporten bei den Vorleistungen f\u00fcr die Landwirtschaft.\u00a0&#8211; Der hohe Anteil von K\u00f6rperpflegesowie Wasch- und Reinigungsmitteln im Warenkorb widerspiegelt die nach wie vor bedeutsamen Preisunterschiede bei identischen Markenartikeln. Der Abbau von abweichenden Deklarationsvorschriften in der Schweiz, die M\u00f6glichkeit von Parallelimporten und vor allem der Import \u00fcber internationale Beschaffungskooperation sind wichtige Ans\u00e4tze, um ungerechtfertigte Preisdifferenzen abzubauen.\u00a0\u00a0Konkurrenz &#8211; auch aus dem Ausland &#8211; belebt den Wettbewerb und ist durchaus willkommen, solange die Spiesse (sprich die gesetzlichen Rahmenbedingungen) vergleichbar sind. Einschr\u00e4nkende Regelungen bei Laden\u00f6ffnungszeiten, Baubewilligungen und Parkpl\u00e4tzen wirken nicht nur kostentreibend, sondern bevorzugen auch die Konkurrenz jenseits der Grenze. Diese bildet allerdings keine Schweizer Lehrlinge aus, bezieht keine Vorleistungen von Schweizer Unternehmen, bietet kaum Schweizer Produkte an und zahlt auch keine Steuern in der Schweiz.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 1 \u00abSchweiz im internationalen Verlgeich: Teuerung Nahrungsmittel und alkoholfreie Getr\u00e4nke, 2000-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 2 \u00abSchweiz im internationalen Verlgeich: Teuerung Fleisch, 2000-2005\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nGrafik 3 \u00abTelefonbefragung 2005 &#8211; Produktwahl bei Grenzeink\u00e4ufen Frage: Welche Produkte &#8211; also G\u00fcter f\u00fcr den t\u00e4glichen Gebrauch und andere G\u00fcter &#8211; kaufen Sie regelm\u00e4ssig jenseits der Grenze ein (nicht nur im Haupteinkaufsgesch\u00e4ft)?\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nTabelle 1 \u00abTelefonbefragung 2005 &#8211; Einstellung zu Grenzeink\u00e4ufen\u00bb&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a class=\"inline-footnote__anchor\">Kasten 1: Angaben zur Studie<\/a> Sibyl Anwander Phan-huy, Maya Herzog und Felix Wehrle (2006): Einkaufstourismus 2005. Hrsg. Coop, Internet: <a href=\"http:\/\/www.coop.ch\">www.coop.ch<\/a> , Rubriken \u00ab\u00dcber Coop\u00bb, \u00abMedien\u00bb, \u00abMedienkonferenz\u00bb, \u00abBilanzmedienkonferenz 2005\u00bb.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a class=\"inline-footnote__anchor\">Kasten 2: Methodische Angaben<\/a> Die j\u00fcngste Coop-Studie zum Einkaufstourismus setzt die Reihe der Untersuchungen aus den Jahren 1990, 1992, 1994, 1997 und 2002 fort. Sie weist methodische Verbesserungen und zus\u00e4tzliche Befragungselemente auf. Dadurch wird sie ihrem Anspruch, eine methodisch fundierte und umfassende Studie zum Thema Einkaufstourismus zu liefern, noch mehr gerecht. Die Analyse basiert auf aktuellen Marktforschungsstudien, einer gesamtschweizerisch repr\u00e4sentativen Befragung von 1000 Haushalten, der Face-to-Face Befragung von 1000 Grenzeink\u00e4ufern im In- und Ausland vor Ort (inklusive Kassabon-Analyse), Haushaltpanels sowie einem umfassenden Preisvergleich von 160 Produkten mit ausl\u00e4ndischen Verbraucher- und Discountm\u00e4rkten in Deutschland, Frankreich, Italien und \u00d6sterreich.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Direktimportwert von im Ausland gekauften Lebensmitteln und G\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs ist seit 2001 um 50% angewachsen und erreicht neu einen Wert von 2,1 Mrd. Franken. Damit ist der Einkauf im Ausland der drittgr\u00f6sste Konkurrent im Schweizer Detailhandel. 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