{"id":124794,"date":"2006-06-01T12:00:00","date_gmt":"2006-06-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/06\/bradke-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:47:32","modified_gmt":"2023-08-23T21:47:32","slug":"bradke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/06\/bradke\/","title":{"rendered":"Aldi Suisse: Weshalb ein Schweizer Engagement?"},"content":{"rendered":"<p>Im Verlauf des Jahres 2004 fassten die Verantwortlichen von Aldi S\u00fcd den Beschluss, in die Schweiz zu expandieren. Am 27. Oktober 2005 startete Aldi Suisse mit vier Filialen. Mittlerweile sind es deren 14, und langfristig will Aldi ein echter schweizerischer Nahversorger werden. Nach \u00d6sterreich, den USA, dem Vereinigten K\u00f6nigreich, Australien und Irland ist die Schweiz das sechste Zielland der deutschen Firmengruppe.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Eintritt in den Schweizer Markt war keine einfache Aufgabe, denn die Schweiz ist ein kleines Land mit relativ wenigen Konsumenten, etablierten Lebensmittelanbietern sowie einem bez\u00fcglich Nahrungsmitteln eher gesch\u00fctzten Markt. Was spricht also daf\u00fcr, dennoch in ein solches Land wie die Schweiz einzutreten? \u00a0Die Antwort auf diese Frage ist so einfach wie logisch. \u00dcber Jahre hinweg wuchs der Besucherstrom aus der Schweiz in die grenznahen Aldi- und Hofer-L\u00e4den immer mehr an. Schweizerinnen und Schweizer, die in Grenzn\u00e4he wohnten, hatten Aldi l\u00e4ngst entdeckt und weiterempfohlen. Ein Besuch \u00abennet der Grenze\u00bb war aufgrund beachtlicher Preisdifferenzen l\u00e4ngst kein Geheimtipp mehr.&#13;<\/p>\n<h2>Schweizer Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAufgrund dieser positiven Erfahrungen mit Schweizer Kunden analysierten wir im Vorfeld die hiesigen Marktverh\u00e4ltnisse und Besonderheiten sehr genau. Wir gelangten dabei schnell zum Schluss, dass ein Discounter im Hochpreisland Schweiz mit qualitativ hoch stehenden Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs sehr gute Chancen haben d\u00fcrfte. Dies f\u00fchrte schliesslich zum strategischen Entscheid, in der Schweiz zu investieren sowie Wertsch\u00f6pfung und Arbeitspl\u00e4tze in die Schweiz zu bringen. \u00a0In der Folge galt es, den Markteintritt so zu organisieren, dass die erfolgreiche Aldi-Discount-Philosophie unter bestm\u00f6glicher Ber\u00fccksichtigung typisch schweizerischer, kultureller, ern\u00e4hrungsm\u00e4ssiger und wirtschaftlicher Aspekte umgesetzt werden konnte. Eine \u00abKopie\u00bb aller Abl\u00e4ufe, Bauten und Produkte nach deutschem oder \u00f6sterreichischem Vorbild kam nicht in Frage. Die Schweiz ist ein eigenes Land, mit besonderen polistischen Rahmenbedingungen, einer mehrsprachigen Gesellschaft, eigenen Br\u00e4uchen, Gewohnheiten und Verhaltensmustern sowie mit einer gelebten \u00abSwissness\u00bb. Aldi wollte diesen Differenzierungen bestm\u00f6glich gerecht werden. Infolgedessen wurde im Verlauf des Jahres 2004 mit einem erfahrenen internationalen Team der Aufbau begonnen. Der Kreis der Mitarbeitenden wurde jedoch sofort durch zahlreiche Schweizerinnen und Schweizer verst\u00e4rkt. Aldi Suisse ist heute ein Unternehmen mit Sitz in der Schweiz und \u00fcber 450 Besch\u00e4ftigten.&#13;<\/p>\n<h2>Ein spezielles Sortiment<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nVon Anfang an war auch klar, dass das von der Discount-Philosophie bestimmte Sortiment ein schweizerisches sein musste. Markt- und Produktanalysen sowie Geschmackstests zeigten, dass die Schweizer Kunden nicht nur unterschiedliche Einkaufsgewohnheiten, sondern teilweise auch andere Geschmacksempfindungen haben. Der Auftrag des Zentraleinkaufs bestand also darin, ein den hiesigen Bed\u00fcrfnissen und Konsumgewohnheiten entsprechendes Sortiment bestehend aus 700 Produkten des t\u00e4glichen Bedarfs zusammenzustellen. Dieser Prozess umfasste die Vorentscheide, welche Produkte in der Schweiz zu diesem Sortiment z\u00e4hlen und von welchen Nahrungsmittelherstellern diese bezogen werden sollten. Wir freuen uns, dass zahlreiche unserer Produkte in der Schweiz hergestellt werden. Unsere erfreulichen Frequenzen in den Aldi-Suisse-Filialen zeigen zudem, dass unsere Eigenmarken bei den Kunden grossen Anklang finden. Dies wohl auch deshalb, weil wir uns vollends dem Motto \u00abTop-Qualit\u00e4t zu g\u00fcnstigen Preisen\u00bb verschrieben haben.&#13;<\/p>\n<h2>Wie soll es nun weitergehen?<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAm 27. Oktober 2005 \u00f6ffneten die ersten vier Filialen von Aldi Suisse. Seit dem 1. Juni 2006 sind es deren 14, und weitere Filialer\u00f6ffnungen \u00fcberall in der Schweiz sind geplant. Das Ziel von Aldi Suisse ist es, langfristig ein schweizerischer Nahversorger zu werden. Schon heute steht fest, dass es richtig war, in den Schweizer Markt einzutreten, lokale Gewohnheiten und Verhaltensmuster bestm\u00f6glich zu ber\u00fccksichtigen und ein eigenes Sortiment zusammenzustellen. Aldi Suisse ist deshalb keine Kopie von Aldi S\u00fcd, sondern eine autonome Schweizer Gesellschaft, die als \u00abOriginal\u00bb hier verankert und nach hiesigen Bed\u00fcrfnissen personeller, organisatorischer, kultureller und produktm\u00e4ssiger Natur bereits sehr erfolgreich am Markt t\u00e4tig ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Verlauf des Jahres 2004 fassten die Verantwortlichen von Aldi S\u00fcd den Beschluss, in die Schweiz zu expandieren. Am 27. Oktober 2005 startete Aldi Suisse mit vier Filialen. Mittlerweile sind es deren 14, und langfristig will Aldi ein echter schweizerischer Nahversorger werden. 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