{"id":124929,"date":"2006-05-01T12:00:00","date_gmt":"2006-05-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/05\/buehler-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:48:03","modified_gmt":"2023-08-23T21:48:03","slug":"buehler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/05\/buehler\/","title":{"rendered":"Deregulierung von Netzindustrien &#8211; eine \u00f6konomische Betrachtung"},"content":{"rendered":"<p>Die Deregulierung von Netzindustrien stellt betr\u00e4chtliche Wohlfahrtsgewinne in Aussicht; sie ist aber auch mit Risiken verbunden. Allf\u00e4llige Preissenkungen k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden mit empfindlichen Qualit\u00e4tseinbussen einhergehen. Zudem sind sektorspezifische Regulierungen oft auch nach der Deregulierung notwendig, damit wirksamer Wettbewerb implementiert werden kann. Erfolgreiche Deregulierung verlangt deshalb einen geeigneten Mix von Regulierungs- und Wettbewerbspolitik. Der folgende Beitrag betrachtet die Deregulierung von Netzindustrien aus der \u00f6konomischen Perspektive und konzentriert sich dabei in erster Linie auf die Preis- und Qualit\u00e4tseffekte alternativer Deregulierungsstrategien.<img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"article_rect\" src=\"\/dynBase\/images\/article_rect\/200605_14_Buehler_01.eps.jpg\" alt=\"\" width=\"370\" height=\"269\" \/>&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nSeit geraumer Zeit werden in vielen L\u00e4ndern so genannte Netzindustrien &#8211; dazu z\u00e4hlen Telekommunikation, Elektrizit\u00e4t, Bahn, Post, Gas und Wasser &#8211; dereguliert. Ziel des Deregulierungsprozesses ist es, durch die \u00d6ffnung monopolistisch organisierter M\u00e4rkte Effizienz- und Wohlfahrtsgewinne zu erzielen, die durch Regulierung allein nicht realisiert werden k\u00f6nnen. Im Unterschied hierzu bezweckt die Privatisierung den Verkauf \u00f6ffentlicher Unternehmen oder Ressourcen an Private. Die empirische Evidenz st\u00fctzt zwar die These, dass private Unternehmen &#8211; unter sonst vergleichbaren Bedingungen &#8211; effizienter und profitabler arbeiten als \u00f6ffentliche Unternehmen (Megginson und Netter 2001). In Netzindustrien, in denen die Marktmacht etablierter Anbieter eine wichtige Rolle spielt, ist eine ad\u00e4quate Regulierung jedoch mindestens ebenso wichtig (vgl. Vickers und Yarrow 1991). Unter \u00d6konomen besteht weit gehend Konsens dar\u00fcber, dass die Deregulierung von Netzindustrien zu betr\u00e4chtlichen Wohlfahrtsgewinnen f\u00fchren kann. Diese im Grundsatz positive Beurteilung st\u00fctzt sich sowohl auf theoretische Argumente als auch auf empirische Evidenz. Vgl. Winston 1993 und 1998 sowie Alesina et al., 2005. Gescheiterte Deregulierungsprojekte &#8211; wie die Bahnreform in England oder die Elektrizit\u00e4tsreform in Kalifornien &#8211; belegen jedoch, dass die Markt\u00f6ffnung auch mit Risiken behaftet ist: Der Erfolg eines Deregulierungsprojekts h\u00e4ngt entscheidend davon ab, ob es den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden gelingt, schwer wiegende (De-)Regulierungsfehler &#8211; beispielsweise bei der Festsetzung von Geb\u00fchren f\u00fcr den Netzzugang &#8211; trotz Unsicherheit \u00fcber relevante Wettbewerbsparameter zu vermeiden. \u00a0Theoretische \u00dcberlegungen und praktische Erfahrungen zeigen, dass die Preis- und Qualit\u00e4tseffekte der Deregulierung von den institutionellen Details der revidierten Marktordnung bestimmt werden. Zentrale Bedeutung kommt dabei sektorspezifischen Regulierungen zu, die im Rahmen des Deregulierungsprozesses oft neu eingef\u00fchrt werden. Solche Regulierungen betreffen etwa die Preise f\u00fcr den Netzzugang (\u00abaccess pricing\u00bb), die Sicherstellung einer fl\u00e4chendeckenden Grundversorgung (\u00abuniversal service\u00bb), sowie den Zutritt zu bestimmten M\u00e4rkten oder Marktsegmenten (\u00abvertikale Separation\u00bb oder \u00abunbundling\u00bb). F\u00fcr eine erfolgreiche Deregulierung ist es deshalb unabdingbar, einen geeigneten Mix von Regulierungs- und Wettbewerbspolitik zu implementieren.&#13;<\/p>\n<h2>Verschiedene Preiseffekte m\u00f6glich<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDeregulierungsprojekte zielen normalerweise auf die Senkung der Konsumentenpreise ab. Dabei wird oft implizit oder explizit unterstellt, die \u00d6ffnung monopolistisch organisierter M\u00e4rkte f\u00fchre automatisch zu einer effizienteren Produktion einerseits und zum Abbau von Marktmacht anderseits. Praktische Erfahrungen im In- und Ausland belegen jedoch, dass dies keineswegs der Fall sein muss. Selbst nach der Deregulierung der Telekommunikation, die in Europa Ende der Neunzigerjahre stark vorangetrieben wurde und mit wenigen Einschr\u00e4nkungen erfolgreich verlief, besch\u00e4ftigen sich die zust\u00e4ndigen Regulierungs- und Wettbewerbsbeh\u00f6rden nach wie vor mit Marktmachtproblemen. \u00c4hnliche Vorbehalte gelten f\u00fcr andere Netzindustrien. So legt etwa Newbery (2000) dar, dass die Deregulierung der britischen Elektrizit\u00e4tswirtschaft zwar durchaus zu Kostensenkungen f\u00fchrte, gleichzeitig aber auch die Marktmacht der Unternehmen verst\u00e4rkte, sodass im Ergebnis die Konsumentenpreise stiegen. Das Beispiel Telekommunikation zeigt dennoch eindr\u00fccklich, dass die Deregulierung von Netzindustrien zu enormen Preissenkungen f\u00fchren kann, wenn sie durch geeignete sektorspezifische Regulierungen unterst\u00fctzt wird.&#13;<\/p>\n<h3>Ver\u00e4nderung auch der Preisstruktur<\/h3>\n<p>&#13;<br \/>\nDie Einf\u00fchrung von Konkurrenz im Rahmen der Deregulierung f\u00fchrt in der Regel nicht nur zu einer Ver\u00e4nderung der durchschnittlichen Preisniveaus, sondern auch zu einer Ver\u00e4nderung der Preisstruktur (\u00abrate rebalancing\u00bb). Dies deshalb, weil der Betrieb monopolisierter Netze oft durch ein kompliziertes System von Quersubventionierungen und Durchschnittspreisen finanziert wird, das sich nach der \u00d6ffnung der M\u00e4rkte f\u00fcr &#8211; potenzielle &#8211; Konkurrenten nicht aufrechterhalten l\u00e4sst. Der Konkurrenzdruck auf \u00fcberh\u00f6hte Preise erodiert Quersubventionierungspotenziale und f\u00fchrt zu einer verst\u00e4rkten Orientierung der Preisstruktur an den langfristigen inkrementellen Kosten, woraus sich f\u00fcr unrentable Dienstleistungen und Produkte zwangsl\u00e4ufig Preiserh\u00f6hungen ergeben. Letztere sind aus verteilungspolitischen Gr\u00fcnden unerw\u00fcnscht, weil sie h\u00e4ufig Konsumenten betreffen, deren wirtschaftliche Interessen aus \u00fcbergeordneten Gr\u00fcnden als sch\u00fctzenswert betrachtet werden &#8211; so z.B. Konsumenten in Randregionen. \u00a0Zur Ver\u00e4nderung der Preisstruktur tr\u00e4gt bei oligopolistischer Konkurrenz auch die verst\u00e4rkte Preisdifferenzierung bei. Damit versuchen Unternehmen, ihre Kundenbasis zu verbreitern und einen Teil der Konsumentenrente abzusch\u00f6pfen. So kommen in der Telekommunikation relativ komplexe mehrstufige Tarife zur Anwendung, bei denen unterschiedliche Preise f\u00fcr unterschiedliche Mengen eines homogenen Gutes verlangt werden. In der Elektrizit\u00e4t spielt die Differenzierung der Preise \u00fcber die Zeit (\u00abpeak load pricing\u00bb) eine wichtige Rolle. Verst\u00e4rkt ber\u00fccksichtigt wird bei der Preissetzung auch die Heterogenit\u00e4t der Nachfrager, etwa bez\u00fcglich Zahlungsbereitschaft oder Elastizit\u00e4t der Nachfrage.\u00a0K\u00f6nnen Preiserh\u00f6hungen wegen H\u00f6chstpreisvorschriften oder scharfen Wettbewerbs nicht durchgesetzt werden, kommt es unter Umst\u00e4nden zu einer qualitativen oder mengenm\u00e4ssigen Unterversorgung derjenigen Nachfrager, die nicht kostendeckend bedient werden k\u00f6nnen. Die Deregulierung von Netzindustrien wird deshalb oft durch sektorspezifische Regulierungen zum Schutz unrentabler Nachfrager unterst\u00fctzt. Inwiefern die Deregulierung von Netzindustrien zu Qualit\u00e4tseinbussen f\u00fchrt, wird im n\u00e4chsten Abschnitt ausf\u00fchrlicher diskutiert.&#13;<\/p>\n<h2>Anreize f\u00fcr hohe Qualit\u00e4t schaffen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBei der Deregulierung von Netzindustrien m\u00fcssen nicht nur Preis-, sondern auch Qualit\u00e4tseffekte ber\u00fccksichtigt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Qualit\u00e4t eines Produktes oder einer Dienstleistung in der Praxis oft nicht verifizierbar &#8211; und damit vertraglich nicht durchsetzbar &#8211; ist, weil die Spezifikation und Durchsetzung eines bestimmten Qualit\u00e4tslevels mit erheblichen Schwierigkeiten und hohen Kosten verbunden ist. Vgl. Laffont und Tirole, 1993. Sektorspezifische Regulierungen k\u00f6nnen in diesem Fall nicht direkt eine hohe Qualit\u00e4t belohnen und schlechte Qualit\u00e4t bestrafen. Stattdessen m\u00fcssen im Rahmen der Deregulierung geeignete Anreize f\u00fcr die Unternehmen geschaffen werden, damit sie die von den Konsumenten gew\u00fcnschte Qualit\u00e4t freiwillig &#8211; d.h. aus Gr\u00fcnden der Profitmaximierung &#8211; produzieren. Sappington, 2005. Dass die Deregulierung von Netzindustrien nicht notwendigerweise zu Qualit\u00e4tseinbussen f\u00fchren muss, zeigen die Reformen in der Telekommunikation. \u00a0Die \u00f6konomische Literatur zu den Qualit\u00e4tseffekten der Deregulierung im Bereich der Netzinfrastruktur ist noch relativ d\u00fcnn. Neuere theoretische Arbeiten B\u00fchler et al., 2004 und 2006. zeigen, dass die Qualit\u00e4tseffekte im Infrastrukturbereich auf subtile Weise von der gew\u00e4hlten Deregulierungsstrategie abh\u00e4ngig sind, wenn Qualit\u00e4t nicht verifizierbar ist. Zentrale Determinanten f\u00fcr die Investitionsanreize eines Netzbetreibers sind dann:\u00a0&#8211; die vertikale Marktstruktur;\u00a0&#8211; die Netzzugangsregulierung;\u00a0&#8211; die Intensit\u00e4t des Wettbewerbs nach der Markt\u00f6ffnung. \u00a0\u00a0Eine Deregulierungsstrategie, die alle diese Determinanten auf geeignete Weise ber\u00fccksichtigt, f\u00fchrt zu einer Verbesserung des Preis-Qualit\u00e4ts-Verh\u00e4ltnisses und letztlich auch der wirtschaftlichen Wohlfahrt. \u00a0Ein weiteres wichtiges Ergebnis betrifft die Existenz eines sogenannten Preis-Qualit\u00e4ts-Tradeoffs: Unter bestimmten Bedingungen an die Nachfrage- und Kostenstruktur lassen sich Preissenkungen nur unter Inkaufnahme von Qualit\u00e4tseinbussen im Infrastrukturbereich realisieren. Dennoch kann es zu Wohlfahrtsverbesserungen kommen, wenn sowohl die Preise als auch die Qualit\u00e4t in geeignetem Umfang reduziert werden. Verbesserungen in der Preis- und der Qualit\u00e4tsdimension lassen sich erreichen, wenn die Qualit\u00e4t verifizierbar ist. Die Unternehmen k\u00f6nnen dann durch geeignete sektorspezifische Regulierungen direkt dazu veranlasst werden, die gew\u00fcnschten Qualit\u00e4tsanforderungen zu erf\u00fcllen. Die \u00abTechnischen und administrativen Vorschriften zur Dienstqualit\u00e4t der Grundversorgung\u00bb des Bundesamtes f\u00fcr Kommunikation (Bakom) vom 25.11.2002 (SR 784.101.113 \/ 1.2) sind ein Beispiel f\u00fcr eine solche sektorspezifische Regulierung.&#13;<\/p>\n<h2>Gr\u00fcnde f\u00fcr ein (Re-)Regulieren<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie obigen Ausf\u00fchrungen machen deutlich, dass bestimmte sektorspezifische Regulierungen auch nach der Deregulierung sinnvoll sind. Dies gilt insbesondere f\u00fcr die Netzzugangspreise, weil &#8211; potenzielle &#8211; Konkurrenten zur Aufnahme ihrer T\u00e4tigkeit Netzzugang brauchen. Die Regulierung der Zugangspreise stellt jedoch hohe Anforderungen an die verantwortlichen Beh\u00f6rden, da &#8211; bei Unsicherheit \u00fcber relevante Wettbewerbsparameter Zum Beispiel die Preiselastizit\u00e4t der Nachfrage oder die inkrementellen Kosten des Netzzugangs. &#8211; eine Vielzahl widerspr\u00fcchlicher Anforderungen erf\u00fcllt werden muss:\u00a0&#8211; richtige Produktionsanreize f\u00fcr neue Anbieter;\u00a0&#8211; richtige Investitionsanreize f\u00fcr den Netzmonopolisten;\u00a0&#8211; Vermeidung von unzureichenden oder \u00fcberm\u00e4ssigen Markteintritten usw. \u00a0\u00a0Laffont und Tirole (1996) schlagen angesichts dieser Schwierigkeiten vor, die Festsetzung von Zugangspreisen im Rahmen einer globalen Preisobergrenze (\u00abglobal price cap\u00bb) an die betroffenen Unternehmen zu delegieren, wodurch theoretisch optimale Zugangstarife implementiert werden k\u00f6nnen. In der Praxis werden die Zugangspreise jedoch der Einfachheit halber oft nach Massgabe der langfristigen inkrementellen Kosten festgelegt (\u00ablong run incremental costs\u00bb), weshalb beim Netzbetreiber kaum Anreize zur Kostenreduktion entstehen.\u00a0H\u00e4ufig sollen sektorspezifische Regulierungen auch die fl\u00e4chendeckende Grundversorgung mit bestimmten Dienstleistungen und Produkten zu vorgegebenen H\u00f6chstpreisen (\u00abuniversal service\u00bb) sicherstellen. Solche Vorschriften l\u00f6sen auf pragmatische Weise das oben erw\u00e4hnte Problem, dass unter Wettbewerbsbedingungen m\u00f6glicherweise nicht alle Nachfragergruppen bedient werden. Sie stehen aber in einem gewissen Widerspruch zu den Zielen der Deregulierung, insofern sie die aus \u00f6konomischer Sicht w\u00fcnschbare Ver\u00e4nderung der Preisstruktur verhindern. Eine effizientere L\u00f6sung, die in der Praxis aber kaum angewandt wird, w\u00e4ren Hilfeprogramme, die bed\u00fcrftige Nachfrager(-gruppen) direkt unterst\u00fctzen, den Preisbildungsmechanismus aber nicht tangieren. Das zentrale Problem eines jeden Konzepts zur Sicherung der Grundversorgung ist indessen die m\u00f6glichst wettbewerbsneutrale Finanzierung.\u00a0Sektorspezifische Regulierungen kommen schliesslich auch wegen der besonderen vertikalen Angebotsstruktur in deregulierten Netzindustrien zur Anwendung. Ein integrierter Netzmonopolist hat einen Anreiz zur Behinderung seiner Konkurrenten (\u00abvertical foreclosure\u00bb), die auf preislicher oder nicht preislicher Basis (\u00absabotage\u00bb) erfolgen kann. Neue Anbieter verlangen deshalb von den Regulierungsbeh\u00f6rden in der Regel die vollst\u00e4n-dige vertikale Trennung (\u00abunbundling\u00bb) des Netzmonopolisten. Die \u00f6konomischen Wirkungen einer solchen vertikalen Trennung sind allerdings nach wie vor umstritten. Vgl. Crandall et al., 2004 und Bourreau und Dogan, 2005 sowie die dort angegebene Literatur.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nBereits relativ geringf\u00fcgige Fehler k\u00f6nnen den Erfolg einer Deregulierungsreform nachhaltig gef\u00e4hrden. Praktische Erfahrungen im In- und Ausland zeigen zudem, dass es bei der Deregulierung von Netzindustrien nicht zweckm\u00e4ssig ist, nach der Deregulierung einfach darauf zu vertrauen, dass es der Wettbewerb schon richten wird. Sektorspezifische Regulierungen sind mindestens in der \u00dcbergangsphase unabdingbar, damit wirksamer Wettbewerb \u00fcberhaupt entstehen kann. Die zweckm\u00e4ssige Ausgestaltung dieser sektorspezifischen Regulierungen ist oft selbst unter Experten umstritten, sodass es den zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden h\u00e4ufig schwer f\u00e4llt, einen geeigneten Mix von Regulierungs- und Wettbewerbspolitik zu entwickeln. \u00a0Das Vermeiden von ernsthaften (De-)Regulierungsfehlern ist die vielleicht wichtigste Aufgabe bei der Reform von Netzindustrien. Zu fragen ist also nicht ob, sondern welche Art von Deregulierung w\u00fcnschbar ist. Vgl. Armstrong und Sappington, 2005.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nKasten 1: Literatur &#8211; Alesina, A., Nicoletti, G., Ardagna, S., Schiantarelli, F. (2005), Regulation and Investment, Journal of the European Economic Association 3, S. 791-825.- Armstrong, M., Sappington, D.E. (2005), Regulation, Competition and Liberalization, Journal of Economic Literature.- Bourreau, M., Do?gan, P. (2005), Unbundling the local loop, European Economic Review 49, S. 173-199.- B\u00fchler, S., G\u00e4rtner, D., Halbheer, D. (2006), Deregulating Network Industries: Dealing with Price-Quality Tradeoffs, Journal of Regulatory Economics, erscheint demn\u00e4chst.- B\u00fchler, S., Schmutzler, A., Benz, M.A. (2004), Infrastructure Quality in Deregulated Industries: Is There an Underinvestment Problem?, International Journal of Industrial Organization 22, S. 253-267.- Crandall, W.R., Ingraham, A.T., Singer, H.J. (2004), Do Unbundling Policies Discourage CLEC Facilities-Based Investment?, Topics in Economic Analysis and Policy 4, Article 14.- Laffont, J.J., Tirole, J. (1996), Creating Competition Through Interconnection: Theory and Practice, Journal of Regulatory Economics 10, S. 227-256.- Laffont, J.J., Tirole, J. (1993), A Theory of Incentives in Procurement and Regulation, Cambridge, MIT Press.- Megginson, W.L., Netter, J.M. (2001), From State to Market: A Survey of Empirical Studies on Privatization, Journal of Economic Literature 39, 321-389.- Newbery, D.M. (2000): Privatization, Restructuring, and Regulation of Network Utilities. MIT Press, Cambridge MA.- Sappington, D.E.M. (2005), Regulating Service Quality: A Survey, Journal of Regulatory Economics 27, S. 123-154.- Vickers, J., A., Yarrow, G. (1991), Economic Perspectives on Privatization, Journal of Economic Perspectives 5, S. 111-132.- Winston, C. (1993), Days of Reckoning for Microeconomists, Journal of Economic Literature 31, S. 1263-1289.- Winston, C. (1998), U.S. Industry Adjustment to Economic Deregulation, Journal of Economic Perspectives 12, S. 89-110.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Deregulierung von Netzindustrien stellt betr\u00e4chtliche Wohlfahrtsgewinne in Aussicht; sie ist aber auch mit Risiken verbunden. Allf\u00e4llige Preissenkungen k\u00f6nnen unter Umst\u00e4nden mit empfindlichen Qualit\u00e4tseinbussen einhergehen. Zudem sind sektorspezifische Regulierungen oft auch nach der Deregulierung notwendig, damit wirksamer Wettbewerb implementiert werden kann. Erfolgreiche Deregulierung verlangt deshalb einen geeigneten Mix von Regulierungs- und Wettbewerbspolitik. Der folgende Beitrag [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":2800,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[154],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":2800,"seco_co_author":null,"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Angewandte Mikro\u00f6konomik an der Universit\u00e4t St. Gallen, Vizepr\u00e4sident der Wettbewerbskommission (Weko) und gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor der Forschungsgemeinschaft f\u00fcr National\u00f6konomie (FGN-HSG).","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur de micro\u00e9conomie appliqu\u00e9e \u00e0 l\u2019universit\u00e9 de Saint-Gall, vice-pr\u00e9sident de la Commission de la concurrence (Comco) et directeur administratif de l\u2019Institut de recherches \u00e9conomiques (FGN-HSG)","seco_co_authors_post_ocupation":null,"short_title":"","post_lead":"","post_hero_image_description":"","post_hero_image_description_copyright_de":"","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":124932,"main_focus":null,"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"9215","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":null,"redaktoren":null,"korrektor":null,"planned_publication_date":null,"original_files":null,"external_release_for_author":"19700101","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/exedit\/55dadd2f1b207"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124929"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2800"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124929"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124929\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":128442,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124929\/revisions\/128442"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2800"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124929"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=124929"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=124929"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=124929"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=124929"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=124929"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}