{"id":125069,"date":"2006-03-01T12:00:00","date_gmt":"2006-03-01T12:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2006\/03\/stadler-2\/"},"modified":"2023-08-23T23:48:40","modified_gmt":"2023-08-23T21:48:40","slug":"stadler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2006\/03\/stadler\/","title":{"rendered":"Der Kopenhagen-Prozess und die Schweiz"},"content":{"rendered":"<p>Bis ins Jahr 2010 soll die EU zum wettbewerbsf\u00e4higsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden. Dieses Ziel soll im Bildungsbereich einerseits mit der Umsetzung der Erkl\u00e4rung von Bologna zur Schaffung eines europ\u00e4ischen Hochschulraumes, andererseits im Berufsbildungsbereich durch den Kopenhagen-Prozess angestrebt werden. Die Schweiz beteiligt sich auf Expertenebene aktiv an diesem Prozess und hat bereits einige nationale Projekte dazu initiiert. Der folgende Beitrag erl\u00e4utert die Zielsetzungen im Bereich der Berufsbildung und stellt Verfahren und Instrumente vor, welche im Rahmen dieses Prozesses seit rund vier Jahren in 32 L\u00e4ndern Europas initiiert worden sind.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\nDer Kopenhagen-Prozess ist auf die Lissabonner Erkl\u00e4rung der EU zur\u00fcckzuf\u00fchren. Im Unterschied zum Bologna-Prozess geht es in der Berufsbildung um die F\u00f6rderung der Durchl\u00e4ssigkeit, der Transparenz und der Mobilit\u00e4t. Ziel des Prozesses ist es, Verfahren und Instrumente der Koordination zu entwickeln, ohne dabei die nationalen Bildungssysteme vereinheitlichen zu m\u00fcssen.\u00a0Um die Ziele des Kopenhagen-Prozesses erreichen zu k\u00f6nnen, hat die EU eine Reihe von Instrumenten entwickelt. Das zentrale Instrument ist dabei die Entwicklung eines Europ\u00e4ischen Rahmens der Qualifikationen (European Qualifications Framework, EQF) mit acht Referenzniveaus. Dieser Rahmen soll alle Abschl\u00fcsse in einen nachvollziehbaren Zusammenhang bringen und die in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern erwerbbaren Abschl\u00fcsse zueinander in Beziehung setzen. \u00a0Der EQF wird durch eine Reihe von gemeinsam vereinbarten Prinzipien erg\u00e4nzt, wie zum Beispiel: \u00a0&#8211; die Anerkennung von Kompetenzen, die durch nicht formales Lernen (z.B. in Berufs- und Lebenspraxis) erworben wurden;\u00a0&#8211; Qualit\u00e4tssicherung der Bildung und der Verfahren f\u00fcr die Anerkennung von Qualifikationen;\u00a0&#8211; Information und Beratung f\u00fcr Individuen, Bildungsanbieter und Organisationen der Arbeitswelt bei der Nutzung des EQF.\u00a0 \u00a0Damit der EQF seine Wirksamkeit erreichen kann, werden verschiedene weitere Instrumente entwickelt, die einzelnen Personen und den nationalen Bildungsorganisationen zur Verf\u00fcgung stehen. Im Zentrum stehen dabei:\u00a0&#8211; der nationale Rahmen der Qualifikationen (National Qualifications Framework, NQF);\u00a0&#8211; branchenspezifische oder sektorielle Rahmen der Qualifikationen (auch bekannt als berufsfeldbezogene Referenzrahmen der Qualifikationen);\u00a0&#8211; der Europass, welcher als standardisiertes Instrument die individuelle Darstellung von Qualifikationen erlaubt;\u00a0&#8211; ein Kreditpunkte-Transfer-System, welches die Akkumulation und die Portabilit\u00e4t von Teilqualifikationen m\u00f6glich macht (ECTS und ECVET).&#13;<\/p>\n<h2>Europ\u00e4ischer Rahmen der Qualifikationen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer vorliegende Entwurf des EQF umfasst acht Referenzniveaus. F\u00fcr jede dieser Stufen werden die Qualifikationen beschrieben. Mit diesen Niveaus sollen alle Bildungsabschl\u00fcsse &#8211; von der obligatorischen Schule \u00fcber die berufliche und allgemeine Bildung der Sekundarstufe II bis hin zu den Titeln der gesamten Terti\u00e4rbildung &#8211; bez\u00fcglich ihrer Lernergebnisse transparent dargestellt werden k\u00f6nnen.\u00a0Der EQF dient nicht der Anerkennung von einzelnen Bildungsabschl\u00fcssen, sondern dem Vergleich oder der \u00dcbersetzung von nationalen und branchenspezifischen Qualifikationsrahmen von einem Land ins andere. Alle L\u00e4nder, die den EQF nutzen wollen, k\u00f6nnen ihre nationalen Qualifikationen mit den acht Niveaus des EQF vergleichen und diese darin positionieren. Auf dieser Basis soll die gegenseitige Anerkennung von Bildungsabschl\u00fcssen der teilnehmenden L\u00e4nder erleichtert und den Inhaberinnen und Inhabern von solchen Abschl\u00fcssen eine verbesserte Mobilit\u00e4t in Bildung und auf dem Arbeitsmarkt erm\u00f6glicht werden.\u00a0Der EQF steht in der Tradition der angels\u00e4chsischen Bildungssystematik, welche weniger den Bildungsweg als vielmehr die sowohl durch formales als auch durch nicht formales Lernen erworbenen Kompetenzen ins Zentrum stellt. F\u00fcr viele europ\u00e4ische L\u00e4nder ist diese Sichtweise wenig vertraut, da dort f\u00fcr die Anerkennung von Bildungsabschl\u00fcssen eher die formalen Aspekte des Lernens, die Dauer, die Curricula und die Zulassungsbedingungen zu Bildungs- und Studieng\u00e4ngen im Vordergrund stehen. F\u00fcr die Schweiz ist es deshalb von gr\u00f6sster Bedeutung, daf\u00fcr zu sorgen, dass auch die Bildungsleistungen, welche durch die berufspraktische Bildung erworben wurden, angerechnet werden k\u00f6nnen.\u00a0Die Vernehmlassung des Entwurfs zum EQF ist abgeschlossen. Die EU-Kommission wird voraussichtlich im Fr\u00fchling 2006 die Ergebnisse dieser Konsultation bekannt geben und das weitere Vorgehen aufzeigen.&#13;<\/p>\n<h2>Nationaler Rahmen der Qualifikationen (NQF)<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nWenn die Schweiz ihren Berufsleuten und Organisationen der Arbeitswelt zu besserer Durchl\u00e4ssigkeit, mehr Transparenz und Mobilit\u00e4t verhelfen will, so muss sie ihr Bildungssystem in einem nationalen Qualifikationsrahmen abbilden und beschreiben. Daf\u00fcr m\u00fcssen die einzelnen Abschl\u00fcsse bez\u00fcglich ihrer Lernergebnisse, d.h. ihrer Qualifikationen, darstellbar sein. Der NQF muss daf\u00fcr in erster Linie eine angemessene Zahl von Niveaus eindeutig beschreiben k\u00f6nnen. \u00a0Die NQF der einzelnen L\u00e4nder werden zueinander in Beziehung gesetzt. Dabei werden nicht die jeweils spezifischen Ausweise und Diplome in die Anerkennung gebracht, sondern die nationalen Qualifikationsniveaus den acht Niveaus des EQF gegen\u00fcber gestellt.\u00a0Die Entwicklung eines nationalen Qualifikationsrahmens steht in der Schweiz noch ganz am Anfang. Das Bundesamt f\u00fcr Berufsbildung und Technologie (BBT) wird den Prozess zusammen mit den Verbundpartnern der Berufsbildung im 2006 starten.&#13;<\/p>\n<h2>Branchenspezifische Qualifikationsrahmen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDie branchenoder berufsfeldspezifischen Qualifikationsrahmen (auch bekannt als Referenzrahmen der Kompetenzen) sind von grosser Bedeutung f\u00fcr die Positionierung der einzelnen Abschl\u00fcsse in einem nationalen Qualifikationsrahmen. Damit beschreiben die Branchenorganisationen &#8211; in enger Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern &#8211; die in einem Berufsfeld bekannten oder gew\u00fcnschten Qualifikationen. Diese Verantwortung der Branchenverb\u00e4nde und der Sozialpartner hat in der Schweizer Berufsbildung eine lange Tradition, sei es bei der Erarbeitung von Verordnungen zur beruflichen Grundbildung oder von Pr\u00fcfungsordnungen f\u00fcr die h\u00f6here Berufsbildung. Allerdings erfolgt die Definition der einzelnen Berufsbildungsabschl\u00fcsse nicht immer mit der Optik einer Gesamtsystematik in einem Berufsfeld, weshalb auf einem pragmatischen Weg eine Systematisierung anzustreben ist. Erste Projekte von branchenspezifischen Qualifikationsrahmen sind in der Schweiz bereits gestartet worden. Als Beispiele k\u00f6nnen das Berufsfeld Logistik, die Gesundheits- und Sozialberufe sowie Kommunikation und Marketing genannt werden. \u00a0In einzelnen Branchen gibt es bereits heute europ\u00e4ische Qualifikationsrahmen, bei denen Berufsverb\u00e4nde mehrerer europ\u00e4ischer L\u00e4nder zusammengearbeitet haben. Das BBT beabsichtigt im Laufe des Jahres 2006 auf der Basis der Erfahrungen in den ersten Projekten die Herausgabe eines Leitfadens zur Gestaltung solcher nationaler Qualifikationsrahmen. Das BBT verspricht sich dadurch auch Impulse f\u00fcr die bessere Systematisierung der Berufsabschl\u00fcsse, was auch die durch das neue Berufsbildungsgesetz geforderte Transparenz im Inland f\u00f6rdern wird.&#13;<\/p>\n<h2>Anerkennung von nicht formal erworbenen Kompetenzen<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Kopenhagen-Prozess unterst\u00fctzt auch die M\u00f6glichkeit, durch nicht formales Lernen erworbene Qualifikationen anzuerkennen. Dies erm\u00f6glicht es den Lernenden, auf vielf\u00e4ltige und effiziente Weise durch entsprechende erg\u00e4nzende Module zu einem formal anerkannten Abschluss zu gelangen. Diese Innovation ist insbesondere auch f\u00fcr Personen wichtig, die ohne formale Bildungsabschl\u00fcsse oder mit staatlich nicht anerkannten Bildungsabschl\u00fcssen im Arbeitsmarkt t\u00e4tig sind. F\u00fcr diese Arbeitskr\u00e4fte besteht immer die Gefahr, aufgrund der fehlenden formalen Qualifikation bei einem Wechsel des Arbeitsortes keine neue Anstellung zu finden und den Zugang zu weiterf\u00fchrenden Bildungsangeboten nicht zu erhalten.\u00a0Aber auch Personen, die in der Freiwilligenarbeit, der politischen Milizt\u00e4tigkeit, in Berufs- und Familienleben bestimmte Kompetenzen erwerben, werden durch solche Verfahren unterst\u00fctzt. So kann auch der Wiedereinstieg ins Berufsleben nach einem durch Familient\u00e4tigkeit, Freiwilligenarbeit, Krankheit oder Unfall bedingten Erwerbsunterbruch erleichtert werden. \u00a0In der Schweiz gibt es bereits einige Erfahrungen mit den Verfahren zur Anerkennung von informell erworbenen Lernleistungen. So haben verschiedene Kantone der Romandie diese Verfahren bereits implementiert. Auf nationaler Ebene ist zurzeit ein grosses Projekt f\u00fcr die Anerkennung der Monopolberufe der Post im Gange, welches dazu dienen soll, die innerhalb des Monopolbetriebes Post erworbenen Qualifikationen auf schweizerischer Ebene formal anzuerkennen und so den Inhaberinnen und Inhabern dieser Abschl\u00fcsse bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu er\u00f6ffnen. Das BBT begleitet s\u00e4mtliche Projekte und erarbeitet gegenw\u00e4rtig gemeinsam mit den Partnern Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr diese Verfahren.&#13;<\/p>\n<h2>Kreditpunkte-Transfer-Systeme ECTS und ECVET<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nEin weiteres wichtiges Instrument, welches die Mobilit\u00e4t in Bildung und Beruf unterst\u00fctzt, sind die Kreditpunkte-Transfer-Systeme. Kreditpunkte erm\u00f6glichen die Akkumulation von Teilqualifikationen \u00fcber geografische und bildungssystematische Grenzen hinweg.\u00a0Seit der Einf\u00fchrung des Bologna-Modells in der Schweiz sind die Kreditpunkte-Transfer-Systeme bekannter geworden. F\u00fcr die Hochschulabschl\u00fcsse wurde im Rahmen des Bologna-Abkommens das European Credit Transfer System (ECTS) entwickelt. Dieses vergibt f\u00fcr einen durchschnittlichen Lernaufwand von 25 bis 30 Stunden einen Kreditpunkt. F\u00fcr einen Bachelor-Abschluss sind mindestens 180 Kreditpunkte (entsprechen drei Vollzeit-Studienjahren), f\u00fcr einen Master-Abschluss nochmals 90 bis 120 Kreditpunkte n\u00f6tig. Die Kreditpunkte k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich von allen Hochschulen der Signatarstaaten vergeben werden. Jede Hochschule entscheidet aber selber dar\u00fcber, welche Kreditpunkte sie in welchem Umfang an ein bestimmtes Studienprogramm anrechnet.\u00a0F\u00fcr die Bildungsabschl\u00fcsse der Berufsbildung hat die EU-Kommission im Herbst 2005 den Entwurf f\u00fcr ein European Credit Transfer System for Vocational Education and Training (ECVET) vorgestellt. Dieses bemisst die Kreditpunkte nicht nach dem durchschnittlichen Lernaufwand, sondern nach den nachgewiesenermassen erreichten Qualifikationen. Damit ist es m\u00f6glich, auch f\u00fcr Kompetenzen, die in der beruflichen Praxis erworben wurden, Kreditpunkte zu vergeben. Somit ist dieses Transfersystem hervorragend f\u00fcr die duale Berufsbildung geeignet. Der Entwurf f\u00fcr ein ECVET-Modell der EU soll in der praktischen Anwendung getestet und dadurch verbessert werden. Das BBT beteiligt sich zusammen mit seinen Partnern an einem entsprechenden Projekt in der Grundbildung der Automobilbranche, welches im Jahr 2006 durchgef\u00fchrt und ausgewertet werden soll.\u00a0Bei den Transfersystemen geht es nicht um die Durchl\u00e4ssigkeit von einer Bildungsstufe oder von einem Qualifikationsniveau zum n\u00e4chsten. Sie erm\u00f6glichen, innerhalb einer Qualifikationsstufe an verschiedenen Orten und bei unterschiedlichen Bildungsanbietern Kreditpunkte zu erwerben, sie zu akkumulieren und sich so den Zugang zu einem abschliessenden Qualifikationsverfahren, d.h. also zu einem formalen Abschluss zu erarbeiten. Mitteloder l\u00e4ngerfristig will die EU-Kommission die beiden Transfersysteme zusammenf\u00fchren, da sich Mobilit\u00e4t in Beruf und Bildung nur durch ein einheitliches System erreichen l\u00e4sst.&#13;<\/p>\n<h2>Europass<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nDer Europass ist ein Instrument, das in erster Linie den Personen dient, welche innerhalb Europas \u00fcber die Landesgrenzen hinweg mobil sein wollen. Sei es, um in einem anderen Land zu arbeiten oder einen weiterf\u00fchrenden Bildungsoder Studiengang zu absolvieren. Der Europass besteht aus einem Portfolio mit f\u00fcnf standardisierten Instrumenten, welche eine einheitliche Darstellung der bisherigen Bildungs- und Berufskarriere erm\u00f6glichen:3\u00a0&#8211; Europass-Lebenslauf: Hierbei handelt es sich um ein Formular, welches durch die Benutzerinnen und Benutzer selber ausgef\u00fcllt werden kann. Es erm\u00f6glicht, die Qualifikationen standardisiert und transparent zur Geltung zu bringen. Durch die Standardisierung sollen Arbeitgebende in ganz Europa besser in der Lage sein, die Curriculum vitae zu lesen und zu verstehen.\u00a0&#8211; Europass-Sprachenpass: Er bietet die M\u00f6glichkeit, die eigenen Sprachkenntnisse, die f\u00fcr das Lernen und Arbeiten in Europa unerl\u00e4sslich sind, detailliert darzustellen. \u00a0&#8211; Europass-Mobilit\u00e4tsnachweis: Dieses Dokument dient zur Erfassung eines jeden organisierten Zeitabschnitts (bezeichnet als Europass-Mobilit\u00e4tsprojekt), den eine Person zu Lernoder Ausbildungszwecken in einem anderen europ\u00e4ischen Land verbringt. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise Betriebspraktika, Studienabschnitte im Rahmen eines Austauschprogramms oder auch die ehrenamtliche T\u00e4tigkeit f\u00fcr eine Nichtregierungsorganisation (NGO).\u00a0&#8211; Europass-Zeugniserl\u00e4uterung: Diese wird Inhaberinnen und Inhabern eines beruflichen Abschlusszeugnisses ausgestellt. Sie stellt erg\u00e4nzende Informationen zu den mit dem betreffenden beruflichen Abschlusszeugnis erreichten Qualifikationen bereit und erleichtert so insbesondere Arbeitgebern und Organisationen im Ausland eine solide Einsch\u00e4tzung des Originalabschlusses. \u00a0&#8211; Europass-Diplomzusatz: Dieser wird erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen von terti\u00e4ren Bildungsg\u00e4ngen erg\u00e4nzend zu ihrem Originalabschlusszeugnis ausgestellt. Er tr\u00e4gt zur besseren Verst\u00e4ndlichkeit der Hochschulabschl\u00fcsse insbesondere ausserhalb des jeweiligen Ausstellungslandes bei. \u00a0 \u00a0In der Schweiz sind erst wenige Elemente des Europasses eingef\u00fchrt. So ist es beispielsweise m\u00f6glich, f\u00fcr Hochschulabschl\u00fcsse an den Universit\u00e4ten die entsprechenden Diplomzus\u00e4tze zu erhalten. Die EDK f\u00f6rdert bereits heute die Verwendung des europ\u00e4ischen Sprachenportfolios. \u00a0Zur Koordination der Aktivit\u00e4ten im Bereich der Hochschulen sowie der Volksschulbildung arbeitet das BBT mit der Erziehungsdirektorenkonferenz sowie dem Staatssekretariat f\u00fcr Bildung und Forschung zusammen.&#13;<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>&#13;<br \/>\nAngesichts der zahlreichen Akteure, welche in diese Verfahren involviert sind, wird es noch einige Jahre dauern, bis sich die Ziele des Kopenhagen-Prozesses umfassend verwirklichen lassen. Das BBT ist davon \u00fcberzeugt, dass die Arbeit an den zahlreichen Teilprojekten nicht nur zur Zielerreichung der EU beitr\u00e4gt, sondern dass daraus auch wesentliche Impulse f\u00fcr die Entwicklung des schweizerischen Berufsbildungssystems resultieren.&#13;<br \/>\n&#13;<br \/>\n<a title=\"EQF als Mittel zur \u00dcbersetzung der nationalen Frameworks\">Grafik 1 \u00abEQF als Mittel zur \u00dcbersetzung der nationalen Frameworks\u00bb<\/a><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis ins Jahr 2010 soll die EU zum wettbewerbsf\u00e4higsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt werden. Dieses Ziel soll im Bildungsbereich einerseits mit der Umsetzung der Erkl\u00e4rung von Bologna zur Schaffung eines europ\u00e4ischen Hochschulraumes, andererseits im Berufsbildungsbereich durch den Kopenhagen-Prozess angestrebt werden. 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