{"id":171112,"date":"2022-06-13T11:56:09","date_gmt":"2022-06-13T09:56:09","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=171112"},"modified":"2023-08-24T01:29:39","modified_gmt":"2023-08-23T23:29:39","slug":"start-ups-schweizer-oekosystem-ist-gut-aufgestellt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2022\/06\/start-ups-schweizer-oekosystem-ist-gut-aufgestellt\/","title":{"rendered":"Start-ups: Schweizer \u00d6kosystem ist gut aufgestellt"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr die kommerzielle Nutzung des Wissens und der Ergebnisse aus der Forschung wie auch f\u00fcr die Entwicklung und die Anwendung neuer technologischer Innovationen werden Start-ups immer wichtiger. Entsprechend streben viele L\u00e4nder zunehmend nach einer aktiveren Innovationspolitik zur Unterst\u00fctzung dieser Jungunternehmen. Dies unter anderem in Form von direkter finanzieller Unterst\u00fctzung, Steuererleichterungen oder verg\u00fcnstigten Krediten.<\/p>\n<p>Start-ups unterscheiden sich von anderen Kleinunternehmen dadurch, dass sie anhand eines forschungsbasierten Ansatzes die Innovation ins Zentrum stellen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Betriebswirtschaftlich gesehen, verf\u00fcgen sie \u00fcber ein skalierbares Gesch\u00e4ftsmodell, einen ehrgeizigen Wachstumsplan und internationale Vertriebsm\u00e4rkte. Dazu sind sie auf renditeorientierte Investoren angewiesen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>\u00d6kosystem unter der Lupe<\/strong><\/h2>\n<p>Im Auftrag des Bundesrates hat das Staatssekretariat f\u00fcr Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) das Schweizer Start-up-\u00d6kosystem im Jahr 2021 untersucht, um St\u00e4rken und Schw\u00e4chen aufzuzeigen und m\u00f6gliche Verbesserungsmassnahmen zu identifizieren.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Die Analysen zeigen: Das Start-up-\u00d6kosystem ist insgesamt gut aufgestellt und hat sich in den vergangenen Jahren teils deutlich verbessert. Diese Entwicklungen zeigen sich etwa in der H\u00f6he der Risikokapital-Finanzierung, die deutlich gestiegen ist, oder der Anzahl erfolgreicher Start-ups, welche im internationalen Vergleich mittlerweile \u00fcberdurchschnittlich ausf\u00e4llt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Branchenaufteilung von Start-ups nach L\u00e4ndern (2021)<\/strong><\/h2>\n<div class='chart chart--normal' id='busch-sabo-6g-2022-abbildung_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#busch-sabo-6g-2022-abbildung_de').highcharts({\n   chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: 'Stacked column chart'\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['<b>Schweiz<\/b>', 'Deutschland', 'Grossbritannien', 'Israel', 'Niederlande', 'Schweden', 'USA']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        max: 100,\n        title: {\n            text: ''\n            \n        },\n        labels: {format: '{value}%'},\n      \n    },\n    \n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y}%'\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            stacking: 'normal',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Biologie und Gesundheit',\n        data: [27.11\t,\t14.41\t,\t14.06\t,\t18.69\t,\t16.53\t,\t12.89\t,\t20.73\n\n\n]\n    }, {\n        name: 'Handel und Dienstleistungen',\n        data: [28.82\t,\t48.19\t,\t41.97\t,\t40.89\t,\t41.31\t,\t50.52\t,\t41.88\n\n]\n    }, {\n        name: 'Elektronik und ICT',\n        data: [10.12\t,\t9.46\t,\t7.38\t,\t10.47\t,\t9.87\t,\t9.39\t,\t9.28\n\n]\n    },\n    {\n        name: 'Finanzen',\n        data: [24.79\t,\t17.52\t,\t26.23\t,\t22.74\t,\t18.86\t,\t16.25\t,\t18.53\n]\n    }, \n   \n   \n    {\n        name: 'Industrie',\n        data: [6.39\t,\t6.27\t,\t4.37\t,\t3.38\t,\t8.14\t,\t7.78\t,\t3.96\n]\n    },\n     {\n        name: 'Non-Profit',\n        data: [2.76\t,\t4.15\t,\t6\t,\t3.82\t,\t5.29\t,\t3.18\t,\t5.62\n]\n    },\n     \n    \n    ]\n});\n    });\n\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Crunchbase, HEC Lausanne, Startupticker.ch \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Das Schweizer Start-up-\u00d6kosystem verf\u00fcgt \u00fcber besondere St\u00e4rken. Dabei ist in erster Linie das herausragende Hochschulsystem zu nennen, das im internationalen Vergleich \u00fcberdurchschnittlich viele Start-ups hervorbringt. Damit verbunden sind ein \u00e4usserst hohes Qualifikationsniveau der Gr\u00fcnderinnen und Gr\u00fcnder sowie ein hoher Anteil internationaler Arbeitskr\u00e4fte. Zudem k\u00f6nnen die Start-ups \u2013 insbesondere in der Fr\u00fchphase der Unternehmensgr\u00fcndung \u2013 auf ein dichtes Netz an Unterst\u00fctzern z\u00e4hlen. Diese strukturellen Merkmale d\u00fcrften auch erkl\u00e4ren, warum in der Schweiz gegr\u00fcndete Start-ups eine international hohe \u00dcberlebensquote aufweisen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Expansion als Knacknuss<\/strong><\/h2>\n<p>Trotz deutlicher Verbesserungen in den letzten Jahren gibt es auch Aspekte, bei welchen das Schweizer Start-up-\u00d6kosystem gegen\u00fcber der internationalen Konkurrenz zur\u00fcckf\u00e4llt. So schaffen Schweizer Start-ups im internationalen Vergleich beispielsweise relativ wenig neue Arbeitspl\u00e4tze, was auch mit dem Fachkr\u00e4ftemangel zusammenh\u00e4ngt. Zudem f\u00e4llt die Internationalisierung \u2013 also die Expansion in ausl\u00e4ndische Absatzm\u00e4rkte \u2013 vergleichsweise gering und langsam aus.<\/p>\n<p>Eine rasche Internationalisierung w\u00e4re angesichts des kleinen Schweizer Binnenmarktes f\u00fcr den Erfolg von Start-ups jedoch von zentraler Bedeutung. Schliesslich gibt es bei der Finanzierung von Start-ups in den Wachstumsphasen im Vergleich zu Top-Standorten wie den USA, Israel und Singapur noch Verbesserungs&shy;potenzial, wie die Expertenbefragungen des SBFI-Berichts zeigen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Schweizer Start-ups haben die Finanzierungs- und Unterst\u00fctzungsangebote auf europ\u00e4ischer Ebene in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Zugang zu diesen Angeboten h\u00e4ngt von der Beteiligung der Schweiz an \u00abHorizon Europe\u00bb, dem EU-Rahmenprogramm f\u00fcr Forschung und Innovation, ab, bei welchem die Schweiz derzeit als nicht assoziiertes Drittland behandelt wird. Ein m\u00f6glicher mittelfristiger Verlust des Zugangs zu F\u00f6rdermass&shy;nahmen auf europ\u00e4ischer Ebene stellt f\u00fcr die Entwicklung des Schweizer Start-up-\u00d6kosystems daher ein erhebliches Risiko dar.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Impulse durch Innosuisse<\/strong><\/h2>\n<p>Damit die Schweiz ihre gute Position weiter ausbauen kann, verbessert der Bundesrat die Rahmenbedingungen stetig. Eine Schl\u00fcsselrolle spielt <a href=\"https:\/\/www.innosuisse.ch\/inno\/de\/home\/ueber-uns\/auftrag.html\">Innosuisse<\/a>, die Innovationsf\u00f6rderungsagentur des Bundes, die ab 2023 Projekte von Jungunternehmen vor Markteintritt mit direkten Beitr\u00e4gen f\u00f6rdern kann. Dazu hat das Parlament das Bundesgesetz \u00fcber die F\u00f6rderung der Forschung und der Innovation (FIFG) angepasst.<\/p>\n<p>Zudem wurden die steuerlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr Start-ups verbessert, was die Finanzierung vereinfacht. So wird beispielsweise bei Finanzierungsrunden in der Aufbauphase von Start-ups der Verm\u00f6genssteuerwert neu so bestimmt, dass dadurch keine Liquidit\u00e4tsprobleme entstehen.<\/p>\n<p>Auf Basis der Analysen des SBFI hat der Bundesrat weitere Pr\u00fcfauftr\u00e4ge f\u00fcr Verbesserungsmassnahmen erteilt. Dazu z\u00e4hlen insbesondere die Verbesserung der Prozesse und Bedingungen des Technologietransfers f\u00fcr Spin-offs aus den Hochschulen, der verbesserte Zugang zu Fachkr\u00e4ften aus Drittstaaten sowie die Pr\u00fcfung der Vor- und Nachteile eines Schweizer Innovationsfonds. Der Bundesrat wird noch im Sommer \u00fcber das weitere Vorgehen entscheiden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Startup Radar (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">SBFI (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr die kommerzielle Nutzung des Wissens und der Ergebnisse aus der Forschung wie auch f\u00fcr die Entwicklung und die Anwendung neuer technologischer Innovationen werden Start-ups immer wichtiger. Entsprechend streben viele L\u00e4nder zunehmend nach einer aktiveren Innovationspolitik zur Unterst\u00fctzung dieser Jungunternehmen. 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August 2021<\/li>\r\n \t<li>Startup Radar (2021). Swiss Startup Radar 2021\/2022, JNB Journalistenb\u00fcro GmbH.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[168413,168415],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4127],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20220614","original_files":null,"external_release_for_author":"20220613","external_release_for_author_time":"00:00:10","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/62a9ccc9aadeb"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/171112"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3880"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=171112"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/171112\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":173050,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/171112\/revisions\/173050"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4127"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3004"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3880"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/168415"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/168413"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/172801"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=171112"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=171112"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=171112"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=171112"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=171112"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=171112"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}