{"id":175194,"date":"2022-10-21T08:30:33","date_gmt":"2022-10-21T06:30:33","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=175194"},"modified":"2023-08-24T01:32:31","modified_gmt":"2023-08-23T23:32:31","slug":"mikromobilitaet-so-ist-die-schweiz-unterwegs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2022\/10\/mikromobilitaet-so-ist-die-schweiz-unterwegs\/","title":{"rendered":"Mikromobilit\u00e4t: So ist die Schweiz unterwegs"},"content":{"rendered":"<p>Fehlendes Puzzlest\u00fcck oder \u00fcberfl\u00fcssige Stolperfalle? Die Diskussion um Sinn und Nutzen des E-Scooter-Sharing f\u00fcr die urbane Mobilit\u00e4t polarisiert. Diskussionsbedarf gibt es auch, wenn Autofahrspuren neuen Velowegen weichen sollen. Dabei ist die F\u00f6rderung des sogenannten Langsamverkehrs ein erkl\u00e4rtes Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Das Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) geht im Basisszenario zur Verkehrsentwicklung in der Schweiz davon aus, dass sich der Anteil des Veloverkehrs am Gesamtverkehr im Jahr 2050 gegen\u00fcber 2017 von 2 auf knapp 4 Prozent verdoppeln wird.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Daf\u00fcr wird vielerorts gebaut: Kantone und Gemeinden erweitern die Veloinfrastruktur, errichten Sharing-Zonen sowie Mobility-Hubs und konkretisieren auf der Grundlage erster Praxiserfahrungen die Regelungen f\u00fcr den Betrieb der E-Scooter- und Bikesharing-Systeme. Die Praxiserfahrungen lassen zudem Analysen zur \u00f6kologischen und zur finanziellen Nachhaltigkeit der noch jungen Sharing-Angebote zu. Eine entscheidende Frage bleibt, ob es gelingt, die verschiedenen Formen der Mikromobilit\u00e4t nachhaltig in bestehende Verkehrssysteme zu integrieren. Daf\u00fcr braucht es ein tiefer gehendes Verst\u00e4ndnis des Nutzungsverhaltens.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Vergleich des Nutzungsverhaltens weltweit<\/h2>\n<p>In Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Boston Consulting Group (BCG) und dem Beratungsinstitut Fritz Classen hat das Institut f\u00fcr Mobilit\u00e4t der Universit\u00e4t St. Gallen rund 11\u2019500 Personen in zehn L\u00e4ndern<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> zu ihrem Nutzungsverhalten im Bereich der Mikromobilit\u00e4t befragt. Die repr\u00e4sentative Studie<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> gibt unter anderem Antwort darauf, wie Fahrrad, E-Bike, E-Scooter und E-Moped in der Schweiz genutzt werden (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Nutzungsh\u00e4ufigkeiten ausgew\u00e4hlter Arten der Mikromobilit\u00e4t in der Schweiz<\/h2>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Hohenreuther-Herrmann_10G-2022_Abb1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Hohenreuther-Herrmann_10G-2022_Abb1_DE').highcharts({     \n\nchart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: [\n            'Konventionelles Fahrrad',\n            'E-Bike',\n            'E-Scooter',\n            'E-Moped',\n     \n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n     },  labels: {format: '{value}%'},\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<span style=\"font-size:10px\">{point.key}<\/span><table>',\n        pointFormat: '<tr><td style=\"color:{series.color};padding:0\">{series.name}: <\/td>' +\n            '<td style=\"padding:0\"><b>{point.y:.0f}% <\/b><\/td><\/tr>',\n        footerFormat: '<\/table>',\n        shared: true,\n        useHTML: true\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Mehrmals die Woche bis t\u00e4glich',\n        data: [25,13,4,3],color: '#327775'\n\n    }, {\n        name: 'Mehrmals im Monat',\n        data: [21,8,7,3],color: '#7ea8a7'\n   \n   }, {\n        name: 'Einmal im Monat oder noch weniger',\n        data: [21,10,13,4],color: '#bcd3d3'\n   \n   }, {\n        name: 'Niemals',\n        data: [33,69,76,91],color: '#cccccc'\n\n        }]\n});\n});\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Anmerkung: In der Schweiz wurden 1231 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung ab 16 Jahre bis 70 Jahre.<\/h6>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: Institut f\u00fcr Mobilit\u00e4t der Universit\u00e4t St. Gallen \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Die Schweiz im europ\u00e4ischen Vergleich<\/h2>\n<p>25 Prozent der Befragten in der Schweiz gaben an, das konventionelle Fahrrad mehrmals die Woche bis t\u00e4glich zu nutzen. Damit liegt die Schweiz bei der Nutzungsh\u00e4ufigkeit des Velos knapp vor Frankreich (24%), aber hinter Deutschland (39%). Unangefochtener Spitzenreiter sind die Niederlande: Im Land der Radwege und Fahrradparkh\u00e4user steigen 54 Prozent der Befragten mehrmals die Woche bis t\u00e4glich auf das Fahrrad. Auch bei der intermodalen Nutzung sind die Niederlande Vorreiter: Rund 41 Prozent der Nutzenden kombinieren das Fahrrad mehrmals die Woche bis t\u00e4glich mit den Angeboten des \u00f6ffentlichen Verkehrs. In der Schweiz sind es 24 Prozent.<\/p>\n<p>Ein anderes Bild zeigt sich beim E-Scooter. Frankreich und insbesondere die Hauptstadt Paris fahren im europ\u00e4ischen Vergleich voraus: 8 Prozent der Befragten in Frankreich nutzen den E-Scooter mehrmals die Woche bis t\u00e4glich, in Paris sind es sogar 16 Prozent. Die Stadt hatte im europ\u00e4ischen Vergleich fr\u00fch begonnen, die Zulassung und Verwendung der E-Scooter zu regulieren. 38 Prozent der Nutzenden in Frankreich gaben an, den E-Scooter mehrmals die Woche bis t\u00e4glich mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr zu kombinieren. In der Schweiz nutzen 4 Prozent der Befragten mehrmals die Woche bis t\u00e4glich den E-Scooter, 16 Prozent kombinieren ihn dabei mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr.<\/p>\n<p>Bezieht man soziodemografische Variablen ein, so zeigt sich, dass in der Schweiz die Nutzung des Velos mit steigendem Alter sinkt. Umgekehrt verh\u00e4lt es sich bei der Nutzungsh\u00e4ufigkeit des E-Bike: Diese steigt mit dem Alter leicht an. Frauen und M\u00e4nner sind ebenfalls unterschiedlich unterwegs. E-Scooter-Sharing wird \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig von m\u00e4nnlichen Personen im Alter von 16 bis 29 Jahren genutzt (6%). Lediglich 1,9 Prozent der Nutzerinnen in derselben Altersgruppe gaben an, den E-Scooter ebenso h\u00e4ufig zu verwenden.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Einfluss von Werten und Emotionen<\/h2>\n<p>Zus\u00e4tzliche Erkl\u00e4rungskraft bietet der Einbezug der Milieuforschung. Denn die Zugeh\u00f6rigkeit zu bestimmten sozialen Milieus und die damit verbundenen Wertvorstellungen beeinflussen unsere Mobilit\u00e4tsentscheidungen im Alltag. Deshalb wurden in Anlehnung an die Arbeit des Soziologen Andreas Reckwitz vier Gesellschaftsklassen ber\u00fccksichtigt.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Demnach ergeben sich, wenn man westliche Gesellschaften und damit auch die Schweiz in ein grobes Raster einteilt, vier Gesellschaftsklassen: Luxusklasse, Neue Progressive Klasse, Traditionelle Klasse und Neue Dienstleistungsklasse (siehe Kasten).<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Untersucht man die Nutzungsh\u00e4ufigkeit in diesen vier Gesellschaftsklassen (siehe Abbildung 2), so zeigt sich f\u00fcr die Schweiz, dass die Neue Dienstleistungsklasse den E-Scooter \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig verwendet (7%). Auch die Neue Progressive Klasse zeigt eine leicht erh\u00f6hte Nutzung (6%). Das Gegenteil trifft auf die Traditionelle Klasse zu: Diese nutzt den E-Scooter so gut wie gar nicht (1%). Auch die Luxusklasse zeigt eine unterdurchschnittliche Nutzung (2%). F\u00fcr sie ist das E-Bike die bevorzugte Form der Mikromobilit\u00e4t (24%). Der schweizweite Durchschnitt liegt bei 13 Prozent.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Nutzungsh\u00e4ufigkeit von E-Scootern, nach Gesellschaftsklasse<\/h2>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Hohenreuther-Herrmann_10G-2022_Abb2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Hohenreuther-Herrmann_10G-2022_Abb2_DE').highcharts({     \n\nchart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: [\n            'Luxusklasse',\n            'Neue Progressive Klasse',\n            'Neue Dienstleistungsklasse',\n            'Traditionelle Klasse',\n     \n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n     },  labels: {format: '{value}%'},\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<span style=\"font-size:10px\">{point.key}<\/span><table>',\n        pointFormat: '<tr><td style=\"color:{series.color};padding:0\">{series.name}: <\/td>' +\n            '<td style=\"padding:0\"><b>{point.y:.0f}% <\/b><\/td><\/tr>',\n        footerFormat: '<\/table>',\n        shared: true,\n        useHTML: true\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Mehrmals die Woche bis t\u00e4glich',\n        data: [2,6,7,1],color: '#327775'\n\n    }, {\n        name: 'Mehrmals im Monat',\n        data: [7,7,10,6],color: '#7ea8a7'\n   \n   }, {\n        name: 'Einmal im Monat oder noch weniger',\n        data: [11,16,13,12],color: '#bcd3d3'\n   \n   }, {\n        name: 'Niemals',\n        data: [80,71,70,81],color: '#cccccc'\n\n        }]\n});\n});\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Anmerkung: In der Schweiz wurden 1231 Personen befragt. Die Ergebnisse sind repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung ab 16 Jahre bis 70 Jahre.<\/h6>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: Institut f\u00fcr Mobilit\u00e4t der Universit\u00e4t St. Gallen \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unterschiede zeigen sich auch, wenn man auf die Gr\u00fcnde blickt, weshalb die verschiedenen Gesellschaftsklassen Mikromobilit\u00e4t nutzen. 60 Prozent der Befragten in der Schweiz gaben an, dass \u00f6kologische Nachhaltigkeit f\u00fcr sie wichtig bis sehr wichtig sei. In der Neuen Progressiven Klasse liegt dieser Wert bei 66 Prozent, in der Neuen Dienstleistungsklasse hingegen bei nur 51 Prozent.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Verbesserungspotenzial in der Schweiz<\/h2>\n<p>Bei n\u00e4herer Betrachtung der Nutzungsh\u00e4ufigkeit zeigt sich, dass es in der Schweiz noch Verbesserungspotenzial gibt. Im europ\u00e4ischen Ausland weisen jene L\u00e4nder und St\u00e4dte h\u00f6here Nutzungsraten auf, die fr\u00fchzeitig damit begonnen haben, die Infrastruktur auszubauen und Regelungen f\u00fcr den Betrieb von Sharing-Systemen zu konkretisieren. Dabei ist die Nutzung der verschiedenen Formen der Mikromobilit\u00e4t jedoch nicht allein \u00fcber Infrastruktur, Verf\u00fcgbarkeit und Regelwerk erkl\u00e4rbar. Auch Wertvorstellungen pr\u00e4gen unser Mobilit\u00e4tshandeln. Kantone und Gemeinden, aber auch Provider, die sich dessen bewusst sind, k\u00f6nnen die Angebote noch st\u00e4rker auf die jeweiligen Zielgruppen und ihr spezifisches Verhalten zuschneiden. So tragen sie dazu bei, dass Mikromobilit\u00e4t zu einem wichtigen Puzzlest\u00fcck urbaner Mobilit\u00e4t wird.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Astra (2022).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">ARE (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">USA, Vereinigtes K\u00f6nigreich, Spanien, Frankreich, Niederlande, Schweiz, Deutschland, D\u00e4nemark, China und Japan.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Universit\u00e4t St. Gallen und Boston Consulting Group (2022).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Reckwitz (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Reckwitz (2019) nutzt die Begrifflichkeiten Oberklasse, Neue und Alte Mittelklasse und Neue Unterklasse. Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden die daran angelehnten Termini Luxusklasse, Neue Progressive Klasse, Neue Dienstleistungsklasse und Traditionelle Klasse verwendet.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fehlendes Puzzlest\u00fcck oder \u00fcberfl\u00fcssige Stolperfalle? Die Diskussion um Sinn und Nutzen des E-Scooter-Sharing f\u00fcr die urbane Mobilit\u00e4t polarisiert. Diskussionsbedarf gibt es auch, wenn Autofahrspuren neuen Velowegen weichen sollen. Dabei ist die F\u00f6rderung des sogenannten Langsamverkehrs ein erkl\u00e4rtes Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik. 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Suhrkamp-Verlag.<\/li>\r\n \t<li>Universit\u00e4t St. Gallen und Boston Consulting Group (2022). <a href=\"https:\/\/www.bcg.com\/publications\/2022\/the-future-of-urban-mobility\">Putting Micromobility at the Center of Urban Mobility<\/a>.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Die vier Gesellschaftsklassen","kasten_box":"Die <strong>Luxusklasse<\/strong> unterscheidet sich von den anderen drei Metaklassen durch ihr weit \u00fcberdurchschnittliches \u00f6konomisches Kapital. Obwohl Arbeit keine Notwendigkeit mehr ist, arbeiten Angeh\u00f6rige der Luxusklasse h\u00e4ufig in f\u00fchrenden Positionen in Vorst\u00e4nden oder Aufsichtsr\u00e4ten von Spitzenunternehmen in der Finanz-, der Rechts- oder der Digitalbranche. Die Klasse wird von Pers\u00f6nlichkeiten aus der Unterhaltungs-, der Sport- und der Kunstbranche vervollst\u00e4ndigt.\r\n\r\nDie <strong>Neue Progressive Klasse<\/strong> repr\u00e4sentiert die Metaklasse mit dem gr\u00f6ssten Einfluss auf Kultur, Wirtschaft und Politik. Sie besteht aus gut ausgebildeten Akademikern, die \u00fcberwiegend in wirtschaftlich sehr starken Sektoren wie Medizin, Informationstechnologie und Technologie und Recht, im Bildungssektor oder in weniger kapitalintensiven kreativen Berufen t\u00e4tig sind.\r\n\r\nDie <strong>Traditionelle Klasse<\/strong> entwickelte sich aus der ehemaligen Mittelschicht der industriellen Moderne. Ihre Mitglieder besetzen oft berufliche Positionen wie Facharbeiter, selbstst\u00e4ndige Handwerker, Beamte oder mittlere F\u00fchrungspositionen. Bei der Gestaltung ihres Lebens bevorzugt die Traditionelle Klasse ein r\u00e4umlich-sozial verwurzeltes Umfeld und eine lokal orientierte Sozial- und Wirtschaftspolitik und bildet damit einen Gegenpol zur Neuen Progressiven Klasse.\r\n\r\nDie <strong>Neue Dienstleistungsklasse<\/strong> beschreibt eine sehr heterogene Metaklasse, bestehend aus\r\nSozialhilfeempf\u00e4ngern, Nachkommen der traditionellen Arbeiterklasse, Landarbeitern und Dienstleistungsarbeitern unterschiedlichen Alters."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[176611,176627,176685,176770],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[9757],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20221025","original_files":null,"external_release_for_author":"20221024","external_release_for_author_time":"00:01:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/6317322a48af6"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175194"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9771"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=175194"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175194\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":176139,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/175194\/revisions\/176139"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9757"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9773"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9771"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/revision\/176770"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/176627"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/176611"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/176221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=175194"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=175194"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=175194"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=175194"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=175194"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=175194"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}