{"id":176060,"date":"2022-11-15T08:21:11","date_gmt":"2022-11-15T07:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=176060"},"modified":"2023-08-24T01:33:32","modified_gmt":"2023-08-23T23:33:32","slug":"eine-neue-lehre-verbindet-technik-und-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2022\/11\/eine-neue-lehre-verbindet-technik-und-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Eine neue Lehre verbindet Technik und Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Berufe aus den Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) sind in Zeiten der Digitalisierung so wichtig wie nie zuvor. Neben den technisch ausgerichteten Berufsbildern wie der Informatik werden auch Berufe an Schnittstellen zu anderen Fachbereichen immer bedeutender. Dazu geh\u00f6ren Mediamatiker\/innen EFZ, die sowohl \u00fcber Informatik- als auch \u00fcber Design- und Marketingkompetenzen verf\u00fcgen. Aber auch die neue Berufslehre Entwickler\/in digitales Business EFZ, die ab 2023 angeboten wird, bildet ein Bindeglied zwischen Technik und Wirtschaft. Sie schliesst eine L\u00fccke im Ausbildungsangebot der Grundbildungen. Absolvierende agieren mit ihren fach\u00fcbergreifenden Kompetenzen br\u00fcckenbauend zwischen Abteilungen eines Unternehmens oder sind Drehscheibe zwischen Leistungserbringenden und Kundschaft. Nebst relevantem technischem Fachwissen sowie Know-how in Datenanalyse lernen sie deshalb auch eine Reihe von Soft Skills.<\/p>\n<p>Seit dem Jahr 2020 arbeitet der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz mit Expertinnen und Experten aus verschiedenen Wirtschaftszweigen, der Verwaltung und dem Bildungsbereich am Berufsprofil Entwickler\/in digitales Business EFZ. In einer internen Anh\u00f6rung im Februar 2022 mit 170 Unternehmen zeigte die Schweizer Wirtschaft grosses Interesse daran. Der Befragung zufolge sind die Betriebe bereit, mindestens 150\u00a0Lehrstellen in der gesamten Schweiz zu schaffen.<\/p>\n<p>In Zukunft sollen Entwickler\/innen digitales Business EFZ in Digitalisierungsprojekten mitarbeiten, Fachpersonen unterst\u00fctzen sowie Trends und Innovationen bewerten. Auch das Auswerten und das Pr\u00e4sentieren von Daten geh\u00f6ren zu ihrer wichtigen Schnittstellenfunktion. Auf deren Basis optimieren Unternehmen dann ihre Digitalisierungsprozesse. Kurz: Absolvierende unterst\u00fctzen Unternehmen bei ihren Transformationen und Innovationen.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Die neue Lehre schliesst eine L\u00fccke im Ausbildungsangebot der Grundbildungen<\/span><\/p>\n<p>Diese Fachleute kommen dabei in den unterschiedlichsten Branchen zum Einsatz: Im Bankenwesen etwa erarbeiten sie gemeinsam mit Applikationsentwickelnden mobile L\u00f6sungen f\u00fcr Bezahlapps, und in industriellen Betrieben k\u00fcmmern sie sich ums Optimieren von Prozessen. In der \u00f6ffentlichen Verwaltung vereinheitlichen Entwickler\/innen digitales Business EFZ mit ihrem Know-how diverse Anwendungen, sodass sich Arbeiten schneller und einfacher gestalten lassen. Und im Gesundheitsbereich nutzen sie ihre Kompetenzen, um Gesundheitsdaten auszuwerten und weiterf\u00fchrende Schritte zu empfehlen. Auch in der Logistik, im Bauwesen oder in der Automobilbranche sind sie ein wichtiger Mehrwert. Wer sich f\u00fcr diese Ausbildung entscheidet, erh\u00e4lt dabei nicht nur relevantes Fachwissen, sondern eignet sich ebenso selbstst\u00e4ndiges Arbeiten sowie vernetztes Denken an. Diese Fertigkeiten sind heute bereits wichtig, werden k\u00fcnftig jedoch geradezu essenziell sein.<\/p>\n<p>Wie dringend ICT-Fachkr\u00e4fte gesucht sind, zeigt auch eine Studie von ICT-Berufsbildung Schweiz: Demnach werden bis ins Jahr 2030 insgesamt 119\u2019600 zus\u00e4tzliche ICT-Fachkr\u00e4fte ben\u00f6tigt. Um diesen Bedarf zu decken, braucht es im Vergleich zu heute 37\u2019800 weitere ausgebildete Personen. Die berufliche Grundbildung ist dabei ein zentraler Hebel. Doch auch die h\u00f6here Berufsbildung spielt eine grosse Rolle. Deshalb hat ICT-Berufsbildung Schweiz zusammen mit dem Kaufm\u00e4nnischen Verband Schweiz auch einen neuen eidgen\u00f6ssischen Fachausweis entwickelt: den Digital Collaboration Specialist EFA. Dieser Fachausweis richtet sich vor allem an Personen mit kaufm\u00e4nnischem oder betriebswirtschaftlichem Hintergrund. Digital Collaboration Specialists unterst\u00fctzen k\u00fcnftig die digitale Transformation in Unternehmen und Verwaltungen. An der Schnittstelle von Technik, Kommunikation und Personalentwicklung sorgen sie daf\u00fcr, dass Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeitende fit f\u00fcr das digitale Zeitalter sind. Die ersten Vorbereitungskurse wurden 2021 angeboten. Studierende werden im Mai 2023 an der ersten Berufspr\u00fcfung teilnehmen. Die Vorbereitungskurse dauern in der Regel zwei bis drei Semester und k\u00f6nnen berufsbegleitend absolviert werden.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berufe aus den Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) sind in Zeiten der Digitalisierung so wichtig wie nie zuvor. Neben den technisch ausgerichteten Berufsbildern wie der Informatik werden auch Berufe an Schnittstellen zu anderen Fachbereichen immer bedeutender. Dazu geh\u00f6ren Mediamatiker\/innen EFZ, die sowohl \u00fcber Informatik- als auch \u00fcber Design- und Marketingkompetenzen verf\u00fcgen. 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