{"id":178416,"date":"2023-01-19T07:09:14","date_gmt":"2023-01-19T06:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=178416"},"modified":"2023-08-24T01:35:39","modified_gmt":"2023-08-23T23:35:39","slug":"loehne-von-grenzgaengern-grosse-regionale-unterschiede","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/01\/loehne-von-grenzgaengern-grosse-regionale-unterschiede\/","title":{"rendered":"L\u00f6hne von Grenzg\u00e4ngern: Grosse regionale Unterschiede"},"content":{"rendered":"<p>5740 Franken \u2013 so viel betrug im Jahr 2020 der Medianlohn der Wohnbev\u00f6lkerung im Tessiner Privatsektor. Bei den Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4ngern betrug derselbe Lohn 4582 Franken. Dies entspricht einem Unterschied von 1158 Franken oder 20,2 Prozent. Der Lohnunterschied wird in der \u00f6ffentlichen Debatte hauptverantwortlich f\u00fcr den Druck auf die L\u00f6hne der Tessiner Wohnbev\u00f6lkerung gemacht. Da sich zahlreiche Grenzg\u00e4nger mit niedrigeren Geh\u00e4ltern zufriedengeben, w\u00fcrden auch den Tessinern niedrigere L\u00f6hne angeboten, so das Argument. Doch die tieferen Grenzg\u00e4ngerl\u00f6hne lassen sich m\u00f6glicherweise auch dadurch erkl\u00e4ren, dass Grenzg\u00e4nger h\u00e4ufig in traditionell schlechter bezahlten Berufs- und Wirtschaftszweigen arbeiten.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">1191 Franken Lohnunterschied<\/h2>\n<p>Eine Studie<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> des Kantons Tessin hat dies untersucht. Die Autoren wollten wissen, zu welchem Teil sich die Lohndifferenz mit der Zusammensetzung der vom Ausland ins Tessin pendelnden Arbeitnehmenden erkl\u00e4ren l\u00e4sst. Dies sollte zeigen, ob Grenzg\u00e4nger tendenziell andere und weniger gut bezahlte Berufe aus\u00fcben als die Tessiner Wohnbev\u00f6lkerung oder ob der Arbeitsmarkt verzerrt ist. Die Studienautoren bedienten sich dazu einer sogenannten Matching-Methode, die es erlaubt, \u00abvergleichbare Personen\u00bb zu vergleichen (siehe Kasten).<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss dieser Methode belief sich die Differenz des Medianlohns zwischen der Wohnbev\u00f6lkerung und den Grenzg\u00e4ngern (im Common Support, der einzig m\u00f6glichen Vergleichsbasis) im Jahr 2020 auf 1191\u00a0Franken. Dieses Ergebnis unterscheidet sich von der beobachteten Lohndifferenz zu Beginn des Textes dadurch, dass nicht vergleichbare Lohnempf\u00e4nger in der Studie ausgeschlossen wurden. Von der Differenz sind rund 60 Prozent auf strukturelle Unterschiede wie etwa unterschiedliches Alter, Geschlecht und Bildungsniveau der besch\u00e4ftigten Grenzg\u00e4nger zur\u00fcckzuf\u00fchren. F\u00fcr die \u00fcbrigen 40 Prozent gibt es allerdings keine Erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Die Analyse der Lohnverteilungskurve zeigt: Je h\u00f6her die L\u00f6hne, desto h\u00f6her der Lohnunterschied \u2013 und desto mehr l\u00e4sst sich dieser durch die Besch\u00e4ftigtenstruktur, also die Zusammensetzung der Arbeitnehmenden, erkl\u00e4ren. L\u00e4sst sich bei den niedrigsten Einkommen noch gut ein Drittel der Lohndifferenz zwischen der Wohnbev\u00f6lkerung und den Grenzg\u00e4ngern durch strukturelle Unterschiede erkl\u00e4ren, so sind bei den Arbeitnehmenden mit den h\u00f6chsten L\u00f6hnen rund drei Viertel erkl\u00e4rbar (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Lohnunterschied zwischen Wohnbev\u00f6lkerung und Grenzg\u00e4ngern im Tessiner Privatsektor, nach Lohnh\u00f6he (2020)<\/h2>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Bigotta-Giancone_01_2023_Abb1_DE\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#Bigotta-Giancone_01_2023_Abb1_DE').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n       \n    },\n    legend: {\n                            enabled: true,\n                            floating: false,\n                            verticalAlign: 'bottom',\n                            align:'center', \n \n                        },\n    xAxis: {\n        categories: ['10%','25%','50%','75%','90%'\n],  title: {\n            text: 'Lohnperzentile'\n        },\n    },\n    yAxis: {\n    stackLabels: {enabled: true },\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        },\n        labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n       \n    },\n    \n    tooltip: { valueDecimals: 2,\n        headerFormat: '<b>{point.x}-Perzentil<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y}%<br\/> Lohnunterschied Total: {point.stackTotal:.2f}%'\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            stacking: 'normal',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n          \n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'erkl\u00e4rbarer Unterschied',\n        data: [5.54,8.87,12.33,17.24,26.68], \n        color:\"#7ea8a7\"\n    }, {\n        name: 'nicht erkl\u00e4rbarer Unterschied',\n        data: [10.02,12.2,8.24,7.52,7.83], \n        color:\"#999999\"\n    }]\n});\n\n\n\n});\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Anmerkung: Die Daten beziehen sich auf die Studienpopulation im Common Support (siehe Kasten).<\/h6>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: BFS, <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/erhebungen\/lse.html\">Schweizerische Lohnstrukturerhebung<\/a> \/ Statistisches Amt des Kanton Tessin \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Unterschiede bei Geschlecht und Branche<\/h2>\n<p>Die Ergebnisse variieren je nach Arbeitnehmerprofil und Branche. So sind etwa die Lohnunterschiede bei den Frauen gr\u00f6sser als bei den M\u00e4nnern. Hier spielt die Besch\u00e4ftigtenstruktur eine entscheidende Rolle. Denn der unerkl\u00e4rte Teil des Lohnunterschieds ist bei den M\u00e4nnern (10,6%) gr\u00f6sser als bei den Frauen (6,0%). Dies ist vor allem darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass die Grenzg\u00e4ngerinnen prim\u00e4r im Tessiner Produktionssektor arbeiten, wo sie 32 Prozent aller Stellen besetzen (nur 7% dieser Stellen sind von Tessinerinnen besetzt). Ausserdem werden in diesem Sektor relativ niedrige L\u00f6hne bezahlt \u2013 vor allem den dort t\u00e4tigen Frauen. Kollektivverhandlungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: Arbeitnehmende mit individuell ausgehandelten L\u00f6hnen weisen h\u00f6here unerkl\u00e4rte Lohnunterschiede auf als Besch\u00e4ftigte, deren L\u00f6hne mittels Kollektivverhandlungen festgelegt wurden.<\/p>\n<p>Auch die Analyse nach Wirtschaftssektoren zeigt grosse Unterschiede. Allerdings: In der Baubranche und im Gesundheitswesen sind die L\u00f6hne von Einheimischen und Grenzg\u00e4ngern vergleichbar. Das liegt an den Kollektivverhandlungen und der Notwendigkeit, Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr einen Sektor zu gewinnen, der auf dem lokalen Arbeitsmarkt nicht gen\u00fcgend Personal rekrutieren kann.<\/p>\n<p>In der Finanzbranche hingegen existiert ein grosses Lohngef\u00e4lle zwischen den beiden Gruppen. Die Gr\u00fcnde sind hier strukturell, da die Grenzg\u00e4nger in weniger gut bezahlten Berufen t\u00e4tig sind. Im Transport- und Lagerwesen, in den Informations- und Kommunikationsdiensten oder im Bildungswesen sind hingegen selbst unter Ber\u00fccksichtigung der Besch\u00e4ftigtenstruktur grosse Lohnunterschiede zu verzeichnen. Dies l\u00e4sst sich insbesondere mit der steigenden Zahl an Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4ngern erkl\u00e4ren, die in neuen Berufen wie dem Coaching, der Erteilung von Sprachkursen oder bei Essenslieferdiensten arbeiten.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Nordwestschweiz: Grenzg\u00e4nger verdienen mehr<\/h2>\n<p>Die Besonderheiten der regionalen Arbeitsm\u00e4rkte lassen sich mit den im Lauf der Jahre entstandenen wirtschaftlichen Realit\u00e4ten und Strukturen erkl\u00e4ren. Folglich unterscheiden sich auch die Lohnniveaus der Wohnbev\u00f6lkerung und der Grenzg\u00e4nger von Region zu Region in der Schweiz. Anhand der Daten der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (<a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/erhebungen\/lse.html\">LSE<\/a>)<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> k\u00f6nnen die L\u00f6hne im Tessin mit den L\u00f6hnen im Kanton Genf und in der Nordwestschweiz (Kantone Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Aargau) verglichen werden (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<p>Im Kanton Genf und in der Nordwestschweiz ist das Lohnniveau generell h\u00f6her und die Lohnunterschiede zwischen Wohnbev\u00f6lkerung und Grenzg\u00e4ngern geringer als im Tessin. Im Tessin betr\u00e4gt die Lohndifferenz rund 20 Prozent, in Genf lediglich rund 10 Prozent. Und in der Nordwestschweiz \u00fcbersteigt der Medianlohn der Grenzg\u00e4nger den der Wohnbev\u00f6lkerung sogar um 4 Prozent.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2:\u00a0 Lohndifferenz zwischen Wohnbev\u00f6lkerung und Grenzg\u00e4ngern im Privatsektor, nach Region (2020)<\/h2>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Bigotta-Giancone_01_2023_Abb2_DE\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#Bigotta-Giancone_01_2023_Abb2_DE').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n       \n    },\n    legend: {\n                            enabled: true,\n                            floating: false,\n                            verticalAlign: 'bottom',\n                            align:'center', \n \n                        },\n    xAxis: {\n        categories: ['Genf','Nordostschweiz','Kanton Tessin','Schweiz'], \n        title: {\n            text: ''\n        },\n    },\n    yAxis: {\n    stackLabels: {enabled: true },\n        \n        title: {\n            text: ''\n        },\n        labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n       \n    },\n    \n    tooltip: { valueDecimals: 2,\n        headerFormat: '<b>{point.x}-Perzentil<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y}%<br\/> Lohnunterschied Total: {point.stackTotal:.2f}%'\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            stacking: 'normal',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n          \n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'erkl\u00e4rbarer Unterschied',\n        data: [7.08, -1.85,12.33,4.9], \n        color:\"#7ea8a7\"\n    }, {\n        name: 'nicht erkl\u00e4rbarer Unterschied',\n        data: [3.19,-2.2,8.24,1.2], \n        color:\"#999999\"\n    }]\n});\n\n\n\n});\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Anmerkung: Die Daten beziehen sich auf die Studienpopulation im Common Support (siehe Kasten). Negative Werte bedeuten, dass der Medianlohn von Grenzg\u00e4ngern \u00fcber dem von Einheimischen liegt.<\/h6>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: BFS, <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/erhebungen\/lse.html\">Schweizerische Lohnstrukturerhebung<\/a> \/ Statistisches Amt des Kanton Tessin \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Profile der Grenzg\u00e4nger im Kanton Genf und der Nordwestschweiz unterscheiden sich weniger stark von den Profilen der Wohnbev\u00f6lkerung als im Tessin. F\u00fcr einen Lohnvergleich ist es dennoch wichtig, die Struktur der lokalen Arbeitskr\u00e4fte zu ber\u00fccksichtigen. Denn sie k\u00f6nnte einen Grossteil der regionalen Lohnunterschiede erkl\u00e4ren. In der Nordwestschweiz liegen die Grenzg\u00e4ngerl\u00f6hne etwas \u00fcber den L\u00f6hnen der Einheimischen. Und auch unter Ber\u00fccksichtigung der Besch\u00e4ftigtenstruktur in der Region ist eine Differenz von 2,2 Prozent zu beobachten. In Genf tendieren die Ergebnisse eher in Richtung der Tessiner Resultate: Die Wohnbev\u00f6lkerung verdient mehr, und auch bei konstanter Struktur ist ein Lohnunterschied zugunsten der einheimischen Genfer Besch\u00e4ftigten (3,2%) zu verzeichnen.<\/p>\n<p>Die regionalen Unterschiede lassen sich durch historische Faktoren wie die Umsetzung der bilateralen Vertr\u00e4ge<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> oder strukturelle Faktoren wie die Profile der Grenzg\u00e4nger erkl\u00e4ren. In der \u00fcbrigen Schweiz sind sich die Profile der Wohnbev\u00f6lkerung und der Grenzg\u00e4nger \u00e4hnlicher als im Tessin. Es gibt aber auch geografische Eigenheiten: Genf und Basel sind regionale Anziehungspunkte. Das Tessin hingegen ist kleiner als die Lombardei mit 10 Millionen Einwohnern und die anderen italienischen Nachbarprovinzen mit zus\u00e4tzlich rund 2 Millionen Einwohnern. In diesen Regionen ist das grenz\u00fcberschreitende Pendeln ins Tessin somit nach wie vor eine Randerscheinung. Will heissen: Das Tessin beeinflusst die regionale Wirtschaft und die L\u00f6hne nicht so stark wie die regionalen Zentren Basel und Genf.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Bigotta und Giancone (2022b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Die LSE erlaubt die Datenanalyse auf Ebene der Grossregionen. Dank der Stichprobenverdichtung war es aber m\u00f6glich, die Ergebnisse allein f\u00fcr den Kanton Genf zu vertiefen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Losa et al. (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5740 Franken \u2013 so viel betrug im Jahr 2020 der Medianlohn der Wohnbev\u00f6lkerung im Tessiner Privatsektor. Bei den Grenzg\u00e4ngerinnen und Grenzg\u00e4ngern betrug derselbe Lohn 4582 Franken. Dies entspricht einem Unterschied von 1158 Franken oder 20,2 Prozent. Der Lohnunterschied wird in der \u00f6ffentlichen Debatte hauptverantwortlich f\u00fcr den Druck auf die L\u00f6hne der Tessiner Wohnbev\u00f6lkerung gemacht. 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Extra Dati Nr.\u00a01, Ustat, Bellinzona.<\/li>\r\n \t<li>Bigotta, Maurizio und Pellegrin, Claudia (2022a). <a href=\"https:\/\/www3.ti.ch\/DFE\/DR\/USTAT\/index.php?fuseaction=pubblicazioni.dettaglioVolume&amp;idCollana=3&amp;idVolume=3121\">Struttura ed evoluzione dei salari 2020<\/a>. Extra Dati Nr.\u00a04, Ustat, Bellinzona.<\/li>\r\n \t<li>Bigotta, Maurizio und Pellegrin, Claudia (2022b). <a href=\"https:\/\/www3.ti.ch\/DFE\/DR\/USTAT\/index.php?fuseaction=pubblicazioni.dettaglioVolume&amp;idCollana=3&amp;idVolume=3201\">La differenza salariale tra residenti e frontalieri<\/a>. 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Dabei werden innerhalb der beiden zu vergleichenden Gruppen (Grenzg\u00e4nger und einheimische Wohnbev\u00f6lkerung) zun\u00e4chst diejenigen Individuen identifiziert, deren Humankapitalcharakteristika (siehe Ende Kasten) gleich sind. Diese Schnittmenge stellt den sogenannten Common Support dar. In einem zweiten Schritt wird eine der beiden Gruppen so gewichtet, dass schliesslich beide Gruppen dieselbe Besch\u00e4ftigungsstruktur aufweisen.<sup>a<\/sup> Konkret wurden folgende strukturellen Faktoren untersucht: Geschlecht, Alter, Bildungsniveau, berufliche Stellung, Art des Arbeitsvertrags (Einzel- oder Kollektivvertrag), Arbeitszeit und Branche.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<sup>a<\/sup> Siehe Petrillo und Gonzalez (2018) sowie Bigotta und Giancone (2022a) f\u00fcr die fachlichen Details."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"","original_files":null,"external_release_for_author":"20230120","external_release_for_author_time":"00:02:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/638dc34b2b30d"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/178416"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3618"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=178416"}],"version-history":[{"count":30,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/178416\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":179768,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/178416\/revisions\/179768"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/10065"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3618"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/179680"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=178416"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=178416"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=178416"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=178416"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=178416"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=178416"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}