{"id":181748,"date":"2023-04-18T07:07:53","date_gmt":"2023-04-18T05:07:53","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=181748"},"modified":"2023-08-24T01:38:38","modified_gmt":"2023-08-23T23:38:38","slug":"verpasste-nachfolgen-schwaechen-dna-der-wirtschaft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/04\/verpasste-nachfolgen-schwaechen-dna-der-wirtschaft\/","title":{"rendered":"Verpasste Nachfolgen schw\u00e4chen DNA der Wirtschaft"},"content":{"rendered":"<p>Rund 93\u2019000 Schweizer KMU-Inhaber m\u00fcssen sich in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren mit ihrer Nachfolge besch\u00e4ftigen. Das sind rund 15 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz. Der Druck, einen Nachfolger zu finden, ist hoch; denn klappt es nicht, hat das einen Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen, Know-how sowie Wirtschafts- und Innovationskraft zur Folge.<\/p>\n<p>Dies gilt insbesondere f\u00fcr Randregionen, denn dort sind die Auswirkungen ungel\u00f6ster KMU-Nachfolgen \u00fcberproportional gr\u00f6sser als in den Wirtschaftszentren. Der Grund: Arbeitspl\u00e4tze in der Peripherie sind rar! Nebst Arbeitspl\u00e4tzen stehen aber auch unternehmerische Werte, traditionelles Handwerk, eine regional vernetzte Zusammenarbeit und Basiswissen auf dem Spiel. Der regionale Abzug von Arbeitskr\u00e4ften, die \u00dcberalterung der Randregionen und eine abnehmende wirtschaftliche Vielfalt sind die Konsequenzen. Kurz gesagt: Jede verpasste Nachfolgeregelung schw\u00e4cht die DNA der Schweizer Wirtschaft.<\/p>\n<p>Seit den 1990er-Jahren haben sich die Unternehmensgr\u00fcndungen in der Schweiz mehr als verdoppelt. Das zeigt ein Blick auf die <a href=\"https:\/\/www.chdu.ch\/die-chdu-nachfolgekarte-2022\">CHDU-Nachfolgekarte 2022<\/a> der letzten 100 Jahre. Seit 1922 hat sich die Zahl der Unternehmen sogar verachteinhalbfacht, von knapp 80\u2019000 auf heute rund 680\u2019000.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Gleichzeitig mit dem Gr\u00fcndungsboom entwickelte sich die Schweiz zu einem \u2039Monaco in den Bergen\u203a.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu den wesentlichen Ursachen f\u00fcr den sprunghaften Anstieg der Gr\u00fcndungszahlen geh\u00f6ren die Globalisierung, die Digitalisierung und die vereinfachte Unternehmensgr\u00fcndung durch die Revision des GmbH-Rechts im Jahr 2008. Das g\u00fcnstige Umfeld hat viele Babyboomer der Jahrg\u00e4nge 1946 bis 1964 motiviert, eine Firma zu gr\u00fcnden. In der Zwischenzeit ist ein Grossteil dieser Unternehmer im Pensionsalter. Trotzdem sind viele weiterhin mit Leidenschaft dabei, arbeiten oft \u00fcber das Pensionsalter hinaus und vernachl\u00e4ssigen leider die rechtzeitige Regelung der Unternehmensnachfolge.<\/p>\n<p>Gleichzeitig mit dem Gr\u00fcndungsboom entwickelte sich die Schweiz aber auch zu einem \u00abMonaco in den Bergen\u00bb: ins Ausland ausgelagerte Produktion, im Inland \u00fcberh\u00f6hte Immobilienpreise und eine Akademikerschwemme, da viele junge Menschen ein Studium einer Lehre vorziehen.<\/p>\n<p>Doch f\u00fcr eine erfolgreiche Schweizer Wirtschaft m\u00fcssen wir uns auch um den Erhalt der inl\u00e4ndischen Produktion und der technischen Entwicklung k\u00fcmmern. Hochschulen und handwerkliche Lehrausbildungen m\u00fcssen gleichwertig nebeneinander rangieren, damit auch das inl\u00e4ndische Gewerbe Nachfolger mit Know-how findet. Es braucht einen Nachfolgefonds f\u00fcr die Bergkantone. Zonenpl\u00e4ne m\u00fcssen agiler werden betreffend Umnutzung. Vor allem aber braucht es einen ebenso stabilen wie einfachen Nachfolgeprozess. Nur so k\u00f6nnen wir die Vielfalt und die Einzigartigkeit der Schweizer KMU gemeinsam erhalten.<\/p>\n<p>Genau daf\u00fcr engagiert sich der <a href=\"https:\/\/www.chdu.ch\/\">Schweizer Dachverband f\u00fcr Unternehmensnachfolge (CHDU<\/a>) in Profession, Praxis, Politik und Forschung mit Aus- und Weiterbildungen sowie Informations- und Vernetzungsangeboten f\u00fcr Unternehmensk\u00e4ufer und -verk\u00e4ufer und f\u00fcr Beratende im Bereich der Unternehmensnachfolge.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 93\u2019000 Schweizer KMU-Inhaber m\u00fcssen sich in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren mit ihrer Nachfolge besch\u00e4ftigen. Das sind rund 15 Prozent aller Unternehmen in der Schweiz. Der Druck, einen Nachfolger zu finden, ist hoch; denn klappt es nicht, hat das einen Verlust von Arbeitspl\u00e4tzen, Know-how sowie Wirtschafts- und Innovationskraft zur Folge. 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