{"id":181755,"date":"2023-04-18T07:07:56","date_gmt":"2023-04-18T05:07:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=181755"},"modified":"2023-08-24T01:38:36","modified_gmt":"2023-08-23T23:38:36","slug":"der-wert-der-kmu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/04\/der-wert-der-kmu\/","title":{"rendered":"Der Wert der KMU"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweiz ist ein KMU-Land, ein Land von inhabergetriebenen kleineren und mittleren Unternehmen. Die Pers\u00f6nlichkeit des Unternehmers pr\u00e4gt den Charakter der Firma. Diese Vielfalt ist ein Kapitalstock: KMU k\u00f6nnen daraus Ressourcen generieren, die sie wiederum unternehmerisch einsetzen. Zudem ist die Vielfalt ein wesentlicher Standortfaktor unserer Volkswirtschaft.<\/p>\n<p>Doch was ist der Wert einer vielf\u00e4ltigen KMU-Landschaft? Die amerikanische \u00d6konomin und Nobelpreistr\u00e4gerin Elinor Ostrom hat untersucht, wie Vielfalt zu Kapital wird und wie dieses Kapital bewirtschaftet werden kann. Ihr zufolge kreieren die Akteure durch die soziale und wirtschaftliche Interaktion Wissen und K\u00f6nnen. Anders gesagt: Je mehr Vielfalt, desto mehr Wissen und K\u00f6nnen werden ausgetauscht.<\/p>\n<p>Die Leistungskraft der KMU ist eindr\u00fccklich: Insgesamt stellen die \u00fcber 600\u2019000 KMU in der Schweiz 99,7 Prozent aller Firmen und zwei Drittel aller Arbeitspl\u00e4tze. Zudem geh\u00f6ren sie beim Besch\u00e4ftigungswachstum zur dynamischsten Kategorie und bilden 70 Prozent aller Lernenden aus. Auch Frauen kommen in diesen Firmen einfacher in Kader- und F\u00fchrungspositionen als bei Grossfirmen. Und: Etwa ein Drittel aller Innovationen kommt in KMU direkt von Mitarbeitenden mit Produkt- und Kundeneinsatz.<\/p>\n<p>KMU sind zwar fest verwurzelt in der regionalen Wirtschaft, aber nicht nur: 60 Prozent des wertm\u00e4ssigen Importvolumens gehen auf sie zur\u00fcck. Bei den Exporten ist es immerhin fast die H\u00e4lfte. Damit ist die M\u00e4r von der Binnenorientierung der KMU vom Tisch. Ebenso ist mit einem Wertsch\u00f6pfungsanteil von 60 Prozent des BIP die Leistungskraft gesamtwirtschaftlich gesehen schlicht unverzichtbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Wer die Vielfalt der KMU als Ressource st\u00e4rken will, st\u00e4rkt die Freiheit und baut Regulierungskosten ab.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unternehmer m\u00fcssen selbstst\u00e4ndig gute Gesch\u00e4ftsideen umsetzen und bestehende Freir\u00e4ume ausnutzen k\u00f6nnen. Umgekehrt m\u00fcssen sie aber auch die Konsequenzen ihrer Entscheide tragen. Gefragt sind unternehmerische Freiheit und Selbstverantwortung. Das ist dann m\u00f6glich, wenn die politischen, rechtlichen und \u00f6konomischen Rahmenbedingungen f\u00fcr m\u00f6glichst freien Wettbewerb in einem m\u00f6glichst freien Markt sorgen. Das sind die Voraussetzungen f\u00fcr Innovation, h\u00f6here Produktivit\u00e4t und damit gesteigerten Wohlstand f\u00fcr alle. Gute Ordnungspolitik setzt auf die Vielfalt als Kapital.<\/p>\n<p>Ein wichtiger Aspekt dabei ist die regulatorische Offenheit gegen\u00fcber allen Gesch\u00e4ftsmodellen. So soll etwa eine Regulierung f\u00fcr Grossbanken nicht die Handlungsfreiheit von privaten Verm\u00f6gensverwaltern unn\u00f6tig einschr\u00e4nken. Zu vermeiden sind ebenso unn\u00f6tige Regulierungen, die Kosten und Ausgaben verursachen sowie Kapital binden, wie etwa Deklarationspflichten von Rohstoffen \u00fcber die ganze Wertsch\u00f6pfungskette hinweg oder pedantische Inhalts\u00e4nderungen in Verpackungsbeilagen, die in der Folge neu gedruckt werden m\u00fcssen. Denn solche Regulierungen lassen sich nicht unternehmerisch oder durch das Management umschiffen.<\/p>\n<p>Politisch sind unn\u00f6tige Regulierungskosten deshalb abzubauen und k\u00fcnftige Regeln einzud\u00e4mmen. Daf\u00fcr braucht es die Regulierungskostenbremse, die aktuell im Parlament diskutiert wird. Wer die Vielfalt der KMU als Ressource st\u00e4rken will, st\u00e4rkt die Freiheit und baut Regulierungskosten ab.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz ist ein KMU-Land, ein Land von inhabergetriebenen kleineren und mittleren Unternehmen. Die Pers\u00f6nlichkeit des Unternehmers pr\u00e4gt den Charakter der Firma. 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