{"id":183618,"date":"2023-06-29T07:06:54","date_gmt":"2023-06-29T05:06:54","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=183618"},"modified":"2023-08-24T01:39:57","modified_gmt":"2023-08-23T23:39:57","slug":"wirtschaftskriminelle-und-behoerden-kooperation-lohnt-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/06\/wirtschaftskriminelle-und-behoerden-kooperation-lohnt-sich\/","title":{"rendered":"Wirtschaftskriminelle und Beh\u00f6rden: Kooperation lohnt sich"},"content":{"rendered":"<p>Wirtschaftskriminalit\u00e4t findet im Verborgenen statt. Nur selten werden Spuren hinterlassen, die den Ermittlungsbeh\u00f6rden einen begr\u00fcndeten Verdacht liefern, um den Sachverhalt strafrechtlich zu untersuchen. Bei Korruption, einem Delikt mit Doppelt\u00e4tercharakter, haben weder der Bestechende noch der Bestochene ein Interesse daran, ihre Handlungen offenzulegen. Bedenkt man zudem die Professionalit\u00e4t, mit der solche \u2013 oft grenz\u00fcberschreitenden \u2013 Gesch\u00e4fte verschleiert werden, sind niedrige Aufdeckungsquoten kaum erstaunlich.<\/p>\n<p>Im Dezember 2017 schickte der Bundesrat die \u00c4nderung der Strafprozessordnung (StPO) in die Vernehmlassung. Die Bundesanwaltschaft nutzte diese Gelegenheit, um einen neuen Artikel (Art. 318<sup>bis<\/sup> StPO) vorzuschlagen: Zielkonflikte<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> sollten behoben und Anreize geschaffen werden f\u00fcr ein kooperatives Verhalten der delinquenten Unternehmen. Der Vorschlag h\u00e4tte in Strafverfahren die M\u00f6glichkeit geboten, nach Abschluss der Untersuchung von einer Anklage abzusehen und im Fall einer Bew\u00e4hrung das Verfahren einzustellen. Ein Aufschub der Anklageerhebung sollte dabei nur infrage kommen, wenn das Unternehmen bei der Feststellung des Sachverhalts vollumf\u00e4nglich mitgewirkt hat. Zweitens forderte der Vorschlag die M\u00f6glichkeit einer Vereinbarung zwischen Unternehmen und Staatsanwaltschaft zu Sachverhalt, Bussenh\u00f6he, Entsch\u00e4digungen sowie Vorkehren zur Behebung des Organisationsmangels.<\/p>\n<p>Der Vorschlag f\u00fcr eine aufgeschobene Anklageerhebung fand keinen Eingang in die Revision der Strafprozessordnung. Man bef\u00fcrchtete eine Aufweichung der abschreckenden Wirkung des Strafrechts sowie den Ausbau der bereits starken Position der Staatsanwaltschaften. Damit stellt sich die Frage, welche Formen von Kooperation f\u00fcr Unternehmen gem\u00e4ss geltender Rechtsordnung bestehen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Die Selbstanzeige als Beispiel m\u00f6glicher Kooperation<\/h2>\n<p>Die Selbstanzeige spielt als Ausl\u00f6ser von Strafuntersuchungen wegen Bestechungshandlungen eine grosse Rolle, wie eine OECD-Studie gezeigt hat.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Von weltweit 263 untersuchten F\u00e4llen zwischen 1999 und 2017 wurden nicht weniger als 59 (22%) durch eine Selbstanzeige ausgel\u00f6st (siehe Abbildung).<a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\"><\/a><\/p>\n<p>Mit einer Selbstanzeige gibt ein Unternehmen gegen\u00fcber einer Strafverfolgungsbeh\u00f6rde ein strafrechtliches Fehlverhalten zu oder legt zumindest dar, dass ein solches vorliegen k\u00f6nnte, wenn beispielsweise interne Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Die Mehrheit der von der OECD erfassten Selbstanzeigen stammt aus dem angels\u00e4chsischen Raum: Hier wurden vor l\u00e4ngerer Zeit entsprechende gesetzliche Anreize geschaffen, namentlich der Aufschub der Anklagerhebung (\u00abDeferred Prosecution\u00bb oder vergleichbare Instrumente) und verbindliche Richtlinien im Umgang mit Selbstanzeigen durch die Strafverfolgungsbeh\u00f6rden. Basierend auf dem angels\u00e4chsischen Erfolg, hat Frankreich im Jahr 2016 ein entsprechendes Instrument in seiner Strafprozessordnung eingef\u00fchrt (\u00abConvention Judiciaire d\u2019Int\u00e9r\u00eat Public\u00bb).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wie wird Wirtschaftskriminalit\u00e4t aufgedeckt? (1999\u20132017)<a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\"><\/a><\/h2>\n<h6 class=\"content-copy\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='AEBY-PORTMANN_7T-2023_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#AEBY-PORTMANN_7T-2023_de').highcharts({ \n\n      chart: {\n        plotBackgroundColor: null,\n        plotBorderWidth: null,\n        plotShadow: false,\n        type: 'pie'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '{series.name} <b>{point.percentage:.1f}%<\/b>'\n    },\n    accessibility: {\n        point: {\n            valueSuffix: '%'\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n        pie: {\n        size: 400,\n        \n            allowPointSelect: true,\n            cursor: 'pointer',\n            dataLabels: {\n                enabled: true,\n                padding: 2,\n      style: {\n        fontSize: '10px'\n      },\n                format: '<b>{point.name}<\/b> <br>{point.y}%',\n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: '',\n        colorByPoint: true,\n        data: [{\n            name: 'Unbekannt',\n            y: 55,\n            sliced: false,\n            selected: false\n        }, {\n            name: 'Selbstanzeige',\n            y: 22\n        }, {\n            name: 'Gegenseitige Rechtshilfe',\n            y: 7\n          }, {\n            name: 'Whistleblower',\n            y: 2\n        }, {\n            name: 'Finanzermittlungsbeh\u00f6rde',\n            y: 2\n          }, {\n            name: 'Strafverfolgung',\n            y: 2\n          }, {\n            name: '\u00dcberweisung durch eine internationale Organisation',\n            y: 2\n          }, {\n            name: 'Medien',\n            y: 2\n          },  {\n            name: 'Untersuchungen anderer Straftaten',\n            y: 1\n          }, {\n            name: 'Oil-for-Food-Programm',\n            y: 1\n          }, {\n            name: 'Steuerbeh\u00f6rden',\n            y: 1\n          }, {\n            name: 'Zivilrechtliche Klage',\n            y: 1\n        }, {\n            name: 'Botschaft',\n            y: 1\n          }]\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: OECD (2017) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Erst eine einzige Selbstanzeige in der Schweiz<\/h2>\n<p>In der Schweiz sind Selbstanzeigen ebenfalls m\u00f6glich. Jedoch: Soweit bekannt, kam es im Rahmen des Schweizer Unternehmensstrafrechts, das 2003 eingef\u00fchrt wurde, erst zu einer einzigen Selbstanzeige. Es handelt sich dabei um das Unternehmen Koenig &amp; Bauer Banknote Solutions AG<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>. Der Betrieb hat sich 2015 selbst bei der Bundesanwaltschaft angezeigt<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> wegen des Verdachts mangelhafter Antikorruptionsvorkehren, die urs\u00e4chlich f\u00fcr Bestechungszahlungen an ausl\u00e4ndische Amtstr\u00e4ger gewesen sein d\u00fcrften. Im Strafbefehl wird das kooperative Verhalten des Unternehmens gew\u00fcrdigt. Dies f\u00fchrte zu einer rein symbolischen Busse von einem Schweizer Franken. Die Dauer des Verfahrens war mit eineinhalb Jahren relativ kurz. Positiv zu werten ist ferner, dass die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber den Sachverhalt erst nach dem Verfahrensabschluss informiert wurde. Dies verunm\u00f6glichte mediale Spekulationen \u00fcber m\u00f6gliche existenzielle Bedrohungen f\u00fcr das Unternehmen.<\/p>\n<p>Warum hat der Fall bis heute keine weiteren Selbstanzeigen im Schweizer Unternehmensstrafrecht ausgel\u00f6st? Eine Befragung von Strafverteidigern<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> lieferte folgende Gr\u00fcnde: generell tiefe Aufdeckungswahrscheinlichkeit und somit kaum drohende Verurteilung und Folgesch\u00e4den sowie fehlende Rechtssicherheit im Umgang mit Selbstanzeigen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Variable Bussen<\/h2>\n<p>Der erste Punkt, die geringe Gefahr der Aufdeckung, ist ein starkes Zeichen, dass im Bereich der Wirtschaftskriminalit\u00e4t andere Detektionsquellen gesch\u00fctzt und gef\u00f6rdert werden m\u00fcssen. Nur wer mit einer Aufdeckung durch Dritte rechnen muss, wird sich die Selbstanzeige ernsthaft \u00fcberlegen. In diesem Sinne empfiehlt sich der Ausbau bzw. die Schaffung des gesetzlichen Schutzes von investigativem Journalismus und von Whistleblowern. In die richtige Richtung geht eine k\u00fcrzlich vom Bundesrat in Auftrag gegebene Gesetzesvorlage, welche die Transparenz der wirtschaftlichen Berechtigung bei juristischen Personen st\u00e4rken soll.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Ein Unternehmen wird sich in der Risikoabw\u00e4gung, ob eine Selbstanzeige eingereicht werden soll, auch den m\u00f6glichen Schaden einer Aufdeckung durch Dritte \u00fcberlegen. Der Gesetzgeber hat auch hier die M\u00f6glichkeit, den Hebel anzusetzen: Die im internationalen Vergleich tiefe Maximalbusse, die heute im Unternehmensstrafrecht auf f\u00fcnf Millionen Franken begrenzt ist, k\u00f6nnte variabel formuliert werden, um auch der besonderen Wirtschaftskraft von multinationalen Unternehmen Rechnung tragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Fehlende Anreizinstrumente<\/h2>\n<p>Der zweite Grund, dass wenig Selbstanzeigen erfolgen, betrifft die drohende Verurteilung. Hier k\u00f6nnte die Strafprozessordnung ein entsprechendes Instrument \u2013 also beispielsweise einen Aufschub der Anklageerhebung (\u00abDeferred Prosecution\u00bb) \u2013 einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Um die Rechtssicherheit im Umgang mit Selbstanzeigen zu erh\u00f6hen, fordern Strafverteidiger entsprechende Richtlinien von Strafverfolgungsbeh\u00f6rden \u2013 zum Beispiel konkretere zeitliche und inhaltliche Anforderungen an die Selbstanzeige und an das Verhalten des Unternehmens nach der Tat. Den Strafbeh\u00f6rden als Exekutivorgan fehlt aber die Rechtsgrundlage dazu. Und es g\u00e4be potenziell 27 verschiedene Weisungen (26 kantonale Staatsanwaltschaften \/ Bundesanwaltschaft). Dies ist nicht w\u00fcnschenswert. Vielmehr w\u00e4ren solche Richtlinien durch einen \u00fcbergeordneten gesetzgeberischen Prozess \u2013 angestossen durch die Schweizerische Staatsanw\u00e4lte-Konferenz (SSK) \u2013 zu erlassen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Kooperation minimiert Reputationsschaden<\/h2>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist jede Bem\u00fchung eines Unternehmens, einen strafrechtlich relevanten Sachverhalt gemeinsam aufzuarbeiten, begr\u00fcssenswert. Kooperatives Verhalten beg\u00fcnstigt effizientere Verfahrensabschl\u00fcsse. Dies wird heute im Rahmen der Strafzumessung gew\u00fcrdigt. Aber es gibt auch verfahrenstechnische Vorteile f\u00fcr Unternehmen, wenn sie fr\u00fch kooperieren: Das Risiko kollateraler Sch\u00e4den (z. B. Reputationssch\u00e4den) wird minimiert, und die Busse kann gegebenenfalls stark herabgesetzt werden. Die Berechnung der Ersatzforderung, das heisst der deliktisch erlangten Verm\u00f6genswerte, bleibt davon aber unber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ist nun also eine Kooperation zwischen Unternehmen und Strafbeh\u00f6rden \u00fcberhaupt m\u00f6glich? Die Antwort lautet ja. Die Zusammenarbeit ist im Interesse beider Seiten geboten. Sie erlaubt es der Staatsanwaltschaft, hochkomplexe Wirtschaftsstrafverfahren schnell und ressourcenschonend abzuschliessen. Und das Unternehmen kann internen Verfehlungen konsequent, glaubw\u00fcrdig und ohne Reputationsschaden entgegentreten. Dass sich Unternehmen bisweilen nur zur\u00fcckhaltend f\u00fcr eine Kooperation oder gar Selbstanzeige entscheiden, offenbart aber nach Meinung der Autoren auch, dass die bestehenden Instrumente zur kooperativen Zusammenarbeit weiterentwickelt und \u2013 mit Blick auf andernorts bew\u00e4hrte L\u00f6sungsans\u00e4tze wie den Anklageaufschub (\u00abDeferred Prosecution\u00bb; \u00abConvention Judiciaire d\u2019Int\u00e9r\u00eat Public\u00bb) \u2013 erg\u00e4nzt werden sollten.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref4\" name=\"_ftn4\"><\/a><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Insbesondere der Konflikt zwischen der Pflicht der Staatsanwaltschaft, Verfahren m\u00f6glichst z\u00fcgig zu f\u00fchren (Beschleunigungsgebot), und der Verpflichtung, den Sachverhalt gesamtheitlich bzw. vollst\u00e4ndig zu untersuchen (Untersuchungsmaxime).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe OECD (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Vormals KBA-NotaSys AG.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Vgl. NZZ (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Vgl. <a href=\"https:\/\/www.weblaw.ch\/competence\/weblaw_inside\/weblaw_aktuell\/2023\/4\/neu_erschienen_aeby.html\">Aeby (2023)<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Vgl. SIF (2022).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschaftskriminalit\u00e4t findet im Verborgenen statt. Nur selten werden Spuren hinterlassen, die den Ermittlungsbeh\u00f6rden einen begr\u00fcndeten Verdacht liefern, um den Sachverhalt strafrechtlich zu untersuchen. 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(2023). <a href=\"https:\/\/www.weblaw.ch\/competence\/weblaw_inside\/weblaw_aktuell\/2023\/4\/neu_erschienen_aeby.html\">Self-Disclosures in Swiss Corporate Criminal Law<\/a>, in: Magister, Editions Weblaw, Bern.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">NZZ (2017). <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/korruptionsaffaere-schweizer-tochter-von-koenig-bauer-zahlt-millionenstrafe-ld.147640?reduced=true\">Schweizer Tochter von Koenig &amp; Bauer zahlt Millionen in der Schweiz<\/a>, 24. Februar.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">OECD (2017). <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/corruption\/the-detection-of-foreign-bribery.htm\">The Detection of Foreign Bribery.<\/a><\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">SIF (2022). <a href=\"https:\/\/www.sif.admin.ch\/sif\/de\/home\/dokumentation\/medienmitteilungen\/medienmitteilung.msg-id-90662.html\">Bundesrat will die Transparenz bei juristischen Personen erh\u00f6hen<\/a>, 12. 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