{"id":184039,"date":"2023-06-20T07:00:55","date_gmt":"2023-06-20T05:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=184039"},"modified":"2023-08-24T01:40:16","modified_gmt":"2023-08-23T23:40:16","slug":"aaa-ausbau-akzeptanz-und-abkommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/06\/aaa-ausbau-akzeptanz-und-abkommen\/","title":{"rendered":"AAA \u2013 Ausbau, Akzeptanz und Abkommen"},"content":{"rendered":"<p>Wie man es auch dreht und wendet, am Ende bleibt die Tatsache: Die Schweiz braucht mehr inl\u00e4ndisch produzierten Strom. Zu diesem Schluss kommt auch die gross angelegte Studie zur \u00abEnergiezukunft 2050\u00bb, welche der Verband Schweizerischer Elektrizit\u00e4tsunternehmen (VSE) 2022 gemeinsam mit der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt (Empa) durchgef\u00fchrt hat. Der Grund f\u00fcr den steigenden Strombedarf ist bekannt: Wir wollen, nein, wir m\u00fcssen unsere Klima- und Energieziele erreichen. Dazu m\u00fcssen wir die Energieversorgung dekarbonisieren und insbesondere bei der Mobilit\u00e4t und beim Heizen von den fossilen Energiequellen wegkommen.<\/p>\n<p>Dieser Systemumbau von fossiler zu erneuerbarer Energie ist auch ein Wechsel von zentraler zu dezentraler Energieproduktion. Die Resultate der \u00abEnergiezukunft 2050\u00bb zeigen ganz klar: Die Wende kann nur mit einem massiven Ausbau der Stromproduktion aus erneuerbaren Energien gelingen. Das ist eine gewaltige Herausforderung f\u00fcr alle: die Gesellschaft, die Wirtschaft, die Politik \u2013 und speziell f\u00fcr die Energieproduzenten und -versorger.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Niemand investiert Mittel, wenn er nicht weiss, ob es sich \u00fcberhaupt lohnt.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch welche Voraussetzungen m\u00fcssen erf\u00fcllt sein, um den n\u00f6tigen Ausbau voranzutreiben und den wachsenden Strombedarf zu decken? Aus Sicht der Branche sind hierf\u00fcr mehrere Faktoren relevant:<\/p>\n<p>Erstens m\u00fcssen neue Anlagen und Infrastrukturen wirtschaftlich betrieben werden k\u00f6nnen. Niemand investiert Mittel, wenn er nicht weiss, ob es sich \u00fcberhaupt lohnt. Daf\u00fcr brauchen die Investoren Rechts- und Investitionssicherheit. Neben dem Zubau an Produktionsanlagen braucht es ausserdem die notwendigen Netze und Netzanschl\u00fcsse \u2013 hier muss es schneller vorangehen.<\/p>\n<p>Mindestens ebenso wichtig ist zweitens die gesellschaftliche Akzeptanz f\u00fcr den Ausbau der inl\u00e4ndischen Produktion. Dazu m\u00fcssen wir die Bev\u00f6lkerung an Bord holen, ihr die Wichtigkeit dieses Generationenprojekts bewusst machen und ihr auch zeigen, dass jedem Projekt eine Interessenabw\u00e4gung punkto Schutz und Nutzen zugrunde liegt.<\/p>\n<p>Noch ein dritter Aspekt ist entscheidend f\u00fcr das Erreichen der Klima- und Energieziele: In Energiefragen muss die Schweiz wieder enger mit ihren Nachbarl\u00e4ndern und der EU zusammenarbeiten. Die Schweiz ist physikalisch in das europ\u00e4ische Netz eingebunden und tr\u00e4gt wesentlich zur Erhaltung von dessen Stabilit\u00e4t bei. Aber ein Energieabkommen mit der EU muss noch aus einem anderen Grund das Ziel der Schweiz bleiben. Denn auch wenn wir unser Energiesystem rechtzeitig umbauen k\u00f6nnen, bleibt die Schweiz im Winter ein Stromimportland und ist auf Stromlieferungen aus den Nachbarl\u00e4ndern angewiesen.<\/p>\n<p>Letztlich geht es bei der Energiewende darum, Klimaneutralit\u00e4t zu erreichen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit zu gew\u00e4hrleisten. Daf\u00fcr brauchen wir die drei A: Ausbau, Akzeptanz und Abkommen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie man es auch dreht und wendet, am Ende bleibt die Tatsache: Die Schweiz braucht mehr inl\u00e4ndisch produzierten Strom. Zu diesem Schluss kommt auch die gross angelegte Studie zur \u00abEnergiezukunft 2050\u00bb, welche der Verband Schweizerischer Elektrizit\u00e4tsunternehmen (VSE) 2022 gemeinsam mit der Eidgen\u00f6ssischen Materialpr\u00fcfungs- und Forschungsanstalt (Empa) durchgef\u00fchrt hat. 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