{"id":192029,"date":"2023-12-19T07:15:21","date_gmt":"2023-12-19T06:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=192029"},"modified":"2023-12-19T11:31:11","modified_gmt":"2023-12-19T10:31:11","slug":"weshalb-die-haushalte-den-preisanstieg-als-stark-empfinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/12\/weshalb-die-haushalte-den-preisanstieg-als-stark-empfinden\/","title":{"rendered":"Weshalb die Haushalte den Preisanstieg als stark empfinden"},"content":{"rendered":"<p>Die aktuelle Preisentwicklung und ihre Wahrnehmung durch die Konsumentinnen und Konsumenten scheinen auseinanderzuklaffen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Laut dem <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/preise\/landesindex-konsumentenpreise.html\">Landesindex der Konsumentenpreise<\/a> (LIK), der die Teuerung der Konsumg\u00fcter und -dienstleistungen in der Schweiz misst, sind die Preise seit Oktober 2022 moderat gestiegen (+1,7\u00a0Prozent im Oktober 2023). Die <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/fr\/home\/wirtschaftslage---wirtschaftspolitik\/Wirtschaftslage\/Konsumentenstimmung.html\">Umfrage zur Konsumentenstimmung<\/a><a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>, mit der das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) viertelj\u00e4hrlich die Stimmung der Konsumentinnen und Konsumenten und ihre Neigung zu gr\u00f6sseren Anschaffungen misst, zeigt ein anderes Bild: Die Befragten haben jeweils f\u00fcnf Antwortm\u00f6glichkeiten. Die Preise sind in den letzten zw\u00f6lf Monaten \u00abstark gesunken\u00bb, \u00ableicht gesunken\u00bb, \u00abetwa gleich geblieben\u00bb, \u00abetwas gestiegen\u00bb, und sie sind \u00abstark gestiegen\u00bb. 44,3 Prozent der Befragten gaben im analysierten Zeitraum an, dass die Preise \u00ableicht\u00bb gestiegen sind, w\u00e4hrend 52,8 Prozent von einem \u00abstarken\u00bb Preisanstieg ausgehen. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie diese Divergenz erkl\u00e4rt werden kann und ob gegebenenfalls weitere Indikatoren erforderlich sind.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Preiswahrnehmung und Konsumentenstimmung <\/strong><\/h2>\n<p>Um diese Frage zu beantworten, wurde der Index der Konsumentenstimmung getrennt f\u00fcr die beiden Gruppen berechnet, die eine hohe bzw. eine moderate Preissteigerung wahrgenommen haben.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Die Analyse der Umfragezahlen von Januar, April und Juli ergibt folgendes Bild: Der Index weist f\u00fcr die Haushalte, die sich mit einer hohen Preissteigerung konfrontiert sehen, niedrigere Werte (zwischen \u201345 und \u201350 Punkten) aus als f\u00fcr jene Haushalte, die die Preiserh\u00f6hung als gering einstufen (Indexwert bei \u201315 Punkten).<\/p>\n<p>Und wie hat sich der Teilindex zur pers\u00f6nlichen Finanzlage entwickelt? Bis Anfang 2022 verharrte dieser stabil bei Werten zwischen \u201315 und \u201310 Punkten und ist damit der einzige Teilindex der Konsumentenstimmung, der sich von den Corona-bedingten Ver\u00e4nderungen nicht beeindrucken liess. Ab Januar 2022, als die Preise in der Wahrnehmung der Haushalte stiegen, sanken die Werte des Teilindex zur pers\u00f6nlichen Finanzlage dann doch.<\/p>\n<p>Die Dynamik der beiden Indexe deutet darauf hin, dass seit einigen Quartalen immer mehr Menschen den Eindruck haben, dass die Preise stark steigen, was zu einer schlechteren Beurteilung der pers\u00f6nlichen Finanzlage f\u00fchrt. Das ist deshalb \u00fcberraschend, weil sich die Teuerung laut dem Index der Konsumentenpreise in den letzten Monaten verlangsamt hat.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Nahrungsmittel tragen am st\u00e4rksten zur Inflation bei<\/strong><\/h2>\n<p>Zwischen Juli 2022 und Oktober 2023 ist die LIK-Teuerungsrate von +3,4\u00a0Prozent auf +1,7\u00a0Prozent gesunken. Wie aber hat sich die Inflation in diesem Zeitraum im Einzelnen entwickelt? Um diese Frage zu beantworten, wurde der Inflationsbeitrag der verschiedenen Ausgabenposten im LIK-Warenkorb analysiert und hierzu die Steigerungsraten der einzelnen Bereiche mit ihren jeweiligen Gewichtungen im LIK multipliziert.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Im Zeitraum Juli 2022 bis Oktober 2023 hat sich der Inflationsbeitrag des Ausgabenpostens \u00abVerkehr\u00bb um 150 Punkte auf \u20135 Punkte verringert. \u00abWohnen und Energie\u00bb ist derzeit der Bereich mit dem gr\u00f6ssten Beitrag zur Zunahme des LIK (70 Punkte), w\u00e4hrend der Preisanstieg im Bereich \u00abNahrungsmittel\u00bb am ausgepr\u00e4gtesten ist (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<p>Innerhalb der Ausgabengruppe \u00abVerkehr\u00bb stieg der Benzinpreis im Juli 2022 um 30,9 Prozent, womit Benzin rund 50 Punkte zur Teuerung beitrug (im Oktober 2023 belief sich die Steigerungsrate bei diesem Ausgabenposten dann auf 0,0 Prozent und sein Inflationsbeitrag auf 0 Punkte). Weshalb hat sich der deutliche Benzinpreisanstieg nicht auf die Wahrnehmung der Jahresinflation 2022 durch die Konsumentinnen und Konsumenten ausgewirkt? Hierzu gibt es zwei Hypothesen: zum einen, dass im letzten Jahr nur die Kraftstoffpreise gestiegen sind. Und zum anderen k\u00f6nnte es sein, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher bei den Benzinpreisen keinen Vorjahresvergleich angestellt und somit den effektiven R\u00fcckgang der Kraftstoffpreise in den letzten Monaten nicht bemerkt haben. Der Preisansteig von Benzin begann bereits im Jahr 2021.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 1: Der Ausgabenposten \u00abNahrungsmittel\u00bb tr\u00e4gt am st\u00e4rksten zum Anstieg des Konsumentenpreisindex bei<\/strong><\/h2>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-194324 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2023\/12\/DV_12-23_Stephani_01_DE-1.png\" alt=\"\" width=\"1654\" height=\"1033\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2023\/12\/DV_12-23_Stephani_01_DE-1.png 1654w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2023\/12\/DV_12-23_Stephani_01_DE-1-300x187.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2023\/12\/DV_12-23_Stephani_01_DE-1-1024x640.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2023\/12\/DV_12-23_Stephani_01_DE-1-768x480.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2023\/12\/DV_12-23_Stephani_01_DE-1-1536x959.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1654px) 100vw, 1654px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach einem R\u00fcckgang zwischen Juli 2022 und Oktober 2023 tr\u00e4gt die Ausgabengruppe \u00abWohnen und Energie\u00bb aktuell am meisten zum Gesamtanstieg der Preise bei. W\u00e4hrend 2022 die fossilen Energien den gr\u00f6ssten Preissteigerungsbeitrag in dieser Gruppe erbracht haben, f\u00e4llt dieser Teil nun dem elektrischen Strom zu. Grund daf\u00fcr sind die neuen Elektrizit\u00e4tstarife, die Anfang 2023 in Kraft getreten sind. Einen weiteren wichtigen Posten innerhalb dieser Gruppe bilden die Mietpreise, die rund 20\u00a0Punkte zum Preisanstieg beitragen. Damit spielen sie eine bedeutende Rolle, ber\u00fccksichtigt man ihre Gewichtung von 14,9\u00a0Prozent im Warenkorb und ihre relativ konstante Steigerungsrate von 1,4 bis 1,6\u00a0Prozent. Die Situation scheint indes noch relativ normal zu sein: Der aktuelle Anstieg der Mietpreise zeigt \u2013 wie schon in der Vergangenheit \u2013 die Diskrepanz zwischen Nachfrage- und Angebotswachstum. Es kann aber gut sein, dass Mieterinnen und Mieter langsam den Eindruck gewinnen, dass die Mietpreissteigerungen auch die Ver\u00e4nderungen des hypothekarischen Referenzzinssatzes widerspiegeln.<\/p>\n<p>Ein genauer Blick auf den Posten \u00abNahrungsmittel\u00bb zeigt ausserdem, dass das Ausgabenwachstum in dieser Gruppe auf die gestiegenen Preise in drei relativ wichtigen Produktkategorien des allt\u00e4glichen Gebrauchs zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, namentlich in den Kategorien Gem\u00fcse, Pilze und Kartoffeln sowie Brot und K\u00e4se. Dass diese Produkte h\u00e4ufig gekauft werden, die Preissteigerungen in dieser Gruppe besonders hoch sind und zudem immer mehr Nahrungsmittelerzeugnisse betreffen, ist ein m\u00f6glicher Grund f\u00fcr die Wahrnehmung starker Preiserh\u00f6hungen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Inflation h\u00e4lt sich hartn\u00e4ckig<\/strong><\/h2>\n<p>M\u00f6glicherweise erkl\u00e4rt auch die Inflationspersistenz, weshalb der Preisanstieg den Verbraucherinnen und Verbrauchern nach wie vor Sorge bereitet. Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ver\u00f6ffentlicht diesbez\u00fcglich einen Indikator zur Inflationspersistenz<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>. Dieser Indikator evaluiert jene Bestandteile aus dem Warenkorb des Konsumentenpreisindex, deren Preise mindestens zw\u00f6lf Monate in Folge mehr als 5 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr gestiegen sind. Der Persistenzindikator erlaubt auch Prognosen f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate. Denn je h\u00f6her der Indikator ist, desto l\u00e4nger d\u00fcrfte die Inflation anhalten. Diese Vorhersagen werden von verschiedenen Mechanismen beeinflusst. Hierzu z\u00e4hlen zum einen die n\u00e4chsten Zinsentscheide der Schweizerischen Nationalbank, h\u00e4ngt doch die Entwicklung zahlreicher Preise und Kosten \u2013 wie zum Beispiel die der indexierten Preise, L\u00f6hne und Mietzinse \u2013 vom Leitzins ab. Zum anderen besteht das Risiko, dass der Privatsektor f\u00fcr die Zukunft weiter von einem hohen Preisniveau ausgeht. Der auf Grundlage der OECD-Berechnungsmethode ermittelte Indikator zur Inflationspersistenz in der Schweiz bel\u00e4uft sich f\u00fcr Oktober 2023 auf 3,8 Prozent (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<p>Die Preissteigerungsrate ist in der Schweiz generell niedriger als in anderen L\u00e4ndern. Deshalb wurde der Indikator der Inflationspersistenz unter Ber\u00fccksichtigung jener Bestandteile des Warenkorbs neu berechnet, deren Preise sechs Monate in Folge um 2\u00a0Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr gestiegen waren. Auf Grundlage dieser Parameter und der LIK-Daten vom Oktober 2023 betr\u00e4gt das Gesamtgewicht der Ausgabenposten mit relativ hohen Steigerungsraten im LIK 30,1\u00a0Prozent. Damit ist dieser Wert gegen\u00fcber dem H\u00f6chststand von 38,5\u00a0Prozent, den der Persistenzindikator im M\u00e4rz 2023 erreicht hat, wieder gesunken. Zum Vergleich: Im Zeitraum zwischen 2015 und 2020 belief sich der Persistenzindikator auf durchschnittlich 5,9\u00a0Prozent. Der Persistenzindex, der etwa 100\u00a0Ausgabenposten umfasst, liegt somit nach wie vor auf relativ hohem Niveau. Sollte die Situation \u00fcber die n\u00e4chsten Monate anhalten, k\u00f6nnte sich das Risiko einer unerwartet lang anhaltenden Inflation noch erh\u00f6hen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\"><strong>Abb. 2: Auch nach seinem H\u00f6chststand im M\u00e4rz 2023 liegt der Indikator zur Inflationspersistenz in der Schweiz noch immer auf hohem Niveau<\/strong><\/h2>\n<div class='chart chart--normal' id='STEPHANI_12-2023_Abb2_de'>\n\n<\/div>\n\n\n<script>\n\n$(function () \n{\nHighcharts.setOptions({\n    lang : {\n           months: \"Januar,Februar,M\u00e4rz,April,Mai,Juni,Juli,August,September,Oktober,November,Dezember\".split(\",\"),\n        shortMonths : [ 'Jan', 'Feb', 'M\u00e4rz', 'Apr', 'Mai', 'Jun', 'Jul',\n                'Aug', 'Sep', 'Okt', 'Nov', 'Dez' ]\n    }\n});\n\nvar chart = new\n    $('#STEPHANI_12-2023_Abb2_de').highcharts({\n\n     chart: {\n        type: 'spline'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n   \n   xAxis: {\n        type: 'datetime',\n         title: {\n            text: ''\n        }\n    },\n    yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n        labels: {\n            format: '{value}',\n           \n        },\n        title: {\n      \n            text: 'Index',\n           \n        },\n    }, ],\n   \n    plotOptions: {\n        spline: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    tooltip: {\n           \n                       valueSuffix: '',\n\n\n        },\n   \n    series: [{\n name: 'Steigerungsrate > 5 Prozent \u00fcber mindestens 12 aufeinanderfolgende Monate (OECD-Definition)',\ndata: [\n[Date.UTC(\t2021\t,\t0\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t1\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t2\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t3\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t4\t), \t0.142\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t5\t), \t0.142\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t6\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t7\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t8\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t9\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t10), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t11), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t0\t), \t0\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t1\t), \t2.879\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t2\t), \t2.879\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t3\t), \t2.879\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t4\t), \t4.623\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t5\t), \t4.623\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t6\t), \t5.186\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t7\t), \t5.186\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t8\t), \t5.987\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t9\t), \t6.239\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t10), \t6.311\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t11), \t6.785\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t0\t), \t5.955\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t1\t), \t7.072\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t2\t), \t7.412\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t3\t), \t3.564\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t4\t), \t3.442\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t5\t), \t3.487\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t6\t), \t4.764\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t7\t), \t3.976\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t8\t), \t3.782\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t9\t), \t3.842\t],\n\n\n        ],\n        showInLegend: true,\n    },\n    {\n name: 'Steigerungsrate > 2 Prozent \u00fcber mindestens 6 aufeinanderfolgende Monate',\ndata: [\n[Date.UTC(\t2021\t,\t0\t), \t4.554\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t1\t), \t5.043\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t2\t), \t4.617\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t3\t), \t1.034\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t4\t), \t1.303\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t5\t), \t3.21\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t6\t), \t2.776\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t7\t), \t5.621\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t8\t), \t8.564\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t9\t), \t8.75\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t10\t), \t8.48\t],\n[Date.UTC(\t2021\t,\t11\t), \t7.93\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t0\t), \t8.486\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t1\t), \t9.666\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t2\t), \t12.963\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t3\t), \t14.836\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t4\t), \t15.891\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t5\t), \t18.6\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t6\t), \t19.733\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t7\t), \t20.569\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t8\t), \t22.257\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t9\t), \t23.668\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t10\t), \t26.198\t],\n[Date.UTC(\t2022\t,\t11\t), \t28.087\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t0\t), \t34.065\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t1\t), \t37.057\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t2\t), \t38.532\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t3\t), \t37.837\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t4\t), \t34.715\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t5\t), \t32.417\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t6\t), \t32.753\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t7\t), \t30.492\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t8\t), \t26.695\t],\n[Date.UTC(\t2023\t,\t9\t), \t30.196\t],\n\n\n        ],\n        showInLegend: true,\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle:\u00a0 Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS), Amt f\u00fcr Statistik des Kantons Tessin (USTAT) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Preiswahrnehmung wirkt sich auf die Konsumentenstimmung aus. Analysiert man vor diesem Hintergrund die LIK-Ausgabenposten und die Entwicklung des Index zur Inflationspersistenz, zeigt sich: Es gibt objektive Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass immer mehr Menschen hohe Preissteigerungen wahrnehmen. Daher erscheint es sinnvoll, die Entwicklung des Index der Konsumentenstimmung in den n\u00e4chsten Monaten aufmerksam zu verfolgen und weitere Daten \u2013 wie etwa einen Indikator zur Inflationspersistenz in der Schweiz \u2013 hinzuzuziehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Dieser Beitrag fasst den Artikel \u00abPrezzi, la paura fa novanta\u00bb unter Verwendung aktueller Daten zusammen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Die Umfrage zur Konsumentenstimmung bildet die Grundlage f\u00fcr die Berechnung des Konsumentenstimmungsindex, der das arithmetische Mittel der folgenden vier Teilindizes darstellt: erwartete Wirtschaftsentwicklung (in den n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monaten), vergangene finanzielle Lage (in den letzten zw\u00f6lf Monaten), erwartete finanzielle Lage (in den kommenden zw\u00f6lf Monaten) und Zeitpunkt f\u00fcr gr\u00f6ssere Anschaffungen. Daneben werden bei der Umfrage Einsch\u00e4tzungen der Konsumentinnen und Konsumenten zur Preisentwicklung in den letzten zw\u00f6lf Monaten erhoben.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Stephani (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Stephani (2022).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe insbesondere das OECD-Bulletin von Juni 2023.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuelle Preisentwicklung und ihre Wahrnehmung durch die Konsumentinnen und Konsumenten scheinen auseinanderzuklaffen. 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