{"id":192766,"date":"2023-12-04T07:20:49","date_gmt":"2023-12-04T06:20:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=192766"},"modified":"2025-04-28T17:22:13","modified_gmt":"2025-04-28T15:22:13","slug":"wie-die-schweiz-vom-abbau-der-industriezoelle-profitiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/12\/wie-die-schweiz-vom-abbau-der-industriezoelle-profitiert\/","title":{"rendered":"Wie die Schweiz vom Abbau der Industriez\u00f6lle profitiert"},"content":{"rendered":"<p>Z\u00f6lle haben hierzulande eine lange Tradition<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>: Bereits zu Zeiten des R\u00f6mischen Reiches wurde in weiten Teilen der heutigen Schweiz die \u00abQuadragesima Galliarum\u00bb, die Vierzigstel-Steuer (= 2,5 Prozent) der gallischen Provinzen, erhoben. Auch sp\u00e4ter hatten die Zollertr\u00e4ge eine hohe fiskalische Bedeutung f\u00fcr Landesherren, St\u00e4dte und Kantone. Nachdem die Kompetenz, Z\u00f6lle zu erheben, im Zusammenhang mit der Gr\u00fcndung des Bundesstaates von den Kantonen auf den Bund \u00fcbergegangen war, machten die Z\u00f6lle in der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts zeitweise bis zu drei Viertel der Bundeseinnahmen aus.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Z\u00f6lle im Wandel<\/h2>\n<p>Ab den 1960er-Jahren ging die Bedeutung der Zolleinnahmen f\u00fcr den Bund nach und nach zur\u00fcck. Die Hauptgr\u00fcnde sind der Beitritt der Schweiz zum Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen Gatt (heute WTO) im Jahr 1966 und insbesondere der Abschluss von Freihandelsabkommen mit der EU 1972 sowie weiteren Partnern in den nachfolgenden Jahrzehnten. Parallel dazu stieg der Finanzierungsbeitrag durch andere Steuern. Der Zollanteil an den laufenden Bundeseinnahmen sank dadurch von fast 24 Prozent im Jahr 1961 auf rund 1,5 Prozent (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Z\u00f6lle verlieren an Bedeutung (1950\u20132027)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='Zimmermann_12-2023_Abb1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Zimmermann_12-2023_Abb1_de').highcharts({\n\n  chart: {\n        zoomType: 'xy'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    subtitle: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    xAxis: [{\n        categories: [1950,1951,1952,1953,1954,1955,1956,1957,1958,1959,1960,1961,1962,1963,1964,1965,1966,1967,1968,1969,1970,1971,1972,1973,1974,1975,1976,1977,1978,1979,1980,1981,1982,1983,1984,1985,1986,1987,1988,1989,1990,1991,1992,1993,1994,1995,1996,1997,1998,1999,2000,2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007,2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024,2025,2026,2027\t\n],\n        crosshair: true\n    }],\n    plotOptions: {\n        series: {\n            marker: {\n                enabled: false,\n                states: {\n                    hover: {\n                        enabled: false\n                    }\n                }\n            }\n        }\n    },\n    yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n         labels: {\n            format: '{value}%',\n          \n        },\n        title: {\n            text: '',\n            \n        },\n        opposite: true\n\n    }, { \/\/ Secondary yAxis\n        gridLineWidth: 0,\n        title: {\n            text: 'in Franken',\n          \n        },\n         labels: {\n                formatter: function () {\n            return Highcharts.numberFormat(this.value, 0);\n        }}\n\n    }, ],\n    tooltip: {\n        shared: false\n    },\n   \n    series: [{\n        name: 'Z\u00f6lle in Franken',\n        type: 'column',\n         yAxis: 1,\n        data: [323049000,335430000,304877000,328524000,368540000,416814000,476499000,500467000,482118000,523759000,667330000,813435000,893012000,908407000,964312000,972290000,971190000,1004098000,1037937000,1115399000,1116667000,1168975000,1311917000,1285656000,1119402000,992438000,868504000,858476000,864058000,875900000,922587000,924527000,930149000,922465000,890277000,911147000,1073900000,1052601000,1112746000,1113479000,1200677796,1221216959,1228339851,1173963099,1223313479,1197155773,1166958714,912237501,844976097,1048437951,1044287377,1024904679,1049172665,1046807148,1054211980,974058189,1027449594,1040330743,1017108007,1033402040,1079416236,1046326041,1043845066,1059339199,1068410877,1055710602,1134339485,1103133293,1102978092,1142859507,1186719704,1276965273,1221271780,1166000000,663545000,667555000,671566000,675576000\t\n\n\n],\n        tooltip: {\n            valueSuffix: ''\n        }\n    },{\n        name: 'Zollanteil Bundeseinnahmen (rechte Achse)',\n        type: 'line',\n       \n        data: [16.37,19.09,15.64,16.64,15.88,18.56,18.25,20.51,17.06,19.24,20.12,23.88,21.69,21.58,18.27,19.64,17.08,17.56,15.72,15.69,14,13.48,12.97,11.85,9.32,8.11,6.08,6.12,5.72,5.88,5.65,5.31,4.93,4.75,4.2,4.11,4.27,4.23,3.99,3.93,3.69,3.65,3.53,3.59,3.39,3.26,3.06,2.43,1.97,2.49,2.07,2.21,2.3,2.26,2.19,1.68,1.88,1.8,1.59,1.66,1.73,1.64,1.64,1.63,1.68,1.56,1.69,1.57,1.52,1.54,1.66,1.7,1.61,1.45,0.81,0.8,0.77,0.76\n],\n        tooltip: {\n            valueSuffix: '%'\n        }\n\n    }],\n    \n});\n\n\n});\n\n\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Die Werte f\u00fcr die Jahre 2023 bis 2027 entsprechen Budget und Finanzplan. Sie beinhalten ab 2024 nur noch Zolleinnahmen auf Agrarimporte.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: 1990\u20132027: <a href=\"https:\/\/www.data.finance.admin.ch\/\">Datenportal der EFV<\/a>, Datenreihen \u00ab1.1.7 Z\u00f6lle\u00bb und \u00ab1. Laufende Einnahmen\u00bb; 1950\u20131989: <a href=\"https:\/\/hsso.ch\/de\/2012\/u\/18\">Historische Statistik der Schweiz<\/a> (HSSO), Datenreihe U.18 \u00abEinnahmen des Bundes nach Sachgruppen 1950\u20131989 in Mio. CHF\u00bb \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Auch aussenwirtschaftlich hat sich der Blick auf die Z\u00f6lle ge\u00e4ndert. Als mittelgrosse, rohstoffarme Volkswirtschaft mit einer starken verarbeitenden Industrie profitierte die Schweiz besonders von der Globalisierung der Wertsch\u00f6pfungsketten. Die den Z\u00f6llen teilweise zugedachte Schutzfunktion verkehrte sich dadurch zunehmend ins Gegenteil: Sie wurden zur Belastung f\u00fcr die Unternehmen bei der Beschaffung von Vorleistungen und reduzierten dadurch ihre Wettbewerbsf\u00e4higkeit. Die Textilindustrie ist ein Lehrbuchbeispiel daf\u00fcr: Urspr\u00fcnglich durch hohe Z\u00f6lle gesch\u00fctzt, hat sie einen Strukturwandel durchlaufen, der sie zu einer spezialisierten, innovativen und global ausgerichteten Branche machte. Bereits 2015 setzte der Bund \u2013 auf Antrag der Textilindustrie \u2013 die Z\u00f6lle auf zahlreiche Vorleistungen wie Rohstoffe und Halbfabrikate in diesem Sektor aus.<\/p>\n<p>Ebenso belasten die Z\u00f6lle die Konsumenten und tragen so zur \u00abHochpreisinsel Schweiz\u00bb bei. Das geschieht auf zwei Arten: einerseits direkt durch die fiskalische Last, andererseits indem Anbieter den Schweizer Markt abschotten und die hiesige Kaufkraft absch\u00f6pfen k\u00f6nnen. Letzteres funktioniert so, dass Hersteller von Markenprodukten sogenannte Parallelimporte<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> in die Schweiz erschweren, indem sie sich weigern, die f\u00fcr eine zollbeg\u00fcnstigte Einfuhr unter einem Freihandelsabkommen (z. B. FHA Schweiz &#8211; EU) notwendigen Ursprungsnachweise auszustellen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Erste Arbeiten zu einem Abbau der Industriez\u00f6lle<\/h2>\n<p>Vor rund zehn Jahren begannen deshalb \u2013 gest\u00fctzt auf parlamentarische Vorst\u00f6sse \u2013 Arbeiten beim Bund, welche einen Abbau m\u00f6glicher Handelshemmnisse bezweckten. Das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) gab mehrere vertiefende Studien in Auftrag, die sich verschiedenen Importerleichterungen widmeten, darunter auch einem m\u00f6glichen Industriezollabbau.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<p>In der Folge schickte der Bundesrat im Dezember 2018 einen Vorschlag zum Abbau der Industriez\u00f6lle und zu einer Vereinfachung des Zolltarifs in die Vernehmlassung. Angesichts der mehrheitlich positiven Aufnahme des Vorhabens verabschiedete der Bundesrat im November 2019 die entsprechende <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/fga\/2019\/2918\/de\">Botschaft<\/a><a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> zuhanden des Parlaments. Dort wurde das Projekt zu Beginn allerdings sehr kritisch aufgenommen. Nach diversen Debatten und Zitterpartien wurde das Vorhaben schlussendlich von beiden R\u00e4ten in der Herbstsession 2021 gutgeheissen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abbau der Industriez\u00f6lle auf null<\/h2>\n<p>Die Reform hat zwei Hauptelemente: den Abbau aller Industriez\u00f6lle sowie die Vereinfachung des Zolltarifs.<\/p>\n<p>Der Zollabbau erfolgt, indem der Bund die Z\u00f6lle auf alle Industrieprodukte auf null herabsetzt.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Hierdurch kann die Wirtschaft j\u00e4hrlich rund 682 Millionen Franken brutto an Z\u00f6llen einsparen; die Nettoentlastung f\u00e4llt \u2013 nach Ber\u00fccksichtigung von R\u00fcckerstattungen \u2013 mit etwa 600 Millionen Franken etwas geringer aus (siehe Abbildung 2). Die Z\u00f6lle auf Agrarimporte, welche im Jahr 2022 Zolleinnahmen in H\u00f6he von rund 694 Millionen Franken generierten, sind hingegen vom Zollabbau ausgenommen und werden auch k\u00fcnftig der Bundeskasse zufliessen.<\/p>\n<p>Zu ber\u00fccksichtigen ist weiter, dass nur die \u00abangewandten\u00bb Z\u00f6lle auf null gesetzt werden. Die \u00abgebundenen\u00bb Z\u00f6lle bleiben unver\u00e4ndert (siehe Kasten). Indem sich der Zollabbau auf die angewandten Z\u00f6lle beschr\u00e4nkt, ist es der Schweiz v\u00f6lkerrechtlich freigestellt, k\u00fcnftig wieder Z\u00f6lle bis zum Niveau der gebundenen Z\u00f6lle einzuf\u00fchren. Dadurch bleibt auch f\u00fcr die Handelspartner der Schweiz ein Anreiz erhalten, Freihandelsbeziehungen mit ihr einzugehen. Denn nur auf diesem Wege k\u00f6nnen sie die Nullzollbehandlung v\u00f6lkerrechtlich absichern.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Verteilung der Brutto-Zolleinsparungen nach Herkunftsl\u00e4ndern der Importe<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Zimmermann_12-2023_Abb2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#Zimmermann_12-2023_Abb2_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['EU-27','China','Bangladesch','Vietnam','Indien','T\u00fcrkei','USA','Pakistan', 'Kambodscha','Vereinigtes K\u00f6nigreich','Taiwan','Indonesien','Myanmar','Japan','Thailand','Marokko','Sri Lanka','Tunesien','\u00fcbrige']\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: ''\n        }, labels: {format: '{value}%'},\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '<span style=\"color:{series.color}\">{series.name}<\/span>: <b>{point.y}% <\/b> ',\n        shared: true\n    },\n    plotOptions: {\n        \n    },\n    series: [ {\n        name: 'Anteil',\n        data: [35.45,28.06,6.26,4.53,3.37,2.93,2.76,1.93,1.74,1.48,1.45,1.23,1.12,0.81,0.78,0.75,0.61,0.53,4.2], color:\"\t#327775\", showInLegend: false,\n    }]\n});\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Zahlen berechnet auf Basis der Zolleinnahmen 2022.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Seco \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Einfacherer Zolltarif<\/h2>\n<p>Das zweite Hauptelement ist eine Vereinfachung des Schweizer Zolltarifs: K\u00fcnftig wird im Industrieg\u00fcterbereich \u2013 von wenigen Ausnahmen<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> abgesehen \u2013 auf nationale Unterteilungen verzichtet und\u00a0 die Anzahl Zolltarifnummern dadurch von 9114 auf 7511 gesenkt.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Dadurch reduzieren sich der Einreihungsaufwand und Fehlerrisiken bei den Unternehmen.<\/p>\n<p>Ebenso werden die derzeit 779 bestehenden Zollerleichterungen aufgehoben, die bei der Einfuhr von Produkten f\u00fcr einen bestimmten Verwendungszweck gew\u00e4hrt wurden. So k\u00f6nnen heute etwa Schutzmasken auf Antrag zu tieferen Zolls\u00e4tzen eingef\u00fchrt werden, wenn sie der Pandemievorsorge dienen. Mit dem Abbau aller Industriez\u00f6lle entfallen diese Sonderbehandlungen und die damit verbundene B\u00fcrokratie.<\/p>\n<p>Ausserdem sind bei der Einfuhr von Waren, die in der Schweiz verbleiben, k\u00fcnftig keine Ursprungsnachweise mehr notwendig. Denn der Zollabbau gilt f\u00fcr alle Industrieg\u00fcter ungeachtet ihrer Herkunft.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Entlastung per 1. Januar 2024<\/h2>\n<p>Im Februar 2022 hat der Bundesrat beschlossen, die Reform per 1. Januar 2024 umzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt entf\u00e4llt also die Zollbelastung auf Einfuhren von Industrieg\u00fctern in die Schweiz, und die Vereinfachungen treten in Kraft.<\/p>\n<p>Das Bundesamt f\u00fcr Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) und das Seco engagieren sich in vielf\u00e4ltigen Arbeiten zur Umsetzung dieser Reform. Hierzu werden Verordnungen und Datenbanken angepasst. Weiter will der Bund mit einem Monitoring eruieren, in welchem Umfang die eingesparten Z\u00f6lle auch an die Konsumenten weitergegeben werden. Ausserdem wird die seit mindestens 1839 bestehende Zollexpertenkommission (heute: Fachkommission f\u00fcr Zolltariffragen) per Ende 2023 aufgehoben. Ihre wenigen nach dem Industriezollabbau noch verbleibenden Aufgaben werden der Kommission f\u00fcr Wirtschaftspolitik \u00fcbertragen. Schliesslich stellen Seco und BAZG umfangreiche Informationen f\u00fcr die Unternehmen bereit \u2013 im Internet, mit Vortr\u00e4gen oder Webinaren, an denen bis November 2023 mehr als 1700 Unternehmen teilgenommen haben. Dies unterstreicht die Bedeutung, welche auch von der Wirtschaft dieser Reform beigemessen wird.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Einen ausf\u00fchrlichen Artikel des Autors zur Thematik in englischer Sprache gibt es auch hier: Zimmermann, Thomas A. (2023). A Case of Unilateral Trade Liberalisation: The Autonomous Abolition of Industrial Tariffs by Switzerland in 2024; in: <a href=\"https:\/\/siaw.unisg.ch\/de\/aussenwirtschaft\/ausgaben\/\">Aussenwirtschaft<\/a>, Vol. 73, No. 1.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Unter Parallelimporten wird der Import von im Ausland produzierten Waren (z. B. Automobilen) ausserhalb der vom Hersteller vorgesehenen Vertriebskan\u00e4le verstanden.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Aussenwirtschafts\/Freihandelsabkommen.html\">Studien<\/a> zum Thema \u00abFreihandel\u00bb auf Seco.admin.ch sowie <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/schwerpunkte\/sollen-die-importe-die-schweiz-erleichtert-werden\/\">Schwerpunkt<\/a> dazu in \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb (2018), Nr. 4.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Botschaft zur \u00c4nderung des Zolltarifgesetzes (Aufhebung der Industriez\u00f6lle) BBl 2019 8479.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Der Zollabbau betrifft \u2013 abgesehen von wenigen G\u00fctern, die als Agrarg\u00fcter gelten \u2013 s\u00e4mtliche Zolltarifnummern in den Kapiteln 25 bis 97 des auf dem sogenannten Harmonisierten System basierenden schweizerischen Zolltarifs.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Bspw. exportkontrollpflichtige G\u00fcter.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Die Zolltarifnummern basieren auf dem \u00abHarmonisierten System\u00bb, der international gebr\u00e4uchlichen Warennomenklatur, die von der Weltzollorganisation in Br\u00fcssel unterhalten wird und auch dem Schweizer Zolltarif zugrunde liegt. Darin wird jeder Warengruppe eine sechsstellige Nummer zugewiesen. National sind weitere Unterteilungen m\u00f6glich.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Z\u00f6lle haben hierzulande eine lange Tradition: Bereits zu Zeiten des R\u00f6mischen Reiches wurde in weiten Teilen der heutigen Schweiz die \u00abQuadragesima Galliarum\u00bb, die Vierzigstel-Steuer (= 2,5 Prozent) der gallischen Provinzen, erhoben. Auch sp\u00e4ter hatten die Zollertr\u00e4ge eine hohe fiskalische Bedeutung f\u00fcr Landesherren, St\u00e4dte und Kantone. 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