{"id":194169,"date":"2024-02-06T07:15:22","date_gmt":"2024-02-06T06:15:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=194169"},"modified":"2024-03-05T10:24:49","modified_gmt":"2024-03-05T09:24:49","slug":"wohnungsknappheit-in-der-schweiz-ein-ueberblick","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/02\/wohnungsknappheit-in-der-schweiz-ein-ueberblick\/","title":{"rendered":"Wohnungsknappheit in der Schweiz: Ein \u00dcberblick"},"content":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit ist das Thema der Wohnungsknappheit in den Schweizer Medien pr\u00e4sent. Im Zentrum der Diskussionen steht oft das Bev\u00f6lkerungswachstum. Dies ist aber eine vereinfachte Betrachtungsweise. Um die aktuelle Wohnungssituation zu erfassen, sind auch der R\u00fcckgang der Haushaltsgr\u00f6ssen und die gr\u00f6sser werdenden Wohnungsfl\u00e4chen zu beachten.<\/p>\n<p>Bev\u00f6lkerungswachstum, Haushaltsgr\u00f6ssen und Wohnungsfl\u00e4chen entwickeln sich dabei r\u00e4umlich unterschiedlich, was sich entsprechend auf die regionale Wohnraumversorgung auswirkt. Wo sich das Wohnungsangebot verknappt, sind die einkommensschwachen Haushalte besonders betroffen. Der vorliegende Artikel arbeitet diese Themen basierend auf statistischen Daten auf.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Entwicklung des Wohnungsmarktes<\/h2>\n<p>Die Gesamtbev\u00f6lkerung der Schweiz nahm von 2015 bis 2021 pro Jahr durchschnittlich um knapp 64\u2019000 Personen zu. Ausgehend von 2,2 Personen pro Haushalt, der mittleren Haushaltsgr\u00f6sse im Jahr 2021, entspricht dies einem zus\u00e4tzlichen Bedarf von 29\u2019000 Wohneinheiten pro Jahr. Nebst der Bev\u00f6lkerungsentwicklung trug auch die Abnahme der durchschnittlichen Haushaltsgr\u00f6sse um 0,06 Personen zu einer h\u00f6heren Wohnungsnachfrage bei. Diese unscheinbar wirkende Ver\u00e4nderung erh\u00f6hte den Wohnungsbedarf um j\u00e4hrlich 17\u2019000 Einheiten. Zwischen 2015 und 2021 liegt somit der kalkulierte zus\u00e4tzliche Bedarf bei total 46\u2019000 Wohnungen pro Jahr.<\/p>\n<p>Dem steht die tats\u00e4chliche Zunahme des Wohnungsbestandes um durchschnittlich 56\u2019000 Wohnungen pro Jahr gegen\u00fcber. Die Leerwohnungsziffer erh\u00f6hte sich dadurch bis 2021 landesweit von eher tiefen 1,18 Prozent auf 1,54 Prozent.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Ukraine-Krieg als Wendepunkt<\/h2>\n<p>Dann kam das Jahr 2022 mit einer Zunahme der Gesamtbev\u00f6lkerung um 158\u2019000 Personen, was unter anderem auf die 60\u2019000 Personen aus der Ukraine zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, die in der Schweiz vor dem Krieg in ihrer Heimat\u00a0 Schutz suchten. Mit der in der Schweiz zurzeit \u00fcblichen durchschnittlichen Haushaltsgr\u00f6sse braucht es rund 72\u2019000 Wohnungen f\u00fcr die 158\u2019000 zus\u00e4tzlichen Menschen. Der Wohnungsbestand legte im Jahr 2022 aber nur um 66\u2019000 Wohneinheiten zu. Dies trug dazu bei, dass der landesweite Leerwohnungsanteil bis im Fr\u00fchsommer 2023 auf 1,15 Prozent fiel.<\/p>\n<p>Um diese Entwicklung einzuordnen, sind zwei Aspekte zu beachten. Erstens: Auf nationaler Ebene ist die Leerwohnungsquote bis anhin nicht aussergew\u00f6hnlich. Zwischen 2001 und 2015 lag sie mehrheitlich unter 1 Prozent. Zweitens: Aufgrund der Regionalit\u00e4t des Wohnungsmarktes ist die landesweite Leerwohnungsquote nur beschr\u00e4nkt aussagekr\u00e4ftig.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wohnungsknappheit in st\u00e4dtischen R\u00e4umen<\/h2>\n<p>Denn nicht in allen Landesteilen trug die im Vergleich zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung \u00fcberproportionale Wohnbaut\u00e4tigkeit der Jahre 2015 bis 2021 zu einer Entlastung auf dem Wohnungsmarkt bei. Hierf\u00fcr entwickelten sich der Bev\u00f6lkerungs- und der Wohnungsbestand r\u00e4umlich zu unterschiedlich. Stark vereinfacht: Je l\u00e4ndlicher die Gemeinden, umso mehr klaffte die Entwicklung der Bev\u00f6lkerungs- und der Wohnungszahl auseinander (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<p>Bei den st\u00e4dtischen Gemeinden liegen die Kurven der relativen Bev\u00f6lkerungs- und Wohnungsentwicklung am n\u00e4chsten beieinander. Innerhalb dieser Gemeindegruppe zeigen sich wiederum grosse Unterschiede. In den Kernst\u00e4dten der grossen Agglomerationen hat die Bev\u00f6lkerungszahl seit 2010 prozentual st\u00e4rker zugenommen als die Wohnungszahl. Besonders auff\u00e4llig sind dabei die St\u00e4dte Z\u00fcrich und Genf.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Bev\u00f6lkerungs- und Wohnungsentwicklung klaffen in l\u00e4ndlichen Gemeinden stark auseinander (2010\u20132022)<\/h2>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-194638 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_01_DE-1.png\" alt=\"\" width=\"1735\" height=\"880\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_01_DE-1.png 1735w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_01_DE-1-300x152.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_01_DE-1-1024x519.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_01_DE-1-768x390.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_01_DE-1-1536x779.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1735px) 100vw, 1735px\" \/><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: Geb\u00e4ude- und Wohnstatistik (GWS) \/ Statistik der Bev\u00f6lkerung und der Haushalte (Statpop) \/ Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Kaum leere Wohnungen in Z\u00fcrich und Genf<\/h2>\n<p>In der Stadt Z\u00fcrich ist die Wohnungsknappheit ein Dauerzustand. Seit der Jahrtausendwende kam die Leerwohnungsziffer nie \u00fcber 0,22 Prozent hinaus. Anfang Juni 2023 lag sie bei 0,06 Prozent. Dabei verzeichnet die Stadt Z\u00fcrich seit 2010 eine beachtliche Wohnbaut\u00e4tigkeit. Bis 2022 wuchs der Wohnungsbestand um 25\u2019000 Wohnungen respektiv um 12 Prozent an. Die Bev\u00f6lkerungszahl nahm aber um 15 Prozent zu. In den umliegenden Gemeinden zeigt sich die Wohnsituation teilweise entspannter: Wallisellen hat einen Leerwohnungsanteil von 3,5 Prozent, D\u00fcbendorf von 1,1 Prozent. In Uster oder Wetzikon, von wo die Stadt Z\u00fcrich mit der Bahn in 20 Minuten erreichbar ist, liegt der Leerwohnungsanteil ebenfalls bei \u00fcber 1 Prozent.<\/p>\n<p>In der Stadt Genf ist die Lage mit einem Leerwohnungsanteil von 0,47 Prozent weniger angespannt als in Z\u00fcrich, daf\u00fcr tragen hier die umliegenden Gemeinden weniger zur Entlastung der Wohnungssituation bei. Alle 45 Genfer Gemeinden weisen eine Leerwohnungsquote von unter 1 Prozent auf, und in der nahe gelegenen Waadtl\u00e4nder Stadt Nyon ist die Leerwohnungsziffer mit 0,31 Prozent tiefer als in der Stadt Genf.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Immer kleinere Haushalte<\/h2>\n<p>Ein wichtiger Treiber f\u00fcr die Wohnungsknappheit ist die Haushaltsgr\u00f6sse. Bereits w\u00e4hrend des gesamten 20. Jahrhunderts ist diese r\u00fcckl\u00e4ufig.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Dieser Trend hielt auch zwischen 2015 und 2021 an. Die durchschnittliche Personenzahl pro Haushalt ging in der Schweiz von 2,26 auf 2,20 Personen zur\u00fcck, eine Entwicklung, die insbesondere auf die Zunahme der Einpersonenhaushalte zur\u00fcckzuf\u00fchren ist (siehe Abbildung 2). Dieser Haushaltstyp nahm anteilsm\u00e4ssig in allen Gemeindekategorien zu. In den St\u00e4dten Z\u00fcrich und Genf hingegen verblieb die durchschnittliche Haushaltsgr\u00f6sse bei rund 2 Personen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Einpersonenhaushalte nahmen im Zeitraum von 2015 bis 2021 schweizweit zu<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-194833 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_02_DE-2.png\" alt=\"\" width=\"1723\" height=\"1134\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_02_DE-2.png 1723w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_02_DE-2-300x197.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_02_DE-2-1024x674.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_02_DE-2-768x505.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/02\/DV_01-24_Willimann_02_DE-2-1536x1011.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 1723px) 100vw, 1723px\" \/><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: Geb\u00e4ude- und Wohnstatistik (GWS) \/ Statistik der Bev\u00f6lkerung und der Haushalte (Statpop) \/ Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Gr\u00f6sser werdende Wohnungen<\/h2>\n<p>Die Gr\u00f6sse der Wohnungsfl\u00e4chen ist ein weiterer Faktor, der die Wohnungsknappheit beeinflusst. Gr\u00f6sser werdende Wohnungen f\u00fchren dazu, dass pro Nutzfl\u00e4che weniger Wohneinheiten entstehen. Im Jahr 2015 war in der Schweiz eine Dreizimmerwohnung im Durchschnitt 79,6 Quadratmeter gross. Innerhalb von sechs Jahre nahm dieser Wert um einen Quadratmeter zu.<\/p>\n<p>In \u00e4hnlicher Weise nahmen die Fl\u00e4chen von Wohnungen mit vier und mehr Zimmern zu. Ohne diese Fl\u00e4chenzunahme h\u00e4tten landesweit auf derselben Nutzfl\u00e4che in den sechs Jahren rund 40\u2019000 zus\u00e4tzliche Wohneinheiten entstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wohnungsnot f\u00fcr finanzschwache Haushalte<\/h2>\n<p>Mit den Wohnungsfl\u00e4chen steigen auch die Wohnkosten. Dies wird zunehmend ein Problem f\u00fcr einkommensschw\u00e4chere Haushalte. Preisg\u00fcnstiger Wohnraum ist oft in Mehrfamilienh\u00e4usern mit Baujahr 1946 bis 1970 zu finden. Aufgrund des Geb\u00e4udealters ist in diesen Liegenschaften vermehrt mit umfassenden Renovationen oder mit Ersatzneubauten zu rechnen.<\/p>\n<p>Die problematische Seite einer solchen Entwicklung zeigt die Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS). Bei Haushalten im untersten Einkommensf\u00fcnftel nimmt der Wohnkostenanteil am Einkommen seit dem Jahr 2000 erheblich zu. In der Erhebungsperiode 2015\/17 machten die Wohnkosten gut ein Drittel des Einkommens aus, 6 Prozentpunkte mehr als 15 Jahre zuvor. Beim n\u00e4chsth\u00f6heren Einkommensf\u00fcnftel waren es nur knapp \u00fcber 20 Prozent, leicht tiefer als zu Beginn des Jahrhunderts. Diese Zahlen zeigen, dass f\u00fcr Haushalte im tiefen Einkommensbereich vermehrt bezahlbarer Wohnraum geschaffen und abgesichert werden muss.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Alte Wohnungen kleiner und g\u00fcnstiger<\/h2>\n<p>In der Schweiz gibt es rund 900\u2019000 Wohnungen in Mehrfamilienh\u00e4usern mit Baujahr zwischen 1946 und 1970. Dies entspricht 20 Prozent des Wohnungsbestandes. Diese Wohnungen sind nicht nur wegen ihres alten Ausbaustandards preisg\u00fcnstig, sondern oft auch wegen ihrer Kleinfl\u00e4chigkeit. Die H\u00e4lfte dieser Wohnungen hat maximal eine Wohnfl\u00e4che von 76 Quadratmetern.<\/p>\n<p>Wenn preisg\u00fcnstiger Wohnraum aus der Bauzeit 1946 bis 1970 durch Renovation oder Ersatzneubauten verloren geht, darf nicht davon ausgegangen werden, dass bei den n\u00e4chstj\u00fcngeren Bauperioden mit dem Alterungsprozess \u00e4hnlich g\u00fcnstiger Wohnraum entstehen wird. Hierf\u00fcr sind die Wohnungen zu grossfl\u00e4chig. Die H\u00e4lfte der Wohneinheiten aus den 1970er-Jahren verf\u00fcgt \u00fcber eine Wohnfl\u00e4che von mindestens 90 Quadratmetern, bei jenen aus den 1980er-Jahren sind es mindestens 101 Quadratmeter.<\/p>\n<p>Ein besonderes Augenmerk in Bezug auf die Erhaltung von preisg\u00fcnstigem Wohnraum ist dabei auf die grossen Agglomerationen zu richten. Mit 31 Prozent leben hier anteilsm\u00e4ssig am meisten Haushalte in Wohnungen aus der Bauzeit 1946 bis 1970. Die aktuelle Wohnungsknappheit kann dazu beitragen, dass die Erneuerung dieser Liegenschaften verst\u00e4rkt vorangetrieben wird. Die energetische Sanierung beschleunigt diesen Umbau zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Gefahr einer vermehrten Armut<\/h2>\n<p>Der statistische Blick zeigt, dass Wohnungsknappheit haupts\u00e4chlich in und um die St\u00e4dte Z\u00fcrich und Genf herrscht. Er zeigt aber auch, dass sich die Problematik des bezahlbaren Wohnraums f\u00fcr einkommensschwache Haushalte versch\u00e4rft hat und es Anzeichen daf\u00fcr gibt, dass sich diese Entwicklung weiter fortsetzt.<\/p>\n<p>Ohne entsprechende Massnahmen droht insbesondere St\u00e4dten eine weiter gehende sozio\u00f6konomische Entmischung, das heisst eine Verdr\u00e4ngung des finanzschw\u00e4cheren Bev\u00f6lkerungssegments vom Zentrum in die Agglomerationsgemeinden. Noch gravierender w\u00e4re, wenn bei den Haushalten im unteren Einkommensbereich mit den steigenden Wohnkosten das Armutsrisiko signifikant zunehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Willimann, I. (2023). Von der Grossfamilie zum Einpersonenhaushalt. Die Volkswirtschaft.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit ist das Thema der Wohnungsknappheit in den Schweizer Medien pr\u00e4sent. Im Zentrum der Diskussionen steht oft das Bev\u00f6lkerungswachstum. Dies ist aber eine vereinfachte Betrachtungsweise. Um die aktuelle Wohnungssituation zu erfassen, sind auch der R\u00fcckgang der Haushaltsgr\u00f6ssen und die gr\u00f6sser werdenden Wohnungsfl\u00e4chen zu beachten. 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