{"id":194797,"date":"2024-02-22T07:00:56","date_gmt":"2024-02-22T06:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=194797"},"modified":"2024-02-22T10:55:48","modified_gmt":"2024-02-22T09:55:48","slug":"energieeffizienz-die-schweiz-ist-europameisterin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/02\/energieeffizienz-die-schweiz-ist-europameisterin\/","title":{"rendered":"Energieeffizienz: Die Schweiz ist Europameisterin"},"content":{"rendered":"<p>Die Senkung der Energieintensit\u00e4t ist einer der wesentlichen Bausteine zur klimaneutralen Transformation und zur Erreichung der internationalen Klimaziele. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben zudem die wirtschaftlichen Belastungen durch die Energiepreise dazu gef\u00fchrt, dass das Thema Energieeffizienz in der Politik zus\u00e4tzlich an Bedeutung gewonnen hat.<\/p>\n<p>Die Schweiz weist im europ\u00e4ischen Vergleich die niedrigste Energieintensit\u00e4t auf. Dies bedeutet, dass die Schweizer Wirtschaft insgesamt weniger Energie braucht, um eine Einheit Bruttowertsch\u00f6pfung zu produzieren. Auch im Vergleich zu Staaten mit einer \u00e4hnlichen Wirtschaftskraft pro Kopf, wie Deutschland oder Frankreich, produziert die Schweiz mit deutlich weniger Energie. Die Energienachfrage sank in der Schweiz zwischen 2010 und 2019 durchschnittlich um 0,5\u00a0Prozent pro Jahr. Gleichzeitig wuchs das Bruttoinlandprodukt durchschnittlich um 2,4\u00a0Prozent. Das zeigt: Das Wirtschaftswachstum hat sich vom Energieverbrauch entkoppelt, und die Schweizer Energieintensit\u00e4t ist zwischen 2010 und 2019 um 15 Prozent gesunken.<\/p>\n<p>Doch warum hat die Schweiz eine deutlich niedrigere Energieintensit\u00e4t als ihre europ\u00e4ischen Nachbarn? Und wie konnte die Schweiz die Energieintensit\u00e4t in den letzten Jahren weiter senken? Im Rahmen der Ressortforschung (siehe Kasten) des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) ist das Berliner Beratungsunternehmen DIW Econ diesen Fragen nachgegangen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Verbesserung in allen Sektoren<\/h2>\n<p>Um die tiefere Energieintensit\u00e4t der Schweiz im Vergleich zu ihren Nachbarl\u00e4ndern zu erkl\u00e4ren, gibt es zwei M\u00f6glichkeiten. Ein Grund k\u00f6nnte der Struktureffekt sein. Dies w\u00e4re der Fall, wenn die Schweiz aufgrund ihrer Wirtschaftsstruktur verst\u00e4rkt in Sektoren produziert, die grunds\u00e4tzlich weniger energieintensiv sind, wie etwa der Dienstleistungssektor. Der andere Erkl\u00e4rungsansatz ist der Intensit\u00e4tseffekt. Dabei w\u00fcrde die Schweiz innerhalb eines Sektors also tats\u00e4chlich energieeffizienter produzieren als andere europ\u00e4ische L\u00e4nder. Mithilfe einer Zerlegungsanalyse haben wir untersucht, wie stark Struktur- und Intensit\u00e4tseffekte die niedrigere Schweizer Energieintensit\u00e4t auf Sektor- und Branchenebene erkl\u00e4ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Analyse auf Sektorebene zeigt: Die tiefe Energieintensit\u00e4t in der Schweiz kann nicht prim\u00e4r auf den Struktureffekt zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. So sind beispielsweise die Anteile der verschiedenen Sektoren am Bruttoinlandprodukt in der Schweiz und Deutschland sehr \u00e4hnlich \u2013 und trotzdem produziert die Schweiz mit weniger Energie. Im Vergleich mit Frankreich produziert die Schweiz zwar vermehrt in eher energieintensiveren Sektoren, sie tut dies aber insgesamt mit weniger Energie. Die niedrigere Energieintensit\u00e4t in der Schweiz ist somit prim\u00e4r mit dem Intensit\u00e4tseffekt zu erkl\u00e4ren, der besagt, dass die Schweiz innerhalb der Sektoren weniger energieintensiv produziert als Deutschland und Frankreich. Diesen Befund best\u00e4tigt auch der Vergleich mit den EU-Staaten: In allen Sektoren weist die Schweiz eine geringere Energieintensit\u00e4t auf (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Die Schweiz produziert in allen Sektoren energieeffizienter als die EU (2019)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='GORGELS-POLUGODINA-WAIGHTS_2-2024_ABB1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#GORGELS-POLUGODINA-WAIGHTS_2-2024_ABB1_de').highcharts({\n\n chart: {\n                type: 'column'\n            },\n    \n            title: {\n                text: ''\n            },\n    \n            xAxis: {\n                categories: ['Prim\u00e4r (Landwirtschaft)','Sekund\u00e4r (Industrie, Versorgung, Bau)','Terti\u00e4r (Dienstleistungen)'], \n                 \n         \n                     labels: {\n         \n          style: {\n          \n            fontSize: '12px',\n            fontFamily: 'Helvetica'\n          }\n        }\n                     \n          },\n    \n            yAxis: {\n                allowDecimals: false,\n                title: {\n                    text: 'Energieintensit\u00e4t (Energieverbrauch\/Wertsch\u00f6pfung) in Terajoule\/Million Euro'\n                },\nlabels: {format: '{value}',\n},\n                stackLabels: {\n                    enabled: true,\n                    formatter: function() {\n                        return  this.stack;\n                    }\n                }\n            },\n    \n            tooltip: {\n                formatter: function() {\n                    return '<b>'+ this.x +'<\/b><br\/>'+\n                        this.series.name +': '+ this.y +' <br\/>';\n\n                }\n            },\n    \n            plotOptions: {\n                column: {\n                    stacking: ''\n                },\n                 series: {\n            dataLabels: {\n                enabled: true\n            }\n        }\n            },\n    \n            series: [ {\n                name: 'Schweiz',\n        data: [16.07,4.27,0.61],\n                stack: '2019', \n               \n                 color:\"#9c92bf\"\n                \n                \n            }, {\n                name: 'EU-Mittelwert',\n                data: [28.54,30.88,2.53],\n                stack: '2020',\n                                color:\"#655c99\"\n                \n                \n            }, \n            \n            ]\n             });\n\n});\n\n\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: DIW Econ basierend auf Daten von Eurostat \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Branchenanalyse: Pharma als Vorreiter<\/h2>\n<p>Der deutlichste Unterschied bei der Energieintensit\u00e4t im Vergleich zu den anderen europ\u00e4ischen Staaten zeigt sich im Sekund\u00e4rsektor<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> und dort insbesondere im verarbeitenden Gewerbe. Im Vergleich zum verarbeitenden Gewerbe in der Schweiz braucht man in Frankreich rund drei Mal so viel Energie, um dieselbe Bruttowertsch\u00f6pfung zu erwirtschaften. In Deutschland braucht es rund doppelt so viel Energie.<\/p>\n<p>Die Zerlegungsanalyse auf Branchenebene zeigt nun, dass hier tats\u00e4chlich auch ein Struktureffekt zum Tragen kommt. Denn die Schweiz produziert verst\u00e4rkt in Industriebranchen, die grunds\u00e4tzlich weniger energieintensiv sind, wie etwa in Pharma oder Elektronik und Optik. Dennoch ist der Intensit\u00e4tseffekt deutlich st\u00e4rker, da die Branchen in der Schweiz energieeffizienter produzieren. Inwiefern dieser Intensit\u00e4tseffekt wiederum durch gewisse strukturelle Effekte innerhalb der Branchen \u2013 etwa eine Spezialisierung hin zu weniger energieintensiven T\u00e4tigkeiten oder eine Auslagerung energieintensiver Bereiche ins Ausland \u2013 erkl\u00e4rt werden kann, kann aufgrund der Datenlage nicht quantifiziert werden.<\/p>\n<p>Allerdings wird der dominierende Intensit\u00e4tseffekt auch durch unsere Analyse \u00fcber die Zeit best\u00e4tigt: Zwischen 2010 und 2019 ist die Energieintensit\u00e4t im verarbeitenden Gewerbe in der Schweiz mit \u201335 Prozent besonders stark gesunken. Zwar wirkte auch hier die Verschiebung der Branchenstruktur, der Intensit\u00e4tseffekt \u00fcberwiegt jedoch.<\/p>\n<p>So wurde der Struktureffekt insbesondere durch die wachsende Pharmabranche angetrieben, deren Energieintensit\u00e4t vergleichsweise gering ist und deren Anteil an der Bruttowertsch\u00f6pfung des Schweizer Industriesektors zwischen 2010 und 2019 von 15 auf 31 Prozent angestiegen ist. Zum Vergleich: Im EU-Durchschnitt ist der Anteil der Pharmabranche im gleichen Zeitraum lediglich von 4 auf 5 Prozent gestiegen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Der Intensit\u00e4tseffekt erstreckt sich hingegen \u00fcber 15 von 18 Branchen des verarbeitenden Gewerbes und spielte gerade auch in der Pharmabranche eine besonders wichtige Rolle (siehe Abbildung 2). So ist die Energieintensit\u00e4t in der Pharmabranche mit einem R\u00fcckgang von 71 Prozent am st\u00e4rksten gesunken.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Fast alle Schweizer Industriebranchen sind energieeffizienter geworden (2010\u20132019)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='GORGELS-POLUGODINA-WAIGHTS_2-2024_ABB2_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#GORGELS-POLUGODINA-WAIGHTS_2-2024_ABB2_DE').highcharts({\n\n  chart: {\n                type: 'column'\n            },\n    \n            title: {\n                text: ''\n            },\n    \n            xAxis: {\n                categories: ['Lebensmittel','Textil, Leder','Holz','Papier','Druckerzeugnisse','Raffinerien, Chemie','Pharmazeutika','Kunststoffe','Mineralprodukte','Metallerzeugung','Metallerzeugnisse','Elektronik, Optik','Elektrische Ausr\u00fcstung','Maschinen','Kraftfahrzeuge','Transportmittel','M\u00f6bel, Sonstiges','Reparatur, Installation'\n], \n                 \n         \n                     labels: {\n         \n          style: {\n          \n            fontSize: '12px',\n            fontFamily: 'Helvetica'\n          }\n        }\n                     \n          },\n    \n            yAxis: {\n                allowDecimals: false,\n                title: {\n                    text: 'Ver\u00e4nderung 2010\u20132019'\n                },\nlabels: {format: '{value}%',\n},\n                stackLabels: {\n                    enabled: true,\n                    formatter: function() {\n                        return  this.stack;\n                    }\n                }\n            },\n    \n            tooltip: {\n                formatter: function() {\n                    return '<b>'+ this.x +'<\/b><br\/>'+\n                        this.series.name +': '+ this.y +'%<br\/>';\n\n                }\n            },\n    \n            plotOptions: {\n                column: {\n                    stacking: ''\n                },\n                 series: {\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n            },\n    \n            series: [ {\n                name: 'Energieintensit\u00e4t',\n        data: [-9.19,-19.12,-10.51,-16.93,-35.08,-40.96,-71.5,-13.84,3.78,16.02,-3.91,-9.21,-31.19,-18.48,14.73,-8.35,-39.63,-16.69\n\n],\n                stack: '2019', \n               \n                 color:\"#4b8684\"\n                \n                \n            }, {\n                name: 'Bruttowertsch\u00f6pfung',\n                data: [4.9,-15.06,-1.83,-25,-17.13,51.16,175.85,-2.34,-24.35,-12.38,2.05,19.39,-13.93,-4.91,-19.48,22.84,32.19,0.99\n\n],\n                stack: '2020',\n                                color:\"#999999\"\n                \n                \n            }, \n            {\n                name: 'Energieverbrauch',\n        data: [-4.75,-31.3,-12.14,-37.7,-46.2,-10.75,-21.38,-15.86,-21.49,1.66,-1.93,8.4,-40.77,-22.49,-7.62,12.58,-20.2,-15.87\n],\n                stack: '2021', \n               \n                 color:\"#766ca4\"\n                \n                \n            }, \n            \n            ]\n             });\n\n});\n\n\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: DIW Econ basierend auf Daten von Eurostat \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Strenge Klimapolitik reduziert Energieintensit\u00e4t<\/h2>\n<p>In unserer Studie haben wir auch die spezifischen Einflussfaktoren der niedrigen Schweizer Energieintensit\u00e4t im L\u00e4ndervergleich untersucht. Dabei zeigt sich, dass steigende Energiepreise (Dieselpreise) sowie ein h\u00f6herer W\u00e4rmeanteil am Energieverbrauch der Unternehmen die Energieintensit\u00e4t verbessern. Dieser Effekt ist statistisch signifikant. Der Grund: H\u00f6here Energiepreise schaffen zus\u00e4tzliche Anreize f\u00fcr Unternehmen, Energie einzusparen. Die Nutzung sekund\u00e4rer Energietr\u00e4ger wie W\u00e4rme verlagert die Umwandlungsverluste in der Verbrennung fossiler Brennstoffe via Fernw\u00e4rmesysteme in den Sektor der Strom- und W\u00e4rmeerzeugung, wo diese durch Skaleneffekte und effizientere Prozesse wie Kraft-W\u00e4rme-Kopplung oder den Einsatz erneuerbarer Energien weiter reduziert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Von besonderem Interesse ist der Effekt der klima- und umweltpolitischen Massnahmen, der mithilfe des \u00abEconomic Policy Stringency (EPS) Index\u00bb der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) gemessen wird.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Im europ\u00e4ischen Vergleich ist die Schweizer Umweltpolitik bereits 2010 etwas strenger als der europ\u00e4ische Durchschnitt (Schweiz EPS: 3,33; EU-Durchschnitt EPS: 3,11). Auch die Versch\u00e4rfungen (z. B. die Erh\u00f6hung der CO<sub>2<\/sub>-Steuer) zwischen 2010 und 2019 fallen in der Schweiz st\u00e4rker aus als im europ\u00e4ischen Durchschnitt.<\/p>\n<p>Wir stellen einen statistisch signifikanten Effekt fest, der besagt, dass mit zunehmenden Massnahmen die Energieeffizienz verbessert wird. Allerdings unterscheidet sich der Effekt der Klimapolitik je nach Branche. So senkt in energieintensiven Branchen eine Steigerung des EPS um einen Indexpunkt die Energieintensit\u00e4t um 12 bis 15 Prozent (signifikant auf 10-Prozent-Signifikanzniveau). In weniger energieintensiven Branchen zeigt sich hingegen kein signifikanter Effekt. Zum Vergleich: Ein Anstieg des EPS um einen Indexpunkt entspricht ungef\u00e4hr den klimapolitischen Interventionen der Schweiz zwischen 2010 und 2019.<\/p>\n<p>Diese Resultate zeigen, dass eine striktere Klimapolitik entscheidend zur Einsparung von Energie und zur Senkung der Energieintensit\u00e4t beitragen kann. Die niedrige Schweizer Energieintensit\u00e4t leistet dabei einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen und zur nachhaltigen Transformation der Schweizer Wirtschaft, aber auch zu deren Resilienz in Zeiten hoher Energiepreise.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die vollst\u00e4ndige <a href=\"http:\/\/www.seco.admin.ch\/energieintensitaet\">Studie<\/a> finden Sie auf Seco.admin.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Der Sekund\u00e4rsektor umfasst neben dem verarbeitenden Gewerbe noch den Bergbau, den Bau und die Energie- und Wasserversorgung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Aufgrund fehlender Daten sind Irland, Litauen, Luxemburg, Malta und Schweden nicht im EU-Durchschnitt enthalten.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Diese Studie unterscheidet nicht, ob die Energie fossilfrei erzeugt wurde, aber die klimapolitischen Massnahmen k\u00f6nnen trotzdem einen Einfluss auf die Energieintensit\u00e4t haben. Sie sind zwar auf Treibhausgasemissionen ausgerichtet, es sind jedoch oft die Treibhausgas-intensiven Energietr\u00e4ger wie Kohle oder Heiz\u00f6l, die am wenigsten effizient sind. Die st\u00e4rkere Nutzung erneuerbarer Quellen und sekund\u00e4rer Energietr\u00e4ger, die durch klimapolitische Massnahmen gef\u00f6rdert wird, kann daher die Energieintensit\u00e4t reduzieren, wie das Beispiel von Fernw\u00e4rme oben zeigt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Senkung der Energieintensit\u00e4t ist einer der wesentlichen Bausteine zur klimaneutralen Transformation und zur Erreichung der internationalen Klimaziele. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine haben zudem die wirtschaftlichen Belastungen durch die Energiepreise dazu gef\u00fchrt, dass das Thema Energieeffizienz in der Politik zus\u00e4tzlich an Bedeutung gewonnen hat. 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