{"id":195041,"date":"2024-03-25T07:00:44","date_gmt":"2024-03-25T06:00:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=195041"},"modified":"2024-03-26T16:19:15","modified_gmt":"2024-03-26T15:19:15","slug":"seniorenbetreuung-die-unterstuetzung-durch-angehoerige-ist-wichtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/03\/seniorenbetreuung-die-unterstuetzung-durch-angehoerige-ist-wichtig\/","title":{"rendered":"Seniorenbetreuung: Die Unterst\u00fctzung durch Angeh\u00f6rige ist wichtig"},"content":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerung wird immer \u00e4lter. Dieses weltweite Ph\u00e4nomen macht auch vor der Schweiz nicht halt. Gem\u00e4ss den Prognosen des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) d\u00fcrfte der Anteil der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen in der Schweiz ansteigen und von 19 Prozent im Jahr 2020 auf 26 Prozent im Jahr 2050 klettern. Der Anteil der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen k\u00f6nnte sich bis dahin sogar verdoppeln und 2050 mehr als eine Million Menschen betragen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Trotz Fortschritten im Gesundheitswesen steigen mit zunehmendem Alter die H\u00e4ufigkeit chronischer Krankheiten (wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes) und der Autonomieverlust. In der Schweiz kann jede sechste Person \u00fcber 65 nicht mehr autonom Alltagst\u00e4tigkeiten wie Kochen und andere Haushaltsarbeiten ausf\u00fchren oder \u00f6ffentliche Verkehrsmittel ben\u00fctzen. Bei den \u00fcber 80-J\u00e4hrigen betr\u00e4gt dieser Anteil sogar 32 Prozent<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>, und in den kommenden Jahren d\u00fcrfte der Betreuungsbedarf f\u00fcr \u00e4ltere Menschen noch weiter steigen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Mangel an Gesundheitsfachkr\u00e4ften erwartet<\/h2>\n<p>Parallel zu dieser Entwicklung wird sich wahrscheinlich auch der Mangel an Gesundheitsfachkr\u00e4ften verst\u00e4rken. Gem\u00e4ss dem Schweizerischen Gesundheitsobservatorium<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> d\u00fcrfte der Nachwuchs an Gesundheitspersonal im Jahr 2029 nur 67 Prozent des erwarteten Bedarfs und 80 Prozent des Bedarfs an anderen Pflege- und Betreuungsberufen abdecken. Diese Prognosen ber\u00fccksichtigen sowohl die Bedarfsentwicklung bei der Gesundheitsversorgung als auch den Ersatzbedarf beim Personal (aufgrund von Ausbildungswegen, aber auch von Pensionierungen). Gem\u00e4ss Prognosen fehlen 2029 in der Schweiz 14\u2019500 Pflegefachkr\u00e4fte sowie 5500 Pflegeassistierende und Fachleute Gesundheit.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Pflegende Angeh\u00f6rige sind zentral<\/h2>\n<p>Mehrere Kantone haben deshalb Massnahmen entwickelt. Ihr Ziel ist es, den Verbleib \u00e4lterer Menschen in ihrem Zuhause zu unterst\u00fctzen. Damit wollen sie den Herausforderungen des Alterns nachkommen sowie dem Wunsch vieler Senioren, m\u00f6glichst lange in den eigenen vier W\u00e4nden zu leben. Die Unterst\u00fctzung der pflegenden Angeh\u00f6rigen erfolgt zwar weiterhin informell, da sie keiner offiziellen Reglementierung durch die Beh\u00f6rden unterliegen. Dennoch hat der Kanton Genf ein Massnahmenpaket zu ihren Gunsten entwickelt, das sie als \u00abunverzichtbare Akteure\u00bb beim Verbleib \u00e4lterer Menschen in der eigenen Wohnung anerkennt.<\/p>\n<p>Die Massnahmen umfassen die Einrichtung von Anlaufstellen f\u00fcr den Austausch und den Dialog, Ausbildungskurse sowie Entlastungsangebote f\u00fcr zu Hause.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Um die Relevanz und den Umfang dieser Angebote zu bewerten, hat der Genfer Rechnungshof die Rolle der pflegenden Angeh\u00f6rigen untersucht und die finanzielle Bedeutung ihrer Unterst\u00fctzung ermittelt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Vielf\u00e4ltige Unterst\u00fctzungsleistungen<\/h2>\n<p>Gem\u00e4ss der Untersuchung des Genfer Rechnungshofs und den Daten der Schweizerischen Gesundheitsbefragung<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> unterst\u00fctzen mehr als 27\u2019000 in Genf ans\u00e4ssige Personen einen \u00fcber 65-j\u00e4hrigen Angeh\u00f6rigen. Von Unterst\u00fctzungsleistungen ihrer Angeh\u00f6rigen profitieren in erster Linie \u00e4ltere Verwandte (46% der F\u00e4lle). Danach folgen Ehegatten (20%), Kinder oder Enkel (10%) und seltener auch befreundete Personen (9%).<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung ist vielf\u00e4ltig. Sie reicht von emotionalem Support \u00fcber Hilfe beim Einkaufen, im Haushalt oder bei administrativen Aufgaben (z. B. Ausf\u00fcllen von Formularen, finanzielle oder juristische Beratung) bis hin zur Unterst\u00fctzung bei der Einnahme von Medikamenten (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<p>Die Angeh\u00f6rigen geben an, dass sie im Schnitt sch\u00e4tzungsweise rund 12,2 Stunden pro Woche f\u00fcr die Unterst\u00fctzung aufwenden. Abz\u00fcglich der Zeit f\u00fcr die Anwesenheit, die Gesellschaft, die emotionale Unterst\u00fctzung sowie die Aufsicht sind es noch 7,5 Stunden pro Woche. Das entspricht insgesamt 388 Stunden pro Jahr.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb.\u00a01: Pflegende Angeh\u00f6rige unterst\u00fctzen vor allem emotional, im Haushalt und bei administrativen Aufgaben (Kanton Genf, 2023)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='MASOOD-DECHEVRENS_3-2024_ABB1_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#MASOOD-DECHEVRENS_3-2024_ABB1_de').highcharts({ \n\n      chart: {\n        plotBackgroundColor: null,\n        plotBorderWidth: null,\n        plotShadow: false,\n        type: 'pie'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: '{series.name} <b>{point.percentage:.1f}%<\/b>'\n    },\n    accessibility: {\n        point: {\n            valueSuffix: '%'\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n        pie: {\n        size: 300,\n        \n            allowPointSelect: true,\n            cursor: 'pointer',\n            dataLabels: {\n                enabled: true,\n                padding: 2,\n      style: {\n        fontSize: '12px'\n      },\n                format: '<b>{point.name}<\/b> <br>{point.y}%',\n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: '',\n        colorByPoint: true,\n        data: [{\n            name: 'Gesellschaft, Anwesenheit, emotionale Unterst\u00fctzung',\n            y: 35.6,\n            sliced: false,\n            selected: false\n        }, {\n            name: 'Hilfe bei praktischen T\u00e4tigkeiten',\n            y: 26.7\n        }, {\n            name: 'Hilfe bei administrativen Aufgaben',\n            y: 17.7\n          }, {\n            name: 'Koordination und Planung',\n            y: 6.8\n        }, {\n            name: 'Hilfe bei Medikamenten',\n            y: 5.5\n          }, {\n            name: 'Aufsicht, Nachtwache',\n            y: 3.9\n          }, {\n            name: 'Unterst\u00fctzung bei der Grundversorgung',\n            y: 3.8\n          }]\n    }]\n});\n});\n\n\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Rechnungshof des Kantons Genf (2023) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Substitutionseffekt nachgewiesen<\/h2>\n<p>In der Wirtschaftsliteratur gibt es zahlreiche Studien, die den Zusammenhang untersuchen zwischen der Unterst\u00fctzung durch pflegende Angeh\u00f6rige und der Inanspruchnahme von Pflegedienstleistungen der \u00f6ffentlichen Hand, sei es zu Hause oder in einem Alters- und Pflegeheim. Die meisten dieser Analysen mit nordamerikanischen oder europ\u00e4ischen Daten kommen zum Schluss, dass es einen Substitutionseffekt zwischen diesen beiden Formen der Unterst\u00fctzung gibt.<\/p>\n<p>Die Situation in der Schweiz war bisher noch nie Gegenstand einer solchen Untersuchung, und falls doch, liessen die Studien den Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim unber\u00fccksichtigt. Der Genfer Rechnungshof f\u00fchrte daher eine L\u00e4ngsschnittstudie mit den Schweizer Daten des Panels durch, die den f\u00fcnf letzten Befragungswellen zu Gesundheit, Alterung und Pensionierung in Europa (Befragung \u00abShare\u00bb) zwischen 2011 und 2020 entstammen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Die Ergebnisse best\u00e4tigen: Es gibt tats\u00e4chlich einen Substitutionseffekt zwischen der Unterst\u00fctzung durch einen Angeh\u00f6rigen und der Inanspruchnahme von offiziellen Gesundheitsdienstleistungen: Wurde jemand w\u00e4hrend der vorhergehenden Befragungswelle durch einen Angeh\u00f6rigen unterst\u00fctzt, sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass er in der folgenden Befragungswelle eine staatlich finanzierte Pflegedienstleistung in Anspruch nimmt, um 39 Prozentpunkte.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Mehrere Hundert Millionen Franken gespart<\/h2>\n<p>Ein Substitutionseffekt zwischen der Unterst\u00fctzung durch Angeh\u00f6rige und den offiziellen Gesundheitsdienstleistungen durch Fachleute existiert also. Nur, wie viel wird dadurch eingespart? Oder anders gefragt: Wie viel w\u00fcrde es kosten, wenn pflegende Angeh\u00f6rige ihre Unterst\u00fctzung einstellen w\u00fcrden und Gesundheitsfachpersonen diese \u00fcbernehmen m\u00fcssten? Der Genfer Rechnungshof hat versucht, diese Frage zu beantworten. Dabei st\u00fctzte er sich auf Umfragedaten sowie auf Verg\u00fctungstabellen f\u00fcr Gesundheitsfachpersonen im Kanton Genf.<\/p>\n<p>Methodisch hat sich der Rechnungshof bei der Berechnung der Kosten an einer Studie des Beratungsunternehmens Ecoplan aus dem Jahr 2019<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> orientiert, welche die Betreuungskosten von demenzkranken Personen in der Schweiz ermittelt hat. Die Berechnung erfolgt dreistufig: Zun\u00e4chst wird die Zahl der pflegenden Angeh\u00f6rigen im Kanton eruiert, danach die Anzahl Stunden, die sie f\u00fcr die Betreuung aufwenden. Diese Daten werden mithilfe von Umfragen erhoben. Die letzte Stufe besteht darin, die ermittelten Stunden mit den Lohnkosten der Fachleute zu verrechnen, welche die pflegenden Angeh\u00f6rigen ersetzen m\u00fcssten (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb.\u00a02: Berechnung der Kosten f\u00fcr den Ersatz von pflegenden Angeh\u00f6rigen im Kanton Genf<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-196907\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE-1024x213.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE-1024x213.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE-300x62.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE-768x160.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE-1536x320.png 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/DV_03-24_Masood_01_DE.png 1735w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Rechnungshof des Kantons Genf (2023) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Die Berechnung der Ersatzkosten ergibt eine j\u00e4hrliche Einsparung von 568,7 Millionen Franken. Gem\u00e4ss Konfidenzintervall liegt der tats\u00e4chliche Wert mit hoher Wahrscheinlichkeit zwischen 218 und 990 Millionen Franken. Diese Sch\u00e4tzung ber\u00fccksichtigt jedoch nicht die Stunden, die f\u00fcr Leistungen wie \u00abGesellschaft, Anwesenheit und emotionale Unterst\u00fctzung\u00bb erbracht werden. Denn es ist kaum m\u00f6glich, f\u00fcr diese Form der Unterst\u00fctzung Ersatzleistungen zu finden.<\/p>\n<p>Die auf konservativen Annahmen beruhenden Sch\u00e4tzungen zeigen, wie wichtig die Angeh\u00f6rigen bei der Pflege und Betreuung von \u00e4lteren Menschen sind. Nat\u00fcrlich hat die Analyse auch Grenzen, etwa weil sie sich auf die direkten Ersatzkosten konzentriert und die indirekten Kosten, beispielsweise f\u00fcr Besch\u00e4ftigung und Sozialversicherungen, ausblendet. Dennoch ist die finanzielle Quantifizierung der T\u00e4tigkeit von pflegenden Angeh\u00f6rigen ein n\u00fctzlicher Indikator f\u00fcr die Steuerung der Politik zur h\u00e4uslichen Betreuung \u00e4lterer Menschen im Kanton Genf. Unsere Ergebnisse best\u00e4tigen: Die Unterst\u00fctzung von pflegenden Angeh\u00f6rigen geh\u00f6rt auf die politische Agenda. Und sie rechtfertigen die institutionelle Verankerung des kantonalen Unterst\u00fctzungsangebots f\u00fcr pflegende Angeh\u00f6rige.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe BFS (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe BFS (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Schweizerisches Gesundheitsobservatorium (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Weitere Informationen zu den Massnahmen des Kantons Genf: siehe Website \u00ab<a href=\"https:\/\/www.ge.ch\/dossier\/ge-suis-proche-aidant\">Ge suis proche aidant<\/a>\u00bb.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Zufferey (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Diese Zahlen wurden vom Rechnungshof des Kantons Genf mithilfe einer Umfrage bei der Genfer Bev\u00f6lkerung erhoben. Ausf\u00fchrliche Informationen sind im <a href=\"https:\/\/cdc-ge.ch\/publications\/n-181-evaluation-du-dispositif-de-soutien-aux-proches-aidants-de-personnes-agees\/\">Evaluationsbericht<\/a> des Genfer Rechnungshofs nachzulesen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Die f\u00fcnf ausgewerteten Befragungswellen wurden in den Jahren 2011, 2013, 2015, 2017 und 2019\u20132020 in der Schweiz durchgef\u00fchrt. Fr\u00fchere Befragungswellen wurden nicht ber\u00fccksichtigt, da sie die in Alters- und Pflegeheimen lebenden Personen ausschliessen. F\u00fcr die schweizerische Stichprobe wurden 3997 Personen befragt, von denen \u00fcber die H\u00e4lfte auf mindestens vier Befragungswellen geantwortet hat. Siehe B\u00f6rsch-Supan (2022).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe Ecoplan (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bev\u00f6lkerung wird immer \u00e4lter. Dieses weltweite Ph\u00e4nomen macht auch vor der Schweiz nicht halt. Gem\u00e4ss den Prognosen des Bundesamts f\u00fcr Statistik (BFS) d\u00fcrfte der Anteil der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen in der Schweiz ansteigen und von 19 Prozent im Jahr 2020 auf 26 Prozent im Jahr 2050 klettern. 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Les sc\u00e9narios de l\u2019\u00e9volution de la population de la Suisse et des cantons, de 2020 \u00e0 2050, Neuenburg.<\/li>\r\n \t<li>Ecoplan (2019). <a href=\"https:\/\/www.alzheimer-schweiz.ch\/fileadmin\/dam\/Alzheimer_Schweiz\/Dokumente\/Ueber_Demenz\/Zahlen-Fakten\/Demenzkostenstudie_2019_Gesellschaftliche_Perspektive.pdf\">Alzheimer Schweiz Demenzkostenstudie 2019: Gesellschaftliche Perspektive<\/a>, Bern.<\/li>\r\n \t<li>Grossman M. (1972). On the Concept of Health Capital and the Demand for Health. The Journal of Political Economy, 80(2), 223\u2013255.<\/li>\r\n \t<li>Rechnungshof des Kantons Genf (2023). Dispositif de soutien aux proches aidants de personnes \u00e2g\u00e9es \u2013 rapport 181, Genf.<\/li>\r\n \t<li>Schweizerisches Gesundheitsobservatorium (2021): <a href=\"https:\/\/www.obsan.admin.ch\/de\/publikationen\/2021-gesundheitspersonal-der-schweiz-nationaler-versorgungsbericht-2021\">Gesundheitspersonal in der Schweiz \u2013 Nationaler Versorgungsbericht 2021. Bestand, Bedarf, Angebot und Massnahmen zur Personalsicherung<\/a>, Obsan Bericht 03\/2021. Neuenburg.<\/li>\r\n \t<li>Van Houtven C. H. und Norton E. C. (2004). Informal Care and Health Care use of Older Adults. Journal of Health Economics, 23(6), 1159\u20131180.<\/li>\r\n \t<li>Zufferey, J. (2020). <a href=\"https:\/\/www.obsan.admin.ch\/fr\/publications\/2020-la-sante-dans-le-canton-de-geneve\">La sant\u00e9 dans le canton de Gen\u00e8ve. R\u00e9sultats de l\u2019Enqu\u00eate suisse sur la sant\u00e9 2017<\/a>. Obsan Bericht 04\/2020. Neuenburg: Schweizerisches Gesundheitsobservatorium.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-03-25 06:00:44","original_files":null,"external_release_for_author":"20240324","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/65e1dec788780"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195041"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11622"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=195041"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195041\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":197357,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/195041\/revisions\/197357"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11622"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/197293"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=195041"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=195041"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=195041"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=195041"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=195041"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=195041"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}