{"id":195298,"date":"2024-03-08T07:15:59","date_gmt":"2024-03-08T06:15:59","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=195298"},"modified":"2024-03-12T09:10:59","modified_gmt":"2024-03-12T08:10:59","slug":"x-koennte-dieses-jahr-von-threads-ueberfluegelt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/03\/x-koennte-dieses-jahr-von-threads-ueberfluegelt-werden\/","title":{"rendered":"\u00abX k\u00f6nnte dieses Jahr von Threads \u00fcberfl\u00fcgelt werden\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Frau Fischer, Sie befassen sich ausschliesslich mit digitalen Medien in Ihrer Forschung. Haben Sie trotzdem ab und an Druckerschw\u00e4rze an den H\u00e4nden?<\/strong><\/div>\n<p>Ich bin wahrscheinlich nicht ganz die typische Mediennutzerin der Schweiz. Ich habe n\u00e4mlich von praktisch allen Schweizer Medien ein Digitalabo. Einzig die Fachpresse habe ich gedruckt abonniert f\u00fcr die Arbeit, und den \u00abEconomist\u00bb bekomme ich privat als gedrucktes Magazin. Damit die Kinder auch ein bisschen internationale News mitbekommen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Ihr Verein erhebt einmal im Jahr, wie die Schweizer Bev\u00f6lkerung digitale Medien nutzt. Dazu z\u00e4hlen auch die sozialen Medien. Wie entwickeln sich diese?<\/strong><\/div>\n<p>Knapp drei Viertel der Bev\u00f6lkerung ab 15 Jahren nutzen mindestens gelegentlich soziale Medien. Diese Zahl ist in den letzten drei Jahren stabil geblieben. Knapp die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung ist t\u00e4glich auf Social-Media-Kan\u00e4len wie Instagram, Facebook, Linkedin, Tiktok und X.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Woran liegt es, dass der Bev\u00f6lkerungsanteil, der soziale Medien gelegentlich nutzt, nicht weiter steigt? <\/strong><\/div>\n<p>Mit Corona gab es 2020 bei vielen digitalen Angeboten einen enormen Digitalisierungsschub. Die Zahl der Social-Media-Nutzer ist damals schweizweit um rund eine halbe Million gestiegen. Diese Leute, die 2020 die Welt von Social Media neu entdeckt haben, nutzen sie immer noch. Es fehlen jedoch die \u00e4lteren Generationen, damit die sozialen Medien zu einem Massenmedium wie Fernsehen und Radio werden. Dort ist Social Media jedoch nicht am Wachsen und kann das Potenzial nicht aussch\u00f6pfen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Letztes Jahr l\u00f6ste Instagram bei der Gesamtbev\u00f6lkerung Facebook als meistgenutzte Social-Media-Plattform ab. Wie ist das bei den 15- bis 24-J\u00e4hrigen?<\/strong><\/div>\n<p>Bei den J\u00fcngeren ist Instagram bereits seit Jahren die Nummer eins. Da sind wir bei \u00fcber 70 Prozent der Jungen, die das t\u00e4glich nutzen. Auch Snapchat mit knapp 60 Prozent und Tiktok mit fast 40 Prozent sind sehr weit oben. W\u00e4hrend Instagram wieder leicht sinkt, sind Tiktok, Linkedin und Snapchat auf dem aufsteigenden Ast.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Vor knapp eineinhalb Jahren hat Unternehmer Elon Musk Twitter gekauft und in X umbenannt. Was hat sich seither auf der Plattform getan?<\/strong><\/div>\n<p>Twitter ist ein Medienph\u00e4nomen. In der breiten Bev\u00f6lkerung war das nie eine wirklich relevante Plattform. Seit unserem Messbeginn 2014 bis heute haben nie mehr als rund 10 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung die Plattform genutzt. In den klassischen Medien wird die Plattform jedoch deutlich \u00fcberproportional zitiert. Das liegt daran, dass Politiker und Journalistinnen auf X aktiv sind und X-Posts oft von Medienschaffenden in Artikel eingebaut werden.<\/p>\n<div class=\"text__graphic-title content-copy-questions\">Sind die Nutzerzahlen mit der \u00dcbernahme Musks gestiegen oder gesunken?<\/div>\n<p>Im ersten Jahr nach der \u00dcbernahme, also 2023, sehen wir einen leichten R\u00fcckgang bei den X-Nutzerinnen und -Nutzern in der Schweiz. Zwar gab es keinen Totaleinbruch, aber X k\u00f6nnte dieses Jahr von der neuen textfokussierten Plattform Threads, die stark mit Instagram verkn\u00fcpft ist, \u00fcberfl\u00fcgelt werden.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Jede f\u00fcnfte Frau und jeder vierte Mann nutzt Teletext mindestens einmal pro Woche.<\/span><\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>In der Gesamtbev\u00f6lkerung nutzen gut 90 Prozent das Massenmedium Fernsehen mindestens gelegentlich. Wie erkl\u00e4ren Sie sich das?<\/strong><\/div>\n<p>Wir d\u00fcrfen nicht vergessen, dass bei den Personen von \u00fcber 15 Jahren der Altersmedian bei 50 Jahren liegt. Die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung ist also \u00fcber 50 Jahre alt. Diese Personen sind mit dem Fernsehen aufgewachsen. Zudem ist der Fernsehkonsum viel angenehmer geworden. Ich kann die Sendung stoppen, kann Werbung \u00fcberspringen, und ich kann Sendungen aufnehmen. Und: Fernsehschauen ist nicht nur auf dem TV-Ger\u00e4t m\u00f6glich, sondern auch beispielsweise auf dem Smartphone.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Sind TV und Radio bei den Jungen abgeschrieben?<\/strong><\/div>\n<p>Nein, so kann man das nicht sagen. Nur bei der t\u00e4glichen Nutzung sind TV und Radio deutlich weniger relevant als bei der Gesamtbev\u00f6lkerung. Tatsache ist aber, dass diese Medien von den Jungen gezielt ein bis zwei Mal pro Woche konsumiert werden.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Apropos klassische Medien: Gem\u00e4ss Ihrem Digitalmonitor nutzen heute noch knapp 750\u2019000 Personen in der Schweiz t\u00e4glich Teletext. Wie ist das m\u00f6glich?<\/strong><\/div>\n<p>Tats\u00e4chlich hat Teletext fast gleich viele Nutzer wie etwa Netflix oder Instagram. Es ist \u00e4hnlich wie beim Fernsehen. Die Nutzerschaft des Teletextes ist mit 54 Jahren noch etwas \u00e4lter als der Durchschnitt der Bev\u00f6lkerung. Teletext hat auch mit Gewohnheit zu tun. Jede f\u00fcnfte Frau und jeder vierte Mann nutzt Teletext mindestens einmal pro Woche. F\u00fcr Sportinteressierte ist Teletext eine gute Quelle. In der langfristigen Analyse ist die Nutzung aber schon r\u00fcckl\u00e4ufig. Dieses Jahr feiert Teletext das 40-j\u00e4hrige Bestehen.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-196585 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1381\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-scaled.jpg 2560w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-1536x828.jpg 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/03\/20240229_SIRI_FISCHER_24-2048x1105.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Siri Fischer: \u00abDie Verlage haben zwei M\u00f6glichkeiten, die Printabos zu kompensieren: Mehreinnahmen bei digitalen Abonnementen oder mehr Werbeeinnahmen. Beides ist schwierig.\u00bb (Bild: Urs Bucher \/ Keystone)<\/h6>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Drei Viertel der Schweizer Bev\u00f6lkerung nutzen zumindest gelegentlich Schweizer Nachrichtenportale. Wie verbreitet sind Fake News?<\/strong><\/div>\n<p>Wir befragen die Schweizer Bev\u00f6lkerung nach ihrer Mediennutzung. Ob sie konkret konfrontiert wird mit Fake News, erheben wir nicht. Aufgrund der vielen Medienbeobachtungen sehen wir jedoch, dass die Menge an Inhalten, bei denen nicht ein klassisches verifiziertes Medienhaus im Hintergrund steht, den gr\u00f6ssten Anteil ausmacht. Es gibt sehr viele von Nutzern und Influencern gemachte Inhalte. Zu diesen sogenannten User-generated Contents kommen Inhalte dazu, die durch k\u00fcnstliche Intelligenz erstellt wurden. Das k\u00f6nnen reine Textbeitr\u00e4ge, Bilder oder Videos ab Text sein. Open AI hat k\u00fcrzlich Sora lanciert, und die Videos sehen \u00fcberraschend gut aus. Solche Inhalte werden in Zukunft massiv zunehmen. Und deswegen wird eine verl\u00e4ssliche Urheberschaft immer wichtiger.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Von den Menschen, die Nachrichtenportale nutzen, bezahlen 20 Prozent f\u00fcr ein Digital-Abo. Das entspricht rund 1\u2019400\u2019000 Abozahlenden. Steigt die Bereitschaft im digitalen Umfeld, f\u00fcr Nachrichten zu bezahlen?<\/strong><\/div>\n<p>Nein, dieser Anteil ist in den letzten zwei Jahren stabil geblieben. Bis jetzt sind vor allem Personen in F\u00fchrungspositionen mit Interesse an Wirtschaft oder Politik, mit gr\u00f6sserem Einkommen oder mit h\u00f6herer Bildung bereit, f\u00fcr ein Digital-Abo zu bezahlen. Gerade das Wachstum \u00fcber diese Bev\u00f6lkerungsgruppen hinaus stellt eine Herausforderung dar. Daher sind zum Beispiel Mediengutscheine, wie sie von Politikerinnen und \u00d6konomen f\u00fcr das Heranf\u00fchren von jungen Erwachsenen an den bezahlpflichtigen Journalismus vorgeschlagen werden, sicherlich eine vertiefte Pr\u00fcfung wert.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Der Content-Creator kann die M\u00fcnzen dann bei Tiktok wieder gegen Geld umwandeln.<\/span><\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Eigentlich sollten die Medienverlage die sinkenden Einnahmen bei den Printabos mit digitalen Abos kompensieren k\u00f6nnen.<\/strong><\/div>\n<p>Die Verlage haben zwei M\u00f6glichkeiten, die Printabos zu kompensieren: Mehreinnahmen bei digitalen Abonnementen oder mehr Werbeeinnahmen. Beides ist schwierig. Insbesondere, weil Inhalte auf anderen Plattformen gratis zur Verf\u00fcgung stehen. Unter wirtschaftlichem Druck setzen immer mehr Schweizer Newsplattformen auf bezahlte Angebote. J\u00fcngstes Beispiel ist Blick.ch, das seit der Einf\u00fchrung seiner kostenpflichtigen Paywall \u00abBlick+\u00bb im Sommer 2023 schon \u00fcber 16\u2019000 Abonnenten gewinnen konnte. Wir sind gespannt, ob wir in der diesj\u00e4hrigen Studie nach diesen Initiativen dann auch gesamthaft einen Anstieg von bezahlten Digital-News-Abos registrieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Und der Werbemarkt?<\/strong><\/div>\n<p>Dieser ist einerseits wirtschaftlich bedingt unter Druck, und andererseits entziehen internationale Plattformen dem Schweizer Werbemarkt Gelder, die dann f\u00fcr journalistische Inhalte fehlen. Da k\u00f6nnten sich die klassischen Medien vielleicht bei den sozialen Medien etwas abschauen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Wie meinen Sie das?<\/strong><\/div>\n<p>Bei Social Media gibt es Tendenzen f\u00fcr Bezahlmodelle. Instagram, Tiktok, Snapchat und Facebook haben ein Bezahlangebot lanciert, bei welchem der Nutzer anklickt, ob er Werbung erhalten will oder nicht. Das werbefreie Angebot von Instagram kostet seit Anfang M\u00e4rz 12 Franken pro Monat. Solche Bezahlmodelle wurden vor allem wegen Datenschutzbestimmungen lanciert. Aber nat\u00fcrlich generieren diese zus\u00e4tzliche Einnahmen. F\u00fcr Tiktok ist jedoch ein anderes Modell die gr\u00f6sste Einnahmequelle, n\u00e4mlich das Kaufen von Coins.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Wie funktioniert das?<\/strong><\/div>\n<p>Als Konsument kann ich M\u00fcnzen kaufen, zum Beispiel f\u00fcr 30 Rappen, und diese schenke ich freiwillig einem Creator, also zum Beispiel jemandem, der ein h\u00fcbsches Video gemacht hat. Die M\u00fcnzen sind wie eine virtuelle W\u00e4hrung. Der Content-Creator kann die M\u00fcnzen dann bei Tiktok wieder gegen Geld umwandeln. Dazwischen ist eine Marge. Damit verdient Tiktok weltweit sehr viel Geld, sogar mehr als mit Werbeeinnahmen. Kleinvieh macht eben auch viel Mist. Wenn 100 Millionen europ\u00e4ische Tiktok-User ein paar Rappen hin- und herschicken, ist das ein erfolgreiches Gesch\u00e4ftsmodell f\u00fcr die Social-Media-Plattform. Das ist ein Bereich, der den klassischen Medien auch Geld entzieht. Insbesondere die j\u00fcngeren Medienkonsumenten verf\u00fcgen gerade \u00fcber wenig Geld.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Wie reagieren die klassischen Medienh\u00e4user auf die Bezahlmodelle der sozialen Medien?<\/strong><\/div>\n<p>Die Pr\u00e4senz der klassischen Medien auf Social Media setzt zum Beispiel die NZZ mit Instagram gut um. Auch bei Soda, dem Instagram-Kanal von \u00abBlick\u00bb, gibt es gute Inhalte f\u00fcr Junge. Die Themenauswahl bei \u00abWatson\u00bb spricht die Jungen an. Wie hier aber zus\u00e4tzliche finanzielle Mittel oder direkt neue Abonnenten und Abonnentinnen generiert werden k\u00f6nnten, sehe ich nicht \u2013 abgesehen von gesponserten Beitr\u00e4gen, bei denen ein Produkt oder eine Dienstleistung mehr oder weniger offensichtlich in einen Social-Media-Beitrag integriert wird. Der NZZ eine M\u00fcnze schicken zu k\u00f6nnen, das w\u00e4rs doch. Die Pr\u00e4senz auf den Social-Media-Kan\u00e4len allein ist noch kein wirtschaftlicher Erfolg. Es fehlen den klassischen Medien die einfachen Bezahlm\u00f6glichkeiten, das k\u00f6nnten die erw\u00e4hnten M\u00fcnzen sein oder Preise f\u00fcr Einzelartikel.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Wie viele Werbegelder fliessen in die sozialen Medien in der Schweiz?<\/strong><\/div>\n<p>Bei den internationalen Plattformen verf\u00fcgen wir nur \u00fcber Sch\u00e4tzungen bez\u00fcglich der Werbeeinnahmen. Da existiert im Gegensatz zu den Schweizer Publishern keine Transparenz, wie viel Geld Firmen in der Schweiz f\u00fcr Werbung auf den digitalen Plattformen ausgeben. F\u00fcr letztes Jahr haben wir in der Werbestatistik Schweiz gesch\u00e4tzt, dass 505 bis 620 Millionen Franken f\u00fcr Werbung nur in den sozialen Medien investiert werden. Youtube kommt zus\u00e4tzlich auf 120 bis 145 Millionen Franken, und der gr\u00f6sste Betrag fliesst zu den Suchmaschinen \u2013 vor allem zu Google und etwas zu Bing. Das sind dann noch mal 1,1 bis 1,3 Milliarden Franken. Da sieht man, wo die Werbeeinnahmen, die unter anderem bei den Printmedien abfliessen, hingehen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\"><strong>Wie viel Geld investieren die Firmen in die Printmedien?<\/strong><\/div>\n<p>F\u00fcr die gesamte gedruckte Presse gaben Unternehmen 2022 in der Schweiz 735 Millionen Franken f\u00fcr Werbung aus. Nur schon vier Jahre zuvor betrugen die Werbeeinnahmen der Presse noch \u00fcber eine Milliarde Franken.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frau Fischer, Sie befassen sich ausschliesslich mit digitalen Medien in Ihrer Forschung. Haben Sie trotzdem ab und an Druckerschw\u00e4rze an den H\u00e4nden? Ich bin wahrscheinlich nicht ganz die typische Mediennutzerin der Schweiz. Ich habe n\u00e4mlich von praktisch allen Schweizer Medien ein Digitalabo. 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Bilder und Nachrichten auf Snapchat sind in der Regel nur f\u00fcr eine kurze Zeit verf\u00fcgbar, bevor sie verschwinden.\r\n\r\n<strong>Threads<\/strong>\r\n\r\nDer Kurznachrichtendienst Threads des Facebook-Konzerns Meta ist Mitte Dezember 2023 in der Schweiz gestartet. Threads ist eine textbasierte App f\u00fcr den sozialen Austausch, in der die Mitglieder Kommentare \u00fcber sich selbst austauschen, aktuelle Ereignisse diskutieren und in einen Dialog treten k\u00f6nnen. 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