{"id":195809,"date":"2024-04-16T07:10:28","date_gmt":"2024-04-16T05:10:28","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=195809"},"modified":"2024-04-16T11:17:13","modified_gmt":"2024-04-16T09:17:13","slug":"der-finanzausgleich-haelt-was-er-verspricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/04\/der-finanzausgleich-haelt-was-er-verspricht\/","title":{"rendered":"Der Finanzausgleich h\u00e4lt, was er verspricht"},"content":{"rendered":"<p>Einer f\u00fcr alle, alle f\u00fcr einen \u2013 so lautet der Leitspruch der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Diese urschweizerische Solidarit\u00e4t verk\u00f6rpert eine Institution wie kaum eine andere: der Finanzausgleich. Er ist ein zentrales Element des schweizerischen F\u00f6deralismus. Sein Ziel: die Finanzautonomie der Kantone st\u00e4rken und gleichzeitig gew\u00e4hrleisten, dass jeder Kanton \u00fcber eine minimale finanzielle Ausstattung verf\u00fcgt. Zudem soll er die kantonalen Unterschiede bei der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit und der Steuerbelastung verringern und dabei die steuerliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Kantone im nationalen und internationalen Kontext erhalten.<\/p>\n<p>Auch Kantone mit \u00fcberm\u00e4ssigen geografisch-topografischen und soziodemografischen Herausforderungen entlastet der Finanzausgleich. Dazu z\u00e4hlen etwa topografiebedingte Mehrkosten f\u00fcr den Strassenunterhalt oder demografische Mehrkosten aufgrund eines h\u00f6heren Anteils betagter Personen oder von Zentrumslasten der Grossst\u00e4dte. Verschiedene Ausgleichsgef\u00e4sse des Nationalen Finanzausgleichs dienen dazu, alle diese Ziele zu erreichen. Neben dem Ressourcenausgleich, dem volumenm\u00e4ssig wichtigsten Instrument, sind das der Lastenausgleich sowie weitere tempor\u00e4re Massnahmen (siehe Kasten).<\/p>\n<p>Die Regeln f\u00fcr den Nationalen Finanzausgleich wurden 2008 festgelegt und 2020 angepasst. Die Kernelemente der Reform 2020 sind die Einf\u00fchrung einer garantierten Mindestausstattung von 86,5 Prozent des nationalen Durchschnitts sowie die Festlegung einer fixen Dotation des Lastenausgleichs. Damit m\u00fcssen die Beitr\u00e4ge im Finanzausgleich nicht mehr periodisch von der Bundesversammlung festgelegt werden. Mit der Reform 2020 kann das Parlament nur noch mit einer Gesetzesanpassung auf den Finanzausgleich Einfluss nehmen. Wer gibt und wer nimmt, wird j\u00e4hrlich neu berechnet und h\u00e4ngt von der Finanzkraft der Kantone ab (siehe Artikel \u00ab<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/?p=195814&amp;v\">Warum boomt die Zentralschweiz?<\/a>)\u00bb.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wirksamkeitsbericht 2020\u20132025: Kaum M\u00e4ngel<\/h2>\n<p>Der Bundesrat unterbreitet dem Parlament periodisch einen Bericht \u00fcber die Wirksamkeit des Finanzausgleichs. Dieser analysiert, ob die Ziele erreicht wurden und das System funktioniert. Im M\u00e4rz 2024 hat der Bundesrat den <a href=\"https:\/\/www.efv.admin.ch\/efv\/de\/home\/themen\/finanzausgleich\/wirksamkeitsberichte.html\">Wirksamkeitsbericht<\/a> f\u00fcr die Jahre 2020 bis 2025 verabschiedet.<\/p>\n<p>Der Bericht kommt zum Schluss, dass die Ziele weitgehend erreicht werden und dass das System gut funktioniert. Die Anpassungen des Finanzausgleichs, die 2020 in Kraft getreten sind, haben sich so weit bew\u00e4hrt. F\u00fcr umfangreiche und abschliessende Schlussfolgerungen dieser Anpassungen ist es jedoch noch zu fr\u00fch. Im Bericht werden deshalb nur kleinere technische Anpassungen auf Verordnungsstufe vorgeschlagen. So sollen etwa die Gewichtungen der Indikatoren des soziodemografischen Lastenausgleichs auf Verordnungsstufe festgelegt werden, wie dies bereits heute beim geografisch-topografischen Lastenausgleich der Fall ist.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Hauptziel: Kantonale Unterschiede reduzieren<\/h2>\n<p>Der hohe Grad an Autonomie der schweizerischen Kantone f\u00fchrt dazu, dass die kantonalen Unterschiede bei der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit verh\u00e4ltnism\u00e4ssig gross sind. F\u00fcr den Zusammenhalt der Schweiz ist es deshalb wichtig, dass diese Unterschiede in einem gesellschaftlich und politisch akzeptablen Bereich bleiben.<\/p>\n<p>Gemessen wird die finanzielle Leistungsf\u00e4higkeit mit dem sogenannten Ressourcenpotenzial. Dieses ber\u00fccksichtigt die steuerliche Bemessungsgrundlage von nat\u00fcrlichen Personen und Unternehmen und widerspiegelt damit die Wirtschaftskraft eines Kantons. Vergleicht man das Ressourcenpotenzial pro Kopf eines Kantons mit dem schweizerischen Mittel, erh\u00e4lt man den Ressourcenindex. Er ist die zentrale Gr\u00f6sse des Ressourcenausgleichs. Kantone \u00fcber dem Durchschnitt gelten als ressourcenstark und zahlen in den Finanzausgleich ein. Kantone unter dem Durchschnitt erhalten hingegen Geld (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Ressourcenausgleich 2024: Wer nimmt? Wer gibt?<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='SCHWENDENER-WEBER_4-2024_ABB1_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n\n\n\n\n\n\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n\n    $('#SCHWENDENER-WEBER_4-2024_ABB1_DE').highcharts({\n\n\nchart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n       \n    },\n      legend: {\n        title: {\n            text: '',\n            style: {\n                fontStyle: ''\n            }\n        },\n        layout: 'horizontal',\n        align: 'center',\n        verticalAlign: 'bottom',\n        \n    },\n   \n    xAxis: {\n        categories: ['Zug','Schwyz','Nidwalden','Basel-Stadt','Genf','Z\u00fcrich','Obwalden','Appenzell I.Rh.','Schaffhausen','Waadt','Basel-Landschaft','Luzern','Tessin','Graub\u00fcnden','Appenzell A.Rh.','St. Gallen','Aargau','Thurgau','Neuenburg','Bern','Glarus','Solothurn','Freiburg','Uri','Jura','Wallis'\n\n]\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\n        title: {\n            text: 'Ressourcenindex'\n        },\n        labels: {\n                formatter: function () {\n            return Highcharts.numberFormat(this.value, 0);\n        }\n            },\n             plotLines: [{\n                color: '#333333',\n                dashStyle: 'spline', \/\/ Spline = Linie, Dot = gepunktete Linie\n                width: 1,\n                value: 100, \/\/ Wert, wo vertikale Linie eingeblendet werden soll\n                label: {\n                    rotation: 0,\n\n                y: -8,\n                    text: 'Gesamtschweizerischer Mittelwert'\n                },\n                zIndex: 4\n            }, \n            {\n                color: '#333333',\n                dashStyle: 'longdash', \/\/ Spline = Linie, Dot = gepunktete Linie\n                width: 1,\n                value: 86.5, \/\/ Wert, wo vertikale Linie eingeblendet werden soll\n                label: {\n                    rotation: 0,\n\n                y: 10,\n                    text: 'Garantierte Mindestausstattung 86,5%'\n                },\n                zIndex: 4\n  \n            }]\n\n       \n    },\n    \n    tooltip: {valueDecimals: 1,\n        headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br\/>',\n        pointFormat: '{series.name}: {point.y} Indexpunkte <br\/>Total: {point.stackTotal} Indexpunkte'\n    },\n    plotOptions: {\n        column: {\n            stacking: 'normal',\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Einzahlungen',\n        data: [31.19,14.39,11.08,10.41,7.45,3.94,1.85,0.78, null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null],color: '#7ea8a7'\n    },{\n        name: 'Ressourcenstarke Kantone',\n        data: [236.32,162.88,148.41,145.47,132.55,117.23,108.08,103.39, null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null,null],color: '#327775'\n    },\n    {\n        name: 'Auszahlungen',\n        data: [null,null,null,null,null,null,null,null,0,0.01,0.15,1.78,1.93,4.49,5.02,6.7,7.27,7.37,10.74,12.27,14.32,14.86,15.06,15.94,20.08,21.27\n],color: '#b4a9ce'\n    },\n    {\n        name: 'Ressourcenschwache Kantone',\n        data: [null,null,null,null,null,null,null,null,99.98,99.72,98.32,92.31,91.91,86.46,85.5,82.71,81.81,81.67,76.93,74.97,72.48,71.86,71.63,70.62,66.42,65.23],color: '#655c99'\n    }]\n});\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: EFV \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Die ressourcenschwachen Kantone erreichen nach Ausgleich mindestens die garantierte Mindestausstattung von 86,5 Prozent des schweizerischen Durchschnitts. Damit wird sichergestellt, dass jeder Kanton \u00fcber gen\u00fcgend finanzielle Mittel verf\u00fcgt, um seine grundlegenden Aufgaben wahrnehmen zu k\u00f6nnen. 2024 bezahlen acht Kantone ein \u2013 allen voran Zug. Die ressourcenstarken Kantone finanzieren 40 Prozent des Ressourcenausgleichs, der Bund 60 Prozent. 2024 werden mittels Ressourcenausgleich 4,5 Milliarden Franken vom Bund und den ressourcenstarken Kantonen an die ressourcenschwachen Kantone umverteilt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Betr\u00e4chtlicher Umverteilungseffekt<\/h2>\n<p>Doch h\u00e4lt der Finanzausgleich, was er verspricht? Erf\u00fcllt er das zentrale Ziel, die finanzielle Ungleichheit zwischen den Kantonen abzubauen?<\/p>\n<p>Ein Instrument, um die Ungleichheit zwischen den Kantonen zu messen, ist der Gini-Koeffizient. Er misst, wie ungleich die Steuereinnahmen pro Kopf sind. Da die Steuerbelastung in den Kantonen unterschiedlich ist, wird ein Durchschnittssteuersatz \u00fcber alle Kantone verwendet. Betr\u00e4gt der Gini-Koeffizient null, sind die Steuereinnahmen pro Kopf in allen Kantonen gleich hoch. Betr\u00e4gt er eins, hat ein Kanton alle Steuereinnahmen.<\/p>\n<p>Vergleicht man die Gini-Koeffizienten mit und ohne Nationalen Finanzausgleich, zeigt sich, dass es mit dem Ressourcenausgleich gelingt, die Unterschiede zwischen den Kantonen um rund ein Drittel zu reduzieren (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Der Ressourcenausgleich verringert die kantonale Ungleichheit (Gini-Koeffizienten 2008\u20132024)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"SCHWENDENER-WEBER_4-2024_ABB2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#SCHWENDENER-WEBER_4-2024_ABB2_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: 'Referenzjahr'\n            },\n        categories: [\n        \n2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024\n\n],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Gini-Koeffizient'\n        },\n        labels: {\n                format: '{value}'\n            },\n       \n    },\n     tooltip: {\n     headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>',\n     valueSuffix: ''\n   \n   \n        },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [{\n        name: 'vor Ausgleich (ungewichtet)',\n        data: [\n       0.172,0.179,0.187,0.197,0.192,0.191,0.184,0.191,0.191,0.192,0.188,0.191,0.194,0.192,0.191,0.198,0.201\n\n\n], color: \t'#327775'\n    }, {\n        name: 'nach Ausgleich (ungewichtet)',\n        data: [\n        0.105,0.109,0.116,0.125,0.121,0.120,0.115,0.121,0.122,0.123,0.119,0.122,0.126,0.126,0.128,0.133,0.136\n\n], color: \t'#9bbcbc', dashStyle: 'longdash'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'vor Ausgleich (bev\u00f6lkerungsgewichtet)',\n        data: [\n        0.148,0.155,0.161,0.167,0.157,0.153,0.148,0.152,0.152,0.152,0.151,0.151,0.153,0.150,0.151,0.157,0.158\n\n\n], color: \t'#655c99'\n       \n           },\n           {\n        name: 'nach Ausgleich (bev\u00f6lkerungsgewichtet)',\n        data: [\n        0.096,0.101,0.106,0.111,0.102,0.098,0.093,0.097,0.097,0.096,0.094,0.095,0.098,0.098,0.100,0.103,0.104\n\n\n\n], color: \t'#b4a9ce', dashStyle: 'longdash'\n       \n           }\n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: EFV \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Allerdings: Seit 2022 nimmt der Gini-Koeffizient wieder etwas st\u00e4rker zu (siehe Abbildung 2). Ist das ein Problem? Nein, denn der Ressourcenausgleich reagiert darauf automatisch: Nehmen die Unterschiede zu, so fliessen mehr Mittel. Bef\u00fcrchtungen seitens der ressourcenschwa&shy;chen Kantone, dass sie wegen zunehmender Disparit\u00e4ten weniger Mittel aus dem Finanz&shy;ausgleich erhalten k\u00f6nnten, sind daher unbegr\u00fcndet. Denn die zunehmenden Ungleichheiten f\u00fchren automatisch zu steigenden Finanzierungslasten beim Bund und bei den ressourcen&shy;starken Kantonen.<\/p>\n<p>Die Unterschiede bei der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit werden im Weiteren auch von der Konjunktur beeinflusst. In einer Aufschwungsphase wachsen die ressourcenstarken Kantone in der Regel st\u00e4r&shy;ker als die ressourcenschwachen, was zu einer Zunahme der Disparit\u00e4ten f\u00fchrt. Umgekehrt trifft ein konjunk&shy;tureller Einbruch die Wirtschaftszentren tendenziell st\u00e4rker, sodass die Disparit\u00e4ten in einer Abschwungsphase zur\u00fcckgehen. Dies tritt allerdings erst mit einer zeitlichen Verz\u00f6gerung ein, da im Ressourcenausgleich Steuerdaten verwendet werden, die vier bis sechs Jahre zu&shy;r\u00fcckliegen.<\/p>\n<p>Wie unsere Analyse zeigt, reduziert der Ressourcenausgleich mit seiner Umverteilungswirkung also die Disparit\u00e4ten in der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit zwischen den Kan&shy;tonen substanziell und effektiv. Damit tr\u00e4gt der Ressourcenausgleich massgeblich zum Zusammenhalt der Schweiz bei. Denn mit dem Ressourcenausgleich verf\u00fcgen auch die finanziell schw\u00e4chsten Kantone \u00fcber gen\u00fc&shy;gend Mittel, um ihre Aufgaben autonom wahrnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einer f\u00fcr alle, alle f\u00fcr einen \u2013 so lautet der Leitspruch der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Diese urschweizerische Solidarit\u00e4t verk\u00f6rpert eine Institution wie kaum eine andere: der Finanzausgleich. 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","post_hero_image_description":"Eine Schafherde im Aletschgebiet. Der Kanton Wallis wird auch f\u00fcr seine topografisch-geografischen Lasten entsch\u00e4digt.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"","post_kasten":[{"kasten_title":"Die Instrumente des Finanzausgleichs","kasten_box":"Der <em>Ressourcenausgleich <\/em>hat zum Ziel, die ressourcenschwachen Kantone mit gen\u00fcgend frei verf\u00fcgbaren Finanzmitteln auszustatten. Die Mindestausstattung ist gesetzlich geregelt und bel\u00e4uft sich auf 86,5 Prozent des schweizerischen Durchschnitts. Der Ressourcenaus\u00adgleich wird durch den Bund (vertikaler Ressourcenausgleich) und die ressourcenstarken Kantone (horizontaler Ressourcenausgleich) finanziert. Die Ressourcenst\u00e4rke misst die steu\u00aderlich aussch\u00f6pfbare wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit der Kantone (Volumen 2024: 4,5 Mrd. Franken).\r\n\r\nDie beiden <em>Lastenausgleichsgef\u00e4sse<\/em>: Kantone, die durch ihre Bev\u00f6lkerungsstruktur oder ihre Zentrumsfunktion \u00fcberm\u00e4ssig belastet sind, werden durch den soziodemografischen Lastenausgleich (SLA) entlastet. Kantone, die bedingt durch ihre H\u00f6henlage, die Steilheit des Gel\u00e4ndes oder aufgrund ihrer spezifischen Besiedlungsstruktur \u00fcberm\u00e4ssig Lasten zu tragen haben, werden durch den geografisch-topografischen Lastenausgleich (GLA) entlastet. SLA und GLA werden vollst\u00e4ndig durch den Bund finanziert (Volumen 2024 0,9 Mrd. Fr).\r\n\r\n<em>Tempor\u00e4re Massnahmen<\/em> sorgen daf\u00fcr, dass negative Auswirkungen von Reformen (Ein\u00adf\u00fchrung Nationaler Finanzausgleich, Reform 2020, Anpassungen an Staf) auf einzelne ressourcenschwache Kantone gemildert werden (Volumen 2024 knapp 0,5 Mrd. 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