{"id":197319,"date":"2024-04-12T07:20:43","date_gmt":"2024-04-12T05:20:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=197319"},"modified":"2024-04-12T10:18:14","modified_gmt":"2024-04-12T08:18:14","slug":"intensiver-steuerwettbewerb-trotz-umverteilung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/04\/intensiver-steuerwettbewerb-trotz-umverteilung\/","title":{"rendered":"Intensiver Steuerwettbewerb trotz Umverteilung"},"content":{"rendered":"<p>Der Nationale Finanzausgleich (NFA) und insbesondere sein Herzst\u00fcck, der Ressourcenausgleich, haben in erster Linie ein Ziel: \u00abdie Unterschiede in der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit zwischen den Kantonen verringern\u00bb und \u00abden Kantonen minimale finanzielle Ressourcen gew\u00e4hrleisten\u00bb. So steht es in der Verfassung.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Klarer k\u00f6nnte der Auftrag also nicht sein. Allerdings: Gleichzeitig verlangt die Verfassung vom NFA auch, dass die \u00absteuerliche Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Kantone im nationalen und internationalen Verh\u00e4ltnis erhalten\u00bb bleibt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Dieser Zusatz mag auf den ersten Blick erstaunen, denn das NFA-Regelwerk schr\u00e4nkt die Steuerhoheit der Kantone und Gemeinden nirgends ein. Woher kommt der kryptische Verfassungsabsatz, und was bedeutet er f\u00fcr die Ausgestaltung des Ressourcenausgleichs?<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Lusthemmer f\u00fcr den Steuerwettbewerb<\/h2>\n<p>Der NFA will die Ungleichheit m\u00e4ssigen und zugleich Leistungsanreize setzen oder anders gesagt: Er will Ausgleich und Wettbewerb. Beides gleichzeitig ist selten zu haben; und so ist es auch bei den Ausgleichszahlungen zwischen den Kantonen. Je mehr man von reicheren an \u00e4rmere Kantone umverteilt, desto kleiner wird die finanzielle Ungleichheit zwischen den verschiedenen Landesteilen. Gleichzeitig verringert man jedoch den Anreiz, dass sich Kantone darum bem\u00fchen, ihre Wirtschaft anzukurbeln und lukrative Steuerzahler anzulocken. Denn wenn sie es tun, m\u00fcssen Geberkantone einen Teil ihrer zus\u00e4tzlichen Einnahmen im Finanzausgleich abliefern. Umgekehrt erhalten Nehmerkantone weniger Gelder aus dem Topf, wenn sie sich verbessern. Der Ressourcenausgleich wird zum \u00abLusthemmer\u00bb f\u00fcr den Steuerwettbewerb.<\/p>\n<p>Das Problem sind die sogenannten Grenzabsch\u00f6pfungsquoten. Diese erfassen den Anteil an jedem zus\u00e4tzlichen Steuerfranken, den die Kantone via Finanzausgleich wieder abgeben m\u00fcssen. Liegt die Grenzabsch\u00f6pfungsquote \u00fcber 100 Prozent, wird Wirtschaftswachstum aus Sicht der Kantonsfinanzen zum potenziellen Verlustgesch\u00e4ft: Pro zus\u00e4tzlichem Franken an Einnahmen aus der betroffenen Steuer geht dem Kanton mehr als ein Franken \u00fcber den Ressourcenausgleich wieder verloren. In einer solchen Situation k\u00f6nnen die Kantonsregierungen paradoxerweise einen Anreiz haben, ihre Steuers\u00e4tze m\u00f6glichst hoch anzusetzen, denn f\u00fcr das Steuersubstrat, das sie damit vertreiben, werden sie via NFA finanziell belohnt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Ein reales Szenario<\/h2>\n<p>Dass dies nicht bloss ein hypothetisches Schreckensszenario ist, sondern lange Realit\u00e4t im Bereich der Unternehmenssteuern war, zeigt eine Studie von 2019.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Demnach gab es in den 2010er-Jahren in fast der H\u00e4lfte der Kantone Grenzabsch\u00f6pfungsquoten von \u00fcber 100 Prozent, wenn sie zus\u00e4tzliche Unternehmensgewinne anzogen. F\u00fcr die betroffenen Kantone und ihre Gemeinden waren zus\u00e4tzliche Firmengewinne hinsichtlich der direkten steuerlichen Auswirkungen also ein Verlustgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr die enormen Grenzabsch\u00f6pfungsquoten war, dass Gewinne im NFA gleich gewichtet waren wie Haushaltseinkommen, aber von den Kantonen viel tiefer besteuert wurden. Das f\u00fchrte dazu, dass zus\u00e4tzliche im Kanton ausgewiesene Gewinne durch den NFA st\u00e4rker \u00abfinanziell bestraft\u00bb wurden, als sie dem Kanton \u00fcber die (tiefen) Unternehmenssteuern einbrachten.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Neue Anreize durch Staf<\/h2>\n<p>Der Umverteilungsschl\u00fcssel \u00e4nderte sich mit der 2020 in Kraft gesetzten Unternehmenssteuerreform (Staf), welche auch eine Anpassung des NFA beinhaltete. Firmengewinne werden ab 2024 allm\u00e4hlich tiefer gewichtet als Einkommen von nat\u00fcrlichen Personen, und zwar im Verh\u00e4ltnis der tats\u00e4chlichen Besteuerung, das heisst bis 2032 etwa zu einem Drittel. Damit sinken auch die Grenzabsch\u00f6pfungsquoten markant.<\/p>\n<p>Wir haben diese Ver\u00e4nderungen berechnet (siehe Kasten). Unsere Resultate zeigen, dass vor der Staf-Reform 2020 elf Kantone Grenzabsch\u00f6pfungsquoten von \u00fcber 100 Prozent aufwiesen. In Uri betrug die Quote sogar 240 Prozent. Alle diese elf Kantone waren Nehmerkantone und hatten aus Sicht der Unternehmenssteuereinnahmen keinen Anreiz, ihre Gewinnsteuerbasis zu erh\u00f6hen. Nach der \u00dcbergangsfrist der Staf-Reform 2032 d\u00fcrfte gem\u00e4ss unserer Analyse kein Kanton mehr Absch\u00f6pfungsquoten von \u00fcber 100 Prozent aufweisen (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Effektive Grenzabsch\u00f6pfungsquoten vor und nach der Staf-Unternehmenssteuerreform<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='BR\u00dcLHART-SCHMIDHEINY_4-2024_ABB1_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n\n\n\n\n\n\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n\n    $('#BR\u00dcLHART-SCHMIDHEINY_4-2024_ABB1_DE').highcharts({\n\n\n chart: {\n            type: 'scatter', \/\/ macht Punkte statt bubbles\n            plotBorderWidth: 1,\n            zoomType: 'xy'\n        },\n\t\t\tcredits: {enabled: 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(2023) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Unsere Berechnungen zeigen zudem, dass auch bei den privilegiert besteuerten Unternehmensgewinnen \u2013 das heisst sowohl bei Statusgewinnen vor der Staf als auch bei Patentbox-Gewinnen nach der Reform \u2013 die Grenzabsch\u00f6pfungsquoten f\u00fcr alle Kantone unter 100 Prozent liegen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wettbewerb trotz negativer Anreize<\/h2>\n<p>Obwohl die hohen Grenzabsch\u00f6pfungsquoten vor der Reform eigentlich keine Anreize daf\u00fcr setzten, haben die meisten Kantone in den Jahrzehnten vor der Reform zum Teil aggressiv ihre Unternehmenssteuern gesenkt (siehe Abbildung 2). Seit den 1980er-Jahren sind die Gewinnsteuers\u00e4tze in allen Kantonen gefallen, mit besonders ausgepr\u00e4gten Senkungen in den Zentralschweizer Kantonen. Zwischen 1975 und 2021 sank der durchschnittliche Gewinnsteuersatz in der Schweiz beinahe um die H\u00e4lfte, von 27 auf 15 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Firmengewinne von 8 auf 22 Prozent gemessen am Schweizer BIP.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Internationale Studien best\u00e4tigen, dass die Schweiz zu einem der weltweit steuerg\u00fcnstigsten Standorte f\u00fcr Firmengewinne avancierte und nach Irland zum zweitgr\u00f6ssten Magnet f\u00fcr buchhalterische Gewinnverschiebungen in Europa wurde.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Durchschnittliche effektive Steuers\u00e4tze auf Gewinne von ordentlich besteuerten Unternehmen (1949\u20132021)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"BR\u00dcLHART-SCHMIDHEINY_4-2024_ABB2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#BR\u00dcLHART-SCHMIDHEINY_4-2024_ABB2_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n        categories: [\n        \n1949,1950,1951,1952,1953,1954,1955,1956,1957,1958,1959,1960,1961,1962,1963,1964,1965,1966,1967,1968,1969,1970,1971,1972,1973,1974,1975,1976,1977,1978,1979,1980,1981,1982,1983,1984,1985,1986,1987,1988,1989,1990,1991,1992,1993,1994,1995,1996,1997,1998,1999,2000,2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007,2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018,2019,2020,2021\n],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Gewinnsteuersatz'\n        },\n        labels: {\n                format: '{value}%'\n            },\n       \n    },\n     tooltip: {\n     headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>',\n     valueSuffix: '%'\n   \n   \n        },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [{\n        name: 'Ungewichtet',\n        data: [25.2,25.12,25.25,25.35,25.41,25.3,24.31,25.48,25.65,25.74,25.67,25.73,25.56,25.64,25.08,24.91,24.86,24.82,24.93,25.09,24.48,24.42,24.87,25.22,26.78,26.6,27.09,27.13,27.02,26.76,26.78,26.67,26.06,26.01,25.83,25.78,25.59,25.29,24.67,24.51,23.85,23.85,23.67,23.7,23.72,23.77,23.62,23.59,23.29,23.95,23.9,23.71,22.47,22.33,22.17,22.35,22.24,21.69,21.21,20.43,19.76,19.1,18.71,18.45,18.33,18.34,18.3,18.2,18.09,18.07,17.31,15.22,15.06\n\n],color: '#666666'\n    }, {\n        name: 'Gewichtet nach Einwohner',\n        data: [26.4,26.31,26.39,26.43,26.48,26.32,24.96,24.91,25.13,25.13,24.82,24.91,24.78,24.86,24.33,24.2,24.23,24.41,24.52,24.62,24.62,24.48,25.12,25.73,27.45,27.39,28.09,28.12,28.22,28.06,27.58,27.63,26.15,26.12,25.6,25.55,25.35,25.13,24.39,24.1,23.58,23.57,23.13,23.17,23.34,23.43,23.31,23.31,23.1,23.83,23.89,23.67,23.17,23.03,22.79,22.82,22.78,22.5,22.28,21.96,21.17,20.65,20.37,20.12,20.03,19.97,19.97,19.84,19.67,19.66,18.69,17,16.65\n],color: '#327775'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'Gewichtet nach Gewinnen',\n        data: [24.93,25.09,25.23,25.16,25.04,24.76,23.19,23.1,23.27,23.12,22.64,22.72,22.58,22.6,22.1,21.96,22.03,22.23,22.47,22.6,22.6,22.38,22.94,23.31,25.08,24.75,25.39,25.64,25.97,25.66,25.35,25.3,24.85,24.75,24.04,24.05,23.83,23.75,23.21,22.98,22.73,22.65,22.36,22.56,22.82,22.83,22.82,22.65,22.61,23.36,23.67,23.41,22.91,22.72,22.37,22.55,22.36,22.43,22.63,22.57,21.84,21.45,21.17,20.73,20.5,20.5,20.5,20.19,20.06,20.03,18.03,null,null\n],color: '#655c99'\n       \n           }\n\n           \n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Rapha\u00ebl Parchet in Br\u00fclhart et al. (2023) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Auch die Einf\u00fchrung des NFA im Jahr 2008 tat diesen Trends keinen Abbruch. Somit hielten die scheinbar prohibitiv hohen Absch\u00f6pfungsquoten die Kantone offensichtlich nicht davon ab, sich mittels Steuersenkungen intensiv um Firmenansiedlungen und Gewinnverschiebungen zu bem\u00fchen. Die Erkl\u00e4rung daf\u00fcr muss darin liegen, dass zus\u00e4tzliche im Kanton ausgewiesene Gewinne dem betroffenen Kanton nicht nur zus\u00e4tzliche Gewinnsteuereinnahmen bescheren, sondern auch andere, indirekte fiskalische und wirtschaftliche Vorteile wie etwa mehr Arbeitspl\u00e4tze und Einkommenssteuereinnahmen, eine erh\u00f6hte Nachfrage f\u00fcrs lokale Gewerbe und dadurch wiederum gesteigerte Steuereinnahmen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Der Steuerwettbewerb geht weiter<\/h2>\n<p>Wenn also schon der alte NFA mit den hohen Absch\u00f6pfungsquoten die Lust auf Steuerwettbewerb nicht unterband, dann d\u00fcrfte das fortan erst recht nicht der Fall sein. Denn nach der vollst\u00e4ndigen Umsetzung der Staf-Reform im Jahr 2032 wird voraussichtlich kein Kanton mehr Grenzabsch\u00f6pfungsquoten von \u00fcber 100 Prozent auf ordentliche Unternehmensgewinne haben (siehe Abbildung 1). Da f\u00fcr grosse, multinationale Unternehmen seit 2024 die \u00abOECD-Mindeststeuer\u00bb von 15 Prozent gilt, wird die kantonale Unternehmenssteuerpolitik m\u00f6glicherweise vermehrt auf kleinere Unternehmen und Start-ups abzielen. Wie eine Umfrage unter den Kantonen jedoch unl\u00e4ngst zeigte, gibt es auch unter den neuen Mindeststeuerregeln M\u00f6glichkeiten f\u00fcr fiskalische Standortpolitik zugunsten grosser Konzerne beispielsweise \u00fcber gewisse OECD-kompatible Steuergutschriften.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a><\/p>\n<p>Wie die Schweizer Erfahrung zeigt, m\u00fcssen Grenzabsch\u00f6pfungsquoten nicht bei null liegen, damit Wettbewerb stattfinden kann. Eine gewisse Einschr\u00e4nkung des Wettbwerbs durch h\u00f6here Quoten kann zudem durchaus sinnvoll sein, denn nicht jede Anstrengung eines Kantons, sein Steuersubstrat zu erh\u00f6hen, dient dem Gesamtwohl des Landes (geschweige denn demjenigen anderer L\u00e4nder). Die Kantone ziehen n\u00e4mlich nicht nur mobile Firmengewinne aus dem Ausland an, sondern auch Firmengewinne aus anderen Kantonen.<\/p>\n<p>So haben wir in der Analyse einer kantonalen Verm\u00f6genssteuersenkung festgestellt, dass bloss ungef\u00e4hr ein Drittel der dadurch neu gewonnenen Steuerzahler aus dem Ausland zuzog, die Mehrheit jedoch anderen Kantonen abgeworben wurde.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Aus der Finanzwissenschaft ist bekannt, dass ein solcher Steuerwettbewerb eine immer tiefere Besteuerung der besonders mobilen Steuerobjekte nach sich zieht und die optimale Bereitstellung \u00f6ffentlicher G\u00fcter erschwert.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Zudem gilt es, neben den Anreizwirkungen das Verteilungsziel im Auge zu behalten. Die Unterschiede der kantonalen Finanzkraft sind heute n\u00e4mlich gewaltig. 2024 betrug das Ressourcenpotenzial pro Einwohner im Kanton Wallis 23\u2019000 Franken und im Kanton Zug 95\u2019000 Franken. Die Spannbreite der darin enthaltenen Unternehmensgewinne ist noch gr\u00f6sser: Gem\u00e4ss neuster Statistik der direkten Bundessteuer betr\u00e4gt sie im Wallis 3600 Franken pro Einwohner und in Zug 120\u2019300 Franken.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a> Nur ein starker Finanzausgleich kann solch massive Disparit\u00e4ten wirksam ausgleichen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Bundesverfassung, <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1999\/404\/de#art_135\">Artikel 135.2a<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1999\/404\/de#art_135\">135.2b<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Bundesverfassung, <a href=\"https:\/\/www.fedlex.admin.ch\/eli\/cc\/1999\/404\/de#art_135\">Artikel 135.2e<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Leisibach und Schaltegger (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Br\u00fclhart et al. (2023), <a href=\"https:\/\/www.nber.org\/system\/files\/chapters\/c14816\/c14816.pdf\">Abschnitt 5.2<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Br\u00fclhart et al. (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe T\u00f8rsl\u00f8v et al. (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Beispielsweise Qualified Refundable Tax Credits, siehe EFD (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe Br\u00fclhart et al. (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Siehe Keen und Konrad (2013).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Reingewinne nach Steuern berechnet auf Grundlage der <a href=\"https:\/\/www.estv.admin.ch\/estv\/de\/home\/die-estv\/steuerstatistiken-estv\/allgemeine-steuerstatistiken\/direkte-bundessteuer.html\">ESTV-Daten<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Nationale Finanzausgleich (NFA) und insbesondere sein Herzst\u00fcck, der Ressourcenausgleich, haben in erster Linie ein Ziel: \u00abdie Unterschiede in der finanziellen Leistungsf\u00e4higkeit zwischen den Kantonen verringern\u00bb und \u00abden Kantonen minimale finanzielle Ressourcen gew\u00e4hrleisten\u00bb. 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Schmidheiny (2018). <a href=\"https:\/\/www.schmidheiny.name\/consulting\/docs\/Studie_Geberkantone_Bruelhart-Schmidheiny_2019-01-10.pdf\">Der Ressourcenausgleich im Zusammenspiel von Steuervorlage 17 und Anpassung des NFA: Simulationsrechnungen<\/a>. Studie im Auftrag der NFA-Geberkantone, Universit\u00e4ten Lausanne und Basel.<\/li>\r\n \t<li>EFD (2023). OECD-Mindeststeuer: Auswirkungen auf die Disparit\u00e4t zwischen den Kantonen und Formen der kantonalen Umsetzung. Bericht des Eidgen\u00f6ssischen Finanzdepartements, Bern.<\/li>\r\n \t<li>Keen, M. und K. A. Konrad (2013). The Theory of International Tax Competition and Coordination. Handbook of Public Economics, 5: 257\u2013328.<\/li>\r\n \t<li>Leisibach, P. und C. A. Schaltegger (2019). Zielkonflikte und Fehlanreize: Eine Analyse der Anreizwirkungen im Schweizer Finanzausgleich. Perspektiven der Wirtschaftspolitik, 20(3): 254\u2013279.<\/li>\r\n \t<li>T\u00f8rsl\u00f8v, T., L. Wier und G. Zucman (2023). The Missing Profits of Nations. Review of Economic Studies, 90(3): 1499\u20131534.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Die Studie im Detail","kasten_box":"Wie haben sich die Grenzabsch\u00f6pfungsquoten mit Inkraftsetzung der Unternehmenssteuerreform (Staf) 2020 ver\u00e4ndert? In unseren Berechnungen erh\u00f6hen wir die Unternehmensgewinne eines einzelnen Kantons um jeweils 100\u2019000 Franken und bestimmen, wie sich die NFA-Zahlungen ver\u00e4ndern.<sup>a<\/sup> Bei Geberkantonen f\u00fchrt das dadurch angestiegene Ressourcenpotenzial zu h\u00f6heren Einzahlungen in den NFA, bei Nehmerkantonen zu verminderten Auszahlungen. Um die Grenzabsch\u00f6pfungsquoten zu bestimmen, setzen wir diese Ver\u00e4nderungen ins Verh\u00e4ltnis zu den erh\u00f6hten Steuereinnahmen durch die zus\u00e4tzlich besteuerten Unternehmensgewinne. Anders als andere Studien ber\u00fccksichtigen wir nicht nur die Steuereinnahmen des Kantons, sondern auch diejenigen der Gemeinden.<sup>b<\/sup> F\u00fcr die Berechnung der Grenzabsch\u00f6pfungsquoten vor 2020 setzen wir die effektiven Gewinnsteuers\u00e4tze von 2018 ein. Die NFA-Reform im Zuge der Staf sieht lange \u00dcbergangsfristen vor. Wir bestimmen die Grenzabsch\u00f6pfungsquoten daher mit den Regeln des NFA am Ende der \u00dcbergangsperiode im Jahr 2032 und den effektiven ordentlichen Gewinnsteuers\u00e4tzen f\u00fcr das Jahr 2021.\r\n\r\n<sup>a<\/sup> Siehe Br\u00fclhart et al. (2023).\r\n\r\n<sup>b<\/sup> Leisibach und Schaltegger (2019)."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[196914,197724],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-04-12 05:20:43","original_files":null,"external_release_for_author":"20240412","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/66014d6798120"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197319"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4010"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=197319"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197319\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":198046,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/197319\/revisions\/198046"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4200"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4010"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/197724"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/196914"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/197957"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=197319"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=197319"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=197319"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=197319"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=197319"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=197319"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}