{"id":198297,"date":"2024-06-07T07:00:11","date_gmt":"2024-06-07T05:00:11","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=198297"},"modified":"2024-06-27T09:57:05","modified_gmt":"2024-06-27T07:57:05","slug":"staatsquote-war-gestern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/06\/staatsquote-war-gestern\/","title":{"rendered":"Staatsquote war gestern"},"content":{"rendered":"<p>Das Wachstum des Staates und seine Gr\u00f6sse im Verh\u00e4ltnis zur Wirtschaftskraft eines Landes besch\u00e4ftigen die Sozialwissenschaften seit Langem. Bereits 1892 postulierte der \u00d6konom Adolph Wagner das Gesetz der wachsenden Staatsausgaben, nach dem die \u00f6ffentlichen Ausgaben im Verh\u00e4ltnis zur Gr\u00f6sse der Wirtschaft eines Landes \u2013 die sogenannte Staats- oder Fiskalquote \u2013 unweigerlich \u00fcber die Zeit ansteigen. Als Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Entwicklung nannte Wagner die Erf\u00fcllung immer neuer \u00f6ffentlicher Aufgaben und den damit einhergehenden Wandel vom bloss ordnenden hin zum Wohlfahrtsstaat.<\/p>\n<p>Mindestens also seit 130 Jahren wird in Wissenschaft und \u00d6ffentlichkeit Staatswachstum rege diskutiert. Vor allem in wirtschaftsliberalen Kreisen kursiert seit eh und je die Sorge, dass ein wachsender Staat Zivilgesellschaft und Wirtschaft zusehends einschr\u00e4nke und behindere.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Doch wird diese Debatte seit geraumer Zeit nicht mehr auf Basis neuster wissenschaftlicher Erkenntnisse gef\u00fchrt. Denn einerseits sind die gebr\u00e4uchlichen Messungen von Staatswachstum veraltet. Andererseits sind die Auswirkungen von Regulierungen auf die Wirtschaft komplexer als weithin angenommen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Vom umverteilenden zum regulierenden Staat<\/h2>\n<p>Die Staatsquote gibt das Wachstum moderner Staaten nur noch ungen\u00fcgend und verzerrt wieder. Die meisten entwickelten Demokratien haben sich in den letzten Jahrzehnten von umverteilenden zu regulierenden Staaten gewandelt, das heisst, sie greifen zusehends in Wirtschaft und Gesellschaft ein, ohne dadurch zwangsl\u00e4ufig die Staatsausgaben zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Wenn eine Regierung beispielsweise eine Mietpreisbremse einf\u00fchrt, dann hat diese zwar eine umverteilende Wirkung hin zu den Mietern; die Kosten hierf\u00fcr werden aber nicht vom Staat, sondern von den Vermietenden getragen und erh\u00f6hen deswegen auch nicht die Staatsquote \u2013 von den administrativen Kosten f\u00fcr die Um- und Durchsetzung der Mietpreisbremse einmal abgesehen.<\/p>\n<p>Angesichts solcher Konstellationen verf\u00fcgt die Forschung mittlerweile \u00fcber bessere Tools, um Staats- bzw. Regulierungswachstum zu messen. Ein weitverbreitetes Vorgehen ist die zunehmend von k\u00fcnstlicher Intelligenz gest\u00fctzte Analyse von Gesetzestexten. Weil staatliche Eingriffe aller Art eine gesetzliche Grundlage brauchen, kann die L\u00e4nge von Gesetzestexten \u2013 oder auch die Anzahl an Querverweisen \u2013 als Indikator f\u00fcr Staatswachstum herhalten. So konnte beispielsweise gezeigt werden, dass die Gesetzestexte der Europ\u00e4ischen Union seit den 1990er-Jahren nicht nur l\u00e4nger wurden, sondern auch durch immer mehr Querverweise gekennzeichnet sind.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Staatswachstum sichtbar machen<\/h2>\n<p>Eine weitere M\u00f6glichkeit, Staatswachstum zu messen, ist die Analyse von sogenannten Politikportfolios. Dieses Vorgehen identifiziert in Gesetzestexten sowohl politische Ziele (Was macht der Staat?) als auch Politikinstrumente (Wie macht er es?). Aus diesen beiden erstellt man ein zweidimensionales Portfolio, in dem Ver\u00e4nderungen der Staatsaktivit\u00e4t in einem bestimmten Politikbereich (Umweltpolitik, Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik etc.) erfasst werden k\u00f6nnen. Hierf\u00fcr werden zun\u00e4chst s\u00e4mtliche in einem Politikbereich theoretisch m\u00f6glichen Politikinstrumente und -ziele definiert. Auf der Grundlage dieses maximalen Portfolioraums ist es dann m\u00f6glich, staatliche Eingriffe in einem gewissen Bereich \u00fcber die Zeit hinweg zu erfassen \u2013 und dies unabh\u00e4ngig von deren Implikationen f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Haushalt. Ausserdem erm\u00f6glicht die Methode, das Anwachsen von Politikportfolios \u00fcber Sektoren und L\u00e4nder hinweg zu vergleichen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Die Abbildung verdeutlicht beispielsweise, dass die Politikportfolios von 21 wirtschaftlich f\u00fchrenden L\u00e4ndern der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) im Bereich Sozial- und Umweltpolitik seit 1995 um circa 3 respektive 12 Prozentpunkte gestiegen sind. Die Staatsquote derselben L\u00e4nder sank im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 4 Prozentpunkte (siehe Abbildung). Eine Analyse von Politikportfolios macht also ein Staatswachstum sichtbar, das von rein ausgabenorientierten Messmethoden wie der Staatsquote nur unzureichend erfasst wird.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Sozial- und Umweltregulierungen nehmen zu \u2013 die Staatsquote jedoch nimmt ab (1995\u20132018)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Hinterleitner-Steinemann_06-2024\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#Hinterleitner-Steinemann_06-2024').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n  \n\n\n        categories: [\n        \n1995,1996,1997,1998,1999,2000,2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007,2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018\n\n\n],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Ver\u00e4nderung gegen\u00fcber 1995 in Prozentpunkten'\n        },\n        labels: {\n                formatter: function () {\n            return Highcharts.numberFormat(this.value, 0);\n        }\n            },\n       \n    },\n     tooltip: {\n     headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>',\n     valueSuffix: ''\n   \n   \n        },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [{\n        name: 'Sozialpolitikportfolio',\n        data: [\n       0,0.17,0.12,0.15,0.17,0.15,0.17,0.44,0.44,0.49,0.56,1.4,1.57,1.7,1.8,1.85,2.01,2.06,2.14,2.47,2.62,2.8,3.05,3.13\n\n], color: '#327775'\n    }, {\n        name: 'Staatsquote',\n        data: [\n       0,-1.32,-2.68,-3.16,-3.89,-5.21,-4.74,-3.84,-3.89,-4.26,-5.04,-5.59,-5.79,-4.44,-0.89,-0.09,-1.94,-1.89,-2.29,-2.79,-3.74,-4.14,-4.84,-5.04\n\n],color: '#666666'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'Umweltpolitikportfolio',\n        data: [\n     0,0.16,0.45,1.18,1.68,1.85,2.41,2.88,4.11,4.62,5.86,7.16,8.94,9.36,9.84,10.05,10.45,10.74,11.13,11.37,11.42,11.61,11.71,12.81\n\n\n],color: '#9c92bf'\n       \n           }\n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Quellen: OECD (Staatsquote) \/ <a href=\"https:\/\/cordis.europa.eu\/project\/id\/788941\">ACCUPOL<\/a>-Projekt (Politikportfolios) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<h6 class=\"content-copy\">Anmerkung: Die Abbildung zeigt die ungewichtete, durchschnittliche Entwicklung f\u00fcr 21 OECD-L\u00e4nder: Australien, Belgien, D\u00e4nemark, Deutschland, die Niederlande, die Schweiz, die Vereinigten Staaten von Amerika, das Vereinigte K\u00f6nigreich, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen, \u00d6sterreich, Portugal, Schweden und Spanien.<\/h6>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Zus\u00e4tzliche Regulierung nur, solange sie die Verwaltung auch umsetzen kann<\/h2>\n<p>Die Diskussion um die Frage \u00abWie viel Regulierung (bzw. Staat) braucht es, und wie viel ist zu viel?\u00bb sollte also heutzutage auf Basis eines aktualisierten Staatsverst\u00e4ndnisses und besserer Messmethoden gef\u00fchrt werden. Und tats\u00e4chlich h\u00e4lt die aktuelle Forschung diesbez\u00fcglich wichtige Erkenntnisse bereit.<\/p>\n<p>Entscheidend ist nicht das absolute Ausmass an Regulierungen, sondern deren Verh\u00e4ltnis zu administrativen Kapazit\u00e4ten. Sprich: Zus\u00e4tzliche Regulierungen machen generell nur so lange Sinn, wie die Verwaltung gen\u00fcgend personelle und finanzielle Mittel sowie Expertise besitzt, um diese effektiv umsetzen zu k\u00f6nnen. Verwaltungen, die \u00fcber l\u00e4ngere Zeit jenseits ihrer Belastungsgrenze operieren, k\u00f6nnen Regulierungen nur noch selektiv und unzureichend implementieren.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Jetzt k\u00f6nnte man nat\u00fcrlich argumentieren: Dann braucht es schlicht weniger Regulierungen, um nicht nur B\u00fcrger und Unternehmen, sondern auch die Verwaltung vor gr\u00f6sser werdenden Regulierungslasten zu sch\u00fctzen. Doch diese Forderung ignoriert die demokratisch-kapitalistische Realit\u00e4t, die moderne, freiheitlich organisierte Staaten kennzeichnet. Was ist damit gemeint? Unsere Gesellschaften sind sehr dynamisch und produzieren deswegen nicht nur zus\u00e4tzlichen Reichtum und Optionen aller Art, sondern immer auch neue Probleme, die schwerlich ignoriert werden k\u00f6nnen. So hat beispielsweise das Aufkommen des Internets zwar die Kommunikations- und Einkaufsm\u00f6glichkeiten der Menschen erweitert, aber auch zu Cyberangriffen und zur Vergiftung politischer Kommunikation gef\u00fchrt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Die Demokratie und eine komplexere \u00d6konomie bedingen komplexere Regulierung<\/h2>\n<p>Regulierungen, die solche Probleme in den Griff kriegen sollen, werden aufgrund von zwei schwer zu \u00e4ndernden Faktoren zusehends komplexer. Die j\u00fcngste Forschung zeigt einerseits, dass regulatorische Komplexit\u00e4t nicht partei-, sondern systembedingt ist. Es sind also nicht einfach die Linken, die f\u00fcr neue und immer komplexere Staatseingriffe verantwortlich zeichnen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Verantwortlich ist vielmehr die Konfiguration unserer politischen Systeme.<\/p>\n<p>In Demokratien sind Regulierungen das Resultat von demokratischen Aushandlungsprozessen, in denen die unterschiedlichsten Akteure (Wirtschaftsverb\u00e4nde, private Interessengruppen, Kantone, das Stimmvolk etc.) ihren Einfluss auf geplante Gesetzesvorhaben geltend machen k\u00f6nnen; ein Umstand, der das Endprodukt dieser Aushandlungsprozesse oft verkompliziert. Regulatorische Komplexit\u00e4t ist somit zu einem wichtigen Teil der Preis f\u00fcr ein demokratisches, auf Interessenausgleich fussendes Gemeinwesen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Andererseits erkl\u00e4rt sich Regulierungswachstum und -komplexit\u00e4t auch schlicht mit einem immer komplexer werdenden Regulierungsgegenstand. Je ausdifferenzierter die Wirtschaft und die darin enthaltenen Aktivit\u00e4ten und Transaktionen, desto ausdifferenzierter m\u00fcssen auch Regulierungen sein, um diese effektiv regulieren zu k\u00f6nnen. Kurzum: Eine komplexere \u00d6konomie bedingt komplexere Regulierung.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">St\u00e4rken moderner Verwaltungen<\/h2>\n<p>Angesichts dieser Situation ist es besonders wichtig, zu betonen, dass ein Mehr an Regulierung nicht zwangsl\u00e4ufig schlecht f\u00fcr die Wirtschaft ist und es vielmehr auf die Qualit\u00e4t von Regulierungen ankommt. Obwohl diese Qualit\u00e4t nat\u00fcrlich vom Einzelfall abh\u00e4ngt, gibt es starke Belege daf\u00fcr, dass ein gut funktionierendes politisches System mit einer professionellen und gut ausgestatteten Verwaltung generell eher in der Lage ist, hochwertige, die Wirtschaft f\u00f6rdernde Regulierungen zu entwickeln und umzusetzen.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Was folgt aus diesen Erkenntnissen f\u00fcr die auch heute noch intensiv gef\u00fchrte Diskussion \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zwischen Staat und Wirtschaft? Zun\u00e4chst einmal sollte man wegkommen von Pauschaldebatten \u00fcber Sinn oder Unsinn von zus\u00e4tzlichen Regulierungen bzw. die Gr\u00f6sse des Staates. Stattdessen braucht es auf den Einzelfall bezogene Diskussionen, die die Kosten und den Nutzen einzelner Regulierungen in den Blick nehmen. Hat eine Regulierung unerw\u00fcnschte Nebenwirkungen, die die erwartbaren Vorteile eventuell \u00fcbersteigen? K\u00f6nnte man das gleiche Ziel eventuell einfacher erreichen? Um solche Fragen zu beantworten, stehen unterschiedlichste Tools wie beispielsweise die Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung zur Verf\u00fcgung. Und wenn man auf eine generelle Debatte nicht verzichten will, sollte diese in erster Linie darum kreisen, wie moderne Verwaltungen gest\u00e4rkt werden k\u00f6nnen, damit sie die an sie gestellten, immer gr\u00f6sseren Aufgaben weiterhin zur \u00f6ffentlichen und politischen Zufriedenheit ausf\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe beispielsweise Benz (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Hurka (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Hinterleitner et al. (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Fern\u00e1ndez-i-Mar\u00edn et al. (2023a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Fern\u00e1ndez-i-Mar\u00edn et al. (2023b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Fern\u00e1ndez-i-Mar\u00edn et al. (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Vannoni und Morelli (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe Vannoni und Morelli (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Wachstum des Staates und seine Gr\u00f6sse im Verh\u00e4ltnis zur Wirtschaftskraft eines Landes besch\u00e4ftigen die Sozialwissenschaften seit Langem. 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Do Parties Matter for Policy Accumulation? An Analysis of Social Policy Portfolios in 22 Countries. European Journal of Political Research, early view.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Fern\u00e1ndez-i-Mar\u00edn, X. et al (2024). Testing Theories of Policy Growth: Public Demands, Interest Group Politics, Electoral Competition, and Institutional Fragmentation. Journal of European Public Policy, early view.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Hinterleitner, M., Knill, C. und Y. Steinebach (2023). The Growth of Policies, Rules, and Regulations: A Review of the Literature and Research Agenda.\u00a0Regulation &amp; Governance, early view.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Hurka, S. (2023). The Institutional and Political Roots of Complex Policies: Evidence from the European Union. European Journal of Political Research, 62: 1168\u20131190.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Vannoni, M. und M. Morelli (2021). <a href=\"https:\/\/cepr.org\/voxeu\/columns\/regulation-and-economic-growth-contingent-relationship\">Regulation and Economic Growth: A \u00abContingent\u00bb Relationship<\/a>. 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