{"id":198712,"date":"2024-06-25T07:10:41","date_gmt":"2024-06-25T05:10:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=198712"},"modified":"2024-06-25T11:13:21","modified_gmt":"2024-06-25T09:13:21","slug":"belastet-die-klimapolitik-die-oeffentlichen-finanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/06\/belastet-die-klimapolitik-die-oeffentlichen-finanzen\/","title":{"rendered":"Belastet die Klimapolitik die \u00f6ffentlichen Finanzen?"},"content":{"rendered":"<p>Neben der Alterung der Bev\u00f6lkerung ist der Klimawandel eine der gr\u00f6ssten langfristigen Herausforderungen f\u00fcr die Schweiz. Mit dem Klima- und Innovationsgesetz hat sich die Schweiz verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden.<\/p>\n<p>Zentrale Fragen sind: Wie werden sich die Klimaschutzmassnahmen langfristig auf die \u00f6ffentlichen Finanzen auswirken? Und welche Einnahmen und Ausgaben sind vom Klimaschutz betroffen?<\/p>\n<p>Diesen Fragen gehen die <a href=\"https:\/\/www.efd.admin.ch\/efd\/de\/home\/finanzpolitik\/langfristperspektiven-der-oeffentlichen-finanzen-der-schweiz.html\">Langfristperspektiven 2024<\/a> des Eidgen\u00f6ssischen Finanzdepartements (EFD) nach. Basierend auf einer Pilotstudie des Beratungsunternehmens Ecoplan werden darin die Auswirkungen der Klimaschutzmassnahmen auf die \u00f6ffentlichen Haushalte analysiert.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Studie betritt methodisches Neuland, da es international noch keine etablierte Vorgehensweise f\u00fcr eine solche Analyse gibt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die Klimaschutzmassnahmen sollen insbesondere dazu beitragen, das Pariser Abkommen einzuhalten und k\u00fcnftige klimabedingte Sch\u00e4den zu reduzieren. Die Kosten des Klimawandels selbst, und damit auch die durch die Klimapolitik vermiedenen Klimasch\u00e4den, konnten jedoch aufgrund noch zu grosser Unsicherheiten und fehlender Datengrundlagen nicht ber\u00fccksichtigt werden. Die Studie fokussiert also rein auf die Kosten der Klimapolitik.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Grossteil der \u00f6ffentlichen Finanzen vom Klimaschutz betroffen<\/h2>\n<p>Die unterstellten Klimaschutzmassnahmen wirken sich auf die Einnahmen und Ausgaben von Bund, Kantonen, Gemeinden und Sozialversicherungen direkt und indirekt aus. Direkte Auswirkungen sind etwa wegfallende Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer sowie zunehmende \u00f6ffentliche Ausgaben f\u00fcr das Geb\u00e4udeprogramm von Bund und Kantonen. Da Klimaschutzmassnahmen zudem das Wirtschafts- und Lohnwachstum leicht d\u00e4mpfen, haben sie auch indirekte Auswirkungen auf die \u00f6ffentlichen Haushalte.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Indirekt reduzieren sie beispielsweise das Wachstum der Einnahmen aus der direkten Bundessteuer und der Mehrwertsteuer oder Bundesbeitr\u00e4ge an die Sozialwerke.<\/p>\n<p>Im Jahr 2021 waren rund 71 Prozent der ordentlichen Einnahmen und 75 Prozent der ordentlichen Staatsausgaben direkt oder indirekt vom Klimaschutz betroffen. Besonders exponiert ist der Bund, unter anderem wegen der hohen Eink\u00fcnfte aus der Mineral\u00f6lsteuer, der Leistungsabh\u00e4ngigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) und der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe.<\/p>\n<p>Um zu untersuchen, wie sich die Klimaschutzmassnahmen langfristig auswirken, werden die Einnahmen und Ausgaben aller Staatsebenen und der Sozialversicherungen anhand verschiedener Politikszenarien bis ins Jahr 2060 projiziert. Die Politikszenarien beinhalten eine unterschiedliche Gewichtung von Lenkungsabgaben, Emissionsstandards und Subventionen (siehe Kasten). Sie wurden so konzipiert, dass sie das Netto-null-Ziel bis 2050 erreichen. Um die Zusatzbelastung aufzuzeigen, die durch diese Ausweitung der Klimaschutzmassnahmen entsteht, wird die Entwicklung der \u00f6ffentlichen Finanzen in jedem Politikszenario mit derjenigen in einem Referenzszenario verglichen. Im Referenzszenario werden die bestehenden Massnahmen per Ende 2018 fortgeschrieben und nicht weiter versch\u00e4rft. Das Netto-null-Ziel wird im Referenzszenario folglich nicht erreicht.<\/p>\n<p>Die Fortschreibung der \u00f6ffentlichen Einnahmen und Ausgaben bis ins Jahr 2060 erfolgt mithilfe eines eigens daf\u00fcr entwickelten \u00abBudget-Impact\u00bb-Modells, welches auf den Ergebnissen von Energiesystemmodellen (ESM) und eines allgemeinen Gleichgewichtsmodells (CGE) aus den Energieperspektiven 2050+ aufbaut.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">\u00d6ffentliche Einnahmen wachsen langsamer<\/h2>\n<p>Gem\u00e4ss den Projektionen wird das Netto-null-Ziel das Einnahmen- und Ausgabenwachstum der \u00f6ffentlichen Haushalte abschw\u00e4chen. Im Vergleich zum Referenzszenario liegen die Bundeseinnahmen 2060 rund 2 Milliarden Franken (zu Preisen von 2021) tiefer (siehe Abbildung 1). Insbesondere die Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer sinken bis 2050 auf null, weil \u2013 anders als im Referenzszenario \u2013 ab dann keine fossilen Treibstoffe im Verkehrssektor mehr eingesetzt werden. In der vorliegenden Analyse ist dieser R\u00fcckgang f\u00fcr die Gesamteinnahmen aber nicht entscheidend, denn die Einnahmeneinbussen aus der Mineral\u00f6lsteuer k\u00f6nnen durch die im Jahr 2030 per Annahme eingef\u00fchrten Ersatzabgaben auf Elektrofahrzeugen kompensiert werden.<\/p>\n<p>Die Einnahmen aus der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe auf Brennstoffen steigen im Vergleich zum Referenzszenario zuerst an, was mit der unterstellten deutlich h\u00f6heren CO<sub>2<\/sub>-Abgabe im Hinblick auf das Erreichen des Netto-null-Ziels zu tun hat. Ab 2040 sinken hingegen die Treibhausgasemissionen rascher als im Referenzszenario und damit auch die Einnahmen aus der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe.<\/p>\n<p>Auch die Einnahmen aus der Mehrwertsteuer und der direkten Bundessteuer entwickeln sich gegen\u00fcber dem Referenzszenario negativ, da die Ausweitung der Klimaschutzmassnahmen das Wirtschaftswachstum d\u00e4mpft.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Einnahmen des Bundes im Vergleich zum Referenzszenario (2021\u20132060)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"LERCH-BR\u00c4NDLE-BAUR-ELBEL_6-2024_ABB1_de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n    $('#LERCH-BR\u00c4NDLE-BAUR-ELBEL_6-2024_ABB1_de').highcharts({\n    chart: {\n                type: 'column'\n            },\n            title: {\n                text: ''\n            },\n            xAxis: {\n                categories: [2021,2022,2023,2024,2025,2026,2027,2028,2029,2030,2031,2032,2033,2034,2035,2036,2037,2038,2039,2040,2041,2042,2043,2044,2045,2046,2047,2048,2049,2050,2051,2052,2053,2054,2055,2056,2057,2058,2059,2060\n], \ntickInterval: 3,\n\n            },\n            credits: {\n                enabled: false\n            },\n            \n            \n   yAxis: { \n    min:-5, \n   max:3,\n   tickInterval: 1,\n   plotLines: [{\n    color: '#333333', \n    dashStyle: 'spline', \/\/ Style of the plot line. 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Einnahmen zu Preisen von 2021.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Ecoplan (2024) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf der Ausgabenseite f\u00fchren die Klimaschutzmassnahmen im Jahr 2060 zu rund 1 Milliarde Franken tieferen Bundesausgaben als im Referenzszenario (siehe Abbildung 2). Dabei wird angenommen, dass die Kosten des Umbaus des Energiesystems, um das Netto-null-Ziel zu erreichen, haupts\u00e4chlich der Privatsektor tr\u00e4gt, etwa durch die Erh\u00f6hung von Lenkungsabgaben oder die Versch\u00e4rfung von Emissionsstandards. Das Ausgabenwachstum des Bundes sinkt, beispielsweise aufgrund geringerer Bundesbeitr\u00e4ge an die Sozialwerke. Es fliessen zudem weniger Transfers vom Bund an die Kantone, etwa aus den geringeren Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer, der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe und der direkten Bundessteuer.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a><\/p>\n<p>Auch bei den Kantonen, Gemeinden und Sozialversicherungen sind die indirekten Effekte entscheidend. Bei den Kantonen und Gemeinden ist das Wachstum der Steuereinnahmen und bei den Sozialversicherungen das Wachstum der Einnahmen aus den Lohnbeitr\u00e4gen geringer. Diese Effekte sind wiederum auf das geringere Wirtschaftswachstum durch die Klimaschutzmassnahmen zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Ausgaben des Bundes im Vergleich zum Referenzszenario (2021\u20132060)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"LERCH-BR\u00c4NDLE-BAUR-ELBEL_6-2024_ABB2_de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n    $('#LERCH-BR\u00c4NDLE-BAUR-ELBEL_6-2024_ABB2_de').highcharts({\n    chart: {\n                type: 'column'\n            },\n            title: {\n                text: ''\n            },\n            xAxis: {\n                categories: [2021,2022,2023,2024,2025,2026,2027,2028,2029,2030,2031,2032,2033,2034,2035,2036,2037,2038,2039,2040,2041,2042,2043,2044,2045,2046,2047,2048,2049,2050,2051,2052,2053,2054,2055,2056,2057,2058,2059,2060\n],\ntickInterval: 3,\n            },\n            credits: {\n                enabled: false\n            },\n            \n            \n   yAxis: { \nmin:-2, \n   max:1,\n   tickInterval: 0.5,\n   plotLines: [{\n    color: '#333333', \n    dashStyle: 'spline', \/\/ Style of the plot line. 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Ausgaben zu Preisen von 2021. Transferleistungen an Kantone umfassen die Kantonsanteile an der Mineral\u00f6lsteuer, der LSVA und der direkten Bundessteuer.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Ecoplan (2024) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2><\/h2>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Der Druck auf die \u00f6ffentlichen Finanzen wird zunehmen<\/h2>\n<p>Insgesamt f\u00fchren die unterstellten Klimaschutzmassnahmen dazu, dass der Haushaltssaldo aus Einnahmen und Ausgaben aller Staatsebenen und der Sozialversicherungen 2060 um 3,4 bis 4,4 Milliarden Franken tiefer ausf\u00e4llt als im Referenzszenario (preisbereinigt). Das entspricht rund 0,3 Prozent des BIP. Wird davon ausgegangen, dass die Fiskalregeln inklusive der Schuldenbremse des Bundes nicht wirken, w\u00fcrde dies dazu f\u00fchren, dass 2060 die Schuldenquote des Gesamtstaats \u2013 also die Staatsschulden im Verh\u00e4ltnis zum BIP \u2013 je nach Politikszenario rund 8 bis 11 Prozentpunkte h\u00f6her liegt als im Referenzszenario. Der Bund tr\u00e4gt dabei die gr\u00f6sste Last (siehe Abbildung 3).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 3: Entwicklung der Schuldenquote im Vergleich zum Referenzszenario (2021\u20132060)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"LERCH-BR\u00c4NDLE-BAUR-ELBEL_6-2024_ABB3_de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n    $('#LERCH-BR\u00c4NDLE-BAUR-ELBEL_6-2024_ABB3_de').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'area'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    subtitle: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n categories: [2021,2022,2023,2024,2025,2026,2027,2028,2029,2030,2031,2032,2033,2034,2035,2036,2037,2038,2039,2040,2041,2042,2043,2044,2045,2046,2047,2048,2049,2050,2051,2052,2053,2054,2055,2056,2057,2058,2059,2060\n\n\n],\ntickInterval: 3,\n\n\n    },\n\n     yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Differenz gegen\u00fcber Referenzszenario, in Prozentpunkten'\n        },\n        labels: {\n                format: '{value}%'\n            },\n       \n    },\n    tooltip: {\n        shared: true,\n        headerFormat: '<span style=\"font-size:12px\"><b>{point.key}<\/b><\/span><br>',\n        valueSuffix: '{value} Prozentpunkte'\n\n    },\n    plotOptions: {\n        series: {\n            \nmarker: {\n                enabled: false,\n}\n        },\n        area: {\n            stacking: 'normal',\n            lineColor: '#666666',\n            lineWidth: 0,\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    legend: {\nreversed: false\n},\n    series: [{\n        name: 'Gemeinden',\n        type: 'area',\n        data: [0,0.01,0.03,0.04,0.06,0.08,0.1,0.12,0.14,0.17,0.2,0.23,0.27,0.3,0.34,0.38,0.42,0.46,0.49,0.53,0.57,0.62,0.66,0.71,0.76,0.79,0.82,0.84,0.86,0.88,0.9,0.93,0.96,0.98,1.02,1.04,1.06,1.09,1.11,1.14\n],\n        color: \"#327775\"\n\n    },{\n        name: 'Kantone',\n        type: 'area',\n        data: [0,0.01,0.03,0.05,0.07,0.09,0.12,0.15,0.18,0.21,0.24,0.27,0.3,0.34,0.37,0.41,0.44,0.47,0.5,0.52,0.54,0.56,0.58,0.6,0.62,0.65,0.68,0.69,0.7,0.7,0.7,0.7,0.71,0.71,0.72,0.74,0.76,0.78,0.8,0.83],\n        color: \"#7ea8a7\" \n         \n    },{\n        name: 'Sozialversicherungen',\n        type: 'area',\n        data: [0,0.01,0.02,0.03,0.05,0.08,0.11,0.14,0.18,0.22,0.26,0.31,0.37,0.43,0.49,0.56,0.63,0.7,0.78,0.85,0.94,1.03,1.12,1.23,1.34,1.45,1.56,1.65,1.74,1.82,1.9,1.99,2.08,2.18,2.29,2.4,2.51,2.62,2.73,2.84],\n        color: \"#9c92bf\"\n\n    },{\n        name: 'Bund',\n        type: 'area',\n        data: [0,0.02,0.05,0.08,0.12,0.16,0.21,0.27,0.33,0.39,0.45,0.52,0.58,0.65,0.72,0.8,0.87,0.95,1.03,1.11,1.2,1.3,1.4,1.51,1.64,1.77,1.9,2.05,2.2,2.35,2.5,2.65,2.79,2.93,3.07,3.19,3.3,3.41,3.52,3.62],\n        color: \"#655c99\"\n\n    },{\n\nname: 'Staat (inkl. 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Da \u00fcber die Zeit auch die Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer, der LSVA und den kantonalen Motorfahrzeugsteuern wegfallen, sind Ersatzabgaben \u2013 beispielsweise auf Elektrofahrzeuge \u2013 wichtig. Letztlich zeigt die Analyse in den weiteren Politikszenarien, dass der verst\u00e4rkte Einsatz von Subventionen den Druck auf die \u00f6ffentlichen Finanzen weiter erh\u00f6hen wird.<\/p>\n<p>Allerdings bringt der Klimaschutz auch einen erheblichen Nutzen, der nicht vergessen werden darf. Denn er reduziert Klimasch\u00e4den mit ihren vielf\u00e4ltigen Auswirkungen, unter anderem auf Gesundheit, Biodiversit\u00e4t, Landwirtschaft, Infrastruktur und Produktion von G\u00fctern und Dienstleistungen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Eidgen\u00f6ssisches Finanzdepartement (2024) und Ecoplan (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">\u00c4hnlich wie in den Langfristperspektiven 2024 haben j\u00fcngste Arbeiten von internationalen Organisationen die volkswirtschaftlichen und teils budget\u00e4ren Auswirkungen des Klimaschutzes erstmals analysiert (siehe NGFS, 2023; OECD, 2023; Internationaler W\u00e4hrungsfonds, 2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe UVEK (2022b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe UVEK (2022a und 2022b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Die H\u00e4lfte der Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer fliesst in die Spezialfinanzierung Strassenverkehr (SFSV), aus der unter anderem die Hauptstrassenbeitr\u00e4ge an die Kantone finanziert werden. Zudem fliesst ein Teil der Bundeseinnahmen aus der CO<sub>2<\/sub>-Abgabe in das Geb\u00e4udeprogramm der Kantone.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben der Alterung der Bev\u00f6lkerung ist der Klimawandel eine der gr\u00f6ssten langfristigen Herausforderungen f\u00fcr die Schweiz. Mit dem Klima- und Innovationsgesetz hat sich die Schweiz verpflichtet, bis 2050 klimaneutral zu werden. Zentrale Fragen sind: Wie werden sich die Klimaschutzmassnahmen langfristig auf die \u00f6ffentlichen Finanzen auswirken? Und welche Einnahmen und Ausgaben sind vom Klimaschutz betroffen? 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Es zeigt sich, dass der Klimaschutz den Druck auf die \u00f6ffentlichen Finanzen erh\u00f6hen wird.","post_hero_image_description":"Wegbrechende Staatseinnahmen: Mit zunehmender Anzahl Elektrofahrzeuge fallen Mineral\u00f6lsteuer und kantonale Motorfahrzeugsteuern weg.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>\r\n \t<li>Ecoplan (2024). Langfristige Auswirkungen des Netto-Null-Ziels in der Klimapolitik auf die \u00f6ffentlichen Finanzen Grundlagen f\u00fcr die \u00abLangfristperspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen der Schweiz\u00bb, April 2024.<\/li>\r\n \t<li>Eidgen\u00f6ssisches Finanzdepartement (2024). Langfristperspektiven der \u00f6ffentlichen Finanzen in der Schweiz 2024: Alterung und Netto-Null-Ziel, Bern, April 2024.<\/li>\r\n \t<li>Internationaler W\u00e4hrungsfonds (2024). Public Debt Dynamics During the Climate Transition, International Monetary Fund, Washington, DC, M\u00e4rz 2024.<\/li>\r\n \t<li>Network for Greening the Financial System (2023). NGFS Scenarios for central banks and supervisors, NGFS, Juli 2023.<\/li>\r\n \t<li>OECD (2023). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/153ab87c-en\">Long-term Scenarios: Incorporating the Energy Transition<\/a>, OECD Economic Policy Papers, No. 33, OECD Publishing, Paris.<\/li>\r\n \t<li>UVEK (2022a). Energieperspektiven 2050+, Bern.<\/li>\r\n \t<li>UVEK (2022b). Energieperspektiven 2050+, Volkswirtschaftliche Auswirkungen: Analyse mit einem Mehrl\u00e4nder-Gleichgewichtsmodell \u2013 Annahmen, Szenarien, Ergebnisse, Bern.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Die Studie im Detail","kasten_box":"Um die Auswirkungen der Klimaschutzmassnahmen auf die \u00f6ffentlichen Finanzen zu analysieren, wurde f\u00fcr die zugrunde liegende Studie ein \u00abBudget-Impact\u00bb-Modell entwickelt. Daf\u00fcr wurde auf den Ergebnissen der volkswirtschaftlichen (allgemeines Gleichgewichtsmodell) und technischen (Energiesystemmodelle) Analysen der Energieperspektiven 2050+ aufgebaut.\r\n\r\nIm Fokus der Analyse steht ein Politikszenario, das die bestehenden energie- und klimapolitischen Instrumente f\u00fcr die Schweiz fortf\u00fchrt und sie ausweitet, um das Netto-null-Ziel bis 2050 zu erreichen (Politikszenario 1). Im Politikszenario unterliegen energieintensive Industrien dem Emissionshandelssystem. Die CO<sub>2<\/sub>-Abgabe auf fossilen Brennstoffen wird graduell angehoben und erreicht schliesslich 500 CHF\/t CO<sub>2<\/sub> im Jahr 2050. Fossile Treibstoffe unterstehen Emissionsstandards, die so konzipiert wurden, dass bis ins Jahr 2050 keine Emissionen im Verkehrssektor mehr entstehen. Es wird angenommen, dass der R\u00fcckgang der Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer (inklusive Zuschlag), der LSVA und der Motorfahrzeugsteuer durch Ersatzabgaben auf Elektrofahrzeugen kompensiert werden kann. F\u00fcr schwer abzubauende Emissionen, beispielsweise in der Landwirtschaft, der Kehrichtverbrennung und der Zementproduktion, wird die Nutzung von Carbon Capture and Storage (CCS) und Negativemissionstechnologien (NET) angenommen. Bei der Stromproduktion werden vorgegebene Minimalquoten f\u00fcr die Produktion aus erneuerbaren Energiequellen angenommen. Es wurden zus\u00e4tzlich drei weitere Politikszenarien entwickelt, die entweder mehr Gewicht auf Lenkungsabgaben, Emissionsstandards oder Subventionen legen."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-06-25 05:10:41","original_files":null,"external_release_for_author":"20240625","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/6633941ad0e4a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198712"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11986"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=198712"}],"version-history":[{"count":38,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198712\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":200411,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/198712\/revisions\/200411"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5067"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3085"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4141"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11986"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/200311"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=198712"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=198712"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=198712"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=198712"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=198712"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=198712"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}