{"id":198966,"date":"2024-07-08T07:00:05","date_gmt":"2024-07-08T05:00:05","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=198966"},"modified":"2024-07-08T17:02:17","modified_gmt":"2024-07-08T15:02:17","slug":"arbeitslosigkeit-je-nach-statistik-unterschiedlich-hoch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/07\/arbeitslosigkeit-je-nach-statistik-unterschiedlich-hoch\/","title":{"rendered":"Arbeitslosigkeit: Je nach Statistik unterschiedlich hoch"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenzahlen und -quoten sind neben den Zahlen zur Besch\u00e4ftigungsentwicklung die wohl wichtigste Gr\u00f6sse, um die Arbeitsmarktlage zu beurteilen. Gem\u00e4ss Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) wird eine Person dann als arbeitslos oder erwerbslos gez\u00e4hlt, wenn sie in einem bestimmten Zeitpunkt (1) keiner bezahlten Erwerbst\u00e4tigkeit nachgeht, (2) aktiv nach einer Erwerbsarbeit sucht und (3) unmittelbar f\u00fcr einen Stellenantritt zur Verf\u00fcgung steht.<\/p>\n<p>Sowohl das Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) mit der <a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/erhebungen\/els-ilo.html\">Erwerbslosenstatistik<\/a> als auch das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (Seco) mit der <a href=\"https:\/\/www.amstat.ch\/v2\/amstat_de.html\">Arbeitslosenstatistik<\/a> richten sich nach diesen drei Kriterien. Dennoch liegt die Erwerbslosenquote des BFS deutlich h\u00f6her: Im ersten Quartal 2024 betrug sie 4,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote des Seco im gleichen Quartal lag bei 2,4 Prozent.<\/p>\n<p>Der Hauptunterschied der beiden Statistiken liegt darin, dass sich die monatlichen Zahlen des Seco auf die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldeten Stellensuchenden beschr\u00e4nken. Die Zahlen des BFS werden hingegen mit einer Stichprobenbefragung im Rahmen der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung (Sake) ermittelt, auf die Bev\u00f6lkerung hochgerechnet und quartalsweise publiziert. Im Jahr 2023 z\u00e4hlte das Seco im Durchschnitt 93\u2019500 registrierte Arbeitslose. Beim BFS waren es mit 204\u2019000 Erwerbslosen mehr als doppelt so viele.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Vor- und Nachteile der Statistiken<\/h2>\n<p>Die Zahlen der Arbeitslosen und der Erwerbslosen zeigen seit 2010 auf unterschiedlichen Niveaus einen \u00e4hnlichen Verlauf (siehe Abbildung 1). Die Zahl des Seco ist dabei jeweils bereits am Monatsanfang f\u00fcr den Vormonat verf\u00fcgbar. Zudem entwickelt sie sich regelm\u00e4ssiger, womit sie auch feine Ver\u00e4nderungen im Arbeitsmarkt anzeigt. Die rasche Verf\u00fcgbarkeit und ihre Genauigkeit machen sie f\u00fcr die Konjunkturbeobachtung besonders wertvoll. Ein weiterer grosser Vorteil der Seco-Statistik ist, dass sie auch f\u00fcr sehr kleine Untergruppen und Regionen zuverl\u00e4ssige Informationen zur Arbeitsmarktlage liefert.<\/p>\n<p>Demgegen\u00fcber gibt die Erwerbslosenzahl des BFS ein umfassenderes Bild der Erwerbslosigkeit. Wichtig ist dies vor allem auch f\u00fcr internationale Vergleiche, da entsprechende Zahlen im Ausland ebenfalls im Rahmen von Arbeitskr\u00e4fteerhebungen ermittelt werden. Ein weiterer Vorteil der Erwerbslosenstatistik liegt darin, dass sie im Gegensatz zu den Seco-Zahlen nicht beeinflusst wird, wenn sich die Regeln zum Bezug von Arbeitslosengeldern ver\u00e4ndern.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Aber auch die Erwerbslosenzahlen haben Nachteile: Auch nach einer Saisonbereinigung weisen sie von Quartal zu Quartal gr\u00f6ssere Spr\u00fcnge auf, was vor allem damit zu tun hat, dass es sich um eine Stichprobe handelt, deren Hochrechnung mit statistischer Unsicherheit behaftet ist. Dies erschwert einerseits die Bestimmung des aktuellen konjunkturellen Verlaufs und begrenzt andererseits die M\u00f6glichkeiten, statistisch verl\u00e4ssliche Aussagen f\u00fcr Untergruppen zu machen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit entwickeln sich \u00e4hnlich<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='WEBER_7-2024_Abb1_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n\nHighcharts.setOptions({\n    lang : {\n      months: \"Januar,Februar,M\u00e4rz,April,Mai,Juni,Juli,August,September,Oktober,November,Dezember\".split(\",\"),\n        shortMonths : [ 'Jan', 'Feb', 'M\u00e4rz', 'Apr', 'Mai', 'Jun', 'Jul',\n                'Aug', 'Sep', 'Okt', 'Nov', 'Dez' ],\nweekdays: [ 'Montag', 'Dienstag', 'Mittwoch', 'Donnerstag', 'Freitag', 'Samstag', 'Sonntag' ]\n\n    }\n});\n\nHighcharts.dateFormats = {\n  q: function(timestamp) {\n    var date = new Date(timestamp),\n      quarter = (Math.floor(date.getUTCMonth() \/ 3) + 1);\n    console.log(quarter);\n    return quarter;\n  }\n};\n\n    $('#WEBER_7-2024_Abb1_DE').highcharts({\n      chart: {\n    type: 'line'\n  },\n\n  title: {\n    text: ''\n  },\n\n  xAxis: {\n    type: 'datetime',\n    units: [ \/\/ responsive ticks\n      ['month', [3, 6]],\n      ['year', [1]]\n    ],\n    labels: {\n      format: '{value:Q%q\\'%y}',\n      rotation: -30\n    }\n  },\n   yAxis: { \n   labels: {\n            format: '{value}',\n           \n        },\n        \n        title: {\n            text: '',\n           \n        }} ,\n  plotOptions: {\n  series: {\n            connectNulls: true\n        },\n\n\nline: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n\n  series: [{\n  name: 'Arbeitslose brutto (Seco)',\n  color: '#bcd3d3',\n    data: [172,151,142,143,142,116,111,122,131,119,119,133,144,131,130,141,148,131,128,139,149,137,136,149,160,144,142,151,159,140,134,140,141,112,107,112,119,102,99,108,125,153,150,155,165,142,125,118,117,98,91,93,97,88,89,99,111,106],\n    pointInterval: 3,\n    pointIntervalUnit: 'month',\n    pointStart: Date.UTC(2010, 0, 1) \/\/ 2010-01-01\n  }, \n  {\n  name: 'Arbeitslose saisonbereinigt (Seco)',\n  color: '#327775',\n    data: [162,156,149,141,132,121,119,120,121,124,127,131,134,136,138,138,138,136,137,136,138,142,144,147,149,150,150,149,147,145,142,137,130,117,115,111,107,107,106,107,114,158,157,154,155,146,132,118,107,102,97,92,89,91,95,99,103,109],\n    pointInterval: 3,\n    pointIntervalUnit: 'month',\n    pointStart: Date.UTC(2010, 0, 1) \/\/ 2010-01-01\n  },{\n  name: 'Erwerbslose brutto (BFS)',\n  color: '#999999',\n    data: [237,205,219,189,209,176,208,200,206,184,214,215,236,208,226,206,247,218,237,204,224,210,246,235,258,223,248,224,256,213,243,222,255,226,217,227,243,205,225,192,222,223,260,246,287,246,253,220,228,201,212,206,216,186,214,201,216, null\n],\n    pointInterval: 3,\n    pointIntervalUnit: 'month',\n    pointStart: Date.UTC(2010, 0, 1) \/\/ 2010-01-01\n  }, {\n  name: 'Erwerbslose saisonbereinigt (BFS)',\n  color: '#9c92bf',\n  enableMouseTracking: true,\n    data: [225,220,210,195,198,189,199,207,195,197,205,223,223,222,216,215,233,233,227,213,211,224,235,247,242,238,237,237,239,228,233,235,238,241,207,240,227,218,215,203,208,235,249,259,270,260,244,230,215,213,205,214,205,198,206,208,205, null\n],\n    pointInterval: 3,\n    pointIntervalUnit: 'month',\n    pointStart: Date.UTC(2010, 0, 1) \/\/ 2013-01-01,\n    \n        \n    \n  } ]\n\n});\n\n});\n\n\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Mitte 2018 wurde die Erfassung des Erwerbsstatus bei den RAV teilautomatisiert. Die Arbeitslosenzahl erfuhr durch die pr\u00e4zisere Erfassung eine Verschiebung nach unten.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Seco, Arbeitsmarktstatistik \/ BFS, Erwerbslosenstatistik \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Nicht alle beim RAV sind arbeitslos<\/h2>\n<p>Mit der Statistik des Seco k\u00f6nnen Auswertungen f\u00fcr alle bei den RAV angemeldeten Personen gemacht werden. 2023 waren jeweils Ende Monat durchschnittlich 160\u2019100 Stellensuchende registriert. Allerdings: 66\u2019600 von ihnen galten nicht als arbeitslos (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<p>Von diesen nicht Arbeitslosen befanden sich 45 Prozent in einem sogenannten Zwischenverdienst. Das heisst, sie waren erwerbst\u00e4tig, erhielten aber auch einen Lohnzuschuss durch die Arbeitslosenversicherung, weil der erzielte Lohn geringer als die Arbeitslosenentsch\u00e4digung ausfiel. Weitere 12 Prozent befanden sich in einer arbeitsmarktlichen Massnahme, etwa einer Weiterbildung oder einem Programm zur vor\u00fcbergehenden Besch\u00e4ftigung. Und rund 31 Prozent waren noch erwerbst\u00e4tig \u2013 in der Regel jedoch war ihnen bereits gek\u00fcndigt worden. Schliesslich waren weitere 12 Prozent etwa aufgrund einer Krankheit oder eines Unfalls zum Stichtag nicht vermittlungsf\u00e4hig. Sie alle werden nicht zu den Arbeitslosen gez\u00e4hlt. Der Grund: Da sie entweder nicht unmittelbar verf\u00fcgbar sind oder einer bezahlten Erwerbst\u00e4tigkeit nachgehen, erf\u00fcllen sie nicht alle drei Kriterien der ILO.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Untergruppen von Stellensuchenden und Erwerbslosen gem\u00e4ss ILO (2023)<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-200837\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2-1024x681.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"532\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2-1024x681.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2-300x200.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2-768x511.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2-1536x1022.png 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/07\/15_D-WEBER-7-2024-Abbildung-2.png 1720w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Quellen: BFS, Sake \/ Seco, Arbeitsmarktstatistik und Auswertung \/ Die Volkswirtschaft<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wer sind die nicht registrierten Erwerbslosen?<\/h2>\n<p>Der Grund, weshalb die Erwerbslosenquote des BFS deutlich h\u00f6her ist als die Arbeitslosenquote des Seco, sind die nicht registrierten Erwerbslosen. Denn im Rahmen der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung, auf welcher die Erwerbslosenquote des BFS basiert, werden auch Erwerbslose gez\u00e4hlt, die nicht auf einem RAV gemeldet sind und deshalb nicht in die Arbeitslosenquote einfliessen: Von den 204\u2019000 Erwerbslosen gem\u00e4ss ILO waren im Jahr 2023 61 Prozent nicht bei einem RAV angemeldet. Rund ein Drittel von diesen befand sich unmittelbar vor der Erwerbslosigkeit in Ausbildung, und gut ein Viertel war nicht erwerbst\u00e4tig. Die hohen Anteile dieser beiden Gruppen deuten darauf hin, dass sich insbesondere Personen ohne Anspruch auf Arbeitslosenentsch\u00e4digung oft nicht bei einem RAV anmelden. Erwerbslos gem\u00e4ss ILO sind sie trotzdem. Grunds\u00e4tzlich ist eine Anmeldung bei einem RAV auch f\u00fcr diese Personen m\u00f6glich, sie ist aber freiwillig.<\/p>\n<p>Eine wiederkehrende Frage ist, in welcher Arbeitsmarktsituation sich Personen befinden, die ihren Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenversicherung ausgesch\u00f6pft haben und ausgesteuert worden sind. Durch eine Verkn\u00fcpfung der Schweizerischen Arbeitskr\u00e4fteerhebung des BFS mit Arbeitsmarktdaten des Seco l\u00e4sst sich diese Frage f\u00fcr den Zeitraum 2010\u20132022 wie folgt beantworten. Gut die H\u00e4lfte der Ausgesteuerten ging noch im ersten Jahr nach einer Aussteuerung wieder einer Erwerbst\u00e4tigkeit nach. F\u00fcnf Jahre nach der Aussteuerung stieg dieser Anteil auf 64 Prozent (siehe Abbildung 3). Gleichzeitig verringerte sich der Anteil der Erwerbslosen, die weiterhin eine Stelle suchen, auf 14 Prozent. Und der Anteil der Nichterwerbst\u00e4tigen, die nicht mehr auf Stellensuche sind, erh\u00f6hte sich auf 22 Prozent.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 3: Knapp zwei Drittel der Ausgesteuerten sind nach f\u00fcnf Jahren wieder erwerbst\u00e4tig (Durchschnitt 2010-2022)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"WEBER_7-2024_Abb3_DE\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#WEBER_7-2024_Abb3_DE').highcharts({\n    chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n       \n    },\n    legend: {\n                            enabled: true,\n                            floating: false,\n                            verticalAlign: 'bottom',\n                            align:'center', \n \n                        },\n    xAxis: {\n        categories: ['1. Jahr','2. Jahr','3. Jahr','4. Jahr','5. 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W\u00e4hrend die Zahlen des Seco f\u00fcr die Konjunkturbeobachtung und f\u00fcr detaillierte Analysen nach Kantonen, Berufen oder kleineren Bev\u00f6lkerungsgruppen unerl\u00e4sslich sind, ist f\u00fcr internationale Vergleiche die BFS-Statistik zu verwenden. Oft sollten f\u00fcr eine umfassende Analyse jedoch beide Statistiken herangezogen werden. Durch Verkn\u00fcpfung der beiden Datenquellen kann zudem auch die Situation von Personen analysiert werden, die fr\u00fcher bei einem RAV eingeschrieben waren und sich etwa nach einer Aussteuerung abgemeldet haben.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Im Verlauf der 1990er-Jahre wurde bspw. die Leistungsbezugsdauer in der Arbeitslosenversicherung in mehreren Schritten verl\u00e4ngert. 2011 wurde sie f\u00fcr einen Teil der Leistungsbez\u00fcger etwas verk\u00fcrzt.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Thomas Oesch (2020). <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2020\/02\/genauer-erfasste-arbeitslosigkeit-dank-automatisierung\/\">Genauer erfasste Arbeitslosigkeit dank Automatisierung<\/a>.\u00a0Die Volkswirtschaft, 25. Februar.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Diese Auswertungen beruhen auf Zahlen der Statistik \u00ab<a href=\"https:\/\/www.bfs.admin.ch\/bfs\/de\/home\/statistiken\/arbeit-erwerb\/erhebungen\/sesam.html\">Soziale Sicherheit und Arbeitsmarkt (Sesam)\u00bb<\/a> des BFS.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenzahlen und -quoten sind neben den Zahlen zur Besch\u00e4ftigungsentwicklung die wohl wichtigste Gr\u00f6sse, um die Arbeitsmarktlage zu beurteilen. 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