{"id":200985,"date":"2024-09-09T07:00:56","date_gmt":"2024-09-09T05:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=200985"},"modified":"2024-09-09T16:59:10","modified_gmt":"2024-09-09T14:59:10","slug":"wer-frueh-zu-handeln-beginnt-der-handelt-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/09\/wer-frueh-zu-handeln-beginnt-der-handelt-mehr\/","title":{"rendered":"Wer fr\u00fch zu handeln beginnt, der handelt mehr"},"content":{"rendered":"<p>Seit der ersten Globalisierungswelle im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert verbindet sich die Welt immer st\u00e4rker \u00fcber den Handel. Gerade kleine L\u00e4nder wie die Schweiz profitieren davon. Die Globalisierung ist aber keine Einbahnstrasse \u2013 immer wieder gab es auch R\u00fcckschl\u00e4ge: So war etwa die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen eine Phase mit zunehmenden Handelsbarrieren. Und auch seit der Finanzkrise im Jahr 2007 hat die Wachstumsgeschwindigkeit des weltweiten Handelsvolumens deutlich nachgelassen. Die Corona-Krise hat zudem die Risiken von Lieferketten mit wenigen, weit entfernten Zulieferern aufgezeigt.<\/p>\n<p>Der Freihandel ist immer wieder unter Druck \u2013 nicht erst seit Donald Trumps Pr\u00e4sidentschaft. Seit der 2001 lancierten und seither laufenden Doha-Runde sind keine substanziellen Handelsliberalisierungen im Rahmen der multilateralen Welthandelsorganisation (WTO) mehr gegl\u00fcckt. Entsprechend weichen viele Staaten auf das aus, was handelspolitisch einfacher m\u00f6glich ist: regionale Freihandelsabkommen wie j\u00fcngst das Abkommen zwischen Indien und der Europ\u00e4ischen Freihandelsassoziation (Efta), zu der neben Island, Liechtenstein und Norwegen auch die Schweiz geh\u00f6rt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Die Vorteile des Handels<\/h2>\n<p>Doch wieso handeln wir \u00fcberhaupt? Es gibt zwei zentrale Aspekte, weshalb Handel gerade f\u00fcr kleine Volkswirtschaften wie der Schweiz grosse Wohlstandsgewinne bringt. Erstens k\u00f6nnen wir unsere beschr\u00e4nkten Ressourcen dank des Handels auf das spezialisieren, wo wir relativ zu anderen L\u00e4ndern am st\u00e4rksten sind. Das ist die Grundidee der komparativen Vorteile.<\/p>\n<p>Zweitens k\u00f6nnen wir dank Aussenhandel auch von weltweiten Innovationen profitieren. Wir m\u00fcssen nicht selber jedes Produkt neu entwickeln und das Rad neu erfinden. Stattdessen k\u00f6nnen wir die Fixkosten der Forschung und Entwicklung weltweit teilen. Das f\u00fchrt zu tieferen Preisen. Zentrale Handelsvorteile sind also auch der Zugang zu Importen mit gutem Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis.<\/p>\n<p>Wichtig ist zudem, dass der Grossteil der Importe nicht Konsumg\u00fcter sind, sondern vor allem Vorprodukte, welche dann hierzulande weiterverarbeitet werden. Dies zeigt, wie wichtig die Vernetzung im Handelssystem f\u00fcr unsere eigene Produktivit\u00e4t ist.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Es geht nicht nur um Exporte<\/h2>\n<p>Aus all diesen Gr\u00fcnden ist es unratsam, die (gesamte) Produktion ins Inland zu verlagern und m\u00f6glichst hohe Export\u00fcbersch\u00fcsse zu erzielen, wie dies etwa der ehemalige US-Pr\u00e4sident Donald Trump fordert. Vergleichbar w\u00e4re dieser Schritt mit einem 2-Verdiener-Haushalt, der auf jegliche Kinderkrippen, Putzhilfen und Handwerker verzichtet und die gesamten Arbeiten selbst ausf\u00fchrt, um Geld zu sparen. Dieser Schritt ist kontraproduktiv, wenn das Haushaltsmitglied daf\u00fcr seine Arbeit aufgeben muss, bei der es mehr verdient, als es f\u00fcr Putzhilfe, Kinderkrippe und Handwerker ausgibt.<\/p>\n<p>Das Beispiel zeigt, worum es bei den komparativen Vorteilen und beim Handel insgesamt geht: Es ist besser, die G\u00fcter im Inland herzustellen, wo wir (relativ zu anderen L\u00e4ndern) effizienter produzieren und deswegen am meisten Wertsch\u00f6pfung erzielen. Wer aber auf Importe verzichtet, muss alles selbst produzieren, egal wie unproduktiv er darin ist. Gerade in einer Welt, die immer unsicherer wird, ist die L\u00f6sung f\u00fcr ein kleines Land daher eher mehr als weniger Handel. Denn ein kleines Land wie die Schweiz kann unm\u00f6glich alles allein produzieren.<\/p>\n<p>All dies bedeutet, dass die Schweiz ihre Handelswege offen halten muss \u2013 denn Handel mit vielen verschiedenen Partnern erlaubt es uns, zu diversifizieren, und macht uns so weniger verwundbar. In diesem Sinne wird auch das Freihandelsabkommen mit Indien dabei helfen, den Schweizer Aussenhandel weiter abzust\u00fctzen. Aber trotz der vielen Liberalisierungsschritte der letzten Jahrzehnte ist die Handelsintegration der Schweiz nicht perfekt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Fr\u00fcher Handel kann sich lohnen<\/h2>\n<p>Wenn der Handel also grosse Vorteile bieten kann, wie nutzt man ihn am besten aus? Eine Antwort liefert die umfangreiche wissenschaftliche Literatur zu diesem Thema.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Wenig \u00fcberraschend ist, dass das Handelsvolumen direkt von der Gr\u00f6sse der Handelspartner und der Transportkosten abh\u00e4ngt. So exportiert die Schweiz beispielsweise dreimal so viel nach Deutschland wie nach Frankreich oder Italien. Andererseits exportieren wir etwa gleich viel ins kleine \u00d6sterreich wie ins grosse Japan.<\/p>\n<p>Weniger offensichtlich sind zwei andere Muster: Erstens spielen Landesgrenzen immer noch eine wichtige Rolle, auch wenn die Z\u00f6lle stark gesenkt wurden in den letzten Jahrzehnten und f\u00fcr viele Industrien und Handelspartner heute bei null liegen. So ist der Handel zwischen Kreuzlingen und Konstanz beispielsweise deutlich geringer, als er es w\u00e4re, wenn es keine Landesgrenze zwischen diesen beiden Regionen g\u00e4be. Das heisst: L\u00e4nder beschaffen selbst handelbare G\u00fcter weiterhin intensiv im Inland, was auf substanzielle nicht tarif\u00e4re Handelshemmnisse hindeutet.<\/p>\n<p>Eine zweite interessante Beobachtung ist: Historische Handelshemmnisse gehen in der Regel mit geringeren Handelsstr\u00f6men einher, selbst Jahrzehnte nach ihrer Beseitigung. Ein Beispiel daf\u00fcr liefert der ehemalige Eiserne Vorhang zwischen Ost- und Westeuropa.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Eiserner Vorhang immer noch sichtbar<\/h2>\n<p>Gemessen an den Handelsstr\u00f6men ist der Eiserne Vorhang immer noch pr\u00e4sent. Das zeigt unsere Studie<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a>. L\u00e4nder, die auf unterschiedlichen Seiten des Eisernen Vorhangs lagen, handeln auch heute \u2013 \u00fcber 30 Jahre sp\u00e4ter \u2013 noch fast 50 Prozent weniger miteinander als L\u00e4nder, die vor dem Mauerfall 1989 auf der gleichen Seite dieser geopolitischen Barriere lagen (siehe Abbildung 1).<br \/>\nUmgekehrt ist das Handelsvolumen von L\u00e4ndern, die eine historische koloniale Verbindung hatten wie etwa L\u00e4nder im britischen Commonwealth, heute rund 70 Prozent h\u00f6her als zwischen L\u00e4ndern, die keine gemeinsame koloniale Geschichte haben (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Eiserner Vorhang: Wer auf der gleichen Seite war, handelt mehr (1995\u20132015)<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-201853\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE-1024x662.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"517\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE-1024x662.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE-300x194.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE-768x497.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE-1536x993.png 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_1_DE.png 1686w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Die Abbildung zeigt, wie viel weniger (in Prozent des Handelsvolumens) L\u00e4nder handeln, die sich auf unterschiedlichen Seiten des Eisernen Vorhangs befanden.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Egger et al. (2023) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Koloniale Geschichte: Wer l\u00e4nger verbunden ist, handelt mehr (1995\u20132015)<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1.png\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-201855\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1-1024x667.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"521\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1-1024x667.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1-300x195.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1-768x500.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1-1536x1000.png 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/08\/DV_09-24_Foellmi-Torun_2_DE-1.png 1672w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Die Abbildung zeigt, wie viel mehr (in Prozent des Handelsvolumens) diejenigen L\u00e4nder handeln, die eine gemeinsame koloniale Verbindung in der Vergangenheit hatten.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Egger et al. (2023) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Wirkungen von Grenzen und Geschichte k\u00f6nnen also potenziell tiefgreifende Folgen haben. Kurz gesagt: Je sp\u00e4ter ein Handelsabkommen abgeschlossen wird, desto geringer sind die erwarteten Handelsvorteile bei ansonsten gleichen Bedingungen. Die Grundidee ist einfach: Wenn sich L\u00e4nder im Laufe der Zeit schrittweise f\u00fcr den Handel \u00f6ffnen, m\u00fcssen Unternehmen, die beginnen, in ausl\u00e4ndische M\u00e4rkte zu exportieren, mit bereits etablierten Unternehmen aus dem Zielmarkt und m\u00f6glicherweise aus Drittl\u00e4ndern konkurrieren. Ausserdem m\u00fcssen sie ihre Marke zuerst etablieren und viel Zeit und Geld in den Aufbau einer Distributionsinfrastruktur investieren.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Wie wirkungsm\u00e4chtig diese Verz\u00f6gerung ist, zeigen unsere Resultate.<\/p>\n<p>Reduzieren sie den Handel, etwa weil sie die Produktion in den Heimmarkt zur\u00fcckverlagern wollen, zerst\u00f6ren sie diese Vorabinvestitionen. Dies ist umso kostspieliger, je wichtiger die ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkte f\u00fcr den Gesamtabsatz eines Landes sind.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wer zu sp\u00e4t kommt\u2026<\/h2>\n<p>Handel ist ein wichtiger Motor f\u00fcr langfristiges Wachstum und Wohlstand. Er erm\u00f6glicht es den L\u00e4ndern, die Vorteile der Spezialisierung und der Ertragssteigerung zu nutzen, und den produktivsten Unternehmen, die globalen M\u00e4rkte zu erreichen. Unsere Studie zeigt aber dar\u00fcber hinaus, dass sich eine fr\u00fche Liberalisierung lohnen kann. Wer fr\u00fch handelt, der kann die Handelsgewinne voll ausnutzen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist es aufwendig und zeitintensiv, in einen ausl\u00e4ndischen Markt einzutreten. Wer diesen Schritt aber fr\u00fch macht, der hat einen Startvorteil. Das Diktum \u00abWer zu sp\u00e4t kommt, den bestraft das Leben\u00bb gilt also auch im Aussenhandel. Im Umkehrschluss zeigt unsere Analyse ein zus\u00e4tzliches Risiko eines vollen \u00abReshoring\u00bb, also einer R\u00fcckverlagerung der Produktion, auf. Denn bei einer R\u00fcckverlagerung der Produktion ins Heimatland werden existierende Netzwerke und Wissen \u00fcber Handelspartner zerst\u00f6rt, wodurch zuk\u00fcnftig der Zugang zu ausl\u00e4ndischen M\u00e4rkten erschwert wird.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe z. B. Eaton und Kortum (2002), Anderson und van Wincoop (2003), Arkolakis et al. (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Egger et al (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Ausserdem gleichen sich die technischen Vorschriften tendenziell zwischen L\u00e4ndern an, je l\u00e4nger sie miteinander handeln. Dies senkt die Eintrittsbarrieren und f\u00f6rdert das Handelsvolumen zus\u00e4tzlich. Bei einer Reduktion der Handelsbeziehungen sind diese Standards nicht verloren, sie werden mit der Zeit allerdings obsolet.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit der ersten Globalisierungswelle im sp\u00e4ten 19. Jahrhundert verbindet sich die Welt immer st\u00e4rker \u00fcber den Handel. Gerade kleine L\u00e4nder wie die Schweiz profitieren davon. Die Globalisierung ist aber keine Einbahnstrasse \u2013 immer wieder gab es auch R\u00fcckschl\u00e4ge: So war etwa die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen eine Phase mit zunehmenden Handelsbarrieren. Und auch seit [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":4049,"featured_media":202148,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[69,66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[221,130],"acf":{"seco_author":4049,"seco_co_author":[12219],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Professor f\u00fcr Volkswirtschaftslehre und Direktor, Schweizerisches Institut f\u00fcr Aussenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung (SIAW-HSG), Universit\u00e4t St. Gallen","seco_author_post_occupation_fr":"Professeur d\u2019\u00e9conomie politique, SIAW-HSG, Universit\u00e9 de St-Gall","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":12219,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Dr. oec., Postdoktorand und Dozent f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften, University of California, San Diego.","seco_co_author_post_occupation_fr":""}],"short_title":"Wer fr\u00fch zu handeln beginnt, der handelt mehr","post_lead":"Wer handelt, profitiert. Das ist Basiswissen der Volkswirtschaftslehre. Eine neue Studie pr\u00e4zisiert: je fr\u00fcher eine Handelsbeziehung beginnt, desto gr\u00f6sser das langfristige Handelsvolumen. ","post_hero_image_description":"Ein Handelsschiff der britischen East-India-Company steuert um 1850 das indische Bombay (heute Mumbai) an. L\u00e4nder handeln heute deutlich mehr miteinander, wenn sie fr\u00fch damit begonnen haben.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>\r\n \t<li>Anderson, J. E. und van Wincoop, E. (2003). Gravity with Gravitas: A Solution to the Border Puzzle. In: American Economic Review, 93(1):170\u2013192.<\/li>\r\n \t<li>Arkolakis, C., Costinot, A. und Rodr\u00edguez-Clare, A. (2012). New Trade Models, Same Old Gains? In: American Economic Review, 102(1):94\u2013130.<\/li>\r\n \t<li>Eaton, J. und Kortum, S. (2002). Technology, Geography, and Trade. In: Econometrica, 70(5):1741\u20131779.<\/li>\r\n \t<li>Egger, P., Foellmi, R., Schetter, U. und Torun, D. (2023). <a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/p\/cid\/wpfacu\/153a.html\">Gravity with History: On Incumbency Effects in International Trade<\/a>. CEPR Discussion Paper, Nr. 18421.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[201878,201886],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-09-09 05:00:56","original_files":null,"external_release_for_author":"20240909","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/668d4bbd5bd4a"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200985"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4049"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=200985"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":202278,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/200985\/revisions\/202278"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12219"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4049"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/201886"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/201878"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202148"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=200985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=200985"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=200985"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=200985"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=200985"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=200985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}