{"id":201533,"date":"2024-09-03T07:00:04","date_gmt":"2024-09-03T05:00:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=201533"},"modified":"2024-09-06T22:05:01","modified_gmt":"2024-09-06T20:05:01","slug":"160-jahre-sjes-die-schweizer-wirtschaftswissenschaft-im-wandel-der-zeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/09\/160-jahre-sjes-die-schweizer-wirtschaftswissenschaft-im-wandel-der-zeit\/","title":{"rendered":"160 Jahre SJES: Die Schweizer Wirtschaftswissenschaft im Wandel der Zeit"},"content":{"rendered":"<p>Auf Initiative eines Astronomen und unter der Leitung eines Pfarrers gr\u00fcndete eine Gruppe fortschrittlich gesinnter M\u00e4nner am 19. Juli 1864 in Bern die \u00abSchweizerische Statistische Gesellschaft\u00bb.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Diese wissenschaftlichen Vorreiter nahmen sich vor, \u00abdie Verh\u00e4ltnisse des Volkes und Landes zu eruieren, um Grundlagen f\u00fcr zweckm\u00e4ssiges Handeln zu legen, ohne selbst praktische Wohlfahrtspolitik zu treiben\u00bb.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> In den darauf folgenden 160 Jahren hat sich die Organisation ziemlich stetig vergr\u00f6ssert und sich zunehmend auf wirtschaftliche Themen konzentriert.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> So entstand die heutige \u00ab<a href=\"https:\/\/www.sgvs.ch\/\">Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik<\/a>\u00bb, der bis heute wichtigste Zusammenschluss wissenschaftlich ausgerichteter \u00d6konominnen und \u00d6konomen im Land.<\/p>\n<p>Seit ihrem Gr\u00fcndungsjahr ver\u00f6ffentlicht die Gesellschaft eine Fachzeitschrift \u2013 das heutige \u00ab<a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Swiss_Journal_of_Economics_and_Statistics\">Swiss Journal of Economics and Statistics<\/a>\u00bb (siehe Kasten). Dank ihrer langen Geschichte bietet uns die Zeitschrift einen einzigartigen Einblick in 160 Jahre Volkswirtschaftslehre in der Schweiz.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Pareto, der intellektuelle Pionier<\/h2>\n<p>Besondere Perlen aus dem Archiv der Zeitschrift sind zwei Beitr\u00e4ge von Vilfredo Pareto (1848\u20131923), dem wohl einflussreichsten in der Schweiz t\u00e4tigen Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler aller Zeiten. In einem 1898 ver\u00f6ffentlichten Artikel leitet er Berechnungsformeln und dazugeh\u00f6rige Tabellen ab f\u00fcr die Sch\u00e4tzung von Polynomgleichungen mittels der Methode der kleinsten Quadrate.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Was heute jede Einf\u00fchrung in die \u00d6konometrie abdeckt und der Computer innert Millisekunden rechnet, war anno dazumal eine ungeheure Denk- und Fleissleistung.<\/p>\n<p>Im Folgejahr 1899 wartete Pareto mit einem etwas angewandteren Beitrag auf. Eine genossenschaftlich organisierte Lebensversicherung, die Waadtl\u00e4nder Fraternit\u00e9, hatte ihn in einer finanziellen Schieflage um Rat gebeten. Die Versicherung erhob bis dahin von allen Versicherten eine einheitliche Pr\u00e4mie und richtete fixe Versicherungsleistungen aus \u2013 unabh\u00e4ngig davon, wie lange man bereits versichert war. Dadurch hatten die Leute einen Anreiz, mit dem Beitritt m\u00f6glichst lange zuzuwarten, und brachten so das Gesch\u00e4ftsmodell der Versicherung in die erw\u00e4hnte Schieflage.<\/p>\n<p>In seiner mit detaillierten Berechnungen unterlegten Analyse entwickelte Pareto \u2013 ohne es so zu nennen \u2013 das \u00abaktuarische \u00c4quivalenzprinzip\u00bb. Konkret zeigte er auf, dass die Beitr\u00e4ge mit dem Alter des Eintritts in die Versicherung ansteigen sollten, da auch das Sterberisiko mit dem Alter ansteigt.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Pareto hatte somit einen Teil des Problems der adversen Selektion erkannt \u2013 ein heute ebenfalls gel\u00e4ufiges Konzept der Mikro\u00f6konomie, gem\u00e4ss welchem nur die \u00abschlechten Risiken\u00bb eine Versicherung abschliessen, wenn die Pr\u00e4mien nicht risikogerecht angesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">\u00d6konomischer Humanismus<\/h2>\n<p>In der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts gewannen wirtschaftspolitische Beitr\u00e4ge gegen\u00fcber methodisch-statistischen Analysen an Bedeutung. So redigierte der deutsche Finanzwissenschaftler Fritz Neumark 1937 eine wohlwollende Rezension zu John Maynard Keynes\u2019 \u00abGeneral Theory\u00bb und machte damit Keynes\u2019 Theorie der \u00abkonjunkturbindenden Finanzpolitik\u00bb auch hierzulande bekannt.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Was damals insbesondere f\u00fcr eine deutschsprachige Leserschaft revolution\u00e4r daherkam, ist heute so unbestritten, dass sogar die Schweizer Schuldenbremse einen <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2023\/11\/wie-die-schuldenbremse-die-konjunktur-beruecksichtigt\/\">Konjunkturfaktor<\/a> vorsieht.<\/p>\n<p>Zur illustren Autorenschaft z\u00e4hlte ebenso der deutsche \u00d6konom Wilhelm R\u00f6pke (1899\u20131966), der als geistiger Vater der sozialen Marktwirtschaft gilt. Bereits 1941, mitten im Zweiten Weltkrieg, beschrieb er seine Ideen f\u00fcr einen k\u00fcnftigen \u00ab\u00f6konomischen Humanismus\u00bb, einen sogenannten dritten Weg zwischen Kollektivismus und ungez\u00fcgeltem Liberalismus. R\u00f6pke anerkannte eine Rolle f\u00fcr staatliche Umverteilung und \u00abMonopolbek\u00e4mpfung\u00bb, warnte aber auch, dass es \u00abf\u00fcr jeden Interventionismus einen Rubikon gibt\u00bb, der nicht \u00fcberschritten werden d\u00fcrfe.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Sp\u00e4tere Pioniere<\/h2>\n<p>Auch in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts stechen mehrere richtungsweisende Beitr\u00e4ge heraus. So skizzierte der Schweizer \u00d6konom Hans Christoph Binswanger zum Beispiel 1972, also bereits vor dem ersten \u00d6lpreisschock von 1973, die Umrisse einer \u00f6kologischen Wirtschaftstheorie. Diese bezieht den \u00abVerbrauch von nat\u00fcrlichen Ressourcen\u00bb explizit ins Optimierungskalk\u00fcl mit ein.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a><\/p>\n<p>Der Tessiner \u00d6konometriker Pietro Balestra publizierte in den fr\u00fchen 1990er-Jahren ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr die Analyse von Paneldaten und f\u00fcr strukturelle, das heisst formell an ein theoretisches Wirtschaftsmodell gebundene statistische Sch\u00e4tzungen. Dies waren dann auch zwei der wichtigsten empirischen Forschungsans\u00e4tze im fr\u00fchen 21. Jahrhundert, welche etwa Fortschritte auf dem Gebiet der empirischen Arbeitsmartktforschung und der Wirtschaftsgeografie erm\u00f6glichten.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Eine Erw\u00e4hnung verdient auch der Artikel der \u00d6konomen Ernst Baltensperger und Thomas Jordan aus dem Jahr 1997. Die Autoren unterscheiden darin verschiedene Arten von Geldsch\u00f6pfungsgewinnen (\u00abSeignorage\u00bb), die in der einschl\u00e4gigen Literatur zu gewissen Begriffsverwirrungen gef\u00fchrt hatten. Hervorzuheben ist der Artikel nicht bloss aufgrund seiner prominenten Autoren, sondern auch als fr\u00fches Beispiel des \u00abangels\u00e4chsischen Stils\u00bb: Der Beitrag ist auf Englisch verfasst und zeichnet sich durch eine algebraische und somit komplett eindeutige Analyse aus. Dieser heute gel\u00e4ufige Stil hebt sich ab von vielen wortreichen, weniger pr\u00e4zisen, aber daf\u00fcr umso meinungsst\u00e4rkeren Beitr\u00e4gen, welche die Zeitschrift jahrzehntelang gepr\u00e4gt hatten. Die Zeitschrift hat damit sozusagen zur formalen mathematisch-statistischen Disziplin Vilfredo Paretos zur\u00fcckgefunden.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Ein paar \u00abDilettanten\u00bb<\/h2>\n<p>Auch in der Geschichte einer wissenschaftlichen Publikation wechseln sich Licht und Schatten ab. Bereits in seinem R\u00fcckblick auf die ersten 50 Jahre der Zeitschrift meinte ein angesehener Basler Wirtschaftshistoriker im Jahr 1914, \u00abmanchmal [sei] der Dilettantismus mit H\u00e4nden zu greifen\u00bb und man begegne in der Zeitschrift Autoren, \u00abdie eigentlich selbst ihre Disqualifikation eingestehen\u00bb.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a><\/p>\n<p>Trotz der eigentlichen Bestimmung als statistisch-wissenschaftliche Plattform sind die Annalen der Zeitschrift gespickt mit abenteuerlichen Theorien, die bisweilen mit \u00e4usserst selbstbewusster Tonalit\u00e4t vorgebracht werden. So dokumentierte etwa der Genfer Mediziner Pierre-Louis Dunant, der Bruder des Rotkreuz-Gr\u00fcnders Henry Dunant, in einer der ersten Ausgaben, dass Deutschfreiburger Rekruten im Durchschnitt 1,62 Meter massen, ihre (franz\u00f6sischsprachigen) Greyerzer Kantonsgenossen im selben Alter jedoch 1,65 Meter.<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a> Diesen Unterschied erkl\u00e4rte er mit Rasseneigenschaften: Deutschfreiburger seien Alemannen, Welschfreiburger seien Burgunder. Wieso Erstere kleinw\u00fcchsiger sein sollten als Letztere, erkl\u00e4rte er nicht. Und die Frage, ob der gemessene Unterschied \u00fcberhaupt statistisch signifikant war, stellte er sich auch nicht.<\/p>\n<p>Auch aus dem 20. Jahrhundert findet man Kurioses. So behauptete der deutsche Soziologe Franz Oppenheimer im Jahr 1937 in einer Diskussion \u00fcber die \u00abGeneral Theory\u00bb von Keynes, die Ideen selbst schon lange vorher entwickelt zu haben. Er nennt sich \u00abder Referent, der seit fast einem halben Jahrhundert im gleichen Kampfe steht\u00bb, um gleichzeitig die \u00abmathematischen Wirtschaftslehren\u00bb als \u00abblosses Gebr\u00e4u\u00bb zu bezeichnen.<a href=\"#footnote_13\" id=\"footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor\">[13]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Falsche Prognosen<\/h2>\n<p>Im Nachhinein kann man sich nat\u00fcrlich auch \u00fcber Fehlprognosen mokieren. So warnte der Genfer \u00d6konom und Diplomat William Rappard im Jahr 1952 vor einer Anbindung der Schweiz an die damals entstehende Europ\u00e4ische Wirtschaftsgemeinschaft. Er schrieb, es scheine \u00absicher\u00bb, dass eine solche Gemeinschaft auch k\u00fcnftig \u00abmaximal die sechs Unterzeichner-Staaten des Schumann-Plans umfassen\u00bb werde.<a href=\"#footnote_14\" id=\"footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor\">[14]<\/a><\/p>\n<p>Pikant vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen um ungenaue Beh\u00f6rdenzahlen ist auch ein 1988 ver\u00f6ffentlichter Beitrag aus dem Bundesamt f\u00fcr Statistik.<a href=\"#footnote_15\" id=\"footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor\">[15]<\/a> Darin wurde ein Maximalszenario zur Zuwanderung berechnet. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Schweizer Bev\u00f6lkerung bis im Jahr 2025 auf maximal 7,75 Millionen anwachsen wird. Heute weiss man, dass es rund 9,1 Millionen sind. Die Schweizer Bev\u00f6lkerung wuchs also ungef\u00e4hr doppelt so stark, wie es die Statistiker vor weniger als 40 Jahren f\u00fcr m\u00f6glich gehalten hatten.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Lange kaum \u00d6konominnen<\/h2>\n<p>Was bei der Durchsicht beinahe aller Archivausgaben auff\u00e4llt, ist eine extreme M\u00e4nnerdominanz, sowohl hinsichtlich der Autoren als auch inhaltlich. Noch Anfang der 1980er-Jahre waren 96 Prozent der Mitglieder der herausgebenden Gesellschaft m\u00e4nnlichen Geschlechts.<a href=\"#footnote_16\" id=\"footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor\">[16]<\/a> In den ersten 150 Jahren der Zeitschrift hatten 97 Prozent aller Beitr\u00e4ge eine rein m\u00e4nnliche Autorenschaft. Aber die Zeiten \u00e4ndern sich: In den letzten zehn Jahren kam bereits jeder dritte Artikel mit weiblicher Beteiligung zustande. Und 2022 wurde das Journal mit der in Basel lehrenden \u00d6konomin Sarah Lein zum ersten Mal von einer Frau geleitet.<a href=\"#footnote_17\" id=\"footnote-anchor_17\" class=\"inline-footnote__anchor\">[17]<\/a><\/p>\n<p>Die Schweizer VWL-Community hat mit ihrer Zeitschrift nicht nur einen reichen Schatz an Archivmaterial, sondern auch eine lebendige, sich stetig entwickelnde und weltweit sichtbare Plattform f\u00fcr wissenschaftlichen Austausch.<a href=\"#footnote_18\" id=\"footnote-anchor_18\" class=\"inline-footnote__anchor\">[18]<\/a> Denn dank dem \u00ab<a href=\"https:\/\/sjes.springeropen.com\/\">Diamond Open Access<\/a>\u00bb-Status dieses Journals k\u00f6nnen die Artikel von allen Interessierten weltweit umsonst gelesen werden, und auch f\u00fcr die Autoren fallen keine Kosten an. Auf die n\u00e4chsten 160 Jahre!<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">B\u00e4chtold (1914) S. 249.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">B\u00e4chtold (1914) S. 250.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Scheurer (1964).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Das Archiv der Zeitschrift ist nahezu vollst\u00e4ndig digitalisiert auf <a href=\"https:\/\/www.sgvs.ch\/journal\/\">SGVS.ch\/journal<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Pareto (1898).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Pareto (1898).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Neumark (1937).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">R\u00f6pke (1941), S. 110.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Binswanger (1972).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Den dritten dominanten Ansatz, die quasiexperimentelle Sch\u00e4tzung von kausalen Wirkungszusammenh\u00e4ngen, hatte Balestra allerdings nicht vorausgesehen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">B\u00e4chtold (1914), S. 264.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">Dunant (1868).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_13\" class=\"footnote--item\">Oppenheimer (1937), S. 428, 429.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_13\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_14\" class=\"footnote--item\">Rappard (1952), S. 308; d. h. Deutschland, Frankreich, Italien, Niederlande, Belgien und Luxemburg.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_14\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_15\" class=\"footnote--item\">Haug (1988).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_15\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_16\" class=\"footnote--item\">Frey, Pommerehne, Schneider und Weck (1982).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_16\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_17\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/Swiss_Journal_of_Economics_and_Statistics\">historische Herausgeber-Liste<\/a> auf Wikipedia.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_17\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_18\" class=\"footnote--item\">Siehe SJES.springeropen.com\/.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_18\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf Initiative eines Astronomen und unter der Leitung eines Pfarrers gr\u00fcndete eine Gruppe fortschrittlich gesinnter M\u00e4nner am 19. 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(1972) \u00d6konomie und \u00d6kologie \u2013 neue Dimensionen der Wirtschaftstheorie, Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik, 108: 251\u2013281.<\/li>\r\n \t<li>Dunant, P.L. (1868) De la taille moyenne des habitants du Canton de Fribourg, Zeitschrift f\u00fcr Schweizerische Statistik, 5: 110\u2013114.<\/li>\r\n \t<li>Frey, B., W.W. Pommerehne, F. Schneider, H. Weck (1982) Welche Ansichten vertreten Schweizer \u00d6konomen? Ergebnisse einer Umfrage. Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik, 118(1): 1\u201340.<\/li>\r\n \t<li>Haug, W. (1988) Ausblick auf die Zukunft der schweizerischen Bev\u00f6lkerung: Bev\u00f6lkerungsperspektiven 1986\u20132025. Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik, 125(2): 193\u2013210.<\/li>\r\n \t<li>Neumark, F. (1937) Ausgleichsprobleme der \u00f6ffentlichen Finanzwirtschaft. Zeitschrift f\u00fcr schweizerische Statistik und Volkswirtschaft, 74: 582\u2013617.<\/li>\r\n \t<li>Oppenheimer, F. (1937) Arbeitslosigkeit: Zu dem neuen Buch von J. M. Keynes, Zeitschrift f\u00fcr schweizerische Statistik und Volkswirtschaft, 74: 428\u2013450.<\/li>\r\n \t<li>Pareto, V. (1898) Tables pour faciliter l\u2019application de la m\u00e9thode des moindres carr\u00e9s. Zeitschrift f\u00fcr Schweizerische Statistik, 35: 121\u2013150.<\/li>\r\n \t<li>Pareto, V. (1899) Rapport sur les bases de l\u2019assurance de la \u00abFraternit\u00e9\u00bb, Zeitschrift f\u00fcr Schweizerische Statistik, 36: 104\u2013110.<\/li>\r\n \t<li>Rappard, W.E. (1952) L\u2019int\u00e9gration \u00e9conomique de l\u2019Europe et la Suisse, Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik, 88: 301\u2013311.<\/li>\r\n \t<li>R\u00f6pke, W. (1941) Grundfragen rationeller Wirtschaftspolitik, Zeitschrift f\u00fcr schweizerische Statistik und Volkswirtschaft, 77: 101\u2013112.<\/li>\r\n \t<li>Scheurer, F. (1964) Un quart de si\u00e8cle d\u2019histoire de la Soci\u00e9t\u00e9 suisse de Statistique et d\u2019Economie politique 1939\u20131964, Schweizerische Zeitschrift f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik, 100(4): 615\u2013628.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Das \u00abSwiss Journal of Economics and Statistics\u00bb","kasten_box":"Seit 1864 gibt die \u00ab<a href=\"https:\/\/www.sgvs.ch\/\">Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik<\/a>\u00bb (SGVS) eine Zeitschrift heraus. Aus der urspr\u00fcnglichen \u00abZeitschrift f\u00fcr Schweizerische Statistik\u00bb wurde 1945 die \u00abSchweizerische Zeitschrift f\u00fcr Volkswirtschaft und Statistik\u00bb. Seit 2007 erscheint das heutige \u00ab<a href=\"https:\/\/sjes.springeropen.com\/\">Swiss Journal of Economics and Statistics<\/a>\u00bb (SJES) vollst\u00e4ndig in englischer Sprache, als eine akademische Publikation mit Peer-Review und internationalem Renommee. Die Artikel werden online auf der Plattform von Springer-Nature lose \u00fcber das Jahr publiziert. Einreichungen stehen allen Autoren und Autorinnen von wirtschaftswissenschaftlichen Beitr\u00e4gen offen. Obwohl ein Grossteil der ver\u00f6ffentlichten Artikel einen Bezug zur Schweiz aufweist, ist ein solcher nicht Bedingung. F\u00fcr eine erfolgreiche Einreichung relevant sind einzig die methodische Qualit\u00e4t und das inhaltliche Interesse der Arbeit. Gem\u00e4ss der umfassenden Klassierung von Ideas\/Repec rangiert das SJES in den Top-10-Prozent der weltweiten VWL-Journals.<sup>a <\/sup>Finanziert wird das SJES durch die SGVS mit Unterst\u00fctzung der Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW).\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/13_D-BRULHART-DASHEVSKA-9-2024_Abbildung-Kasten1.tif\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-202274\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/13_D-BRULHART-DASHEVSKA-9-2024_Abbildung-Kasten1.tif\" alt=\"\" \/><\/a><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/13_D-BRUeLHART-DASHEVSKA-9-2024_Abbildung-Kasten1.jpg\"><img class=\"alignnone size-large wp-image-202295\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/13_D-BRUeLHART-DASHEVSKA-9-2024_Abbildung-Kasten1-771x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"771\" height=\"1024\" \/><\/a>\r\n\r\na Siehe \u00ab<a href=\"https:\/\/ideas.repec.org\/top\/top.journals.simple10.html\">Ideas\/Repec Simple Impact Factors (Last 10 Years) for Journals<\/a>\u00bb auf Ideas.repec.org."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-09-03 05:00:04","original_files":null,"external_release_for_author":"20240905","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/66bc56311e7c0"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201533"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4010"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=201533"}],"version-history":[{"count":52,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201533\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":202304,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/201533\/revisions\/202304"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12307"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4010"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/202199"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=201533"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=201533"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=201533"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=201533"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=201533"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=201533"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}