{"id":202447,"date":"2024-10-07T07:10:43","date_gmt":"2024-10-07T05:10:43","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=202447"},"modified":"2024-10-08T16:41:14","modified_gmt":"2024-10-08T14:41:14","slug":"kleinbanken-wie-schwierig-ist-der-umgang-mit-der-regulierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/10\/kleinbanken-wie-schwierig-ist-der-umgang-mit-der-regulierung\/","title":{"rendered":"Kleinbanken: Wie schwierig ist der Umgang mit der Regulierung?"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\">Die Regionalbanken und Sparkassen sind schwergewichtig im Spar- und Hypothekargesch\u00e4ft t\u00e4tig. Wie beschreiben Sie Ihre Bank?<\/div>\n<p><strong>Antonio Circelli (CEO Caisse d&#8217;Epargne Nyon):<\/strong> Die Caisse d&#8217;\u00c9pargne de Nyon (CEN) ist eine kundennahe Bank. Seit unserer Gr\u00fcndung 1828 haben wir das Leistungs- und Serviceangebot laufend erweitert. Die Hauptaufgabe ist dabei aber gleich geblieben: Wir f\u00f6rdern und unterst\u00fctzen das Sparen der lokalen Privat- und Gesch\u00e4ftskunden und finanzieren Immobilienprojekte haupts\u00e4chlich in der Stadt und im Bezirk Nyon. Wir entwickeln uns weiter und bleiben trotzdem unserem Motto treu: \u00abMit Stolz regional\u00bb.<\/p>\n<p><strong>Andr\u00e9 Wegmann (Bank Avera):<\/strong> Wir wurden vor rund 200 Jahren von der gemeinn\u00fctzigen Gesellschaft des Bezirks Hinwil mit dem Ziel gegr\u00fcndet, die Bev\u00f6lkerung bei ihren finanziellen Angelegenheiten gut und umsichtig zu begleiten. Dieser Aufgabe \u2013 nat\u00fcrlich unter anderen Voraussetzungen \u2013 sind wir heute noch verpflichtet. Unser Eigenkapital haben wir in den letzten 200 Jahren aus eigener Kraft erarbeitet. Unsere Unabh\u00e4ngigkeit ist die Basis f\u00fcr eine weiterhin nachhaltige Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Dank diesem nachhaltigen Gesch\u00e4ftsmodell haben wir uns von einer kleinen Sparkasse zu einer breit aufgestellten und finanziell unabh\u00e4ngigen Universalbank entwickelt, die im Retail-, Privatbanking und im Firmenkundengesch\u00e4ft t\u00e4tig ist. Es ist also durchaus gewinnbringend, ein erfolgreiches Gesch\u00e4ftsmodell weiterzuentwickeln, anstatt in Gesch\u00e4ftsfelder zu expandieren, die viel Risiko mit sich bringen.<\/p>\n<p><strong>Ewald Burgener (Valiant):<\/strong> Dank der Expansionsstrategie der letzten Jahre, prim\u00e4r f\u00fcr die Romandie, die Ostschweiz und den Raum Z\u00fcrich, sind wir eine schweizweit t\u00e4tige Finanzdienstleisterin f\u00fcr Privatkunden und KMU. Wir bieten ein umfassendes Angebot in allen Finanzfragen, also auch in den Bereichen Verm\u00f6gensaufbau und Vorsorge. Zentrales Element unseres Angebots ist die Einfachheit, die sich im Angebot, in der Preisgestaltung und in der Kontaktaufnahme mit uns zeigen soll. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor sind die lokale Verankerung mit den \u00fcber 80 Gesch\u00e4ftsstellen sowie die N\u00e4he zu unseren Kundinnen und Kunden.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Zweifellos ist das Liquidit\u00e4tsmanagement die gr\u00f6sste Herausforderung.<\/span><\/p>\n<p>\u2013 Antonio Circelli, Caisse d\u2019\u00c9pargne Nyon<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Welches sind die beiden gr\u00f6ssten Herausforderungen f\u00fcr Ihre Bank in den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren?<\/div>\n<p><strong>Circelli:<\/strong> Zweifellos ist das Liquidit\u00e4tsmanagement die gr\u00f6sste Herausforderung. Denn Spareinlagen sind aus Renditesicht keine attraktive Anlagealternative mehr, und sinkende Zinsen animieren manche Menschen, stattdessen in Aktien und Derivate zu investieren. Zudem d\u00fcrfte k\u00fcnftig die Cybersicherheit f\u00fcr alle Finanzakteure eine zentrale Rolle spielen. Denn die Digitalisierung der Bankprodukte und -dienstleistungen schreitet voran, und Kundenauftr\u00e4ge m\u00fcssen sofort ausgef\u00fchrt werden. Gleichzeitig m\u00fcssen die Banken die Datensicherheit gew\u00e4hrleisten und geltende Vorschriften \u2013 wie etwa Sanktionen und Massnahmen zur Geldw\u00e4schereibek\u00e4mpfung \u2013 einhalten.<\/p>\n<p><strong>Wegmann:<\/strong> Als regional t\u00e4tige Bank zeichnet uns der pers\u00f6nliche Kontakt zu unseren Kundinnen und Kunden aus. Diese N\u00e4he trotz Digitalisierung beizubehalten, ist eine Herausforderung. Neue Technologien und die Pandemie haben das Kundenverhalten ver\u00e4ndert. Andererseits ist der Umgang mit den erh\u00f6hten regulatorischen Anforderungen anspruchsvoll. Grunds\u00e4tzlich betrachten wir diese als sinnvoll und n\u00f6tig. Aber: Der Komplexit\u00e4tsgrad und die Regulierungstiefe sind auf das zugrunde liegende Bankgesch\u00e4ft anzupassen. Sprich, weitreichende und einschneidende Regulierungen braucht es vor allem f\u00fcr komplexe Bankgesch\u00e4fte, bei denen der Wettbewerb nicht spielt und die \u00fcblicherweise nicht von Regionalbanken erbracht werden.<\/p>\n<p><strong>Burgener:<\/strong> Wir sehen derzeit drei grosse Herausforderungen. Erstens unser Angebot weiterzuentwickeln, um auch bei zunehmender Digitalisierung weiterhin unserem Anspruch der Einfachheit gerecht zu werden. Zweitens Ertr\u00e4ge in Richtung Verm\u00f6gensaufbau und Vorsorge sowie Dienstleistungen f\u00fcr KMU zu diversifizieren. Drittens die Effizienz zu steigern und Prozesse zu optimieren, um die notwendige Rentabilit\u00e4t zu erzielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-202858 size-large\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Nyon-Filiale-1024x552.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Nyon-Filiale-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Nyon-Filiale-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Nyon-Filiale-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Nyon-Filiale-1536x828.jpg 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Nyon-Filiale-2048x1105.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Caisse d\u2019\u00c9pargne Nyon. (Bild: zvg)<\/h6>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie schwierig ist der Umgang mit Regulierungen auf einer Skala von 1 bis 10 (1 = extrem einfach \/ 10 = extrem schwierig)? Warum?<\/div>\n<p><strong>Circelli:<\/strong> Eine 8 erscheint uns angemessen. Die Umsetzung der Vorschriften wird von Jahr zu Jahr komplexer. Als Kleinbank der Kategorie 5 kommen wir zwar in den Genuss bestimmter Entlastungen. Die Ressourcen, die wir daf\u00fcr aufwenden, d\u00fcrfen aber gleichzeitig keinesfalls unser Kerngesch\u00e4ft \u2013 die Zufriedenheit unserer Kunden \u2013 beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p><strong>Wegmann:<\/strong> Die immer weiter zunehmende Regulierung hat auch kundenseitige Konsequenzen. Zum Beispiel m\u00fcssen sie uns heute mehr und regelm\u00e4ssiger Informationen zur Verf\u00fcgung stellen und sich mit entsprechenden Antr\u00e4gen auseinandersetzen. Das ist f\u00fcr unsere Kundinnen und Kunden teils schwer verst\u00e4ndlich und teils auch umst\u00e4ndlich. Zudem steigen die Regulierungskosten der Banken, was fr\u00fcher oder sp\u00e4ter auch auf die Kundinnen und Kunden \u00fcberw\u00e4lzt werden muss. Unter Ber\u00fccksichtigung dieser Umst\u00e4nde w\u00fcrde ich einen Skalenwert von 6 w\u00e4hlen.<\/p>\n<p><strong>Burgener:<\/strong> 8 auf einer Skala bis 10. Die Schweizer Banken sind bereits heute stark reguliert \u2013 meines Erachtens mehr als hinreichend. Und es sieht nicht nach einer Lockerung aus, im Gegenteil. Entsprechend steigen sowohl die Komplexit\u00e4t als auch in einem noch gr\u00f6sseren Mass die Kosten laufend an. Sowohl kurzfristige neue Regulierungen als auch zu einschr\u00e4nkende oder unterschiedlich interpretierbare Vorgaben erschweren den Umgang mit Regulierungen zus\u00e4tzlich.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Die immer weiter zunehmende Regulierung hat auch kundenseitige Konsequenzen.<\/span><\/p>\n<p>\u2013 Andr\u00e9 Wegmann, Bank Avera<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Ist im Vergleich zu den Eigenkapitalvorschriften das Management der Liquidit\u00e4t die gr\u00f6ssere Herausforderung? Warum?<\/div>\n<p><strong>Circelli:<\/strong> Die CEN ist dem Kleinbankenregime unterstellt. Wir m\u00fcssen also nur die vereinfachte Leverage Ratio berechnen. Diese kann zwar schneller ermittelt werden als fr\u00fcher, sie f\u00fchrt f\u00fcr die Bank aber zu einem ung\u00fcnstigeren Ergebnis, weil sie die Gewichtungen der einzelnen Bilanzpositionen nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><strong>Wegmann:<\/strong> Eigenkapital und Liquidit\u00e4t sind f\u00fcr Banken wie Essen und Trinken f\u00fcr den Menschen: Es braucht beides, um \u00fcberleben zu k\u00f6nnen. Um das Eigenkapital zu bewirtschaften, bedarf es eher einer langfristigen Perspektive, w\u00e4hrend das Liquidit\u00e4tsmanagement tagt\u00e4glich sichergestellt werden muss. Ob die Liquidit\u00e4t oder das Eigenkapital herausfordernder ist, h\u00e4ngt vom makro\u00f6konomischen Umfeld, der spezifischen Situation der individuellen Bank sowie ihrem Instrumentarium ab.<\/p>\n<p><strong>Burgener:<\/strong> Die Beschaffung von Liquidit\u00e4t gestaltet sich aktuell f\u00fcr viele Banken anspruchsvoller, da die Notenbanken diese zur Inflationsbek\u00e4mpfung erheblich reduzieren. Dies erh\u00f6ht die Refinanzierungskosten der Banken. Valiant verf\u00fcgt jedoch \u00fcber diverse Refinanzierungsinstrumente, mit denen wir flexibel auf die Marktsituationen reagieren k\u00f6nnen. Zudem stellt die Schweizerische Nationalbank f\u00fcr alle Schweizer Banken h\u00f6here Anforderungen an die Liquidit\u00e4t. Dies verursacht ebenfalls Zusatzkosten und belastet die Liquidit\u00e4tsquote.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-202856 size-large\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Avera-Filiale-1024x552.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Avera-Filiale-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Avera-Filiale-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Avera-Filiale-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Avera-Filiale-1536x828.jpg 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Avera-Filiale-2048x1104.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Die Bank Avera mit Sitz in Wetzikon ZH.\u00a0 (Bild: zvg)<\/h6>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Nationalbank bietet k\u00fcnftig den Banken Liquidit\u00e4tshilfen, die sogenannten LGHS, Liquidit\u00e4t gegen hypothekarische Sicherheiten, an. Werden Sie an diesen Programmen teilnehmen?<\/div>\n<p><strong>Circelli:<\/strong> Wir begr\u00fcssen dieses Programm, dank dem alle Bankinstitute, einschliesslich kleiner Banken, rasch Zugang zu neuer Liquidit\u00e4t erhalten k\u00f6nnen. Wir werden aber auch in Zukunft Anleihen bei der Pfandbriefbank aufnehmen, da wir keinen unmittelbaren Refinanzierungsbedarf haben.<\/p>\n<p><strong>Wegmann:<\/strong> Ja, wir werden teilnehmen. Wir erachten die LGHS als sinnvolles Instrument, um Banken in einer Krisensituation zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p><strong>Burgener:<\/strong> Wir werden an diesem Programm teilnehmen. Aktuell arbeiten wir daran, die entsprechenden Voraussetzungen zu schaffen. Es ist geplant, dass wir gegen Ende dieses Jahres einen ersten Funktionstest des LGHS-Programms durchf\u00fchren werden. Wir sind positiv gestimmt, im ersten Quartal 2025 alle Anforderungen der SNB zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Die Schweizer Banken sind bereits heute stark reguliert \u2013 meines Erachtens mehr als hinreichend.<\/span><\/p>\n<p>\u2013 Ewald Burgener, Valiant<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Ist f\u00fcr Ihre Bank die Ertragsdiversifikation ein strategisches Ziel?<\/div>\n<p><strong>Circelli:<\/strong> Unsere Haupteinnahmequelle ist und bleibt die Zinsmarge. Wir beabsichtigen nicht, weitere Dienstleistungen anzubieten, abgesehen vom Bereich Finanzierung und Sparen. Wir bieten keine Anlageberatung an und verf\u00fcgen auch nicht \u00fcber eigene Anlagefonds. Daher rechnen wir nicht mit alternativen Eink\u00fcnften aus Geb\u00fchren und anderen Kommissionen.<\/p>\n<p><strong>Wegmann:<\/strong> Das ist ein wichtiges Ziel. Wir diversifizieren unsere Ertr\u00e4ge dahin gehend, dass wir weitere sinnvolle Dienstleistungen auf- und ausbauen. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise die private Vorsorge und der damit verbundene Verm\u00f6gensaufbau bei Privatpersonen. Auch die Pensionsplanung, die Risikovorsorge und der Immobilienverkauf sind Gesch\u00e4ftsfelder, wo wir Potenzial sehen und neue Services anbieten. Das Finanzieren von Wohneigentum und von Unternehmen und damit die Ertr\u00e4ge aus dem Zinsdifferenzgesch\u00e4ft werden allerdings eine Hauptkomponente bleiben.<\/p>\n<p><strong>Burgener:<\/strong> Die Ertragsdiversifikation ist eine strategische Stossrichtung unserer Strategie \u00abValiant 2029\u00bb. Durch den verst\u00e4rkten Fokus auf das KMU-Gesch\u00e4ft sowie den Verm\u00f6gensaufbau und die Vorsorge f\u00fcr die Privatkundschaft sollen unsere Ertr\u00e4ge breiter abgest\u00fctzt und damit die Abh\u00e4ngigkeit vom Zinsgesch\u00e4ft etwas verringert werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-202862 size-large\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Valiant-Filiale-crop-1024x552.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Valiant-Filiale-crop-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Valiant-Filiale-crop-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Valiant-Filiale-crop-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Valiant-Filiale-crop-1536x828.jpg 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/09\/Valiant-Filiale-crop-2048x1104.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Die Valiant-Bank in Bern. (Bild: zvg)<\/h6>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie wichtig ist die Digitalisierung f\u00fcr Ihr Gesch\u00e4ftsmodell?<\/div>\n<p><strong>Circelli:<\/strong> Unsere Kundschaft und unsere Mitarbeitenden legen grossen Wert auf zwischenmenschliche Kontakte. Wir bedienen unsere Kunden am Schalter, unterst\u00fctzen sie bei Bedarf telefonisch und bieten ihnen eine regelm\u00e4ssige Korrespondenz per E-Mail. Unsere Kundschaft sch\u00e4tzt die geringe Personalfluktuation. Der Aufbau eines langfristigen, konstruktiven Dialogs kommt den Gesch\u00e4ftsbeziehungen zugute und st\u00e4rkt das Vertrauen, das unsere Kunden uns t\u00e4glich entgegenbringen. Selbstverst\u00e4ndlich bieten wir seit vielen Jahren auch digitale Dienstleistungen an, um allen Kunden den Zugang zu unseren Produkten zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p><strong>Wegmann:<\/strong> Obwohl sich das Kundenverhalten ver\u00e4ndert hat, sind wir \u00fcberzeugt, dass unsere Kundinnen und Kunden bei anspruchsvolleren Finanzthemen und wichtigen Lebensereignissen den pers\u00f6nlichen Kontakt bevorzugen. Insofern wird sich unser Gesch\u00e4ftsmodell aufgrund der Digitalisierung nicht grundlegend ver\u00e4ndern. Gleichzeitig m\u00fcssen wir digitale M\u00f6glichkeiten nutzen, um f\u00fcr unsere Kundinnen und Kunden das Alltagsgesch\u00e4ft einfach, zeitgem\u00e4ss und angenehm zu gestalten. Wir haben darum unsere Kundenschnittstelle weiter digitalisiert und im letzten Jahr Projekte umgesetzt. Beispielsweise ist es dank der digitalen Selbstidentifizierung nicht mehr n\u00f6tig, eine Filiale aufzusuchen, um ein Konto zu er\u00f6ffnen. Auch bankintern hilft uns die Digitalisierung, Prozesse und Abl\u00e4ufe zu verbessern und Kosten zu minimieren.<\/p>\n<p><strong>Burgener:<\/strong> Die Digitalisierung spielt eine zentrale Rolle. Einerseits nehmen die Bed\u00fcrfnisse unserer Kundinnen und Kunden in Bezug auf digitale Dienstleistungen laufend zu, andererseits bietet die Digitalisierung auch grosse M\u00f6glichkeiten, um die Effizienz zu steigern. Wir besch\u00e4ftigen uns zum Beispiel mit den Themen digitales Anlegen und Vorsorgen oder mit der digitalen Marktbearbeitung.<\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Das Interview wurde schriftlich gef\u00fchrt.<\/h6>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Regionalbanken und Sparkassen sind schwergewichtig im Spar- und Hypothekargesch\u00e4ft t\u00e4tig. Wie beschreiben Sie Ihre Bank? Antonio Circelli (CEO Caisse d&#8217;Epargne Nyon): Die Caisse d&#8217;\u00c9pargne de Nyon (CEN) ist eine kundennahe Bank. 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