{"id":203262,"date":"2024-11-12T07:00:34","date_gmt":"2024-11-12T06:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=203262"},"modified":"2024-12-16T16:10:24","modified_gmt":"2024-12-16T15:10:24","slug":"welche-berufe-sind-durch-kuenstliche-intelligenz-gefaehrdet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/11\/welche-berufe-sind-durch-kuenstliche-intelligenz-gefaehrdet\/","title":{"rendered":"Welche Berufe sind durch k\u00fcnstliche Intelligenz gef\u00e4hrdet?"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\">Herr Salvi, alle sprechen zurzeit von k\u00fcnstlicher Intelligenz, kurz KI. Was zeichnet die Technologie aus?<\/div>\n<p>Im Gegensatz zur bisherigen Technologie, welche nur vorhandene Daten analysieren konnte, kann sogenannte generative KI wie Chat-GPT neue Inhalte wie Text, Bilder oder Musik schaffen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie h\u00e4ufig wird KI wirklich genutzt?<\/div>\n<p>Stark verbreitet ist sie etwa bei einfachen Kundenanfragen via Chatbots. Auch f\u00fcr \u00dcbersetzungen oder bei Recherchearbeiten wird sie h\u00e4ufig eingesetzt. Dar\u00fcber hinaus wird zurzeit in praktisch allen Branchen intensiv nach Anwendungsm\u00f6glichkeiten gesucht.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Heisst das, die Firmen investieren mehr in Informatik und Kommunikation?<\/div>\n<p>Ja, diese Ausgaben steigen deutlich. Im Jahr 2022 investierten Schweizer Unternehmen insgesamt 34 Milliarden Franken in diesen Bereich. Das entspricht rund einem Drittel aller Ausr\u00fcstungsinvestitionen der Unternehmen und ist mehr als w\u00e4hrend der Dotcom-Blase in den 1990er-Jahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Allgemein sch\u00e4tzen wir, dass etwa 80 Prozent aller B\u00fcrokr\u00e4fte durch KI direkt konkurrenziert werden k\u00f6nnten.<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie haben verschiedene Berufe untersucht \u2013 welche Schl\u00fcsse ziehen Sie?<\/div>\n<p>In spezifischen Berufen wie dem Kundendienst und der Unternehmensberatung zeigen unsere Fallstudien<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> erhebliche Produktivit\u00e4tssteigerungen durch den Einsatz von KI. Das gilt insbesondere f\u00fcr bisher weniger leistungsstarke Mitarbeiter. In komplexeren Berufen \u2013 etwa bei Finanzanalysten \u2013 hat der Einsatz von KI zu h\u00f6herer Personalfluktuation gef\u00fchrt. Diejenigen, die bleiben, \u00fcbernehmen oftmals komplexere Aufgaben. Die einfachen Aufgaben werden mit KI erledigt. Es kommt aber nicht in allen Berufen zu einem Stellenabbau.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Welche Berufe sind durch KI gef\u00e4hrdet?<\/div>\n<p>Kurz gesagt: Berufe, deren Anforderungen zu einem grossen Teil von KI erledigt werden k\u00f6nnen, die aber wenig Potenzial f\u00fcr eine produktive Zusammenarbeit mit der Technologie haben. Ein Beispiel sind Callcenter-Mitarbeitende: Viele der notwendigen F\u00e4higkeiten k\u00f6nnten bereits heute durch automatisierte Systeme ersetzt werden. Gleichzeitig gibt es wenig Kooperationsm\u00f6glichkeiten mit KI. Das macht diesen Beruf anf\u00e4llig. Allgemein sch\u00e4tzen wir, dass etwa 80 Prozent aller B\u00fcrokr\u00e4fte durch KI direkt konkurrenziert werden k\u00f6nnten. Besonders betroffen sind Angestellte ohne fachliche Spezialisierung. Schweizweit sind das rund 320\u2019000 gef\u00e4hrdete B\u00fcrostellen. Aber Achtung: Man ist dieser Entwicklung nicht ausgeliefert. Wer sich entsprechend weiterbildet, hat gute Chancen, von der KI zu profitieren.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie sehen Sie die Zukunft?<\/div>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist der Schweizer Arbeitsmarkt gut aufgestellt. Es ist jedoch unm\u00f6glich, s\u00e4mtliche R\u00fcckkoppelungen und Konsequenzen einer m\u00f6glichen KI-Revolution vorherzusagen. Ein Blick in die Geschichte macht das klar: Es wird gesch\u00e4tzt, dass heute 60 Prozent der Arbeitnehmenden in Berufen t\u00e4tig sind, die es 1940 noch gar nicht gab. Viele der heutigen Berufe hat man sich damals noch nicht vorstellen k\u00f6nnen. So wird es vermutlich auch in Zukunft sein. Neben den gef\u00e4hrdeten Stellen werden auch viele neue Stellen geschaffen. Dieser Strukturwandel geh\u00f6rt zu einem flexiblen Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p><em>Interview: \u00abDie Volkswirtschaft\u00bb<\/em><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe ausf\u00fchrliche Studie: Salvi, Marco und Patrick Schnell (2024). <a href=\"https:\/\/www.avenir-suisse.ch\/publication\/zukunftssichere-berufe\/\">Zukunftssichere Berufe? Wie KI den Schweizer Arbeitsmarkt ver\u00e4ndert<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Salvi, alle sprechen zurzeit von k\u00fcnstlicher Intelligenz, kurz KI. Was zeichnet die Technologie aus? Im Gegensatz zur bisherigen Technologie, welche nur vorhandene Daten analysieren konnte, kann sogenannte generative KI wie Chat-GPT neue Inhalte wie Text, Bilder oder Musik schaffen. Wie h\u00e4ufig wird KI wirklich genutzt? 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Wie KI den Schweizer Arbeitsmarkt ver\u00e4ndert\u00bb."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-11-12 06:00:34","original_files":null,"external_release_for_author":"20241101","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/6703def727639"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203262"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4197"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=203262"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203262\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":205863,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203262\/revisions\/205863"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4197"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/204461"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=203262"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=203262"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=203262"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=203262"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=203262"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=203262"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}