{"id":203625,"date":"2024-11-05T06:50:42","date_gmt":"2024-11-05T05:50:42","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=203625"},"modified":"2024-11-05T15:19:21","modified_gmt":"2024-11-05T14:19:21","slug":"der-bevoelkerungsrat-ein-neues-stueck-demokratie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/11\/der-bevoelkerungsrat-ein-neues-stueck-demokratie\/","title":{"rendered":"Der Bev\u00f6lkerungsrat \u2013 ein neues St\u00fcck Demokratie"},"content":{"rendered":"<p>Demokratie beruht auf der aktiven politischen Beteiligung der Bev\u00f6lkerung. In den meisten L\u00e4ndern beschr\u00e4nkt sich diese Beteiligung auf die Wahl von Parlament und Regierung. In manchen L\u00e4ndern besteht jedoch auch die M\u00f6glichkeit, direkt \u00fcber Sachfragen zu entscheiden. Dies ist besonders in der Schweiz der Fall, wo h\u00e4ufig Volksabstimmungen durchgef\u00fchrt werden. Damit ist sie die Spitzenreiterin in einem internationalen Trend: Die Verbreitung und der Gebrauch direktdemokratischer Institutionen wie Referendum und Volksinitative nehmen seit Mitte des 20. Jahrhunderts weltweit zu.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Auffallend ist jedoch auch, dass die tats\u00e4chliche Beteiligung der Stimmberechtigten im gleichen Zeitraum abgenommen hat.<\/p>\n<p>Auch die Schweiz ist von dieser Entwicklung betroffen. Bei nationalen Wahlen und Abstimmungen begibt sich mittlerweile weniger als die H\u00e4lfte der Stimmberechtigten an die Urne. Auf kantonaler und kommunaler Ebene sind die Beteiligungsraten sogar noch geringer. Zwar hat sich die Demokratie als Herrschaftsform im Laufe des 20. Jahrhunderts immer st\u00e4rker verbreitet. Gleichzeitig hat sie aber, besonders in den etablierten Demokratien, an Tiefe verloren.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr den R\u00fcckgang der Beteiligung an Wahlen und Abstimmungen sind vielf\u00e4ltig und komplex. Einer der Gr\u00fcnde ist die sogenannte rationale Ignoranz:<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Der Aufwand, sich \u00fcber Kandidierende oder Abstimmungsvorlagen zu informieren, \u00fcbersteigt den erwarteten Nutzen einer Teilnahme. Wissenschaft und Praxis sind sich jedoch einig, dass dieser Beteiligungsr\u00fcckgang problematisch ist. Tiefe Beteiligungsraten erh\u00f6hen die Gefahr von verzerrten Entscheidungen, wenn nicht alle gesellschaftlichen Gruppen gleich h\u00e4ufig teilnehmen. Seit einiger Zeit werden deshalb neue Formen der politischen Beteiligung entwickelt und ausprobiert mit dem Ziel, die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger (wieder) zu aktivieren und die Demokratie neu zu beleben.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Auswahl mittels Zufallsstichprobe<\/h2>\n<p>Ein vielversprechendes Beispiel einer solchen neuen Beteiligungsform stellen die sogenannten Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te dar, in Deutschland und \u00d6sterreich auch B\u00fcrgerr\u00e4te genannt beziehungsweise Assembl\u00e9e citoyenne im franz\u00f6sischen oder Citizen assemblies im englischen Sprachraum.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Im Zentrum eines Bev\u00f6lkerungsrats steht eine Gruppe von Personen, die mittels Zufallsauswahl zusammengestellt ist. In der Regel erfolgt dies mit einem zweistufigen, geschichteten Verfahren, um ein m\u00f6glichst genaues Abbild der Bev\u00f6lkerung zu erreichen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a><\/p>\n<p>In einem ersten Schritt wird aus der Bev\u00f6lkerung eines Gemeinwesens \u2013 also etwa einer Gemeinde, eines Kantons oder eines Lands \u2013 eine Zufallsstichprobe von mehreren Tausend Personen gezogen. Diese werden kontaktiert, \u00fcber den Bev\u00f6lkerungsrat informiert und gefragt, ob sie Interesse an einer Teilnahme h\u00e4tten. Erfahrungsgem\u00e4ss signalisieren zwischen f\u00fcnf und zehn Prozent der Angeschriebenen tats\u00e4chlich Interesse. In der Regel sind diese Teilnahmeinteressierten jedoch nicht mehr repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung: \u00c4ltere Personen, solche mit einer h\u00f6heren Ausbildung sowie politisch links eingestellte sind meistens \u00fcbervertreten.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt wird deshalb unter den Interessierten eine sogenannte geschichtete Zufallsauswahl durchgef\u00fchrt. Dabei wird die Auswahlwahrscheinlichkeit entlang bestimmter soziodemographischer und politischer Merkmale so gewichtet, dass die Gruppe der definitiv Ausgew\u00e4hlten hinsichtlich dieser Merkmale m\u00f6glichst nah bei der Gesamtbev\u00f6lkerung liegt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Bev\u00f6lkerungsrat ber\u00e4t Beh\u00f6rden<\/h2>\n<p>Diese Gruppe trifft sich w\u00e4hrend mehrerer Tage, um \u00fcber eine Beh\u00f6rdenvorlage oder eine allgemeine politische Frage zu diskutieren und zu beraten. Dabei wird sie von einem professionellen Moderationsteam unterst\u00fctzt und kann Fachpersonen anh\u00f6ren. Am Schluss werden die Ergebnisse zuhanden der Beh\u00f6rden und\/oder der breiteren \u00d6ffentlichkeit verabschiedet.<\/p>\n<p>Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te haben somit keine eigenen Entscheidungsbefugnisse. Ihre Erkenntnisse tragen lediglich beratend zu den Entscheidungsprozessen der traditionellen Instanzen, also Exekutive und\/oder Legislative, bei. Politische Entscheidungstragende sind jedoch gut darin beraten, die Ergebnisse ernsthaft zu pr\u00fcfen und transparent zu begr\u00fcnden, welche Empfehlungen umgesetzt werden und welche nicht. Andernfalls kann das Vorhaben mehr Frust hinterlassen, als es zur St\u00e4rkung der Demokratie beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Im Folgenden m\u00f6chten wir zwei konkrete Anwendungen solcher Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te vorstellen und diskutieren. Beide haben wir in der Schweiz in den letzten Jahren durchgef\u00fchrt und wissenschaftlich begleitet.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">B\u00fcrgerpanels f\u00fcr mehr Klimaschutz im Kanton Z\u00fcrich (2019\u20132023)<\/h2>\n<p>Das erste Projekt sind die B\u00fcrgerpanels f\u00fcr mehr Klimaschutz im Kanton Z\u00fcrich. Die F\u00f6rderung der politischen Teilhabe im Kanton war vom Z\u00fcrcher Regierungsrat als eines der Ziele f\u00fcr die Legislatur 2019\u20132023 beschlossen worden. Zur Umsetzung dieses Ziels wurde ein Programm verabschiedet, mit dem die Gemeinden des Kantons erste Erfahrungen mit Bev\u00f6lkerungsr\u00e4ten sammeln konnten. Dadurch sollte die Demokratie in den Gemeinden belebt, der Dialog zwischen den Beh\u00f6rden und der Bev\u00f6lkerung gest\u00e4rkt und die Bev\u00f6lkerung in einen gegenseitigen Austausch zu politischen Themen gebracht werden. Inhaltlich wurde der Fokus auf die Klimapolitik gelegt, die generell in vielen Gemeinden kontrovers diskutiert wird.<\/p>\n<p>Durchgef\u00fchrt wurden drei Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te: je einer in Uster, in Winterthur und in Thalwil.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> In Zusammenarbeit mit den Beh\u00f6rden der drei St\u00e4dte wurde f\u00fcr jeden Bev\u00f6lkerungsrat eine pr\u00e4zise Fragestellung formuliert, die sich auf klimapolitische Entscheidungen oder Massnahmen der jeweiligen Stadt bezogen. In allen drei Gemeinden hatten die Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te eine beratende Funktion: Sie verabschiedeten Dokumente mit \u00dcberlegungen und Empfehlungen zur Klimapolitik zuhanden der Beh\u00f6rden und der \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Unsere Nachbefragung zeigte, dass die Mitglieder der jeweiligen R\u00e4te es als grosse Bereicherung empfanden, sich mit ihnen unbekannten Menschen auszutauschen. Dank respektvollen Diskussionen entwickelten sie ein besseres Verst\u00e4ndnis gegen\u00fcber anderen Sichtweisen. Auch konnten sie ihr Wissen \u00fcber das Thema Klimaschutz und ihre Kenntnisse \u00fcber politische Prozesse in ihrer Gemeinde vertiefen.<\/p>\n<p>Seitens der Gemeindebeh\u00f6rden war die Bilanz ebenfalls positiv. Auf spezielles Interesse stiess das Auswahlverfahren f\u00fcr die Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te: Die Zufallsauswahl machte es m\u00f6glich, Personen zu begegnen, die sich normalerweise nicht an Wahlen, Abstimmungen oder sonstigen Prozessen in der Gemeinde beteiligen. Die von den Bev\u00f6lkerungsr\u00e4ten formulierten Empfehlungen wurden ebenfalls als n\u00fctzlich empfunden. Zwar enthielten sie nicht grunds\u00e4tzlich neue Vorschl\u00e4ge oder Ideen. Aber sie erlaubten es, die fundierte Meinung der Teilnehmenden \u00fcber wichtige Themen und Vorhaben der Gemeinde zu eruieren.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Bev\u00f6lkerungsrat bei einer kantonalen Volksabstimmung: Demoscan Aargau (2023)<\/h2>\n<p>Im Rahmen der vom Kanton Aargau und dem Bundesland Baden-W\u00fcrttemberg regelm\u00e4ssig durchgef\u00fchrten Demokratiekonferenzen entstand die Idee f\u00fcr das Projekt \u00ab<a href=\"https:\/\/demoscan.ch\/\">Demoscan<\/a> Aargau\u00bb. Konkret wurde ein Bev\u00f6lkerungsrat bei einer kantonalen Volksabstimmung eingesetzt, um damit die Meinungsbildung der Stimmbev\u00f6lkerung zu unterst\u00fctzen und deren Beteiligungsmotivation zu erh\u00f6hen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Das Vorgehen ist an das im amerikanischen Bundesstaat Oregon entwickelte \u00abCitizen Initiative Review\u00bb angelehnt und kam auch an anderen Orten in der Schweiz bereits zum Einsatz.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Im Vorfeld der Aargauer Abstimmung vom 18. Juni 2023 \u00fcber die Vorlage \u00abKlimaschutz braucht Initiative!\u00bb wurde ein Bev\u00f6lkerungsrat von 21 Personen aus dem Kanton Aargau gebildet. Dieser traf sich an zwei Wochenenden, um \u00fcber die kantonale Abstimmungsvorlage zu beraten. Die Mitglieder des Bev\u00f6lkerungsrats h\u00f6rten sich Fachpersonen sowie Gegnerinnen und Bef\u00fcrworter der Vorlage an und verfassten einen vierseitigen Flyer. Darin erl\u00e4uterten sie die Vorlage mit eigenen Worten und hielten die aus ihrer Sicht wichtigsten Argumente f\u00fcr und gegen die Vorlage fest. Eine Abstimmungsempfehlung wurde jedoch nicht abgegeben. Dieser Demoscan-Flyer wurde parallel zu den Abstimmungsunterlagen an die Stimmberechtigten von zwei Aargauer Gemeinden verschickt, um diese bei der Meinungsbildung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mittels Bev\u00f6lkerungsbefragung wurde die Wirkung des Flyers auf die Stimmb\u00fcrgerschaft untersucht. Es zeigte sich, dass der Flyer lediglich von 23 Prozent der Befragten in den beiden Gemeinden gelesen worden war. Diese Personen wiesen daf\u00fcr ein signifikant besseres Verst\u00e4ndnis der Abstimmungsvorlage auf als diejenigen, die den Flyer nicht gelesen hatten. Ausserdem war dieses Vorlagenverst\u00e4ndnis weniger durch vorgefasste politische Meinungen beeinflusst. Auf den Abstimmungsentscheid hatte der Flyer keinen Einfluss: Wer den Flyer gelesen hatte, stimmte nicht h\u00e4ufiger Ja oder Nein als diejenigen, die ihn nicht gelesen hatten. Auch gab es keine Hinweise darauf, dass der Flyer die Stimmbeteiligung erh\u00f6ht h\u00e4tte.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">St\u00e4rkere Beteiligung am politischen Prozess<\/h2>\n<p>Die bisherigen Erfahrungen mit Bev\u00f6lkerungsr\u00e4ten in der Schweiz zeigen, dass diese tats\u00e4chlich das Potenzial haben, Stimm- und Wahlberechtigte st\u00e4rker an politischen Prozessen zu beteiligen. Zudem entfalten Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te auch positive Wirkungen \u00fcber den Kreis der Teilnehmenden hinaus.<\/p>\n<p>Es gibt allerdings auch kritische Stimmen zu Bev\u00f6lkerungsr\u00e4ten. Einerseits wird kritisiert, sie w\u00fcrden die Rolle der gew\u00e4hlten Instanzen relativieren. Zutreffend ist das Gegenteil: Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te sind kein Ersatz f\u00fcr existierende Entscheidungsprozesse, sondern lediglich eine Erg\u00e4nzung. Im Fall der Z\u00fcrcher B\u00fcrgerpanels gewannen die Beh\u00f6rden wichtige Hinweise auf die \u00f6ffentliche Meinung zu anstehenden politischen Entscheidungen, was ihre Handlungsf\u00e4higkeit erh\u00f6hte.<\/p>\n<p>Andererseits wird bef\u00fcrchtet, Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te k\u00f6nnten von den Organisatoren instrumentalisiert werden und deshalb zu verzerrten Resultaten f\u00fchren. Tats\u00e4chlich befassten sich die meisten Bev\u00f6lkerungsr\u00e4te mit Themen und Fragen, die von Beh\u00f6rden und Organisatoren vorgegeben wurden, weshalb ihnen eine gewisse Top-down-Logik innewohnt.<\/p>\n<p>Einen anderen Ansatz verfolgt der <a href=\"https:\/\/www.pnyx25.uzh.ch\/\">Bev\u00f6lkerungsrat 2025<\/a><em>, <\/em>der von den Autoren aktuell auf gesamtschweizerischer Ebene durchgef\u00fchrt wird. Die zur Teilnahme eingeladenen, repr\u00e4sentativ aus der Schweizer Wohnbev\u00f6lkerung ausgelosten Personen konnten aus einem von f\u00fcnf m\u00f6glichen Diskussionsthemen w\u00e4hlen. Mit grosser Mehrheit wurde das Thema der steigenden Gesundheitskosten gew\u00e4hlt. So ist sichergestellt, dass die Diskussionen im Bev\u00f6lkerungsrat auf ein gesellschaftlich relevantes Problem fokussieren.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Br\u00fcggemann et al. (2023) und Qvortrup (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Dahl (1998), S. 180.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Downs (1957).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe insbesondere Reuchamps et al. (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Flanigan et al. (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Die Finanzierung erfolgte durch die Direktion der Justiz und des Inneren des Kantons Z\u00fcrich. Siehe Heimann et al. (2023) f\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Darstellung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Das Projekt wurde durch den Swisslos-Fonds des Kantons Aargau finanziert. Siehe Heimann et al. (2024) f\u00fcr detaillierte Ausf\u00fchrungen und Resultate.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe Stojanovi\u0107 (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Demokratie beruht auf der aktiven politischen Beteiligung der Bev\u00f6lkerung. In den meisten L\u00e4ndern beschr\u00e4nkt sich diese Beteiligung auf die Wahl von Parlament und Regierung. In manchen L\u00e4ndern besteht jedoch auch die M\u00f6glichkeit, direkt \u00fcber Sachfragen zu entscheiden. Dies ist besonders in der Schweiz der Fall, wo h\u00e4ufig Volksabstimmungen durchgef\u00fchrt werden. 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Nature 596(7873), 548\u2013552.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Glaser, A., Loviat R. und M. Piampiano (2024). Demoscan Aargau: Rechtsgutachten. Studienberichte des Zentrums f\u00fcr Demokratie Aarau. Aarau: Zentrum f\u00fcr Demokratie Aarau.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Gr\u00f6nlund, K., B\u00e4chtiger, A. und M. Set\u00e4l\u00e4 (Hrsg.)(2014). Deliberative Mini-Publics. Involving Citizens in the Democratic Process. Colchester: ECPR Press.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Heimann, A. et al. (2023). B\u00fcrgerpanels f\u00fcr mehr Klimaschutz im Kanton Z\u00fcrich. Schlussbericht. In: Aarau, Zentrum f\u00fcr Demokratie (dir) Studienberichte des Zentrums f\u00fcr Demokratie Aarau. Aarau: Zentrum f\u00fcr Demokratie Aarau.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Heimann, A. et al. (2024). Demoscan Aargau: Schlussbericht. Stuendberichte des Zentrums f\u00fcr Demokratie Aarau. Aarau: Zentrum f\u00fcr Demokratie Aarau.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Qvortrup, M. (Hrsg.)(2024). Referendums Across the World. Houndsmills: Palgrave MacMillan.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Reuchamps, M., Vrydagh, J. und Y. Welp (Hrsg.) (2023). De Gruyter Handbook of Citizens\u2019 Assemblies. Berlin\/Boston: De Gruyter.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Stojanovi\u0107, N. (2023). Citizens\u2019 Assemblies and Direct Democracy. Reuchamps, Min, J. Vrydagh und Y. Welp (Hrsg.) De Gruyter Handbook of Citizens\u2019 Assemblies. Berlin\/Boston, 183.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Veri, Francesco (2024). Fostering Reasoning in the Politically Disengaged: The Role of Deliberative Minipublics. Political Studies Review online first, 1\u201322.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[203968,204223],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[9757],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2024-11-05 05:50:42","original_files":null,"external_release_for_author":"20241104","external_release_for_author_time":"00:02:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/67163ccac8d73"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203625"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3560"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=203625"}],"version-history":[{"count":20,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203625\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":204283,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/203625\/revisions\/204283"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9757"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12636"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12635"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12634"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3560"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/204223"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/203968"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/204101"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=203625"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=203625"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=203625"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=203625"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=203625"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=203625"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}