{"id":204522,"date":"2024-12-09T07:10:03","date_gmt":"2024-12-09T06:10:03","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=204522"},"modified":"2024-12-09T11:14:04","modified_gmt":"2024-12-09T10:14:04","slug":"das-ist-ein-richtiges-debakel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/12\/das-ist-ein-richtiges-debakel\/","title":{"rendered":"\u00abDas ist ein richtiges Debakel\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\">Herr Ritter, Herr Salvi, kommen Sie pro Tag auf f\u00fcnf Portionen Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse, wie es die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung empfiehlt?<\/div>\n<p><strong>Markus Ritter:<\/strong> Zu Hause ja, da esse ich mehrmals pro Tag einen Apfel oder eine andere Frucht. Am Mittag bereitet meine Frau Gem\u00fcse und Salat zu. Wenn ich in Bern arbeite, gelingt es mir nicht. Da trinke ich auch zu viel Kaffee.<\/p>\n<p><strong>Michele Salvi:<\/strong> Ja, diese f\u00fcnf Portionen nehme ich mir immer vor. Aber wenn ich auf meine j\u00fcngsten Essgewohnheiten schaue, bin ich wohl eher bei f\u00fcnf Portionen Pasta. In gewisser Weise bin ich da wie die Schweizer Agrarpolitik: Viel Ambition, aber in der Umsetzung harzts.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der Bundesrat erarbeitet derzeit die Grundlagen f\u00fcr die n\u00e4chste Agrarpolitik ab 2030. Die Ziele f\u00fcr unsere Landwirtschaft sind vielf\u00e4ltig: Versorgungssicherheit, Einkommen der Bauernbetriebe sichern, \u00d6kologie, intakte Landschaft und Biodiversit\u00e4t. Ist das nicht zu viel des Guten?<\/div>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Die Ziele sind in der Bundesverfassung verankert. Dort wird eine multifunktionale Landwirtschaft gefordert. Alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit werden gleichermassen angestrebt: die \u00f6konomischen, die \u00f6kologischen und auch die sozialen Ziele, welche ein angemessenes Einkommen f\u00fcr die Bauern einschliessen. Wir haben diesen Auftrag und k\u00f6nnen nicht einfach Ziele streichen.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Politisch ist der Rahmen vorgegeben, und die Vielzahl der Ziele ist gewollt. Aber wir k\u00f6nnen nicht alle Ziele gleichermassen erreichen. Leider gibt es dar\u00fcber keine Grundsatzdiskussion.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wo sehen Sie Zielkonflikte?<\/div>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Die ganze Nachhaltigkeit mit ihren drei Dimensionen ist ein Zielkonflikt. Eine Produktion ohne R\u00fccksicht auf Biodiversit\u00e4t und \u00d6kologie w\u00e4re immer die effizienteste, weil man dann mit voller Kraft produzieren k\u00f6nnte. Aber wir tragen Verantwortung f\u00fcr die n\u00e4chsten Generationen. Das gilt f\u00fcr die gesamte Wirtschaft.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Wir erreichen unsere eigenen Ziele schlichtweg nicht. So soll die Selbstversorgung m\u00f6glichst hoch sein, was ohnehin ein zweifelhaftes Ziel ist. Aber wenn das gesetzt ist, so sind wir jedenfalls mit einem Nettoversorgungsgrad von 46 Prozent weit davon entfernt. Wir m\u00f6chten die Einkommen sichern, doch die Bauern klagen, dass sie nicht oder nur knapp \u00fcber die Runden kommen. Umweltziele werden ebenfalls nicht erf\u00fcllt, oder sie lassen sich kaum messen. Die Zielkonflikte sind offensichtlich.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Wir wollen auch Markt.<\/span><\/p>\n<p>\u2013 Markus Ritter<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Bev\u00f6lkerung hat die Biodiversit\u00e4tsinitiative mit \u00fcber 63 Prozent Nein-Stimmen abgelehnt. Zeigt dies, dass diese Ziele in der Bev\u00f6lkerung keine hohe Priorit\u00e4t haben?<\/div>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Ja, das sehe ich so. Dort gibt es einige Fehlentwicklungen. Wir haben 30 Jahre lang fokussiert auf mehr \u00d6kologie und mehr Biodiversit\u00e4t. Den \u00f6konomischen und sozialen Bereichen haben wir deutlich weniger Aufmerksamkeit geschenkt.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der Bund soll gem\u00e4ss Bundesverfassung daf\u00fcr sorgen, dass die Produktion in der Landwirtschaft auf den Markt ausgerichtet ist. Inwiefern ist dies erf\u00fcllt?<\/div>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Nur sehr bedingt. Viele Betriebe richten sich nicht eigenst\u00e4ndig am Markt aus, sondern h\u00e4ngen stark von staatlichen Vorgaben und Subventionen ab. Das bremst Wettbewerbsf\u00e4higkeit und Innovation im Agrarsektor.<\/p>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Wir wollen auch Markt. In meinen Anf\u00e4ngen als Landwirt hat der Staat bestimmt, was wir produzieren, in welcher Menge, in welcher Qualit\u00e4t und zu welchem Preis. Das hatte nichts mit Markt zu tun. Seit 30 Jahren haben wir nun das Direktzahlungssystem. Die Vorgaben sind nicht mehr die gleichen. Wir verkaufen also, was im Markt nachgefragt wird.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">K\u00f6nnten Sie das mit einem Beispiel veranschaulichen?<\/div>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Im Moment ist der Bio-Anteil bei rund 12 Prozent. Es gibt aber im Parlament viele Vorst\u00f6sse, welche vorschreiben m\u00f6chten, dass wir mehr biologisch produzieren sollen. Da wehre ich mich dagegen. Wir haben zu Hause zwar einen Bio-Betrieb. Und wir w\u00e4ren mit der Landwirtschaft bereit, mit einem Anteil von 20 bis 25 Prozent am Markt aufzutreten, aber die Konsumenten kaufen das zurzeit nicht.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Was Sie v\u00f6llig ausblenden, ist der Grenzschutz, also Z\u00f6lle und Kontingente. Es ist einfach, von Marktorientierung zu sprechen, wenn der Markt abgeschottet ist. Diese Abschottung kostet die Konsumenten etwa 1000 Franken pro Haushalt und Jahr, indem Lebensmittel dadurch teurer werden.<\/p>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Im Durchschnitt geben wir f\u00fcr Nahrungsmittel 6,7 Prozent des Einkommens aus. Das ist weltweit einer der tiefsten Werte. Die Krankenkassen belasten unser Budget, die Wohnung, die Steuern, aber nicht die Lebensmittel. Die Z\u00f6lle erf\u00fcllen eine sehr wichtige Funktion f\u00fcr die Schweizer Landwirtschaft und bringen dem Bund 620 Millionen Franken pro Jahr in die Bundeskasse.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Nat\u00fcrlich erzielt der Staat Einnahmen durch Z\u00f6lle, doch die Rechnung zahlen die Konsumenten. Und das zus\u00e4tzlich zu den Milliarden, die sie schon als Steuerzahler leisten m\u00fcssen. Das ist nicht effizient. Die Schweiz ist immer gut gefahren ohne Abschottung. So haben wir beispielsweise die Z\u00f6lle auf Industrieprodukte abgeschafft.<\/p>\n<h6 class=\"content-copy\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-204958 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1381\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-scaled.jpg 2560w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-1536x828.jpg 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2024\/11\/20241107_A2263-crop-2048x1105.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/>Michele Salvi (rechts): \u00ab<span class=\"content-copy\">Eine vollst\u00e4ndige Selbstversorgung ist weder realistisch noch notwendig.<\/span>\u00bb (Bild: Keystone \/ Anthony Anex)<\/h6>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wir subventionieren die Landwirtschaft mit 3,6 Milliarden Franken j\u00e4hrlich. Davon sind 2,8 Milliarden Direktzahlungen. Und trotzdem sind viele Bauern und B\u00e4uerinnen auf Nebenjobs angewiesen.<\/div>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Das ist ein richtiges Debakel. Wir verdienen im Durchschnitt gem\u00e4ss den Zahlen des Bundesamts f\u00fcr Landwirtschaft 17 Franken pro Stunde. Warum das so ist, m\u00f6chte ich Ihnen an einem Beispiel zeigen. Mein Bruder war Rechtsanwalt. Als er begonnen hat mit seiner Kanzlei, hat er mir erkl\u00e4rt, er m\u00fcsse jetzt die Kanzlei einrichten, und das koste 100\u2019000 Franken. Die Landwirtschaft aber ist sehr viel kapitalintensiver. Sie braucht Land, einen Stall, einen Wagenschopf, sie braucht Tiere, Maschinen, diverse Vorr\u00e4te. Der Kapitaldienst f\u00fcr diese hohen Investitionen schm\u00e4lert die Einkommen enorm.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Viele Bauern arbeiten f\u00fcr vergleichsweise wenig Geld, besonders in den Bergregionen. Und doch: Rund die H\u00e4lfte der Einkommen der Bauern ist staatlich gest\u00fctzt. Dieser Anteil ist in Europa nur in Norwegen h\u00f6her. Wir erreichen das Ziel Einkommenssicherung nicht, und obendrauf ist das System hochkomplex. Die gesamte Regulierung in Gesetzen und Verordnungen umfasst \u00fcber 4000 Seiten. Der administrative Aufwand und die damit verbundenen Kosten der Bauern sind enorm. Das zeigt doch, dass das heutige System nicht funktioniert.<\/p>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Wir setzen zus\u00e4tzlich den Verfassungsauftrag, die dezentrale Besiedlung des Landes, um. Deshalb brauchen wir das Instrument der Direktzahlungen, um das S\u00f6mmerungsgebiet und die Bergzonen erhalten zu k\u00f6nnen. Gut 40 Prozent der Betriebe befinden sich in Bergregionen. Die Instrumente sind daher sehr zielgerichtet und erfolgreich. Sie m\u00fcssen gest\u00e4rkt werden mit der Agrarpolitik 2030+, um diese Ziele weiterhin erreichen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Mit mehr Geld l\u00f6sen wir die inh\u00e4renten Zielkonflikte in der Bundesverfassung nicht.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie wichtig ist eine hohe Selbstversorgung in einer globalisierten Welt noch?<\/div>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Der Selbstversorgungsgrad hat in den letzten zehn Jahren stetig abgenommen. Das ist auch richtig so. In einer globalisierten Welt kann und soll sich die Schweiz als kaufkraftstarkes Land auf den internationalen M\u00e4rkten versorgen. Eine vollst\u00e4ndige Selbstversorgung ist weder realistisch noch notwendig. Und sie w\u00fcrde enorme Kosten verursachen, ohne dass sie tats\u00e4chlich Sicherheit garantieren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Die Bev\u00f6lkerung mit Lebensmitteln zu versorgen, ist der zentrale Auftrag, wie er in der Bundesverfassung steht.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Wir hatten dieses Jahr in der Schweiz wegen der zahlreichen Niederschl\u00e4ge die schlechteste Getreideernte der letzten 25 Jahre. Der Bundesrat hat deshalb die Importkontingente f\u00fcr Brotgetreide deutlich erh\u00f6ht. Das ist genau der Beweis daf\u00fcr, dass eine Selbstversorgung illusorisch ist.<\/p>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Richtig. Aber wir sollten nicht unter 50 Prozent gehen. Jedoch w\u00e4re ein Selbstversorgungsgrad von 70 Prozent netto, wie es eine Initiative fordert, illusorisch. Denn einen solchen Wert erreichten wir auch w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs, mit einer Rationierung der Lebensmittel und vier Millionen Einwohnern, nur knapp. Mit einer solchen Vorgabe m\u00fcsste der Staat mit v\u00f6llig unverh\u00e4ltnism\u00e4ssigen Massnahmen in unsere Ern\u00e4hrung eingreifen.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Zu allen Zielen, die wir schon haben, kommen noch mehr Ziele dazu.<\/span><\/p>\n<p>\u2013 Michele Salvi<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Ist es nicht so, dass der Staat umso mehr Geld einschiessen muss, je h\u00f6her der Selbstversorgungsgrad ist?<\/div>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Nein. Mit Geld k\u00f6nnten solche Ziele gar nicht erreicht werden. Auf Milch, Eier und Fleisch m\u00fcsste k\u00fcnftig weitgehend verzichtet werden. Eine pflanzliche Ern\u00e4hrung mit Ribelmais, Hafermus und Gerstenbrei w\u00e4re angesagt. Mittelalterliche Kost eben. Und das noch limitiert, damit es f\u00fcr alle reicht.<\/p>\n<p><strong>Salvi:<\/strong> Doch, ohne zus\u00e4tzliche Subventionen steigt der Selbstversorgungsgrad nicht \u2013 es fehlt ja offenbar der Anreiz, mehr zu produzieren. Pflichtlager sind hier deshalb effizienter und sichern die Versorgung in Notlagen ebenso gut. Aktuell kosten sie pro Kopf 13 Franken im Jahr und sichern die Versorgung f\u00fcr drei bis vier Monate. W\u00fcrden wir sie auf ein Jahr ausbauen, w\u00e4ren es 50 Franken pro Person \u2013 immer noch viel g\u00fcnstiger als die heutigen Beitr\u00e4ge zur Versorgungssicherheit,<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wie zuversichtlich sind Sie, dass sich durch die Agrarpolitik 30+ etwas in der Landwirtschaft zum Besseren wendet?<\/div>\n<p><strong>Salvi: <\/strong>Sie f\u00fchrt zu noch mehr Konflikten. Denn es kommen zu all den Zielen, die wir schon haben, noch mehr Ziele dazu. Und das Gesamtsystem wird in den Begleitgruppen zur Agrarpolitik 2030+ um weitere Akteure wie den Detailhandel, das verarbeitende Gewerbe sowie Konsumentensch\u00fctzer erweitert. Da muss ich kein Prophet sein, um vorauszusagen, dass diese Zunahme der Komplexit\u00e4t und von Zielkonflikten keine besseren L\u00f6sungen f\u00fcr die Landwirtschaft hervorbringen wird.<\/p>\n<p><strong>Ritter:<\/strong> Doch genau das braucht es. Ein eigentliches Marktpaket, das \u00fcber die ganze Wertsch\u00f6pfungskette l\u00e4uft, bis zu den Konsumentinnen. Wir brauchen dieses Paket, um die Landwirtschaft und die ganze Ern\u00e4hrungswirtschaft in den M\u00e4rkten zu st\u00e4rken.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Ritter, Herr Salvi, kommen Sie pro Tag auf f\u00fcnf Portionen Fr\u00fcchte und Gem\u00fcse, wie es die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung empfiehlt? Markus Ritter: Zu Hause ja, da esse ich mehrmals pro Tag einen Apfel oder eine andere Frucht. 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