{"id":204710,"date":"2024-12-09T06:45:42","date_gmt":"2024-12-09T05:45:42","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=204710"},"modified":"2024-12-09T16:12:31","modified_gmt":"2024-12-09T15:12:31","slug":"landwirtschaftssubventionen-ein-entscheid-gegen-den-markt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2024\/12\/landwirtschaftssubventionen-ein-entscheid-gegen-den-markt\/","title":{"rendered":"Landwirtschaftssubventionen: Ein Entscheid gegen den Markt"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl landwirtschaftliche Produkte vornehmlich private G\u00fcter sind, geh\u00f6rt der Sektor zu den am st\u00e4rksten subventionierten Branchen in Industriel\u00e4ndern. So auch in der Schweiz. Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sch\u00e4tzt, dass staatliche Transfers gut die H\u00e4lfte der Bruttoeinnahmen der hiesigen Landwirtschaftsbetriebe im letzten Jahr ausmachten. Auch im internationalen Vergleich mit der OECD oder der EU ist das \u00fcberdurchschnittlich (siehe Abbildung 1).<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die Landwirtschaft in der Schweiz zu erhalten, entspricht dem politischen Willen und wird von der Bundesverfassung gefordert. Es ist aber ein Entscheid gegen den Markt.<\/p>\n<p>Seit 2014 hat der Bund inflationsbereinigt 40,9 Milliarden Schweizer Franken an die Landwirtschaft gezahlt. Allein f\u00fcr das Jahr 2024 sind 3,6 Milliarden vorgesehen. Das ist zwar eine leichte reale Reduktion \u00fcber das letzte Jahrzehnt. Jeder Einwohner in der Schweiz finanziert jedoch weiterhin betr\u00e4chtlich via Steuern mit. Im Durchschnitt zahlt er beispielsweise 300 Franken als Direktzahlung an die Landwirtschaft. Dazu kommen etwa 40 Franken f\u00fcr die Milchwirtschaft, unabh\u00e4ngig davon, wie viel er von diesen Produkten letztlich konsumiert.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Fast die H\u00e4lfte der Bruttoeinnahmen der Schweizer Landwirtschaftsbetriebe stammt aus Subventionen (2023)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"MOSLER-SCHMITTER-2024-12_ABB1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#MOSLER-SCHMITTER-2024-12_ABB1_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'column'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    \n    xAxis: {\n        categories: ['Schweiz',\n'Norwegen',\n'Island',\n'Japan',\n'EU',\n'OECD',\n'China',\n'Kanada',\n'USA',\n'Neuseeland',\n'Argentinien'\n            \t\t\t\t\t\t\t\n\n        ],\n        crosshair: true\n    },\n    yAxis: {\n        \n        title: {\n            text: 'Anteil Subventionen an Bruttoeinnahmen in %'        },\n            labels: {\n            format: '{value}%'\n            \n            },\n    },\n    tooltip: {\n     headerFormat: '{point.x}',\n     valueSuffix: '%'\n   \n   \n        },\nlegend: {\nenabled: false\n},\n   \n    \n    plotOptions: {\n        column: {\n            pointPadding: 0.2,\n            borderWidth: 0\n        }\n    },\n    series: [{\n        name: 'Anteil Subventionen an Bruttoeinnahmen',\n        data: [49.44,\n48.65,\n42.62,\n30.51,\n16.86,\n13.63,\n13.17,\n7.37,\n6.78,\n0.76,\n-5.02\n\n]\n\n    }]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: OECD (2024b) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Subventionen sinken real<\/h2>\n<p>Man muss fairerweise festhalten, dass die aggregierten Landwirtschaftssubventionen bis 2027 real um 5,4 Prozent gek\u00fcrzt werden sollen. Allein die produktionsunabh\u00e4ngigen Direktzahlungen als gr\u00f6sster Subventionsposten in der Landwirtschaft (siehe Abbildung 2) sollen inflationsbereinigt um 157 Millionen Schweizer Franken reduziert werden \u2013 eine seltene Ausnahme bei grossen Subventionsposten.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Ein Teil der Direktzahlungen ist zudem daran gekn\u00fcpft, \u00f6ffentliche G\u00fcter bereitzustellen. Der Schutz der Kulturlandschaft oder eine aktive Biodiversit\u00e4t sind positive Externalit\u00e4ten, die etwa dadurch entstehen, dass zusammenh\u00e4ngende Fl\u00e4chen nicht bewirtschaftet werden.<\/p>\n<p>Ein Grossteil der Zahlungen erfolgt aber f\u00fcr bewirtschaftete Fl\u00e4chen und dient der reinen Produktionssteigerung. Zwar sind diese Zahlungen durch das verfassungsm\u00e4ssige Ziel der Versorgungssicherheit motiviert. Es kann aber kaum behauptet werden, dass die Subventionierung die Schweizer Nahrungsmittelversorgung umfassend gegen externe Schocks abgesichert hat. Der Netto-Selbstversorgungsgrad der Schweiz lag 2022 bei nur 46 Prozent, wobei der Import von D\u00fcngemitteln, Saatgut oder Treibstoff unber\u00fccksichtigt bleibt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Die Schweiz w\u00e4re wohl nicht in der Lage, eine (semi)autarke Versorgung zu gew\u00e4hrleisten, und bleibt trotz umfangreicher Subventionen auch im Krisenfall auf offene M\u00e4rkte angewiesen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Steuergelder von allen f\u00fcr wenige<\/h2>\n<p>Wie die Direktzahlungen sind auch die Subventionen f\u00fcr die Milch- und Viehwirtschaft \u00fcberwiegend industriepolitisch motiviert. Sie f\u00fchren dazu, dass Preise f\u00fcr tierische Nahrungsmittel im Vergleich zu alternativen, etwa veganen Lebensmitteln k\u00fcnstlich niedrig gehalten werden. Dar\u00fcber hinaus verursachen die Industrien unter anderem durch Stickstoffemissionen und Treibhausgase negative Externalit\u00e4ten, die nicht vollumf\u00e4nglich eingepreist sind. Dabei ist die Umweltbelastung vieler Schweizer Agrarprodukte wohl nicht systematisch geringer als diejenige von Importen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Weitere Subventionen fliessen in die F\u00f6rderung von Qualit\u00e4t landwirtschaftlicher Produkte und deren Absatz, etwa durch Marketingkommunikation, oder in ein landwirtschaftliches Beratungswesen, das unter anderem Informationsveranstaltungen, Projektbegleitungen oder auch Einzelberatungen zu betriebswirtschaftlichen Themen vorsieht. Solche Massnahmen kommen jedoch nur wenigen direkt zugute, werden aber durch alle Steuerzahler finanziert. Oder anders: privater Nutzen, finanziert durch die \u00d6ffentlichkeit. Eine solche Verwendung von Steuermitteln ist kritisch zu betrachten. Die Ungleichbehandlung zwischen Industrien kann zu Wettbewerbsverzerrungen, einer ineffizienten Verteilung von Ressourcen und der k\u00fcnstlichen Unterdr\u00fcckung von Strukturanpassungen f\u00fchren.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Die Direktzahlungen sind mit Abstand der gr\u00f6sste Subventionsposten (2024)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"MOSLER-SCHMITTER-2024-12_ABB2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n$(function () {\n    $('#MOSLER-SCHMITTER-2024-12_ABB2_DE').highcharts({     \n\n  chart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    tooltip: {\n        pointFormat: 'Subventionsvolumen in Mio. 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Bedeutender sind aber die erm\u00e4ssigten Mehrwertsteuers\u00e4tze direkt auf Leistungen im Bereich der Landwirtschaft zur Bodenbearbeitung, wie S\u00e4en oder Pfl\u00fcgen, sowie indirekt auf Nahrungsmittel.<\/p>\n<p>Diese Leistungen k\u00f6nnen zwar als Teil des Grundbedarfs angesehen werden, aber nicht alle Teile der Bev\u00f6lkerung nutzen sie in gleichem Masse. Dadurch entstehen Verzerrungen, die ineffizient und nicht zwingend sozial sind. Auch Haushalte mit h\u00f6heren Einkommen werden tendenziell entlastet, da sie teurere Lebensmittelvarianten kaufen oder h\u00e4ufiger ausw\u00e4rts essen. Deswegen haben die reduzierten S\u00e4tze eine regressive Komponente, was oftmals der verteilungs- oder sozialpolitischen Motivation der Massnahme widerspricht.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> W\u00fcrden die reduzierten S\u00e4tze f\u00fcr die Landwirtschaft aufgehoben, k\u00f6nnten die Preise steigen, gleichzeitig erh\u00f6hten sich aber auch die Steuereinnahmen. Durch eine aufkommensneutrale Ausgestaltung mittels einer Erh\u00f6hung von Sozialtransfers und einer Senkung des allgemeinen Mehrwertsteuersatzes k\u00f6nnte die Gesamtwohlfahrt wohl h\u00f6her ausfallen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Negative Externalit\u00e4ten<\/h2>\n<p>Ein reduzierter Mehrwertsteuersatz gilt auch f\u00fcr D\u00fcnger, Tierfutter und Pflanzenschutzmittel. Der verst\u00e4rkte Einsatz solcher Mittel kann Umweltsch\u00e4den nach sich ziehen, die derzeit nicht ausreichend eingepreist werden. Kraftstoffe wie Benzin oder Diesel unterliegen Verbrauchssteuern, welche die sch\u00e4dlichen Auswirkungen auf die Umwelt einpreisen und somit negative Externalit\u00e4ten reduzieren. Durch den erm\u00e4ssigten Steuersatz im Landwirtschaftssektor kommt es hingegen zu einer \u00dcbernutzung der Mittel zulasten der Umwelt.<\/p>\n<p>Erm\u00e4ssigte S\u00e4tze in der Landwirtschaft f\u00fchren zudem zu mehr B\u00fcrokratie. Sie erfordern eine zus\u00e4tzliche Pr\u00fcfungsaufsicht, erh\u00f6hen R\u00fcckerstattungen, verursachen verschiedene Definitionsprobleme und laden zur Fehlklassifikation ein. Deshalb ist es nicht \u00fcberraschend, dass 70 Prozent der L\u00e4nder, die in den 1980er- und 1990er-Jahren die Mehrwertsteuer einf\u00fchrten, sich f\u00fcr einen einheitlichen Satz entschieden.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a><\/p>\n<p>Zusammengefasst ist die Landwirtschaft Empf\u00e4ngerin milliardenschwerer und intransparenter Subventionszahlungen, die relativ gesehen \u00fcber dem internationalen Durchschnitt liegen. Die Vielzahl von Transfers oder Steuerverg\u00fcnstigungen hat Verzerrungen zur Folge, die den Strukturwandel k\u00fcnstlich aufhalten und negative Effekte f\u00fcr Klima und Umwelt mit sich bringen, w\u00e4hrend eine autarke Selbstversorgung im Krisenfall zweifelhaft ist. Gleichzeitig unterlag der Sektor bereits Sparbem\u00fchungen: So wurden die ausgabenseitigen Subventionen im letzten Jahrzehnt bereits real reduziert, und sie sollen bis 2027 um weitere 5 Prozent gek\u00fcrzt werden. Eine st\u00e4rkere Fokussierung der staatlichen Unterst\u00fctzung auf Externalit\u00e4ten statt auf Industriepolitik w\u00e4re \u2013 trotz des m\u00f6glichen Widerstands durch die gut organisierte Interessenvertretung \u2013 w\u00fcnschenswert.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe OECD (2024a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Mosler et al. (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Nemecek und Alig (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Moes (2011).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Bettendorf und Cnossen (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Crawford et al. (2010).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe Ebrill et al. (2011).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl landwirtschaftliche Produkte vornehmlich private G\u00fcter sind, geh\u00f6rt der Sektor zu den am st\u00e4rksten subventionierten Branchen in Industriel\u00e4ndern. So auch in der Schweiz. Die Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sch\u00e4tzt, dass staatliche Transfers gut die H\u00e4lfte der Bruttoeinnahmen der hiesigen Landwirtschaftsbetriebe im letzten Jahr ausmachten. 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Dimensions of Tax Design: the Mirrlees Review, 1:275\u2013362.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Ebrill, L. P., Keen, M. und V. J. Perry (2001). The Modern VAT. International Monetary Fund.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Eidgen\u00f6ssische Finanzverwaltung (2024a). <a href=\"https:\/\/www.data.finance.admin.ch\/superset\/dashboard\/subventionen\/?native_filters_key=6JcKpRCT8ETh6oV1twFtQE_rcQPxRUtWoXvwi5LQ30OC8WUodox5H4gFvHQayJlx\">Datenbank der Bundessubventionen<\/a>.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Eidgen\u00f6ssische Finanzverwaltung (2024b). Voranschlag 2024 mit integriertem Aufgaben- und Finanzplan 2025\u20132027. Bundesbeschlusse.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Mosler, M., Schaltegger, C. und S. Schmitter (2024). IWP-Subventionsreport 2024: Deskriptive Entwicklung und \u00f6konomische Diskussion der Bundessubventionen. IWP Policy Papers, Nr. 20, September 2024.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Moes, A. (2011). <a href=\"https:\/\/www.estv2.admin.ch\/stp\/berichte\/stp-berichte-2011-welche-steuerverguenstigungen-gibt-es-beim-bund-studie-de.pdf\">Welche Steuerverg\u00fcnstigungen gibt es beim Bund?<\/a> Eine Studie der Eidgen\u00f6ssischen Steuerverwaltung.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Nemecek, T. und M. Alig (2016). Life Cycle Assessment of Dairy Production Systems in Switzerland: Strengths, Weaknesses and Mitigation Options. Integrated Nutrient and Water Management for Sustainable Farming.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">OECD (2014). The Distributional Effects of Consumption Taxes in OECD Countries. OECD Tax Policy Studies. No. 22.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">OECD (2024a). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/74da57ed-en\">Agricultural Policy Monitoring and Evaluation 2024<\/a>: Innovation for Sustainable Productivity Growth, OECD Publishing, Paris.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">OECD (2024b). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/74da57ed-en\">Agricultural Policy Monitoring and Evaluation 2024<\/a>: Innovation for Sustainable Productivity Growth. Datensatz: Agricultural Policy Monitoring and Evaluation: All Data. OECD Publishing, Paris. 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