{"id":206168,"date":"2025-01-30T07:10:00","date_gmt":"2025-01-30T06:10:00","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=206168"},"modified":"2025-02-04T11:19:17","modified_gmt":"2025-02-04T10:19:17","slug":"versorgungsengpass-bei-medikamenten-was-tun","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2025\/01\/versorgungsengpass-bei-medikamenten-was-tun\/","title":{"rendered":"Versorgungsengpass bei Medikamenten \u2013 was tun?"},"content":{"rendered":"<p>Der Generikahersteller Sandoz solle verstaatlicht werden \u2013 so politische Forderungen. Damit sollen mehr Arzneimittel wieder in der Schweiz produziert und die aktuellen Versorgungsengp\u00e4sse mit Medikamenten gelindert werden.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich haben Arzneimittelengp\u00e4sse in den letzten 15 Jahren zugenommen. Betroffen sind vor allem Generika und Medikamente mit abgelaufenem Patentschutz, insbesondere starke Schmerzmittel wie Opioide, Impfstoffe, Insulin oder Antibiotika.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Verschiedene Faktoren f\u00fchren zu Engp\u00e4ssen<\/h2>\n<p>Ein Grund f\u00fcr die Engp\u00e4sse ist, dass die Lieferketten zur Herstellung von Medikamenten stark globalisiert und komplex sind. Vor allem bei Generika und patentabgelaufenen Arzneimitteln hat der \u00f6konomische Druck in den grossen westlichen Gesundheitsm\u00e4rkten zugenommen. Das hat w\u00e4hrend der letzten Jahrzehnte zu einer Verlagerung der Produktion nach Asien gef\u00fchrt, vor allem nach China und Indien. Ein Grund daf\u00fcr war einerseits die Subventionspolitik Chinas, welche Investitionen f\u00f6rderte und mit Steuerverg\u00fcnstigungen sowie g\u00fcnstigen Krediten ausl\u00e4ndische Firmen anlockte. Entscheidend waren andererseits aber auch allgemein tiefere Regulierungsvorgaben wie weniger strenge Umwelt- und Arbeitsschutzstandards. Zudem konnten aufgrund geringerer Produktionskosten Einsparungen realisiert werden.<\/p>\n<p>Die Versorgungsengp\u00e4sse sind auch eng verkn\u00fcpft damit, dass gewisse Wirk- und Inhaltsstoffe zur Medikamentenherstellung nur an wenigen Orten im Ausland produziert werden. So wird rund ein Drittel der Wirkstoffe, welche im US-amerikanischen Generikamarkt verwendet werden, nur von einem einzigen Betrieb und ein weiteres Drittel von zwei bis drei Betrieben hergestellt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Dadurch sind die westlichen Gesundheitsm\u00e4rkte abh\u00e4ngiger geworden und haben an Einfluss auf relevante Teile ihrer Lieferketten verloren. Diese Abh\u00e4ngigkeiten machen die Lieferketten anf\u00e4llig f\u00fcr Schocks. Verwerfungen k\u00f6nnen jederzeit auftreten und sind oft kaum vorhersehbar.<\/p>\n<p>In der Schweiz kommt erschwerend hinzu, dass der Markt im internationalen Vergleich klein ist, bei international vergleichbarer Regulierung. F\u00fcr weltweit t\u00e4tige Unternehmen scheint der kleine Schweizer Markt weniger attraktiv, weshalb weniger Generika in der Schweiz zugelassen sind als etwa in der EU.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Liegt der Engpass im Ausland, haben inl\u00e4ndische Massnahmen nur punktuell Einfluss<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-206382\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE-1024x577.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"451\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE-1024x577.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE-300x169.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE-768x433.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE-1536x866.png 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/DV_02-25_Pellegrini_DE.png 1781w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: BAG \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Kaum international koordinierte Ans\u00e4tze<\/h2>\n<p>\u00c4hnlich wie in der Schweiz haben auch in anderen L\u00e4ndern die Versorgungsst\u00f6rungen \u00fcber die letzten Jahre stark zugenommen. Viele Staaten haben in der Folge ihren Umgang mit solchen Engp\u00e4ssen \u00fcberpr\u00fcft und nationale Massnahmen definiert. So hat Frankreich beispielsweise mit gezielten industriepolitischen Massnahmen die R\u00fcckverlagerung der Paracetamol-Produktion aus China unterst\u00fctzt. Der franz\u00f6sische Staat subventioniert etwa 30 Prozent des rund 100 Millionen teuren Vorhabens. Zudem haben Anfang Januar 2025 franz\u00f6sische Minister und Ministerinnen im Rahmen der Initiative \u00abFrance 2030: relocalisation des m\u00e9dicaments essentiels\u00bb ihre Unterst\u00fctzung f\u00fcr industrielle Investitionsprojekte bekannt gegeben, die sich auf die R\u00fcckverlagerung wichtiger Produktionsschritte f\u00fcr kritische Arzneimittel nach Frankreich konzentrieren.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Ein anderes Beispiel sind verschiedene US-Initiativen, welche darauf abzielen, die Abh\u00e4ngigkeiten von China generell zu verringern, auch bei den Lieferketten von Heilmitteln.<\/p>\n<p>Es gibt aber kaum international koordinierte Ans\u00e4tze. Dabei w\u00e4ren multilaterale Interventionen aufgrund des globalen Problemcharakters n\u00f6tig. Denn nationale Massnahmen haben insbesondere auf die im Ausland liegenden Teile der Lieferkette wenig Einfluss (siehe Abbildung). Wenige Ausnahmen eines internationalen Ansatzes sind die von der EU lancierte \u00ab<a href=\"https:\/\/health.ec.europa.eu\/health-emergency-preparedness-and-response-hera\/overview\/critical-medicines-alliance_en?prefLang=de&amp;etrans=de\">Critical Medicines Alliance<\/a>\u00bb sowie das informelle \u00ab<a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/en\/publications\/securing-medical-supply-chains-in-a-post-pandemic-world_119c59d9-en.html\">Medical Supply Chains<\/a>\u00bb-Netzwerk, das die Schweiz bei der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ins Leben gerufen hat.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Was tut die Schweiz?<\/h2>\n<p>Um die Wirtschaft bei ihrem Versorgungsauftrag zu st\u00fctzen, hat der Bundesrat in den vergangenen Jahren bereits gezielte Massnahmen f\u00fcr die Verbesserung der Versorgung ergriffen (Zust\u00e4ndigkeiten siehe Kasten). Mit Revisionen des Heilmittelgesetzes<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> (2009 und 2019) hat der Bundesrat den Handlungsspielraum der Leistungserbringer verbessert, um die Versorgung der Patienten sicherzustellen. Dazu geh\u00f6rten etwa die erweiterte M\u00f6glichkeit zur Eigenproduktion durch Apotheken und Spitalapotheken sowie der Import von im Inland nicht verf\u00fcgbaren Arzneimitteln.<\/p>\n<p>Aufgrund der sich verschlechternden Versorgungslage im Jahr 2023 liess der Bundesrat im Rahmen einer Taskforce kurzfristig umsetzbare Massnahmen ausarbeiten. Eine der Massnahmen umfasst die Abgabe von Teilmengen bei Arzneimitteln mit einer anhaltenden Mangellage. Durch das \u00d6ffnen von Packungen und die Abgabe einzelner Einheiten (z. B. Tabletten) soll die Reichweite des bestehenden Lagerbestands verbessert werden. Weiter st\u00e4rkte er gezielt die Versorgung, indem er in begr\u00fcndeten F\u00e4llen vermehrt auf Preissenkungen verzichtet (113 F\u00e4lle seit 2017) oder gar Preiserh\u00f6hungen gew\u00e4hrt (44 F\u00e4lle seit 2019). Damit sollen g\u00fcnstige, lebenswichtige Arzneimittel auf dem Schweizer Markt verf\u00fcgbar bleiben.<\/p>\n<p>Zudem werden gewisse Arzneimittel, welche Apotheken selber herstellen, weil sie nicht lieferbar sind, seit Anfang 2023 von den Krankenversicherern unter gewissen Bedingungen verg\u00fctet.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Im Rahmen des Kostend\u00e4mpfungspakets 2 beabsichtigt der Bundesrat des Weiteren, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen, damit kosteng\u00fcnstige, versorgungsrelevante Medikamente k\u00fcnftig von Preis\u00fcberpr\u00fcfungen ausgenommen werden k\u00f6nnen. Die Beratungen im Parlament laufen derzeit.<\/p>\n<p>Im August 2024 beschloss der Bundesrat auf Grundlage des Berichts<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> einer interdisziplin\u00e4ren Arbeitsgruppe weitere Massnahmen, mit denen er die Versorgung mittel- bis langfristig weiter st\u00e4rken will. Dabei verfolgt er zwei Stossrichtungen: Einerseits sollen strukturelle Massnahmen die Resilienz des Systems st\u00e4rken und so die Nachteile des kleinen Schweizer Markts mildern. Beispielsweise soll die Pflichtlagerhaltung ausgebaut und ihre Finanzierung gepr\u00fcft werden. Und Arzneimittel, die in der Schweiz nicht zugelassen sind, sollen einfacher importiert werden k\u00f6nnen. Andererseits will der Bundesrat auf internationaler Ebene st\u00e4rkere Lieferketten schaffen. So setzt sich die Schweiz etwa in ihren bilateralen und multilateralen Beziehungen f\u00fcr gute Rahmenbedingungen ein und unterst\u00fctzt punktuell Public-private-Partnerships wie die \u00ab<a href=\"https:\/\/gardp.org\/\">Global Antibiotic Research &amp; Development Partnership<\/a>\u00bb.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Schnelle staatliche L\u00f6sungen gibt es nicht<\/h2>\n<p>Der Ruf nach schnellen L\u00f6sungen ist laut, wie die politischen Forderungen zeigen. Doch die Ursachen sind globalen Ursprungs, multifaktoriell und dynamisch. Mit der geforderten Verstaatlichung eines Generikaherstellers wird der Lage kaum Rechnung getragen. Schnell wirksame Massnahmen kann die Wirtschaft selbst am besten einleiten. Denn die Unternehmen kennen ihre Lieferketten und k\u00f6nnen die Abh\u00e4ngigkeiten beurteilen. Sie m\u00fcssen die Risiken identifizieren und bei Problemen fr\u00fchzeitig reagieren. Es gilt auch bestehende staatliche Instrumente st\u00e4rker zu nutzen, wie beispielsweise das erleichterte Zulassungsverfahren, wenn Arzneimittel in einem Land mit vergleichbarer Arzneimittelkontrolle zugelassen sind. Wenn sich der Vertrieb eines wichtigen Arzneimittels in der Schweiz nicht mehr lohnt, kann das Instrument des Preiserh\u00f6hungsgesuchs genutzt werden, anstatt das Medikament aus Rentabilit\u00e4tsgr\u00fcnden vom Markt zu nehmen. Die im August 2024 vom Bundesrat beauftragten Umsetzungsarbeiten sind vorwiegend struktureller Art und erfordern Anpassungen der Rechtsgrundlagen. Dies kann mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Schnelle staatliche L\u00f6sungen gibt es daher nicht.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/www.bwl.admin.ch\/de\/meldestelle-heilmittel\">Listen mit aktuellen Versorgungsengp\u00e4ssen<\/a> bei Arzneimitteln und Impfstoffen des Bundesamts f\u00fcr wirtschaftliche Landesversorgung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Socal et al. (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Pressemitteilung \u00ab<a href=\"https:\/\/presse.economie.gouv.fr\/11-france-2030-relocalisation-des-medicaments-essentiels\/\">France 2030: relocalisation des m\u00e9dicaments essentiels<\/a>\u00bb.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">HMG, SR 812.21&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe \u00ab<a href=\"https:\/\/www.bag.admin.ch\/bag\/de\/home\/das-bag\/aktuell\/news\/news-22-03-2023.html\">BAG st\u00e4rkt Arzneimittelversorgung<\/a>\u00bb vom 22.3.2023.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe BAG und BWL (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Generikahersteller Sandoz solle verstaatlicht werden \u2013 so politische Forderungen. 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Anderson (2023). <a href=\"https:\/\/www.healthaffairs.org\/doi\/full\/10.1377\/hlthaff.2022.01120\">Competition and Vulnerabilities in the Global Supply Chain for US Generic Active Pharmaceutical Ingredients<\/a>. 15. Februar.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Versorgungssicherheit \u2013 ein Zusammenspiel vieler Akteure","kasten_box":"F\u00fcr die Versorgungssicherheit ist in der Schweiz nicht nur der Bund zust\u00e4ndig. Prim\u00e4r obliegt sie der Wirtschaft.<sup>a<\/sup> Die Kantone sind grunds\u00e4tzlich zust\u00e4ndig f\u00fcr das Gesundheitswesen in ihrem Hoheitsgebiet.<sup>b<\/sup> Dem Bund kommt nur in schweren Mangellagen oder einer Pandemie, wenn lebenswichtige G\u00fcter und Dienstleistungen<sup>c<\/sup> oder wichtigste Heilmittel zur Bek\u00e4mpfung von \u00fcbertragbaren Krankheiten fehlen, eine subsidi\u00e4re Versorgungsaufgabe<sup>d<\/sup> zu.\r\n\r\nEine solche Voraussetzung ist in der aktuellen Situation zwar nicht gegeben; hier ist der Handlungsspielraum des Bundes deshalb beschr\u00e4nkt. Dennoch \u00fcbernimmt er eine koordinierende Rolle und sucht nach L\u00f6sungen.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<sup>a<\/sup> Gem\u00e4ss Art. 102 BV, sowie Art. 3 Abs. 1 LVG.\r\n\r\n<sup>b<\/sup> Subsidi\u00e4re Generalkompetenz der Kantone; Art. 3 und Art. 42 Abs. 1 BV.\r\n\r\n<sup>c<\/sup> Art. 102 BV i.V.m. LVG.\r\n\r\n<sup>d<\/sup> Art. 118 Abs. 1 Bst. b BV sowie Art. 44 EpG.\r\n\r\n<sup>e<\/sup> Siehe den <a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/?p=206158&amp;v\">Artikel<\/a> von Lukas Rupper in diesem Schwerpunkt."}],"post_notes_for_print":"e Siehe den Artikel von Lukas Rupper in diesem Schwerpunkt.","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[206609,206617],"serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2025-01-30 06:10:00","original_files":null,"external_release_for_author":"20250204","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/677e76954e283"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/206168"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12913"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=206168"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/206168\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":206919,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/206168\/revisions\/206919"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12913"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/206617"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/206609"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/206746"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=206168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=206168"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=206168"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=206168"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=206168"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=206168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}