{"id":207412,"date":"2025-03-10T06:50:20","date_gmt":"2025-03-10T05:50:20","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=207412"},"modified":"2025-03-10T09:19:15","modified_gmt":"2025-03-10T08:19:15","slug":"trump-will-neue-zoelle-aber-er-will-auch-deals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2025\/03\/trump-will-neue-zoelle-aber-er-will-auch-deals\/","title":{"rendered":"\u00abTrump will neue Z\u00f6lle, aber er will auch Deals\u00bb"},"content":{"rendered":"<div><em>Das Interview fand am 13. Februar 2025 statt. Redaktionsschluss: 5. M\u00e4rz 2025<\/em><\/div>\n<div><\/div>\n<div class=\"content-copy-questions\">Herr Bundesrat Parmelin, Sie haben eine Leidenschaft f\u00fcr die griechische Mythologie. Welche G\u00f6tter oder Helden inspirieren Sie besonders?<\/div>\n<p>Da gibt es mehrere. Aber zwei stechen hervor: Athena, die G\u00f6ttin der Intelligenz und Weisheit. Und Dionysus, Gott des Weins und der Freude.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Dionysus hat wenig Grund zur Freude: Wie geht es der Weltwirtschaft?<\/div>\n<p>Die Weltwirtschaft w\u00e4chst unterdurchschnittlich. Doch ber\u00fccksichtigen wir die Covid-19-Pandemie, den Krieg in der Ukraine und die in der Folge steigenden Energiepreise, die Inflation und die Zinsen, dann zeigt sie sich bemerkenswert resilient. Die Unterschiede zwischen den Wirtschaftsr\u00e4umen sind aber gross. In unserem wichtigsten Markt Europa hat zum Beispiel Deutschland grosse Schwierigkeiten. In den USA ist die Lage besser.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Das ist Ihre dritte Legislatur im Bundesrat. Ist Ihre Arbeit anspruchsvoller geworden?<\/div>\n<p>Ja, sicher. Wir waren in den vergangenen Jahren kontinuierlich im Krisenmodus. Nichtsdestotrotz waren die letzten Weihnachtsferien meine ersten seit 2020, in denen ich keine dringliche Besprechung hatte. Trotzdem sind wir \u00fcber die internationale Situation besorgt.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Weshalb?<\/div>\n<p>Die Unsicherheit ist aktuell sehr hoch, nicht zuletzt im Hinblick auf die Wirtschafts- und Handelspolitik der USA. Risiken bestehen im Zusammenhang mit der Wirtschaftsentwicklung sowie der weltweiten Blockbildung. Auch die hohen Schuldenst\u00e4nde in vielen L\u00e4ndern bergen grosse Risiken f\u00fcr die internationale Wirtschaftsentwicklung.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die USA sind inzwischen mit knapp 18 Prozent unser wichtigstes Exportland. Was bedeutet US-Pr\u00e4sident Donald Trump aus wirtschaftlicher Sicht f\u00fcr die Schweiz?<\/div>\n<p>Es ist zu fr\u00fch, dies bereits jetzt schl\u00fcssig einzuordnen. Wie bereits vor seiner Wahl angek\u00fcndigt will Trump neue Z\u00f6lle, aber er will auch Deals machen. Was wir aber sicher schon sagen k\u00f6nnen: Wir hatten ab 2017 sehr gute Beziehungen mit der damaligen Trump-Administration. Die exploratorischen Gespr\u00e4che f\u00fcr ein Freihandelsabkommen wurden zwar nicht fortgesetzt, sie haben aber aufgezeigt, dass es M\u00f6glichkeiten f\u00fcr eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit gibt. So unterzeichneten wir sp\u00e4ter, das heisst Anfang 2023, unter der Administration Biden ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von Inspektionen im Bereich der guten Herstellungspraxis f\u00fcr Heilmittel. Das erleichtert den Handel in diesem Bereich.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die erw\u00e4hnten Sondierungsgespr\u00e4che in Trumps erster Amtszeit wurden abgebrochen. Unter Ex-Pr\u00e4sident Joe Biden fanden keine Gespr\u00e4che statt. Ist ein Freihandelsabkommen mit den USA in Reichweite?<\/div>\n<p>Ein Freihandelsabkommen nach traditioneller Definition wird schwierig durchzubringen sein. Denn der Prozess ist lang und kompliziert, weil das Abkommen auch vom Kongress genehmigt werden muss. Dort gibt es viele einflussreiche Interessenvertreter, insbesondere der US-Landwirtschaft.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Man darf bei so einem Entscheid nicht hyperventilieren.<\/span><\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Z\u00f6lle mit den USA sind bereits sehr niedrig. Bei der H\u00e4lfte der G\u00fcter gibt es keine Z\u00f6lle, und wo es Z\u00f6lle gibt, betragen sie fast \u00fcberall unter 3 Prozent. Wo ist der Nutzen eines Freihandelsabkommens mit den USA?<\/div>\n<p>Das Handelsvolumen mit den USA ist gross. Auch wenn die Z\u00f6lle tief sind, f\u00e4llt es dennoch ins Gewicht, und das Einsparpotenzial ist entsprechend hoch, knapp 700 Millionen. Bei einem Freihandelsabkommen geht es nicht nur um die Eliminierung von Z\u00f6llen: Es geht insbesondere auch um Planbarkeit und Rechtssicherheit f\u00fcr unsere Wirtschaftsbeteiligten. Es werden auch weitere Bereiche liberalisiert, nicht nur Z\u00f6lle abgeschafft. Beispielsweise im nicht tarif\u00e4ren Bereich, bei den Dienstleistungen und Investitionen. Bessere Rahmenbedingungen f\u00fcr unsere Wirtschaft sind auch in anderen Bereichen vorteilhaft.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Gibt es bereits einen Austausch mit der US-Regierung?<\/div>\n<p>Gewisse informelle Kontakte gibt es bereits. Zentral ist f\u00fcr beide Seiten eine Win-win-Perspektive. Die USA sind wichtig f\u00fcr uns, aber wir sind auch wichtig f\u00fcr die USA.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wo ist die Schweiz wichtig f\u00fcr die USA?<\/div>\n<p>Die Schweiz ist sehr innovativ. Wir haben auf wissenschaftlicher Ebene mehrere Kooperationen. Denken Sie an die Zusammenarbeit mit der ETH im Bereich Raumfahrt. Wir haben zudem mehrere Unternehmen, die schon in den USA aktiv sind. Sie brauchen kompetentes Personal, und so haben wir j\u00fcngst die bestehende Zusammenarbeit im Bereich der Berufsbildung zwischen der Schweiz und den USA vertieft. Davon profitieren auch US-Firmen. Zudem investieren Schweizer Firmen in den USA in betr\u00e4chtlichem Umfang, was dazu f\u00fchrt, dass die Schweiz zurzeit der gr\u00f6sste ausl\u00e4ndische Investor in Forschung und Entwicklung in den USA ist.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Und es gibt US-Firmen in der Schweiz.<\/div>\n<p>Genau. Beispielsweise Google und Microsoft haben Tochterfirmen in der Schweiz. F\u00fcr sie sind das gut ausgebildete Personal und die verh\u00e4ltnism\u00e4ssig tiefere Regulierungsdichte in der Schweiz zentral. Das sind unsere Tr\u00fcmpfe.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Im Januar hat die Biden-Regierung verk\u00fcndet, ab Mai die Ausfuhr von KI-Chips in die Schweiz einzuschr\u00e4nken. Das ist problematisch f\u00fcr den Forschungsplatz Schweiz. Wie reagieren Sie?<\/div>\n<p>Man darf bei einem solchen Entscheid nicht hyperventilieren. Wir m\u00fcssen die Gr\u00fcnde daf\u00fcr analysieren und herausfinden, wer wirklich betroffen ist. Um eine gute L\u00f6sung zu finden, muss man zuerst verstehen und dann mit den USA diskutieren. Wir haben 120 Tage Zeit, um zu reagieren. Das werden wir sicherlich \u00fcber alle m\u00f6glichen Kan\u00e4le tun.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie setzen auch auf Dialog mit der US-Regierung?<\/div>\n<p>Unbedingt! Der Dialog und das direkte Gespr\u00e4ch sind mir wichtig. Nur so k\u00f6nnen wir die andere Seite verstehen \u2013 und sie uns. Wir haben mit diesem Vorgehen in der ersten Trump-Administration gute Erfahrungen gemacht, zum Beispiel mit dem damaligen Amtskollegen Willbur Ross. Wir konnten sehr pragmatisch diskutieren. Ich gehe davon aus, dass dies auch mit dem heutigen Handelsminister Howard Lutnick m\u00f6glich sein wird.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-207564 size-full\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-scaled.jpg\" alt=\"\" width=\"2560\" height=\"1381\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-scaled.jpg 2560w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-1536x828.jpg 1536w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2025\/02\/Guy_Parmelin_20250213_A4035-2048x1105.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2560px) 100vw, 2560px\" \/><\/p>\n<div class=\"diagram-legend\">Wirtschaftsminister Guy Parmelin: \u00abDie Qualit\u00e4t des Vertrags ist wichtiger als der Terminkalender.\u00bb<\/div>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie aktualisieren derzeit das Freihandelsabkommen mit China. Wo stehen Sie?<\/div>\n<p>Ich lancierte die Verhandlungen letzten September zusammen mit meinem chinesischen Amtskollegen an einer virtuellen Zeremonie. Eine erste Verhandlungsrunde findet im M\u00e4rz in Peking statt. In diesen Verhandlungen verfolgen wir drei Ziele. Den Marktzugang f\u00fcr wichtige Schweizer Waren wollen wir verbessern. Bei den Investitionen soll der Marktzugang in beide Richtungen erleichtert werden. Und die Nachhaltigkeit ist der dritte Fokus. Es geht insbesondere um Umweltfragen und Arbeitsstandards.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">F\u00fchrt das nicht zu Spannungen mit den USA? Anders gefragt: Muss sich die Schweiz entscheiden?<\/div>\n<p>Die Diversifizierung der Lieferketten und Vertriebskan\u00e4le ist f\u00fcr die Widerstandsf\u00e4higkeit der Schweizer Wirtschaft entscheidend. Wir pflegen einen regelm\u00e4ssigen Handelsdialog mit den USA. Unser Freihandelsabkommen mit China war in diesem Zusammenhang bis jetzt kein kontroverses Thema.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der Bundesrat k\u00fcndete bereits 2019 den Durchbruch beim Mercosur-Freihandelsabkommen an. Seither sind f\u00fcnf Jahre vergangen ohne Vertragsabschluss. Wann ist damit zu rechnen?<\/div>\n<p>Nachdem die Efta und die Mercosur-Staaten im August 2019 ein Abkommen im Grundsatz abgeschlossen hatten, verz\u00f6gerte sich die Bereinigung der verbliebenen Fragen aufgrund der Pandemie und von Regierungswechseln in einigen Mercosur-L\u00e4ndern. In der Zwischenzeit sind neue Forderungen auf den Tisch gebracht worden, die wir nun in weiteren Verhandlungen ausdiskutieren. Es gibt noch einige Stolpersteine, namentlich im Bereich des geistigen Eigentums, der Nachhaltigkeit und der Landwirtschaft.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Ist der Vertragsabschluss nach wie vor f\u00fcr das erste Halbjahr geplant?<\/div>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ja, aber das Ergebnis muss befriedigend sein. Wenn wir mehr Zeit brauchen, dann ist das so. Die Qualit\u00e4t des Vertrags ist wichtiger als der Terminkalender. Oder wie es Alain Berset zu sagen pflegte: so schnell wie m\u00f6glich, so langsam wie n\u00f6tig.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Schweiz erhebt seit gut einem Jahr keine Einfuhrz\u00f6lle mehr auf Industrieprodukte. Ist das ein Nachteil bei Verhandlungen von Freihandelsabkommen?<\/div>\n<p>Die Industriez\u00f6lle sind heute bei der Verhandlung von Freihandlungsabkommen zumeist nicht mehr der entscheidende Faktor. Die bis Ende 2023 angewandten Z\u00f6lle der Schweiz waren ohnehin bereits sehr tief.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der j\u00fcngste Aussenwirtschaftsbericht zeigt: Als Reaktion auf die weltweiten industriepolitischen Initiativen setzt der Bundesrat \u2013 neben den Freihandelsabkommen \u2013 auf bessere Rahmenbedingungen. Was meinen Sie damit?<\/div>\n<p>Wir betreiben keine Industriepolitik mit grossen finanziellen Mitteln, wie dies andere L\u00e4nder tun. Wir bieten hingegen gute Rahmenbedingungen f\u00fcr alle, nicht nur f\u00fcr bestimmte Sektoren. Wir haben beispielsweise das Klima- und Innovationsgesetz. Auch das revidierte CO<sub>2<\/sub>-Gesetz sichert die notwendigen Gelder f\u00fcr Unternehmen, um die Dekarbonisierung voranzutreiben. Ausserdem ist es wichtig, dass wir mit Augenmass regulieren und den flexiblen und offenen Arbeitsmarkt erhalten. Im letzten Jahr verabschiedete das Parlament das Gesetz \u00fcber die administrative Entlastung. Das verbessert die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen f\u00fcr alle Unternehmen.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Wir tun gut daran, uns \u00fcber Freihandelsabkommen auch weiter weltweit zu diversifizieren.<\/span><\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Das Parlament beschloss in der letzten Session, den Stahlwerken mit Rabatten auf die Netzgeb\u00fchren bis 2028 unter die Arme zu greifen. Ist das der Anfang der Schweizer Industriepolitik?<\/div>\n<p>Ich bin nicht sicher, ob die vier betroffenen Firmen das Programm auch nutzen werden. Es wurde ein enger Rahmen gesetzt. Aber das war nicht Ihre Frage. Das Parlament hat sich zu diesem Schritt entschieden. Der Bundesrat war grunds\u00e4tzlich kritisch und will sicher nicht noch weiter gehen. Die Schweiz hat in den letzten Jahrzehnten im Grundsatz auf industriepolitische Programme verzichtet. Damit ist sie \u00e4usserst erfolgreich gefahren.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Das Parlament ber\u00e4t derzeit das Investitionspr\u00fcfgesetz. Es beinhaltet eine Genehmigungspflicht f\u00fcr bestimmte ausl\u00e4ndische Investitionen. Die Schweiz ist eines von wenigen L\u00e4ndern der OECD, die noch keine Investitionspr\u00fcfbeh\u00f6rde haben. Warum ist das so?<\/div>\n<p>Der Bundesrat war stets \u00fcberzeugt, dass der Zugang f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investitionen so frei wie m\u00f6glich sein soll. Und man darf nicht vergessen, dass die Schweiz bereits \u00fcber wirksame Instrumente verf\u00fcgt, welche die \u00f6ffentliche Ordnung und Sicherheit st\u00e4rken. Kritische Infrastrukturen sind zum Beispiel weitgehend in Staatsbesitz, und die wirtschaftliche Landesversorgung stellt sicher, dass die Schweiz mit lebenswichtigen G\u00fctern oder Dienstleistungen versorgt ist.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Inflation in der Schweiz bleibt tiefer als bei unseren Nachbarl\u00e4ndern. Dennoch haben viele in der Schweiz den Eindruck, alles werde immer teurer. Was entgegnen Sie?<\/div>\n<p>Generell muss man unterscheiden zwischen der Inflation, also der Entwicklung der Preise, und dem Niveau der Preise. Wenn die Inflation auf null zur\u00fcckkehrt, bedeutet es nicht, dass die Preise sinken, sondern dass sie nicht weiter steigen. Die Wahrnehmung, dass gewisse G\u00fcter teurer sind als vor einigen Jahren, steht also nicht im Widerspruch zu tiefen Inflationsraten. Die Inflationsrate in der Schweiz betrug im Februar 0,3 Prozent, nachdem sie im August 2022 noch bei 3,5 Prozent gelegen hatte. Letztendlich ist die Preisstabilit\u00e4t aber vorab das Mandat der Schweizerischen Nationalbank und nicht der Wirtschaftspolitik.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Der Bundesrat verk\u00fcndete kurz vor Weihnachten den Abschluss der Verhandlungen mit der EU. Welcher Aspekt ist aus wirtschaftlicher Sicht dabei am bedeutendsten?<\/div>\n<p>Es geht um das gesamte Paket. Mit der Stabilisierung und der Weiterentwicklung des bilateralen Wegs will die Schweiz den Zugang ihrer Unternehmen zum EU-Binnenmarkt sichern. Die EU ist mit Abstand unsere wichtigste Handelspartnerin. Gleichzeitig tun wir gut daran, uns \u00fcber Freihandelsabkommen auch weiter weltweit zu diversifizieren.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Bei Ihnen im Weinkeller h\u00e4ngt ein Plakat des FC Lausanne-Sport, wie die \u00abSchweizer Illustrierte\u00bb schreibt. Schauen Sie sich im Juli ein Spiel der Frauen-Fussball-Europameisterschaft im Stadion an?<\/div>\n<p>Leider kann ich mir die drei ersten Spiele der Schweizer Mannschaft nicht ansehen. Ich bin dann in Australien und Neuseeland. Aber ich bin optimistisch, dass ich das Schweizer Team nach der Gruppenphase im Viertelfinal anfeuern kann.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Lassen Sie uns zum Schluss orakeln: Ihr diplomatischer Pass sei bis 2029 g\u00fcltig, sagten Sie j\u00fcngst. Ein Indiz, dass Sie sogar bis nach den Gesamterneuerungswahlen des Bundesrats 2027 bleiben?<\/div>\n<p>Ich bin jetzt seit zehn Jahren in der Regierung. Ich habe immer gesagt, dass ich am 1. Januar 2028 wohl nicht mehr im Bundesrat sein werde. Es stimmt zwar, dass mein diplomatischer Pass bis 2029 g\u00fcltig ist. Ich bleibe aber nur dann so lange, wenn mich jemand \u00e4rgert. (<em>schmunzelt<\/em>)<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Interview fand am 13. Februar 2025 statt. 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