{"id":209505,"date":"2025-06-03T10:55:58","date_gmt":"2025-06-03T08:55:58","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=209505"},"modified":"2025-06-03T10:56:05","modified_gmt":"2025-06-03T08:56:05","slug":"was-bewirken-sanktionen-in-der-arbeitslosenversicherung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2025\/06\/was-bewirken-sanktionen-in-der-arbeitslosenversicherung\/","title":{"rendered":"Was bewirken Sanktionen in der Arbeitslosenversicherung?"},"content":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenversicherung (ALV) unterst\u00fctzt Menschen bei Stellenverlust \u2013 und fordert im Gegenzug aktive Mitwirkung bei der Arbeitssuche. Wer diese Pflicht verletzt, muss mit Sanktionen rechnen. Sanktionen werden verh\u00e4ngt, wenn Personen zu wenige Bewerbungen einreichen, Termine beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) vers\u00e4umen, zumutbare Stellen ablehnen oder ihre Arbeitslosigkeit selbst verschulden. In diesen F\u00e4llen k\u00fcrzt die ALV die Taggelder, sogenannte Einstelltage. Je nach Schwere des Verstosses kann die Dauer variieren: Leichte Sanktionen umfassen bis zu 15 Einstelltage, mittlere 16 bis 30 und schwere \u00fcber 30 Tage.<\/p>\n<p>Leichte Sanktionen betreffen zumeist ungen\u00fcgende Suchbem\u00fchungen vor oder w\u00e4hrend der Arbeitslosigkeit, w\u00e4hrend schwere Sanktionen h\u00e4ufiger bei selbst verschuldeter Arbeitslosigkeit oder Ablehnung zumutbarer Arbeitsstellen vorkommen. Doch wie wirken sich solche Massnahmen konkret aus?<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wichtige Erkenntnisse f\u00fcr die ALV<\/h2>\n<p>Dieser Frage ist ein Forschungsprojekt im Auftrag des Bundes nachgegangen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a>\u00a0 Ziel des Projekts war es, die Sanktionspraxis und die Wirkung von unterschiedlichen Sanktionen der ALV empirisch zu untersuchen \u2013 vor allem mit Blick auf das Spannungsfeld zwischen schnellerer Wiedereingliederung und m\u00f6glichen langfristigen Nachteilen f\u00fcr Betroffene.<\/p>\n<p>Die Analyse kombiniert deskriptive Auswertungen mit kausalen Wirkungsanalysen. Dabei kommen moderne \u00f6konometrische Methoden zum Einsatz, die eine differenzierte Beurteilung der Sanktionswirkungen nach Typ, Zeitpunkt und Schweregrad erm\u00f6glichen. Erstmals wurden auch Verhaltensdaten aus der Online-Jobplattform Job-Room ausgewertet, um die Auswirkungen auf das Suchverhalten ausf\u00fchrlich zu erfassen.<\/p>\n<p>Dank dieser breiten Datenbasis bietet die Studie eine europaweit einzigartige Detailtiefe. Sie leistet einen differenzierten und evidenzbasierten Beitrag zur Diskussion \u00fcber Einsatz und Folgen von Sanktionen in der ALV.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Ungen\u00fcgende Suchbem\u00fchungen sind der h\u00e4ufigste Sanktionsgrund<\/h2>\n<p>In der Schweiz ist rund ein Drittel aller Arbeitslosigkeitsepisoden von mindestens einer Sanktion betroffen \u2013 ein Anteil, der in den letzten zehn Jahren leicht gestiegen ist. Als Arbeitslosigkeitsepisode gilt ein durchgehender Zeitraum, in dem eine Person beim RAV als stellensuchend registriert ist. Meldet sich jemand sp\u00e4ter erneut beim RAV an, beginnt eine neue Episode. Zwei Drittel der \u00fcber 3,9 Millionen untersuchten Arbeitslosigkeitsepisoden im Zeitraum von 2009 bis 2022 verlaufen sanktionsfrei.<\/p>\n<p>Leichte Sanktionen machen etwa 70 Prozent aller F\u00e4lle aus. Am h\u00e4ufigsten sanktioniert die ALV ungen\u00fcgende Suchbem\u00fchungen, entweder vor der Arbeitslosigkeit (ca. 40 Prozent) oder w\u00e4hrend der Arbeitslosigkeit (ca. 22 Prozent). Danach folgen das Nichterscheinen zu Terminen (ca. 13 Prozent) und die selbst verschuldete Arbeitslosigkeit (ca. 17 Prozent).<\/p>\n<p>Sanktionen treten oft mehrfach auf: Etwa 44\u00a0Prozent der sanktionierten Personen erhalten eine zweite Sanktion, meist innerhalb von zwei Monaten nach der ersten. Auch hier dominieren leichte Verst\u00f6sse, wobei sich die Gr\u00fcnde leicht verschieben. Wiederholte Pflichtverletzungen und Terminvers\u00e4umnisse treten besonders h\u00e4ufig auf. Wenn Sanktionen ausgesprochen werden, geschieht dies meist fr\u00fch im Verlauf der Arbeitslosigkeit. Es wird den Stellensuchenden also bereits fr\u00fchzeitig signalisiert, dass der Einhaltung der Pflichten grosses Gewicht beigemessen wird. Zudem bestehen allgemein regionale Unterschiede in der Sanktionspraxis.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Sanktionen erh\u00f6hen die Suchintensit\u00e4t<\/h2>\n<p>Sanktionen erh\u00f6hen unmittelbar die Suchintensit\u00e4t (siehe Abbildung 1). Im Monat vor einer ersten Sanktion aufgrund ungen\u00fcgender Arbeitsbem\u00fchungen liegen im Durchschnitt rund zwei Bewerbungen weniger vor, als eingereicht werden sollten \u2013 der Grund f\u00fcr die Sanktion. Direkt nach der Sanktion steigt die Zahl eingereichter Bewerbungen signifikant und n\u00e4hert sich der geforderten Zahl der Bewerbungen wieder an. Das Bewerbungssoll steigt zudem nach der Sanktion. Auch die Klicks auf Stellenanzeigen nehmen kurzzeitig zu, kehren jedoch meist nach wenigen Monaten zum Ausgangsniveau zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Die Effekte auf die Dauer der Arbeitslosigkeit fallen unterschiedlich aus: Insgesamt verk\u00fcrzen Sanktionen die Arbeitslosigkeit durchschnittlich um 6,5 Tage. Leichte Sanktionen zeigen deutlichere Effekte (\u201315 Tage). Schwere Sanktionen oder solche bei selbst verschuldeter Arbeitslosigkeit k\u00f6nnen die Dauer der Arbeitslosigkeit sogar verl\u00e4ngern. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind vielf\u00e4ltig, sie reflektieren wohl auch die schwierigen Verhaltensmuster und die Situation der betroffenen Personen<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Nach der Sanktion steigt die Anzahl der Bewerbungen sprunghaft an<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='ARNI-LALIVE-KLAEUI-KAISER-WOLF_06-2025_ABB1_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n\n\n\n\n\n\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n\n    $('#ARNI-LALIVE-KLAEUI-KAISER-WOLF_06-2025_ABB1_DE').highcharts({\n\n\nchart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        title: {\n            text: 'Monate relativ zur ersten Sanktion'\n        },\n        categories: [\n            '-6', '-5', '-4', '-3', '-2', '-1', '0',\n            '1', '2', '3', '4', '5', '6', '7', '8', '9'\n        ],\n        plotLines: [{\n            color: '#000000',\n            dashStyle: 'spline',\n            width: 1,\n            value: 6,\n            label: {\n                rotation: 0,\n                y: 7,\n                text: 'Sanktion'\n            },\n            zIndex: 3\n        }]\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Ver\u00e4nderung der Zahl der Bewerbungen im Vergleich zur Referenzperiode'\n        },\n        labels: {\n            format: ''\n        }\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>t = {point.x} <\/b><br>',\n        valueSuffix: ''\n    },\n    plotOptions: {\n        line: {\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    series: [\n        {\n            name: 'Eingereichte Bewerbungen',\n            data: [\n                0.00, 0.07, 0.03, -0.02, -0.21,\n                -2.13, 0.35, 0.47, 0.46,\n                0.43, 0.38, 0.40, 0.34,\n                0.41, 0.39, 0.33\n            ]\n        },\n        {\n            name: 'Geforderte Zahl der Bewerbungen',\n            data: [\n                0.00, 0.00, -0.01, 0.01, 0.08,\n                0.20, 0.58, 0.53, 0.50,\n                0.50, 0.48, 0.47, 0.47,\n                0.45, 0.45, 0.44\n            ]\n        }\n    ]\n});\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Die Ergebnisse sind \u00f6konometrische Sch\u00e4tzungen aus Regressionsanalysen.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle<em>:<\/em> Informationssystem f\u00fcr die Arbeitsvermittlung und die Arbeitsmarktstatistik (AVAM) \/ eigene Berechnungen \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Auswirkungen auf sp\u00e4tere Besch\u00e4ftigung und zuk\u00fcnftiges Einkommen sind leicht negativ<\/h2>\n<p>Langfristig wirken sich Sanktionen leicht negativ auf Einkommen und Erwerbst\u00e4tigkeit aus: Das monatliche Erwerbseinkommen ist im Schnitt bis zu drei Jahre nach dem Ende der Arbeitslosigkeit um 0,6 bis 1,8 Prozent tiefer (siehe Abbildung 2). Auch die Erwerbst\u00e4tigenquote<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> sinkt leicht \u2013 um 0,5 bis 0,8 Prozent. Deutlicher zeigen sich diese Effekte bei schweren Sanktionen sowie bei mehrfacher Sanktionierung. Sanktionen f\u00fcr Pflichtverletzungen vor Beginn der Arbeitslosigkeit wirken sich hingegen kaum negativ auf den sp\u00e4teren Erwerbsverlauf aus.<\/p>\n<p>Je nach Typ der Sanktion fallen die negativen Folgen also klar unterschiedlich aus \u2013 eine wichtige Erkenntnis f\u00fcr die Diskussion der Wirkungsweise von Sanktionen. Die leicht negativen Auswirkungen auf Einkommen und Erwerbst\u00e4tigkeit k\u00f6nnen dem Umstand geschuldet sein, dass Sanktionen die Qualit\u00e4t der Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt beeintr\u00e4chtigen. Wer unter Druck steht, nimmt wom\u00f6glich schneller eine Stelle an, die weniger gut passt oder schlechter bezahlt ist. Das kann zu niedrigeren L\u00f6hnen und instabileren Arbeitsverh\u00e4ltnissen f\u00fchren.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Das monatliche Erwerbseinkommen und die Erwerbst\u00e4tigkeit sind bis zu drei Jahre nach Ende der Arbeitslosigkeit tiefer als bei vergleichbaren Personen ohne Sanktion<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"ARNI-LALIVE-KLAEUI-KAISER-WOLF_06-2025_ABB2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#ARNI-LALIVE-KLAEUI-KAISER-WOLF_06-2025_ABB2_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        title: {\n            text: 'Jahre nach Arbeitslosigkeitsperiode'\n        },\n        categories: ['1', '2', '3']\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Relativer Effekt von Sanktionen'\n        },\n        labels: {\n            format: '{value}%'\n        },\n        min: -3,\n        max: 1,\n        tickInterval: 1\n    },\n    tooltip: {\n        headerFormat: '<b>Jahr {point.x}<\/b><br>',\n        valueSuffix: '%'\n    },\n    plotOptions: {\n        line: {\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\n            marker: {\n                enabled: false\n            }\n        }\n    },\n    series: [\n        {\n            name: 'Erwerbst\u00e4tigkeit',\n            data: [-0.80, -0.70, -0.50]\n        },\n        {\n            name: 'Erwerbseinkommen',\n            data: [-1.80, -0.70, -0.60]\n        }\n    ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: AHV \/ Informationssystem f\u00fcr die Arbeitsvermittlung und die Arbeitsmarktstatistik (AVAM) \/ Arbeitslosigkeit und Stellensuchende in der ALV (ASAL) \/ eigene Berechnungen \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Sanktionen steigern die Effizienz der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung<\/h2>\n<p>Wirtschaftlich gesehen verk\u00fcrzen Sanktionen die Dauer des Leistungsbezugs und senken somit die Ausgaben f\u00fcr die Arbeitslosenversicherung. Gleichzeitig verursachen sie aber l\u00e4ngerfristige Kosten f\u00fcr die betroffenen Personen, etwa durch tiefere Erwerbseinkommen.<\/p>\n<p>Aus finanzieller Sicht lautet die entscheidende Frage deshalb: Welcher Zielhorizont ist f\u00fcr die Bewertung von Sanktionen massgeblich: kurzfristige Budgetentlastung und Aktivierung der Stellensuchenden oder l\u00e4ngerfristige Integration und Einkommenssicherung? Je nach Perspektive f\u00e4llt die Bewertung anders aus. Aus wohlfahrts\u00f6konomischer Sicht spricht viel daf\u00fcr, beide Seiten abzuw\u00e4gen: die Effizienzsteigerungen der \u00f6ffentlichen Arbeitsvermittlung einerseits, die individuellen Einbussen an Einkommen und Erwerbschancen andererseits.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass leichte Sanktionen \u2013 insbesondere bei Verst\u00f6ssen vor der Arbeitslosigkeit \u2013 einen Kompromiss bieten: Sie beeinflussen das Verhalten und die Suchintensit\u00e4t der Stellensuchenden positiv, ohne nennenswerte langfristige Folgen. Bei schweren Sanktionen hingegen fallen sowohl die kurzfristigen Effekte auf die Arbeitslosendauer als auch die l\u00e4ngerfristigen Effekte auf Erwerbsverl\u00e4ufe negativ aus. In einer Diskussion k\u00f6nnten daher Letztere eher kritisch hinterfragt werden. Es ist w\u00fcnschenswert, dass die Ergebnisse der Studie in eine m\u00f6glichst umfassende Diskussion \u00fcber gew\u00fcnschte Zwecke und Wirkungen von Sanktionen einfliessen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Arni, P., Kaiser, B., Lalive, R., Kl\u00e4ui, J. und M. Wolf (2025). <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Arbeit\/Arbeitsmarkt\/Informationen_Arbeitsmarktforschung\/wirkung_unterschiedlicher_sanktionen_arbeitslosenversicherung.html\">Wirkung unterschiedlicher Sanktionen der Arbeitslosenversicherung<\/a>. Grundlagen f\u00fcr die Wirtschaftspolitik Nr. 57. Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern, Schweiz. Studie im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco), mandatiert von der Aufsichtskommission f\u00fcr den Ausgleichsfonds der Arbeitslosenversicherung (AK ALV).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Mit Erwerbst\u00e4tigenquote ist hier die Wahrscheinlichkeit gemeint, nach der Arbeitslosigkeit erwerbst\u00e4tig zu sein.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Arbeitslosenversicherung (ALV) unterst\u00fctzt Menschen bei Stellenverlust \u2013 und fordert im Gegenzug aktive Mitwirkung bei der Arbeitssuche. Wer diese Pflicht verletzt, muss mit Sanktionen rechnen. 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