{"id":211570,"date":"2025-07-15T07:12:35","date_gmt":"2025-07-15T05:12:35","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=211570"},"modified":"2025-08-15T13:34:55","modified_gmt":"2025-08-15T11:34:55","slug":"loehne-und-foerdermassnahmen-im-schweizer-leistungssport","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2025\/07\/loehne-und-foerdermassnahmen-im-schweizer-leistungssport\/","title":{"rendered":"L\u00f6hne und F\u00f6rdermassnahmen im Schweizer Leistungssport"},"content":{"rendered":"<p>Der Leistungs- und Spitzensport hat in der Schweiz sowohl eine gesellschaftliche als auch eine wirtschaftliche Bedeutung, wobei Spitzensportlerinnen und -sportler Vorbilder f\u00fcr die Jugend sind und nationale Identit\u00e4t vermitteln. Sportf\u00f6rderung bedeutet in erster Linie Breitensportf\u00f6rderung. Das Bundesamt f\u00fcr Sport (Baspo) f\u00f6rdert Sport prim\u00e4r nicht mit einem Fokus auf Leistung, sondern um die positiven Effekte des lebenslangen Sporttreibens auf K\u00f6rper und Geist zu st\u00e4rken. 2025 unterst\u00fctzt das Baspo mit dem Sportf\u00f6rderprogramm \u00abJugend + Sport\u00bb Vereine und Lager mit 115 Millionen Franken.<\/p>\n<p>Seit 2012 und der Revision des <a href=\"https:\/\/www.baspo.admin.ch\/de\/sportfoerdergesetzgebung\">Sportf\u00f6rdergesetzes<\/a> f\u00f6rdert das Baspo allerdings auch den Leistungssport mit j\u00e4hrlich rund 30 Millionen Franken \u00fcber Swiss Olympic, den Dachverband des privatrechtlichen Sports. Hiervon profitieren aktuell rund 1000 Athletinnen und Athleten. Die \u00f6ffentliche Hand unterst\u00fctzt die Leistungssportler somit prim\u00e4r indirekt, sei es etwa durch die finanzielle Unterst\u00fctzung der nationalen Sportverb\u00e4nde, der Trainerinnen und Trainer oder direkt durch die Spitzensportf\u00f6rderung der Armee sowie die Stiftung Schweizer Sporthilfe, welche durch die beiden Landeslotterien Swisslos und Loterie Romande alimentiert wird.<\/p>\n<p>Die Leistungssportf\u00f6rderung in der Schweiz ist f\u00f6deral und somit eher dezentral organisiert sowie von privaten Initiativen gepr\u00e4gt. Neben der staatlichen, subsidi\u00e4ren Unterst\u00fctzung spielen die privaten Sportverb\u00e4nde die wichtigste Rolle.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Gerecht verteilte F\u00f6rdergelder?<\/h2>\n<p>Aber gen\u00fcgt das vorwiegend privatrechtliche Leistungssportsystem in der Schweiz, damit Schweizer Athletinnen und Athleten international wettbewerbsf\u00e4hig sind? Ist die Zuteilung der nationalen F\u00f6rdergelder gerecht, das heisst, erm\u00f6glicht sie auch Athleten aus wenig kommerzialisierten Sportarten den Zugang zu F\u00f6rdergeldern? Und: Wie sieht der Gendergap bei den L\u00f6hnen der gef\u00f6rderten Athletinnen und Athleten aus?<\/p>\n<p>Eine Antwort darauf forderte ein Postulat<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> der damaligen jurassischen SP-St\u00e4nder\u00e4tin und heutigen Bundesr\u00e4tin Elisabeth Baume-Schneider. Ob die Athletinnen und Athleten wettbewerbsf\u00e4hig sind, h\u00e4ngt insbesondere davon ab, wie viel Einkommen sie mit dem Sport generieren k\u00f6nnen und ob dieses Einkommen sie dazu bef\u00e4higt, den Sport mit dem n\u00f6tigen zeitlichen Aufwand \u2013 das heisst als Profisportler \u2013 zu betreiben. Um dies zu untersuchen, hat die Eidgen\u00f6ssische Hochschule f\u00fcr Sport Magglingen (EHSM) eine Analyse erstellt, die auf zwei gross angelegten Studien<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> zum Schweizer Leistungssport basiert: Die Studie vergleicht die Lohnsituation vor Einf\u00fchrung der Leistungssportf\u00f6rderung im Jahr 2010 mit der Situation danach im Jahr 2018 (siehe Kasten).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Profisport: Frauenl\u00f6hne holen auf<\/h2>\n<p>Die Analyse zeigt: Das mittlere Jahreseinkommen von selbst deklarierten Vollzeit-Profisportlerinnen und -Sportlern hat sich zwischen 2010 und 2018 von 23\u2019000 auf 46\u2019000 Franken verdoppelt.<\/p>\n<p>Die Lohnmittelwerte gemessen am Median zeigen, dass vor allem der Lohn der Profisportlerinnen gestiegen ist. Bei ihnen betrug das Wachstum 27\u2019200 Franken oder 213 Prozent. Bei den Profisportlern betrug der Anstieg 22\u2019000 Franken, was einem Wachstum von 84 Prozent entspricht (siehe Abbildung).<\/p>\n<p>Anteilsm\u00e4ssig ist der Lohn der Frauen somit st\u00e4rker gestiegen, wodurch sich der Lohnunterschied zwischen den Geschlechtern reduziert hat. Dieser betrug 2010 im Jahr noch 15\u2019200 Franken und ist bis zum Jahr 2018 auf 10\u2019000 Franken gesunken.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Die Einkommen von Profisportlerinnen und -sportlern sind deutlich gestiegen (2010\u20132018)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='Weber-7-2025_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Weber-7-2025_de').highcharts({\nchart: {\n        type: 'boxplot',\n        backgroundColor: '#ffffff'\n    },\n\n    title: {\n        text: 'Highcharts Box Plot Example'\n    },\n\n    legend: {\n        enabled: false\n    },\n\n    xAxis: {\n        categories: ['Frauen 2018<br>(126)', 'M\u00e4nner 2018<br>(274)', 'Frauen 2010<br>(73)', 'M\u00e4nner 2010<br>(158)'],\n        title: { text: '' },\n        labels: {\n            useHTML: true,\n            formatter: function () {\n                const colors = ['#655c99', '#327775', '#655c99', '#327775'];\n                return '<span style=\"color:' + colors[this.pos] + '\">' + this.value + '<\/span>';\n            }\n        },\n        lineColor: '#000000',\n        tickColor: '#000000'\n    },\n\n    yAxis: {\n        title: { text: 'Einkommen' },\n       \n        labels: {\n            formatter: function () {\n                return Highcharts.numberFormat(this.value, 0, '', \"'\") + ' Fr.';\n            },\n            style: { color: '#000000' }\n        },\n        gridLineColor: '#000000',\n        lineColor: '#000000',\n        tickColor: '#000000'\n    },\n\n    series: [\n        {\n            name: 'L\u00f6hne',\n            type: 'boxplot',\n            data: [\n                {\n                    low: 3105, q1: 20150, median: 40000, q3: 78250, high: 235450,\n                    color: '#655c99',\n                    fillColor: 'transparent',\n                    medianColor: '#655c99',\n                    stemColor: '#655c99',\n                    whiskerColor: '#655c99'\n                },\n                {\n                    low: 4075, q1: 27650, median: 50000, q3: 92375, high: 501250,\n                    color: '#327775',\n                    fillColor: 'transparent',\n                    medianColor: '#327775',\n                    stemColor: '#327775',\n                    whiskerColor: '#327775'\n                },\n                {\n                    low: 0, q1: 500, median: 12800, q3: 42625, high: 185600,\n                    color: '#655c99',\n                    fillColor: 'transparent',\n                    medianColor: '#655c99',\n                    stemColor: '#655c99',\n                    whiskerColor: '#655c99'\n                },\n                {\n                    low: 0, q1: 7750, median: 28000, q3: 101250, high: 452500,\n                    color: '#327775',\n                    fillColor: 'transparent',\n                    medianColor: '#327775',\n                    stemColor: '#327775',\n                    whiskerColor: '#327775'\n                }\n            ],\n            tooltip: {\n                headerFormat: '<em>{point.key}<\/em><br\/>',\n                pointFormatter: function () {\n                    const f = Highcharts.numberFormat;\n                    return (\n                        \"5. 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Dieses bedeutet, dass 5 Prozent der Frauen mehr als 235\u2019450 Franken pro Jahr verdienen.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Stichprobengr\u00f6sse in Klammern.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: LS-CH 2019\/2011 \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Der Grund f\u00fcr den immer noch hohen Lohnunterschied zwischen den Profisportlerinnen und -sportlern im Jahr 2018 sind prim\u00e4r die hohen L\u00f6hne der M\u00e4nner aus den zwei hoch kommerzialisierten Mannschaftssportarten Fussball und Eishockey. W\u00fcrden diese beiden Sportarten vom Sample ausgeschlossen, w\u00fcrde der Unterschied quasi verschwinden. Entsprechend kann davon ausgegangen werden, dass in allen anderen der 54 befragten, national gef\u00f6rderten Sportarten \u2013 wie etwa Rudern, Tennis oder Curling, aber auch Alpin-Skifahren \u2013 der Gendergap deutlich geringer ist.<\/p>\n<p>Um auf unsere Eingangsfrage zur\u00fcckzukommen: Sind die L\u00f6hne von Spitzensportlerinnen und Spitzensportlern in der Schweiz also wettbewerbsf\u00e4hig? Zum Vergleich: Der Medianlohn der Gesamtbev\u00f6lkerung war 2018 mit rund 80\u2019000 Franken fast doppelt so hoch wie das Einkommen von Profisportlerinnen. Bei den Profisportlern ist der Unterschied etwas geringer, aber noch immer hoch. Sie verdienen rund 50\u2019000 Franken. Mit anderen Worten: Eine Profisportkarriere in der Schweiz ist f\u00fcr viele finanziell nicht rentabel.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Je nach Sportart unterschiedliche L\u00f6hne<\/h2>\n<p>Die Zahlen zeigen einerseits Fortschritte, aber auch Handlungsbedarf bei den geschlechterbedingten Lohnunterschieden, insbesondere im Fussball und im Eishockey. Die zurzeit in der Schweiz stattfindende Frauenfussball-Europameisterschaft k\u00f6nnte die ungleichen L\u00f6hne daher auf die politische Agenda bringen. <a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/sport\/fussball\/124655461-so-viel-verdienen-die-schweizer-nati-stars-um-alisha-lehmann-bei-klubs\">Medial<\/a> wurde das Thema in diesem Zusammenhang bereits breit aufgegriffen.<\/p>\n<p>Lohnungleichheiten gibt es allerdings nicht nur zwischen den Geschlechtern, sondern auch zwischen den Sportarten. Haupttreiber daf\u00fcr sind vor allem die kommerziellen Vermarktungs- und Sponsoringrechte. Hier gilt das Prinzip: The winner takes it all. Profiathletinnen und -athleten, die in wenig kommerzialisierten Sportarten wie etwa Rudern oder Curling aktiv sind, verdienen wenig aus dem Sport, auch wenn sie olympische Medaillen gewinnen. Das ist problematisch. Denn die Professionalisierung schreitet auch in diesen Sportarten voran und verlangt von den Athletinnen und Athleten immer h\u00f6here zeitliche und finanzielle Aufw\u00e4nde, um mit der Weltspitze mithalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Gleichberechtigung: Professionelle Klubs und Verb\u00e4nde in der Verantwortung<\/h2>\n<p>Der Postulatsbericht des Bundesrats zeigt: Die bestehenden nationalen F\u00f6rderinstrumente sind durchwegs geschlechterneutral ausgestaltet und zeigen die beabsichtigte Wirkung. Die zunehmende Zahl erfolgreicher Athletinnen im Spitzensport weist darauf hin.<\/p>\n<p>Dennoch: \u00dcber alle Sportarten gesehen ist die Einkommenssituation der Athletinnen und Athleten in vielen F\u00e4llen nicht optimal. Der Staat kann die Bem\u00fchungen f\u00fcr angepasste F\u00f6rdermechanismen und nachhaltige Strukturen nach M\u00f6glichkeit weiter subsidi\u00e4r unterst\u00fctzen. Beispielsweise gibt es Bem\u00fchungen des Bundes, die Spitzensportf\u00f6rderung der Armee weiter zu optimieren oder Sportf\u00f6rdermassnahmen im Zuge der Durchf\u00fchrung von Sportgrossevents wie der aktuellen Fussball-Europameisterschaft der Frauen gezielt f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.kbob.admin.ch\/de\/newnsb\/S1RRQDCN-nBh\">nachhaltige Sportentwicklung<\/a> zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Doch in der Schweiz obliegt es schlussendlich den professionellen Klubs und Ligen sowie dem jeweiligen Sportverband, bei den beruflichen Rahmenbedingungen sowie den angebotenen Unterst\u00fctzungsleistungen f\u00fcr Training und Wettkampf weitere Schritte zur Gleichberechtigung zu unternehmen.<\/p>\n<p>Einen m\u00f6glichen ersten Hebel bieten die ausgesch\u00fctteten Leistungspr\u00e4mien, welche die Spielerinnen f\u00fcr die Teilnahme an internationalen Wettk\u00e4mpfen f\u00fcr ihre Nationalmannschaft erhalten. Diese sind heute teilweise immer noch ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. Dies auch wegen der <a href=\"https:\/\/www.watson.ch\/sport\/fussball\/163474009-em-2025-trotz-voller-stadien-macht-die-uefa-mit-dem-turnier-ein-minus#:~:text=Die%20UEFA%20als%20EM%2DAusrichterin,Frauenfussball%2DDirektorin%20des%20europ%C3%A4ischen%20Fussballverbands.\">Vermarktungsrechte<\/a> der internationalen Verb\u00e4nde, welche einen Teil der Einnahmen durch Qualifikationspr\u00e4mien an die jeweiligen nationalen Verb\u00e4nde weitergeben. Der Schweizerische Fussballverband (SFV) hatte diesbez\u00fcglich bereits 2022 bekannt gegeben, zusammen mit dem damaligen Hauptsponsor Credit Suisse die Pr\u00e4mien ab 2024 anzugleichen.<\/p>\n<p>Schlussendlich gilt in der Schweizer Sportf\u00f6rderung: Der Ball liegt beim privatrechtlichen Sport, bei der Wirtschaft und damit auch beim Publikum.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Postulat 21.4521 Baume-Schneider \u00ab<a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/de\/ratsbetrieb\/suche-curia-vista\/geschaeft?AffairId=20214521\">F\u00fcr eine ausgewogene finanzielle Unterst\u00fctzung, die die Teilnahme an Sportgrossanl\u00e4ssen erm\u00f6glicht<\/a>\u00bb.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Kempf et al. (2014) sowie Kempf et al. (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Leistungs- und Spitzensport hat in der Schweiz sowohl eine gesellschaftliche als auch eine wirtschaftliche Bedeutung, wobei Spitzensportlerinnen und -sportler Vorbilder f\u00fcr die Jugend sind und nationale Identit\u00e4t vermitteln. Sportf\u00f6rderung bedeutet in erster Linie Breitensportf\u00f6rderung. 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An International Comparative Study on Sport Policy Factors Leading to International Sporting Success. Meyer &amp; Meyer.<\/li>\r\n \t<li>Kempf, H., A. Ch. Weber, A. Renaud, und M. Stopper (2014). Leistungssport in der Schweiz. Momentaufnahme SPLISS-CH 2011. Magglingen: Bundesamt f\u00fcr Sport BASPO.<\/li>\r\n \t<li>Kempf, H., A. Ch. Weber, C. Zurm\u00fchle, B. Bosshard, M. Mrkonjic, A. Weber, F. Pillet, und S. Sutter (2021). Leistungssport Schweiz \u2013 Momentaufnahme SPLISS-CH 2019. Magglingen: Bundesamt f\u00fcr Sport BASPO<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Die Studien \u00abLeistungssport Schweiz\u00bb im Detail","kasten_box":"Um die Sicht der gef\u00f6rderten Athletinnen und Athleten zu erfassen, wurden die 1450 Sportlerinnen und Sportler mit den h\u00f6chsten Swiss Olympic Cards online befragt. Die Cards sind eine Auszeichnung des Dachverbands Swiss Olympic f\u00fcr internationale Wettkampfleistungen und sportliches Potenzial. Die Studien sind repr\u00e4sentativ. Die R\u00fccklaufquoten betragen 79 Prozent (2019) resp. 94 Prozent (2011). Die Studien st\u00fctzten sich auf das sogenannte Spliss-Modell, das einen \u00abInput-Throughput-Output\u00bb-Ansatz verfolgt. Der Input bemisst sich an der staatlichen finanziellen Unterst\u00fctzung, der Throughput an den acht Bereichen des nationalen Sportf\u00f6rdersystems (z. B.: Athletensupport; Wettkampfsportinfrastruktur; Unterst\u00fctzung internationale Wettk\u00e4mpfe) und der Output an Olympischen Medaillen. Das Modell bildet die Bereiche der nationalen Sportf\u00f6rderpolitik ab, die den internationalen Erfolg determinieren und durch nationale Entscheidungstr\u00e4ger gesteuert werden k\u00f6nnen. In den insgesamt neun Bereichen (inkl. Input) definiert das Modell 96 Critical Success Factors. Das Modell wurde in zwei internationalen Studien mit sechs<sup>a<\/sup> respektive f\u00fcnfzehn Nationen validiert<sup>b<\/sup>.\r\n\r\n<sup>a<\/sup> Siehe De Bosscher et al. (2008).\r\n\r\n<sup>b<\/sup> Siehe De Bosscher et al. (2015)."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[212364,212379],"serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2025-07-15 05:12:35","original_files":null,"external_release_for_author":"20250715","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/68515b7782319"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211570"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13396"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=211570"}],"version-history":[{"count":36,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211570\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":213133,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/211570\/revisions\/213133"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13396"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/212379"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/212364"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/212605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=211570"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=211570"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=211570"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=211570"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=211570"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=211570"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}