{"id":212131,"date":"2025-09-09T06:45:46","date_gmt":"2025-09-09T04:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=212131"},"modified":"2025-09-09T09:55:37","modified_gmt":"2025-09-09T07:55:37","slug":"zwei-patienten-und-nur-ein-bett-auf-der-intensivstation-wer-bekommt-es","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2025\/09\/zwei-patienten-und-nur-ein-bett-auf-der-intensivstation-wer-bekommt-es\/","title":{"rendered":"Zwei Patienten und nur ein Bett auf der Intensivstation \u2013 wer bekommt es?"},"content":{"rendered":"<p>Wer im Gesundheitswesen arbeitet oder sich mit Gesundheitspolitik besch\u00e4ftigt, st\u00f6sst schnell auf schwierige Fragen: Wer bekommt welche Behandlung? Was darf eine Therapie kosten? Und wer tr\u00e4gt die Verantwortung? Denn nicht alles ist f\u00fcr alle gleichzeitig m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Solche Fragen lassen sich nicht allein mit Zahlen oder Gesetzen beantworten. Die Antworten basieren auch auf unserer Gewichtung und Realisierung grundlegender ethisch relevanter gesellschaftlicher Werte. Ein zentrales normatives Prinzip dabei ist: Alle Menschen in der Schweiz haben Anspruch auf eine medizinische Grundversorgung. Insbesondere in Notf\u00e4llen m\u00fcssen sie sich darauf verlassen k\u00f6nnen, dass sie rasch und angemessen versorgt werden \u2013 unabh\u00e4ngig von Einkommen, Herkunft oder Aufenthaltsstatus. Dieses Ziel ist in der Bundesverfassung, im Krankenversicherungsgesetz und in den Berufskodizes der Gesundheitsberufe verankert.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Drei Dimensionen der Ethik<\/h2>\n<p>Es gibt drei Dimensionen der Ethik (siehe Tabelle): erstens ethische Grundlagen, also das, was weitgehend als gut gilt. Zum Beispiel individuelle Grundrechte achten \u2013 Menschenrechte oder das Recht auf pers\u00f6nliche Freiheit \u2013, sich um Bed\u00fcrftige k\u00fcmmern oder vulnerable Gruppen sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Zweitens ethische Probleme. Sie treten auf, wenn grundlegende Werte verletzt werden \u2013 etwa wenn Behandlungen empfohlen werden, die zwar gut verg\u00fctet sind, aber wenig Nutzen bringen. Oder wenn Fachpersonen unter Druck geraten, entgegen ihrem Berufsethos zu handeln. Auch sind sozial benachteiligte Menschen h\u00e4ufiger krank und sterben im Durchschnitt fr\u00fcher. Sie erhalten trotz h\u00f6herem Bedarf oft weniger Leistungen oder haben schlechteren Zugang zur Versorgung.<\/p>\n<p>Drittens ethische Dilemmata: Sie entstehen, weil man nicht alle ethisch relevanten Werte gleichzeitig ber\u00fccksichtigen kann. Darunter f\u00e4llt beispielsweise die Triage auf der Intensivstation: Zwei Patientinnen brauchen dringend eine lebensrettende Behandlung, aber nur ein Bett ist frei. Wer bekommt es, wo doch beide ein Recht auf Leben haben? Ein weiteres Beispiel sind die Freiheitsbeschr\u00e4nkungen w\u00e4hrend der Coronapandemie. Der Staat erliess Massnahmen wie Ausgangssperren und Quarant\u00e4nepflichten. Ziel war es, besonders gef\u00e4hrdete Personen zu sch\u00fctzen und eine \u00dcberlastung der Spit\u00e4ler zu verhindern. Gleichzeitig griffen diese Massnahmen tief in Grundrechte ein \u2013 etwa in die Bewegungsfreiheit, die Versammlungsfreiheit oder das Recht auf soziale Teilhabe.<\/p>\n<p>Oft sind ethische Dilemmata daher schmerzhafte Lose-lose-Situationen, denen man weder durch Berechnungen noch durch technische L\u00f6sungen einfach entgehen kann. Die Triagesituation auf der Intensivstation, zu der die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften breit abgest\u00fctzt Richtlinien erarbeitet hat, ist ein Beispiel f\u00fcr den Umgang mit ethischen Dilemmata.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Ein anderes sind die Prozesse der Zuteilung von Organen auf der Basis rechtlicher Grundlagen durch Swisstransplant.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Ethische Dilemmata f\u00fchren oft zu Lose-lose-Situationen<\/h2>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; background-color: #7ea8a7;\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr style=\"height: 48px;\">\n<td style=\"width: 136px; background-color: #7ea8a7; height: 48px; text-align: left;\"><strong>Dimension<\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 162px; background-color: #7ea8a7; height: 48px; text-align: left;\"><strong>Definition <\/strong><\/td>\n<td style=\"width: 210px; background-color: #7ea8a7; height: 48px; text-align: left;\"><strong>Beispiele<\/strong><\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 48px;\">\n<td style=\"width: 136px; height: 24px; text-align: left;\">Ethische Grundlagen<\/td>\n<td style=\"width: 162px; height: 24px; text-align: left;\">Was moralisch motivierte Akteure weitgehend als gut betrachten<\/td>\n<td style=\"width: 210px; height: 24px; text-align: left;\">Individuelle Grundrechte achten, das Gemeinwohl f\u00f6rdern, sich um Bed\u00fcrftige k\u00fcmmern, vulnerable Gruppen sch\u00fctzen<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 48px;\">\n<td style=\"width: 136px; height: 24px; background-color: #e5e4e4; text-align: left;\">Ethische Probleme<\/td>\n<td style=\"width: 162px; height: 24px; background-color: #e5e4e4; text-align: left;\">Was moralisch motivierte Akteure weitgehend als schlecht betrachten<\/td>\n<td style=\"width: 210px; height: 24px; background-color: #e5e4e4; text-align: left;\">Verletzung von Grundrechten, eigene Interessen bei medizinischen Behandlungen voranstellen, Macht aus\u00fcben, ohne Verantwortung zu \u00fcbernehmen<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"height: 48px;\">\n<td style=\"width: 136px; height: 24px; text-align: left;\">Ethische Dilemmata<\/td>\n<td style=\"width: 162px; height: 24px; text-align: left;\">Konflikte zwischen ethisch relevanten Werten, Prinzipien und Interessen, nicht Win-win-, oft Lose-lose-Situationen<\/td>\n<td style=\"width: 210px; height: 24px; text-align: left;\">Triagesituationen, Freiheitseinschr\u00e4nkungen zum individuellen Schutz oder zum Schutz Dritter, Ressourcenverteilung zwischen gleichermassen bed\u00fcrftigen Gruppen<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Eigene Darstellung \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Unterschiedliche Herangehensweisen<\/h2>\n<p>Diese drei ethischen Dimensionen erfordern jeweils eine andere Herangehensweise. Wenn wir ethische Grundlagen umsetzen wollen, m\u00fcssen wir uns \u00fcber gemeinsame Werte einig sein. Es braucht aber auch Strukturen, Abl\u00e4ufe und Ressourcen, die das erm\u00f6glichen. Es gen\u00fcgt nicht, nur wirtschaftlich effizient zu handeln oder sich an das gesetzliche Minimum zu halten. Damit Patientinnen und Patienten gut informiert entscheiden k\u00f6nnen, braucht es evidenzbasierte Entscheidungshilfen. Diese sollen Fachpersonen und Betroffene gemeinsam nutzen, um passende Behandlungen zu w\u00e4hlen \u2013 das sogenannte Shared Decision Making. Voraussetzung daf\u00fcr sind spezifische kommunikative Fertigkeiten bei den Fachpersonen sowie digitale, organisatorische und schulische Strukturen, welche die Implementierung von Shared Decision Making und eine evidenzbasierte Gesundheitsversorgung f\u00f6rdern. Dies ist in der Schweiz bisher leider nur unzureichend passiert.<\/p>\n<p>Bei ethischen Problemen braucht es die Sensibilit\u00e4t, diese \u00fcberhaupt zu erkennen, sowie den Mut, sie anzusprechen. Ebenso braucht es stabile Strukturen und rechtsstaatlich verl\u00e4ssliche Prozesse. Nur so lassen sich Ursachen bek\u00e4mpfen, nicht nur Symptome. Und nur so bleibt die Integrit\u00e4t der Beteiligten gewahrt. Qualit\u00e4tssicherungsmassnahmen f\u00fcr eine aktive Fehlerkultur wie Speak-up-Programme, Trainings in der Kommunikation medizinischer Fehler und unerw\u00fcnschter Ereignisse oder auch anonyme Meldesysteme von Beinahefehlern \u2013 die sogenannten Critical Incident Reporting Systems \u2013 tragen dazu bei.<\/p>\n<p>Der Umgang mit ethischen Dilemmata ist besonders anspruchsvoll. Fachpersonen sowie politische und wirtschaftliche Entscheidungstr\u00e4gerinnen und -tr\u00e4ger m\u00fcssen erkennen, welche Werte miteinander im Konflikt stehen, und wissen, welche davon grunds\u00e4tzlich sch\u00fctzenswert sind. Sie brauchen auch klare Verfahren, um in solchen Situationen verantwortungsvoll zu entscheiden. Denn solche Konflikte lassen sich nicht technisch oder b\u00fcrokratisch l\u00f6sen. Man muss sich ihnen stellen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Pandemieplan des Bundes<\/h2>\n<p>Der k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte aktualisierte <a href=\"https:\/\/www.pandemieplan.admin.ch\/de\/grundlagen-ethische-grundlagen\">Pandemieplan<\/a> des Bundes enth\u00e4lt nicht nur Massnahmen zur Eind\u00e4mmung von Infektionskrankheiten. Ethik wird auf der obersten Strategieebene thematisiert und erh\u00e4lt erstmals auch ein eigenes Kapitel im Pandemieplan.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Dort sind zentrale Werte wie der Schutz der Schw\u00e4chsten, Transparenz, Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit und Solidarit\u00e4t als Leitlinien f\u00fcr politische und medizinische Entscheidungen verankert.<\/p>\n<p>Das Kapitel legt dar, wie ethische Dilemmata erkannt und fair abgewogen werden sollen. Es beschreibt Kriterien f\u00fcr priorit\u00e4ren Zugang zu Ressourcen wie Impfstoffen, Tests oder Intensivbetten. Zudem betont es die Bedeutung von Beteiligung: Auch vulnerable Gruppen sollen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Der Plan versteht sich als sogenanntes Living Document: Er wird laufend \u00fcberarbeitet und von Fachpersonen aus Ethik, Medizin, Pflege, Recht und Verwaltung gemeinsam weiterentwickelt. Auch die <a href=\"https:\/\/www.nek-cne.admin.ch\/de\/nek-cne-startseite\/\">Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin<\/a>, die <a href=\"https:\/\/www.samw.ch\/de\/Portraet\/Kommissionen\/Zentrale-Ethikkommission.html\">Zentrale Ethikkommission der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften<\/a> sowie die <a href=\"https:\/\/sbk-asi.ch\/de\/sbk\/sbk\/organisation\/ethikkommission\">Ethikkommission der Schweizerischen Pflegefachfrauen und -m\u00e4nner<\/a> wirkten mit. Seit mehreren Jahrzehnten beziehen sie Stellung zur Frage nach einem ethisch fundierten Gesundheitswesen, zum Beispiel zur Frage nach Medikamentenpreisen oder zu den sogenannten Schwarzen Listen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Der Pandemieplan zeigt exemplarisch, wie ethische Prinzipien in politische und medizinische Entscheidungsprozesse integriert werden k\u00f6nnen. In vielen anderen Bereichen des Gesundheitswesens sind ethische \u00dcberlegungen zwar pr\u00e4sent, aber oft weniger sichtbar. Das System steckt in einer Krise, welche zentrale ethische und rechtliche Grundlagen nicht nur ber\u00fchrt, sondern auch bedroht. So sind immer mehr Menschen auf Pr\u00e4mienverbilligung angewiesen oder k\u00f6nnen ihre Ausst\u00e4nde bei der Krankenversicherung oder den Anbietern nicht bezahlen. Vulnerable Gruppen wie gefl\u00fcchtete Menschen laufen Gefahr, keinen ad\u00e4quaten Zugang zur Gesundheitsversorgung zu erhalten.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Sozial und strukturell benachteiligte Menschen erkranken h\u00e4ufiger und sterben erheblich fr\u00fcher.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Dies verletzt in hohem Masse relevante Grundrechte und Gerechtigkeitsprinzipien und bedarf dringend einer Strukturreform.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Vor diesem Hintergrund gewinnen internationale Leitbilder an Bedeutung, etwa das Quintuple Aim of Healthcare oder das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, allen Menschen Zugang zu bedarfsgerechter Versorgung zu erm\u00f6glichen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Die Versorgung soll sich auf das st\u00fctzen, was in Studien und Forschung als wirksam und kosteneffizient belegt ist. Gleichzeitig muss sie sich am individuellen Bedarf der Patientinnen und Patienten orientieren und mit ihnen gemeinsam besprochen werden. Die daf\u00fcr notwendigen Auswertungen und Prozesse m\u00fcssen heute vielerorts noch geschaffen werden.<\/p>\n<p>Die Antwort auf die Fragen nach einem ethisch fundierten Gesundheitswesen und nach der L\u00f6sung relevanter Probleme ist, dass es hierzu keine einfachen Antworten gibt. Das zeigt sich besonders deutlich in der Frage nach dem letzten freien Bett auf der Intensivstation. Verfassungsrechtlich gilt das Recht auf Leben f\u00fcr jeden Menschen gleichermassen. Wenn zwei Menschen denselben medizinischen Bedarf haben, sieht die Richtlinie vor, dass der Mensch mit der schlechtesten kurzfristigen Lebensprognose trotz Intensivtherapie eine rein auf Symptome ausgerichtete Therapie erhalten sollte. Vielleicht erh\u00e4lt also der 75-J\u00e4hrige mit einem akuten Herzinfarkt das Bett und nicht die junge Mutter mit dem vierten R\u00fcckfall ihres Blutkrebses.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Akademie der Wissenschaften Schweiz (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Pandemieplan des Bundes.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe NEK-CNE (2020, 2023) und ZEK (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Kantonsrat Thurgau (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Schweizer Gesundheitsobservatorium Obsan (2023) und Riou et al. (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Ackermann, P. (2025), B\u00fcrgenmeier und Stalder (2025) sowie Kistler (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Itchhaporia (2021) und Weltgesundheitsorganisation (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer im Gesundheitswesen arbeitet oder sich mit Gesundheitspolitik besch\u00e4ftigt, st\u00f6sst schnell auf schwierige Fragen: Wer bekommt welche Behandlung? Was darf eine Therapie kosten? Und wer tr\u00e4gt die Verantwortung? Denn nicht alles ist f\u00fcr alle gleichzeitig m\u00f6glich. 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The Evolution of the Quintuple Aim: Health Equity, Health Outcomes, and the Economy. J Am Coll Cardiol. 2021 Nov 30;78(22):2262\u20132264. doi: 10.1016\/j.jacc.2021.10.01.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Kantonsrat Thurgau (2025). Einfache Anfrage \u00abCase management Gesundheit f\u00fcr Asylpersonen\u00bb an den Regierungsrat. 24\/EA 68\/177 vom 18.06.2025.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Kistler, A. (2025). Die Kostenexplosion im Gesundheitswesen. Wie das System zum Patienten wird, 2025.\u00a0 NZZ Libro, Schwabe-Verlagsgruppe, Basel.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin \u2013 NEK-CNE (2020). Medikamentenpreise. \u00dcberlegungen zum gerechten Umgang mit teuren Medikamenten. Stellungnahme Nr. 35\/2020.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin \u2013 NEK-CNE (2023). \u00abSchwarze Listen\u00bb \u2013 Ethische und rechtliche Erw\u00e4gungen zu einem angemessenen Umgang mit der Praxis ausstehender Krankenkassenpr\u00e4mien. Stellungnahme Nr. 42\/2023<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Riou, J. et al. (2021). Socioeconomic Position and the COVID-19 Care Cascade from Testing to Mortality in Switzerland: A Population-based Analysis. The Lancet Public Health, Volume 6, Issue 9, e683\u2013e691.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Schweizerisches Gesundheitsobservatorium Obsan (2023). Benachteiligungserfahrungen bei der Gesundheitsversorgung in der Schweiz. Erkenntnisse aus dem International Health Policy Survey 2020. Bericht 08\/23.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Weltgesundheitsorganisation (2025). <a href=\"https:\/\/www.who.int\/news-room\/fact-sheets\/detail\/universal-health-coverage-(uhc)\">Universal Health Coverage<\/a>.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Zentrale Ethikkommission \u2013 ZEK (2020) \u00abSchwarze Listen\u00bb \u2013 Leistungssperren medizinischer Versorgung aufgrund nicht bezahlter Pr\u00e4mien und Kostenbeteiligungen. Stellungnahme vom 24. Februar 2020, vom Vorstand der SAMW genehmigt am 21. 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