{"id":213795,"date":"2025-10-07T07:10:41","date_gmt":"2025-10-07T05:10:41","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=213795"},"modified":"2025-10-07T09:35:42","modified_gmt":"2025-10-07T07:35:42","slug":"innovationstreiber-berufsbildung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2025\/10\/innovationstreiber-berufsbildung\/","title":{"rendered":"Innovationstreiber Berufsbildung"},"content":{"rendered":"<p>Die Schweiz geh\u00f6rt weltweit zu den innovativsten L\u00e4ndern. Dennoch hat sie eine im internationalen Vergleich niedrige Quote an akademisch gebildeten Arbeitskr\u00e4ften, die in vielen wissenschaftlichen Studien als der entscheidende Faktor f\u00fcr Innovation gelten. Allerdings geht in solchen, oft angels\u00e4chsischen Analysen das Berufsbildungssystem vergessen, das in der Schweiz aussergew\u00f6hnlich stark ist. In der Schweiz liegt der Anteil an Sch\u00fclern der Sekundarstufe II, die eine berufliche Grundbildung gew\u00e4hlt haben, bei etwa zwei Dritteln. In anderen, ebenfalls hochinnovativen L\u00e4ndern liegt dieser Anteil bei etwa einem Drittel, so zum Beispiel in Grossbritannien oder Schweden.<\/p>\n<p>Zudem sind berufliche Bildungsprogramme in diesen L\u00e4ndern im Gegensatz zur Schweiz oft nicht dual \u2013 das heisst, sie finden nicht wie hierzulande auch im Lehrbetrieb, sondern ausschliesslich in der Schule statt. Neue Studien des Leading House \u00abBerufsbildungs\u00f6konomie\u00bb<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> an den Universit\u00e4ten Z\u00fcrich und Bern belegen nun, dass auch die Berufsbildung eine entscheidende Rolle f\u00fcr Innovationen spielt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Bildungspl\u00e4ne regelm\u00e4ssig aktualisieren<\/h2>\n<p>Ein Grund ist die regelm\u00e4ssige Aktualisierung von Curricula in der dualen Berufsbildung. Sie tragen entscheidend zur schnellen Innovationsdiffusion bei, wie eine neue Studie<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> zeigt, die einen ersten grossen Digitalisierungsschub ab den 1990er-Jahren untersucht hat. Auf dem Vormarsch waren damals insbesondere digitale Steuerungstechniken mittels CNC-Maschinen, CAD-Software zur Erstellung von 3D-Modellen sowie das neu aufkommende Desktop-Publishing zur Gestaltung von Publikationen.<\/p>\n<p>Die Studie analysierte, wie sich die Aufnahme dieser Technologien in die Curricula auf die Verbreitung dieser Technologien in den Betrieben auswirkte. Die Ergebnisse belegen eine klar beschleunigte Diffusion durch ausbildende Betriebe, und dies sogar schon vor Arbeitsmarkteintritt der ersten Lehrabsolventen (siehe Abbildung 1). Insbesondere KMU ohne eigene Forschungsaktivit\u00e4ten sind f\u00fcr einen wesentlichen Teil dieser beschleunigten Diffusion verantwortlich. Durch die Aktualisierung der Curricula verbreiten sich also neueste Technologien schneller in den Unternehmen und st\u00e4rken so umfassend die Innovations- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit der Schweiz.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Curriculum-Aktualisierungen beschleunigen den Technologieeinsatz am Arbeitsplatz<\/h2>\n<!-- Wrapper erzwingt 3:2 (Breite:H\u00f6he = 3:1) -->\n<div class=\"hc-figure ratio-3-1\">\n  <div id=\"BACKES-GELLNER-LEHNERT_10-2025_ABB1_DE\"><\/div>\n<\/div>\n\n<!-- Caption au\u00dferhalb (beeinflusst das Verh\u00e4ltnis nicht) -->\n<div class=\"caption-plain\">\n  <sup>1<\/sup> <b>Aktualisierungsphase<\/b>: Aktualisierungsprozess unter Einbezug aller relevanten Akteure<br>\n  <sup>2<\/sup> <b>Implementationsphase<\/b>: Ausbildung erster Auszubildenden nach Aktualisierung; Ausbildung noch nicht abgeschlossen<br>\n  <sup>3<\/sup> <b>Arbeitsmarktphase<\/b>: Arbeitsmarkteintritt der ersten Lehrabsolventen unter aktualisiertem Curriculum\n<\/div>\n\n<script>\ndocument.addEventListener('DOMContentLoaded', function () {\n\n  \/\/ (Optional) Fix wie bei dir\n  Highcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function (proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) { path.flat = false; }\n    return path;\n  });\n\n  Highcharts.chart('BACKES-GELLNER-LEHNERT_10-2025_ABB1_DE', {\n    chart: {\n    type: 'line',\n    spacingTop: 25, \/\/ oben etwas Luft (max. 25)\n    events: {\n      render: function () {\n        const chart = this;\n        const axis  = chart.xAxis[0];\n        const pad   = 12;\n\n        const boxes = [\n          { id:'phase1', from:-0.5, to:2.5, html:'<b>Aktualisierungsphase<sup>1<\/sup><\/b>' },\n          { id:'phase2', from: 2.5, to:5.5, html:'<b>Implementationsphase<sup>2<\/sup><\/b>' },\n          { id:'phase3', from: 5.5, to:7.5, html:'<b>Arbeitsmarktphase<sup>3<\/sup><\/b>' }\n        ];\n\n        if (!chart.bandBoxes) chart.bandBoxes = {};\n\n        boxes.forEach(cfg => {\n          let el = chart.bandBoxes[cfg.id];\n          if (!el) {\n            el = document.createElement('div');\n            el.className = 'band-box custom';\n            el.dataset.band = cfg.id;\n            el.innerHTML = cfg.html;\n            chart.container.appendChild(el);\n            chart.bandBoxes[cfg.id] = el;\n          }\n\n          \/\/ X-Position und Breite innerhalb des Bands\n          const fromPx = axis.toPixels(cfg.from, true);\n          const toPx   = axis.toPixels(cfg.to,   true);\n          const width  = Math.max(0, toPx - fromPx - pad*2);\n          const left   = Math.round(chart.plotLeft + fromPx + pad);\n\n          \/\/ Y-Position: Boxen im Top-Spacing (oberhalb des Plots)\n          \/\/ Unterkante 2px \u00fcber dem Plot, damit nichts \u00fcberdeckt wird.\n          const top = Math.max(2, Math.round(chart.plotTop - el.offsetHeight - 2));\n\n          el.style.left  = left + 'px';\n          el.style.top   = top  + 'px';\n          el.style.width = Math.round(width) + 'px';\n        });\n      }\n    }\n  },\n\n    xAxis: {\n      title: { text: 'Jahre vor\/nach Curriculumaktualisierung' },\n      categories: [-6,-4,-2,0,2,4,6,8],\n      plotLines: [\n        { color:'#000000', dashStyle:'Solid', width:1, value:5, zIndex:3 },\n        { color:'#000000', dashStyle:'Solid', width:1, value:3, zIndex:3 }\n      ],\n      plotBands: [\n        { id:'phase1', from:-0.5, to:2.5, color:'rgba(0,0,0,0)', zIndex:3 },\n        { id:'phase2', from: 2.5, to:5.5, color:'rgba(0,0,0,0)', zIndex:3 },\n        { id:'phase3', from: 5.5, to:7.5, color:'rgba(0,0,0,0)', zIndex:3 }\n      ]\n    },\n\n    yAxis: {\n      title: { text: 'in Prozentpunkten' },\n      labels: { format: '' },\n      plotLines: [{\n        color: 'gray',\n        dashStyle: 'dash',\n        width: 1,\n        value: 0,\n        zIndex: 3\n      }]\n    },\n\n    tooltip: { headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>', valueSuffix: ' Prozentpunkte' },\n\n    plotOptions: {\n      line: { dataLabels: { enabled: false }, enableMouseTracking: false },\n      series: { marker: { enabled: false } }\n    },\n\n    series: [{\n      name: 'Effekt auf Technologieeinsatz im Vergleich zum internationalen Trend',\n      data: [0.7,-0.97,0,9.74,10.11,17.97,16.39,11]\n    }],\n\n    \/\/ Caption im Chart deaktiviert \u2013 wir nutzen die externe unten\n    caption: { text: null }\n  });\n});\n<\/script>\n\n<style>\n\/* Ratio-Wrapper: Breite:H\u00f6he = 3:2 (X:Y = 1.5:1) *\/\n.hc-figure.ratio-3-2 {\n  width: 100%;\n  aspect-ratio: 3 \/ 2;      \/* moderne Browser *\/\n}\n\n\/* Highcharts f\u00fcllt den Container vollst\u00e4ndig *\/\n.hc-figure.ratio-3-2 > #BACKES-GELLNER-LEHNERT_10-2025_ABB1_DE {\n  width: 100%;\n  height: 100%;\n}\n\n\/* absolut positionierte, bandbreiten-begrenzte Boxen *\/\n.band-box.custom{\n  position:absolute; z-index:4;\n  display:block; box-sizing:border-box;\n  padding:6px 6px;\n  border:1px solid #d9d9d9;\n  border-radius:4px;\n  background:#f5f5f5;\n  box-shadow:0 1px 2px rgba(0,0,0,.03);\n  pointer-events:none;\n  font-size:13px;\n  line-height:1.3;\n  word-wrap:break-word;\n  overflow-wrap:anywhere;\n  white-space:normal;\ntext-align: center;\npadding-left: 4px;   \/* z.B. von 10px auf 4px *\/\n  padding-right: 4px;\n}\n\n\/* Caption au\u00dferhalb, schlicht *\/\n.caption-plain{\n  display:block; margin-top:10px;\n  padding:0; border:none; background:transparent; box-shadow:none;\n  font-size:12px; line-height:1.35;\n}\n\n@media (max-width: 600px){\n  .band-box.custom{ font-size:12px; }\n  .caption-plain{ font-size:12px; }\n}\n\n\/* --- Optionaler Fallback f\u00fcr sehr alte Browser ohne aspect-ratio ---\n.hc-figure.ratio-3-2 { position: relative; }\n.hc-figure.ratio-3-2::before { content:\"\"; display:block; padding-top:66.6667%; }\n.hc-figure.ratio-3-2 > #BACKES-GELLNER-LEHNERT_10-2025_ABB1_DE { position:absolute; inset:0; }\n*\/\n<\/style>\n\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Die Abbildung beruht auf Zweijahressch\u00e4tzungen. Das Jahr 0 umfasst also etwa das Jahr der Aktualisierung und das folgende Jahr. Der Technologieeinsatz wird anhand von Stellenanzeigendaten des Schweizer Stellenmarktmonitors gemessen. Bereits mit Inkrafttreten eines aktualisierten Curriculums, der neu die Technologien CAD, CNC oder Desktop-Publishing enth\u00e4lt, steigt der Einsatz dieser Technologien in Betrieben im Vergleich zum internationalen Trend. Nach Arbeitsmarkteintritt der ersten Lehrabsolventen, die mit dem aktualisierten Curriculum unterrichtet wurden, steigt der Technologieeinsatz sprunghaft an; danach verbleibt er auf hohem Niveau.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Schultheiss und Backes-Gellner (2024) \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Die positive Wirkung der Curriculum-Aktualisierungen basiert auf drei zentralen Voraussetzungen:<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Erstens sind die Berufsbildungscurrricula in der Schweiz national verbindlich, sodass alle Lehrbetriebe des jeweiligen Berufs sofort ab Inkrafttreten eines aktualisierten Curriculums die neu aufgenommenen Kompetenzen vermitteln m\u00fcssen. So profitieren alle Lernenden gleichzeitig von den neu vermittelten Kompetenzen.<\/p>\n<p>Zweitens finden rund alle f\u00fcnf Jahre regelm\u00e4ssige Aktualisierungen statt. So werden neueste Entwicklungen schnell in die Curricula aufgenommen und verbreiten sich in den Betrieben. Schnelle Anpassungen an aktuelle Entwicklungen sind zudem f\u00fcr das Interesse von Jugendlichen an bestimmten Ausbildungsberufen essenziell. So zeigen neueste Studien<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> beispielsweise, dass die Klimaproteste die Wahl umweltfreundlicher Berufe erh\u00f6hten oder dass Berufe, die durch die Verbreitung generativer k\u00fcnstlicher Intelligenz mutmasslich gef\u00e4hrdet sind, bei Jugendlichen schnell unbeliebter wurden.<\/p>\n<p>Drittens tragen zu den Curriculum-Aktualisierungen insbesondere innovative Unternehmen, aber auch alle anderen Akteure der beruflichen Grundbildung aktiv bei. Zu Letzteren z\u00e4hlen etwa Bund und Kantone, Lehrpersonen, Branchenexperten sowie Organisationen der Arbeitswelt, welche die Interessen der Branchen und Berufe vertreten. Durch die breite Abst\u00fctzung wird sichergestellt, (1) dass das in innovativen Unternehmen existierende Wissen zu zukunftsrelevanten Kompetenzen in die Curricula eingebracht wird, (2) dass dieses Wissen effektiv erlernbar ist und (3) dass die Curricula arbeitsmarktorientiert ausgestaltet werden. Nur durch das Zusammenspiel dieser Faktoren kann die Berufsbildung ihre Innovationswirkung vollst\u00e4ndig entfalten.<\/p>\n<p>Aktuelle Forschungsergebnisse<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> zu Curriculum-Aktualisierungen zeigen zudem, dass nicht nur neue Inhalte integriert, sondern auch obsolete Kompetenzen gezielt bereinigt werden sollten, um \u00dcberfrachtungen und Ineffizienzen zu vermeiden. So bleibt die Ausbildung klar auf die Zukunft fokussiert, ohne an Tiefe einzub\u00fcssen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Durchl\u00e4ssigkeit des Berufsbildungssystems und Fachhochschulen als Br\u00fcckenbauer<\/h2>\n<p>Eine zweite wesentliche Voraussetzung f\u00fcr die starke Innovationswirkung der Berufsbildung sind die breit aufgestellten beruflichen Kompetenzb\u00fcndel. Sie werden in der beruflichen Grundbildung vermittelt und im Laufe des Erwerbslebens kontinuierlich weiterentwickelt. Die drei- bis vierj\u00e4hrige Lehre legt dabei eine solide Grundlage. Das sehr durchl\u00e4ssige Schweizer Bildungssystem bietet darauf aufbauend umfassende M\u00f6glichkeiten, um diese Kompetenzb\u00fcndel zu erg\u00e4nzen. Insbesondere \u00fcber h\u00f6here Berufsbildung und Fachhochschulen sind klar strukturierte und transparent geregelte Bildungsaufstiege m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die in den 1990er-Jahren gegr\u00fcndeten Fachhochschulen spielten dabei vor allem f\u00fcr die Innovationskraft von KMU eine wichtige Rolle. Forschungsergebnisse<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> zeigen, dass Fachkr\u00e4fte, die nach ihrer Lehre ein Fachhochschulstudium anschlossen und zus\u00e4tzlich angewandte Forschungskompetenzen erwarben, eine wichtige Br\u00fcckenfunktion in Unternehmen \u00fcbernehmen: Sie vermitteln zwischen internationaler Spitzenforschung und praktischer Umsetzung, z. B. in Prototyping oder Produktion. Entsprechend zeigte sich, dass Fachhochschulgr\u00fcndungen die Innovationsleistung umliegender Unternehmen systematisch erh\u00f6hten \u2013 etwa gemessen an Patenten, am Unternehmensgewinn oder am Personalbestand in Forschung und Entwicklung (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<p>Gleichzeitig profitierten in Fachhochschulregionen auch Fachkr\u00e4fte mit Lehrabschluss (aber ohne Fachhochschulabschluss) von diesem Innovationsschub. Denn auch sie wurden anschliessend st\u00e4rker in die generell gestiegenen Forschungsaktivit\u00e4ten eingebunden.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Nach Fachhochschulgr\u00fcndung: Besch\u00e4ftigung und Lohnsumme in betrieblicher Forschung und Entwicklung (F&amp;E) nehmen zu<\/h2>\n<div class='chart chart--normal' id='BACKES-GELLNER-LEHNERT_10-2025_ABB2_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n\n\n\n\n\n\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n\n    $('#BACKES-GELLNER-LEHNERT_10-2025_ABB2_DE').highcharts({\n\n\nchart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: 'Jahre vor\/nach Fachhochschulgr\u00fcndung'\n            },\n        categories: [\n        \n-10,-8,-6,-4,-2,0,2,4,6,8,10,12\n\n],\nplotLines: [{\n                color: '#000000',\n                dashStyle: 'spline', \/\/ Spline = Linie, Dot = gepunktete Linie\n                width: 1,\n                value: 5, \/\/ Wert, wo vertikale Linie eingeblendet werden soll\n                label: {\n                    rotation: 0,\n\n                y: 7,\n                    text: 'Fachhochschulgr\u00fcndung'\n                },\n                zIndex: 3\n            }],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Betriebe in Fachhochschulregionen verglichen mit Betrieben in Regionen ohne Fachhochschule, in Prozentpunkten'\n        },\n        labels: {\n                format: ''\n            },\n             plotLines: [{\n        color: 'gray',         \/\/ graue Farbe\n        dashStyle: 'dash',     \/\/ gestrichelte Linie\n        width: 1,              \/\/ feine Linie\n        value: 0,              \/\/ Y=0\n        zIndex: 3\n    }]\n                   \n    },\n  tooltip: { headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>', valueSuffix: ' Prozentpunkte' },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: false\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [\n     {\n        name: 'Anteil F&E-Besch\u00e4ftigter (Vollzeit\u00e4quivalent)',\n        data: [\n       -0.022,-0.055,-0.031,0.071,0.001,0.023,0.054,0.187,0.193,0.243,0.213,0.198\n\n\n]\n       \n           },  \n           {\n        name: 'Anteil Lohnsumme aller F&E-Besch\u00e4ftigten',\n        data: [\n       -0.036,-0.034,-0.019,0.096,0.022,0.022,0.037,0.182,0.195,0.23,0.218,0.19\n\n\n]\n       \n           },\n          \n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Rund vier Jahre nach einer Fachhochschulgr\u00fcndung in einem Mint-Bereich, also mit Arbeitsmarkteintritt der ersten Absolventen, steigen der Personaleinsatz sowie die aufgewendete Lohnsumme f\u00fcr Forschung und Entwicklung deutlich an.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Lehnert et al. (2020) basierend auf BFS, Schweizerische Lohnstrukturerhebung \/ Die Volkswirtschaft<\/div>\n<div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Auf die Kombination kommt es an<\/h2>\n<p>Die Innovationskraft der Schweiz basiert also nicht nur auf akademischer Spitzenforschung und Universit\u00e4ten. Vielmehr ist es eine Kombination von innovationsf\u00f6rderlicher Berufsbildung mit Spitzenforschung und angewandter Forschung. Eine Voraussetzung daf\u00fcr sind regelm\u00e4ssige Curriculum-Aktualisierungen in der dualen Berufsbildung sowie ein durchl\u00e4ssiges Bildungssystem. Beides erm\u00f6glicht, dass innovative Kompetenzen fl\u00e4chendeckend in die Unternehmen gelangen.<\/p>\n<p>Die Bildungs- und Wirtschaftspolitik muss diesen Mechanismen deshalb auch k\u00fcnftig Sorge tragen. Entscheidend sind insbesondere zwei Faktoren, die es zu pflegen und zu st\u00e4rken gilt: erstens die Curricula in der beruflichen Grundbildung unter Einbezug hochinnovativer Unternehmen zu modernisieren. Und zweitens die Funktion der Fachhochschulen zu erhalten: einerseits als Aufstiegspfad f\u00fcr Lehrabsolventen und andererseits als Br\u00fcckenbauer zwischen Fachkr\u00e4ften mit beruflicher Grundbildung und internationalen Spitzenforschenden.<\/p>\n<\/div>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Eine vollst\u00e4ndige Liste der Studien finden Sie auf der <a href=\"https:\/\/www.educationeconomics.uzh.ch\/en\/research\/research-findings-by-topic.html\">Website<\/a> des Leading House \u00abBerufsbildungs\u00f6konomie\u00bb. F\u00fcr eine \u00dcbersicht zum Thema Berufsbildung und Innovation Backes-Gellner und Pfister (2019), Backes-Gellner und Lehnert (2021 und 2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Schultheiss und Backes-Gellner (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Backes-Gellner und Pfister (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Goller et al. (2025); Lehnert und Pfeifer (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Buehler et al. (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe etwa Lehnert et al. (2020) oder Pfister et al. (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Backes-Gellner und Pfister (2019) sowie Schultheiss et al. (2023).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schweiz geh\u00f6rt weltweit zu den innovativsten L\u00e4ndern. Dennoch hat sie eine im internationalen Vergleich niedrige Quote an akademisch gebildeten Arbeitskr\u00e4ften, die in vielen wissenschaftlichen Studien als der entscheidende Faktor f\u00fcr Innovation gelten. Allerdings geht in solchen, oft angels\u00e4chsischen Analysen das Berufsbildungssystem vergessen, das in der Schweiz aussergew\u00f6hnlich stark ist. 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Lehnert (2023). <a href=\"https:\/\/www.zora.uzh.ch\/server\/api\/core\/bitstreams\/86a92d5f-6fd5-4b1e-be5d-5feeb04e5df6\/content\">Berufliche Bildung als Innovationstreiber: Ein lange vernachl\u00e4ssigtes Forschungsfeld<\/a>. Perspektiven der Wirtschaftspolitik 24: 85\u201397.<\/li>\r\n \t<li>Backes-Gellner, U. und C. Pfister (2019). <a href=\"https:\/\/www.zora.uzh.ch\/server\/api\/core\/bitstreams\/760a5d48-0fe2-45aa-b0b8-0a30bd6b6762\/content\">Beitrag der Berufsbildung zu Innovation<\/a>. In: SBFI. Forschung und Innovation in der Schweiz 2020: Teil C, Studie 1.<\/li>\r\n \t<li>Buehler, A., P. Lehnert und U. Backes-Gellner (2024). <a href=\"http:\/\/repec.business.uzh.ch\/RePEc\/iso\/leadinghouse\/0205_lhwpaper.pdf\">Curriculum Updates in Vocational Education and Changes in Graduates\u2019 Skills and Wages<\/a>. Journal of Education and Work 37: 458\u2013482.<\/li>\r\n \t<li>Goller, D., C. Gschwendt und S. C. Wolter (2025). <a href=\"https:\/\/www.sciencedirect.com\/science\/article\/pii\/S0927537125000703\">This Time It\u2019s Different \u2013 Generative Artificial Intelligence and Occupational Choice<\/a>. Labour Economics 95: 102746.<\/li>\r\n \t<li>Lehnert, P. und H. Pfeifer (2024). <a href=\"http:\/\/repec.business.uzh.ch\/RePEc\/iso\/leadinghouse\/0231_lhwpaper.pdf\">Environmental Awareness and Occupational Choices of Adolescents<\/a>. Leading House Working Paper No. 231.<\/li>\r\n \t<li>Lehnert, P., C. Pfister und U. Backes-Gellner (2020). <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/342559803_Employment_of_RD_personnel_after_an_educational_supply_shock_Effects_of_the_introduction_of_Universities_of_Applied_Sciences_in_Switzerland\">Employment of R&amp;D Personnel after an Educational Supply Shock: Effects of the Introduction of Universities of Applied Sciences in Switzerland<\/a>. Labour Economics 66: 101883.<\/li>\r\n \t<li>Pfister, C., M. Koomen, D. Harhoff und U. Backes-Gellner (2021). <a href=\"http:\/\/repec.business.uzh.ch\/RePEc\/iso\/leadinghouse\/0117_lhwpaper.pdf\">Regional Innovation Effects of Applied Research Institutions<\/a>. Research Policy 50: 104197.<\/li>\r\n \t<li>Schultheiss, T. und U. Backes-Gellner (2024). <a href=\"http:\/\/repec.business.uzh.ch\/RePEc\/iso\/leadinghouse\/0173_lhwpaper.pdf\">Does Updating Education Curricula Accelerate Technology Adoption in the Workplace? Evidence from Dual Vocational Education and Training Curricula in Switzerland<\/a>. The Journal of Technology Transfer 49: 191\u2013235.<\/li>\r\n \t<li>Schultheiss, T., C. Pfister, A.-S. Gnehm und U. Backes-Gellner (2023). <a href=\"https:\/\/www.zora.uzh.ch\/entities\/publication\/a675c087-4354-414c-a47f-b98c948ce939\">Education Expansion and High-Skill Job Opportunities for Workers: Does a Rising Tide Lift All Boats?<\/a> Labour Economics 82: 102354.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[214112,214114],"serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2025-10-07 05:10:41","original_files":null,"external_release_for_author":"20251007","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/68bed8dde9b40"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213795"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3464"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=213795"}],"version-history":[{"count":23,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":214423,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/213795\/revisions\/214423"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5218"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3464"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/214114"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/214112"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/214303"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=213795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=213795"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=213795"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=213795"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=213795"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=213795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}