{"id":216326,"date":"2026-04-22T08:00:12","date_gmt":"2026-04-22T06:00:12","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=216326"},"modified":"2026-04-22T11:15:43","modified_gmt":"2026-04-22T09:15:43","slug":"arbeitskraeftemangel-wie-schweizer-unternehmen-ihn-einschaetzen-und-angehen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2026\/04\/arbeitskraeftemangel-wie-schweizer-unternehmen-ihn-einschaetzen-und-angehen\/","title":{"rendered":"Arbeitskr\u00e4ftemangel: Wie Schweizer Unternehmen ihn einsch\u00e4tzen und angehen"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Coronapandemie klagten Unternehmen verbreitet, dass sie nicht gen\u00fcgend oder nicht geeignete Arbeitskr\u00e4fte finden. Es kam zu einem ausgepr\u00e4gten Arbeitskr\u00e4ftemangel \u2013 einer Situation, in der die Nachfrage der Unternehmen das Angebot an Arbeitskr\u00e4ften bei den vorherrschenden Arbeitsbedingungen in verschiedenen Arbeitsmarktsegmenten \u00fcberstieg.<\/p>\n<p>Welche Ursachen hat der Arbeitskr\u00e4ftemangel in der Schweiz? Wie reagieren die Unternehmen auf den Mangel? Und welche Folgen hat er f\u00fcr Firmen und Besch\u00e4ftigte? Im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) ist das KOF Institut der ETH Z\u00fcrich in einer Studie<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> unter anderem auch diesen Fragen nachgegangen. Dazu haben die Forschenden systematisch die \u00f6konomische Literatur zum Thema Arbeitskr\u00e4ftemangel analysiert und eine repr\u00e4sentative Befragung von \u00fcber 1600 Firmen in der Schweiz durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Wie misst man Arbeitskr\u00e4ftemangel?<\/h2>\n<p>Wie gross der Mangel ist, l\u00e4sst sich anhand von Unternehmensbefragungen zu Rekrutierungsschwierigkeiten, aber auch mithilfe verschiedener Indikatoren einordnen. Auskunft gibt etwa die Vakanzrate: Sie misst den Anteil offener Stellen am Gesamtbestand aller Stellen. Eine hohe Vakanzrate deutet auf Probleme hin, gen\u00fcgend geeignete Arbeitskr\u00e4fte zu finden. Eine andere Kennzahl ist das Verh\u00e4ltnis der offenen Stellen zu den Arbeitslosen. Ein hoher Wert deutet auf einen erh\u00f6hten Arbeitskr\u00e4ftemangel hin.<\/p>\n<p>Nach der Covid-Pandemie zeigten beide Indikatoren in dieselbe Richtung: Der Arbeitskr\u00e4ftemangel stieg auf ein historisch hohes Niveau und erfasste fast alle Branchen. Seit 2023 ist der Mangel aber wieder sp\u00fcrbar zur\u00fcckgegangen. Gleichwohl gibt es in gewissen Branchen \u2013 etwa im Bau- und im Gesundheitsbereich sowie bei den wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen \u2013 weiterhin erh\u00f6hte Rekrutierungsschwierigkeiten.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Der j\u00fcngste R\u00fcckgang zeigt jedoch, dass ein bedeutender Teil des grossen Arbeitskr\u00e4ftemangels nach der Pandemie kurzfristige, konjunkturelle Ursachen hatte. Wegen der Post-Covid-Nachholeffekte kam es vor\u00fcbergehend zu einem starken Arbeitskr\u00e4ftemangel. Inzwischen hat sich der Mangel wieder etwas abgeflacht (siehe Abbildung 1). Auffallend ist auch, dass andere europ\u00e4ische L\u00e4nder gemessen an der Vakanzrate einen ausgepr\u00e4gteren Arbeitskr\u00e4ftemangel aufweisen als die Schweiz.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Vakanzrate: Schweiz war in den letzten Jahren weniger von Arbeitskr\u00e4ftemangel betroffen als die Nachbarl\u00e4nder<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"ABBERGER-MARTI-SIEGENTHALER-SIEGRIST_06-2026_ABB1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#ABBERGER-MARTI-SIEGENTHALER-SIEGRIST_06-2026_ABB1_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n        categories: [\n        \n2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024,2025],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Vakanzrate'\n        },\n        labels: {\n                format: '{value}%'\n            },\n       \n    },\n     tooltip: {\n     headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>',\n     valueSuffix: '%'\n   \n   \n        },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [{\n        name: 'Schweiz',\n        data: [1.18,1.28,1.15,1.18,1.2,1.08,1.1,1.2,1.45,1.63,1.3,1.7,2.23,2.13,1.83,1.63],color: '#8a2a1d'\n    }, {\n        name: 'Deutschland',\n        data: [1.6,2.3,2.28,2.1,2.28,2.4,2.43,2.73,3.05,3.28,2.53,3.23,4.3,4.05,3.2,2.6\n],color: '#66b6bc'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'EU',\n        data: [1.04,1.14,1.1,1.04,1.15,1.31,1.5,1.76,2.01,2.06,1.65,2.15,2.54,2.36,2.19,1.96\n],color: '#5a7298'\n       \n           },\n{\n        name: 'Frankreich',\n        data: [null,1.1,1.08,0.95,1,1.08,1.38,1.78,1.88,2.15,2.03,2.68,3.35,3.1,2.63,2.4\n], color: '#fbc65f'\n    }, \n    \n{\n        name: 'Italien',\n        data: [null,null,null,null,null,null,0.93,1.2,1.3,1.35,0.88,1.78,2.2,2.28,2.08,1.83\n], color: '#f07c2c'\n    }\n           \n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Abberger et al. (2026) | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Eine andere zentrale Triebfeder des Arbeitskr\u00e4ftemangels der letzten Jahre war \u2013 nicht \u00fcberraschend \u2013 die Demografie. Sie f\u00fchrt zu einem l\u00e4ngerfristigen, strukturellen Mangel. Denn mit dem vermehrten Renteneintritt der Babyboomer nimmt das inl\u00e4ndische Arbeitskr\u00e4fteangebot bis in die 2030er-Jahre hinein sp\u00fcrbar ab.<\/p>\n<p>Als Folge der demografischen Entwicklung stiegen die offenen Stellen in Berufen und Branchen mit hohem Anteil an \u00fcber 60-J\u00e4hrigen nach der Pandemie \u00fcberdurchschnittlich stark \u2013 so etwa in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Grundst\u00fccks- und Wohnungswesen. \u00c4hnliches ergab die KOF-Unternehmensbefragung: Immerhin fast ein Drittel der Unternehmen sagt explizit, dass die k\u00fcrzlich erfolgte Pensionierung ihrer Angestellten eine der Ursachen f\u00fcr die schwierige Arbeitskr\u00e4ftesituation im eigenen Betrieb sei.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite wirken vor allem die Zuwanderung und die liberale Migrationspolitik dem hiesigen Arbeitskr\u00e4ftemangel entgegen. Zwar erh\u00f6ht die Zuwanderung zugleich die Binnennachfrage, wodurch sich der entlastende Effekt wiederum relativiert. Aber ohne Zuwanderung w\u00e4re das grosse Stellenwachstum in der Schweiz in den letzten 20 Jahren schlicht nicht m\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Teilzeittrend bei M\u00e4nnern keine Hauptursache<\/h2>\n<p>Der steigende Anteil teilzeitbesch\u00e4ftigter M\u00e4nner erweist sich gem\u00e4ss der KOF-Studie gesamtwirtschaftlich nicht als wesentlicher Motor des Arbeitskr\u00e4ftemangels. Der Grund ist, dass dieser Trend auf der anderen Seite mit einer Umverteilung der Erwerbsarbeit in Paarhaushalten und einer Pensenerh\u00f6hung bei Frauen einherging. Insgesamt ist das Arbeitsvolumen von Paarhaushalten mit Kindern in den letzten 25 Jahren leicht gestiegen, w\u00e4hrend es f\u00fcr Paarhaushalte ohne Kinder relativ stabil geblieben ist.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Nicht wenige Unternehmen in der KOF-Befragung sehen die Schaffung von Teilzeitstellen gar als Erfolgsfaktor bei der Rekrutierung. Je nach Branche wirkt der Teilzeittrend jedoch unterschiedlich: In stark m\u00e4nnerdominierten Sektoren wie dem Baugewerbe oder der Informatik verst\u00e4rkt die zunehmende Teilzeitarbeit von M\u00e4nnern den Arbeitskr\u00e4ftemangel, weil diese Segmente von der h\u00f6heren Erwerbsbeteiligung der Frauen, die durch Teilzeitarbeit beg\u00fcnstigt wird, weniger profitieren.<\/p>\n<p>Auch der technische Fortschritt im Allgemeinen sowie die Digitalisierung und der Wandel zu einer wissensintensiven und \u00abgr\u00fcnen\u00bb Wirtschaft ver\u00e4ndern die Struktur der Arbeitsnachfrage. Eine m\u00f6gliche Folge davon ist ein struktureller Mismatch zwischen den Qualifikationen der Arbeitssuchenden und den Anforderungen der Unternehmen. Doch die Forschungsliteratur f\u00fcr die Schweiz findet wenig Evidenz f\u00fcr qualifikatorischen Mismatch, was unter anderem auf die hohe Durchl\u00e4ssigkeit des Bildungssystems sowie Weiter- und Umschulungsm\u00f6glichkeiten zur\u00fcckgef\u00fchrt wird.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Einen gewissen Mismatch k\u00f6nnte es aber in puncto Arbeitsbedingungen geben: Die Unternehmen berichten, dass unterschiedliche Vorstellungen von Arbeitszeit, Arbeitsort und Lohn h\u00e4ufig die Stellenbesetzung erschwerten.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Was tun die Betriebe?<\/h2>\n<p>Die KOF-Umfrage zeigt, dass Unternehmen mit unterschiedlichen Massnahmen auf den Arbeitskr\u00e4ftemangel reagieren (siehe Abbildung 2). Zum einen gestalten sie die betrieblichen Abl\u00e4ufe effizienter und sch\u00f6pfen das Potenzial der bestehenden Belegschaft besser aus. H\u00e4ufig werden Mitarbeitende weitergebildet oder umgeschult. Zudem treiben die befragten Unternehmen die Digitalisierung und die Automatisierung verst\u00e4rkt voran. Und sie passen ihre Rekrutierungsstrategien an, was benachteiligten Gruppen Chancen auf dem Arbeitsmarkt er\u00f6ffnet: Einerseits suchen die Unternehmen intensiver, andererseits revidiert ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte der befragten Unternehmen auch die Stellenprofile \u2013 beispielsweise indem sie weniger auf formale Qualifikationen fokussieren.<\/p>\n<p>Ein gutes Drittel der Unternehmen gibt zudem an, mit einer kompetitiveren Entl\u00f6hnung reagiert zu haben. In Einklang mit der internationalen Forschungsliteratur hat der Arbeitskr\u00e4ftemangel gem\u00e4ss Studie jedoch nur einen moderaten Einfluss auf das Lohnwachstum. Die Befragung der KOF zeigt, dass viele Unternehmen aus finanziellen Gr\u00fcnden auf h\u00f6here L\u00f6hne verzichten. K\u00f6nnen die Firmen offene Stellen nicht passend besetzen, sinkt m\u00f6glicherweise auch ihre Produktivit\u00e4t, was den finanziellen Spielraum weiter einschr\u00e4nkt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Prozessoptimierungen sind die weitestverbreitete Massnahme von Schweizer Unternehmen gegen Arbeitskr\u00e4ftemangel<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"ABBERGER-MARTI-SIEGENTHALER-SIEGRIST_06-2026_ABB2_de\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#ABBERGER-MARTI-SIEGENTHALER-SIEGRIST_06-2026_ABB2_de').highcharts({\n  \n    chart: {\n                type: 'bar'\n            },\n    \n            title: {\n                text: ''\n            },\nlegend: {\nreversed: true\n},\n    \n            xAxis: {\n                categories: ['Prozessoptimierung, Effizienzsteigerung (u.a. optimierter Einsatz der bestehenden Belegschaft)','Verst\u00e4rkte Digitalisierung\/Automatisierung','Verst\u00e4rkte aktive Rekrutierung','Stellenprofile anpassen (u.a. Diversifizierung des Personals)','Umschulung\/Weiterbildung der Mitarbeitenden','Attraktivere Arbeitsbedingungen','Einsatz von Zusatz- und Ersatzpersonal','\u00dcberzeit f\u00fcr bestehende Belegschaft','Mehr Teilzeitstellen','Kompetitivere L\u00f6hne\/Boni'], \n                 labels: {\n          step: 1,\n          rotation: 0,\n          style: {\n            fontSize: '11px',\n            fontFamily: 'helvetica'\n          }\n        }\n            },\n    \n            yAxis: {\n                allowDecimals: false,\n                title: {\n                    text: ''\n                },\nlabels: {formatter: function() {\n\t                    \t   if(this.value <= 100) {\n\t\t                    \t   return this.value + '%';\n}\n}\n},\n                stackLabels: {\n                    enabled: true,\n                    formatter: function() {\n                        return  this.stack;\n                    }\n                }\n            },\n    \n            tooltip: {\n                formatter: function() {\n                    return '<b>'+ this.x +'<\/b><br\/>'+\n                        this.series.name +': '+ this.y +'%<br\/>';\n\n                }\n            },\n    \n            plotOptions: {\n                bar: {\n                    stacking: 'normal'\n                }\n            },\n    \n            series: [ {\n                name: 'Nicht umgesetzt, nicht geplant',\n                data: [11.6,16.6,33.4,31.5,35.4,40.8,46.7,50.8,49.9,51.3],\n                stack: '',\n                color:\"#8a2a1d\"\n            }, {\n                name: 'Noch nicht umgesetzt, aber geplant',\n                data: [10.8,20.7,5.6,14.1,18.1,13.2,8.7,9.0,13.6,12.6],\n                stack: '',\n                color:\"#66b6bc\"\n            },{\n                name: 'Ja, umgesetzt',\n                data: [77.6,62.7,60.9,54.4,46.5,46.0,44.6,40.2,36.5,36.1],\n                stack: '',\n                 color:\"#5a7298\"\n                \n                \n            }   ]\n        });\n});\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Abberger et al. (2026) | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Die positive Seite des Arbeitskr\u00e4ftemangels<\/h2>\n<p>Die KOF-Studie h\u00e4lt fest, dass Arbeitskr\u00e4ftemangel \u2013 sofern er nicht auf demografische Entwicklungen, Restriktionen oder Fehlallokationen zur\u00fcckzuf\u00fchren ist \u2013 auch ein Zeichen wirtschaftlicher St\u00e4rke ist. Er widerspiegelt den wirtschaftlichen Erfolg der Schweizer Unternehmen im internationalen Wettbewerb und das daraus resultierende starke Stellenwachstum. Ein Mangel an Arbeitskr\u00e4ften ist insgesamt erfreulicher als sein Gegenteil: eine anhaltende Unterauslastung des Arbeitskr\u00e4ftepotenzials mit verbreiteter Arbeitslosigkeit.<\/p>\n<p>Da Arbeitskr\u00e4ftemangel prim\u00e4r die Knappheit von Arbeitskr\u00e4ften widerspiegelt, spricht dies in erster Linie daf\u00fcr, \u00abden Markt walten\u00bb zu lassen. Es sind also die Unternehmen gefordert, ihre Personalprobleme durch angepasste L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen, ver\u00e4nderte Stellenanforderungen sowie Weiterbildungsanstrengungen zu verringern. Solche Anpassungen sind jedoch kostspielig: Einige Unternehmen k\u00f6nnen mithalten und sich etwa mittels Effizienzsteigerungen an den Mangel anpassen, andere scheitern und scheiden aus dem Markt aus. Volkswirtschaftlich kann dies zu einer Reallokation der Ressourcen von unproduktiven hin zu produktiveren Unternehmen f\u00fchren und die Kaufkraft der Besch\u00e4ftigten st\u00e4rken. So kann Arbeitskr\u00e4ftemangel das gesamtwirtschaftliche Lohn- und Produktivit\u00e4tswachstum erh\u00f6hen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Abberger et al. (2026).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Abberger et al. (2026).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Mergele et al. (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Schultheiss und Backes-Gellner (2023) sowie Eymann und Schweri (2016).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Coronapandemie klagten Unternehmen verbreitet, dass sie nicht gen\u00fcgend oder nicht geeignete Arbeitskr\u00e4fte finden. Es kam zu einem ausgepr\u00e4gten Arbeitskr\u00e4ftemangel \u2013 einer Situation, in der die Nachfrage der Unternehmen das Angebot an Arbeitskr\u00e4ften bei den vorherrschenden Arbeitsbedingungen in verschiedenen Arbeitsmarktsegmenten \u00fcberstieg. Welche Ursachen hat der Arbeitskr\u00e4ftemangel in der Schweiz? 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Qualifikations-Mismatch \u2013 Folgen f\u00fcr Erwerbspersonen mit beruflichem und akademischem Abschluss. BWP \u2013 Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis, 45(5), 46\u201349.<\/li>\r\n \t<li>Mergele, L., B. Kaiser, D. Wehrli, T. Sch\u00f6nleitner, R. F\u00f6llmi und M. Siegenthaler (2024). Die langfristige Entwicklung von Arbeit, Freizeit und Produktivit\u00e4t in der Schweiz. Grundlagen f\u00fcr die Wirtschaftspolitik Nr. 45. Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft SECO, Bern.<\/li>\r\n \t<li>Schultheiss, T. und U. Backes-Gellner (2023). <a href=\"https:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/irel.12325\">Different Degrees of Skill Obsolescence Across Hard and Soft Skills and the Role of Lifelong Learning for Labor Market Outcomes<\/a>. Industrial Relations: A Journal of Economy and Society 62: 257\u2013287.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Postulatsbericht Bundesrat","kasten_box":"Mit laufenden und geplanten Massnahmen reagiert der Bundesrat auf den demografischen und strukturellen Wandel. 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