{"id":218588,"date":"2026-03-31T07:00:37","date_gmt":"2026-03-31T05:00:37","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=218588"},"modified":"2026-03-31T11:53:05","modified_gmt":"2026-03-31T09:53:05","slug":"warum-der-grosse-handelskollaps-oft-ausbleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2026\/03\/warum-der-grosse-handelskollaps-oft-ausbleibt\/","title":{"rendered":"Warum der grosse Handelskollaps oft ausbleibt"},"content":{"rendered":"<p>Im Lehrbuch steht: Der internationale Handel erh\u00f6ht den Wohlstand. Er steigert die Effizienz, intensiviert den Wettbewerb und schafft Investitionsanreize. Entsprechend gross sind oft die Warnungen, wenn Z\u00f6lle erh\u00f6ht, M\u00e4rkte abgeschottet oder Sanktionen verh\u00e4ngt werden: Handel, Wachstum und Wohlstand m\u00fcssten dann deutlich leiden. So war es beim Brexit zu h\u00f6ren, bei den Sanktionen gegen Russland \u2013 und zuletzt wieder bei den US-Z\u00f6llen unter Donald Trump.<\/p>\n<p>Aber trotz massiver Zollerh\u00f6hungen sind die Schweizer und die US-Wirtschaft letztes Jahr real um 1 bzw. 2 Prozent gewachsen. Das russische Bruttoinlandprodukt (BIP) ist heute um knapp 8 Prozent h\u00f6her als noch vor dem Angriffskrieg gegen die Ukraine. Auch das BIP des Vereinigten K\u00f6nigreichs liegt 11 Prozent \u00fcber dem Niveau vor dem Brexit-Votum im Jahr 2016.<\/p>\n<p>Warum blieb der Kollaps bislang aus? Und was sagt uns das \u00fcber die Effizienzgewinne des Handels, die Kosten der Z\u00f6lle und die Risiken von Versorgungsengp\u00e4ssen in den Lieferketten?<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Handelsbeziehungen passen sich nur langsam an<\/h2>\n<p>Zun\u00e4chst bleibt festzuhalten: Handelsstr\u00f6me entwickeln sich \u00fcber die Zeit. Firmen m\u00fcssen daf\u00fcr neue Gesch\u00e4ftsbeziehungen aufbauen und in neue M\u00e4rkte investieren. Im Umkehrschluss bedeuten neue Handelsbarrieren nicht ein abruptes Ende der Wirtschaftsbeziehungen. Kurzfristig k\u00f6nnen Unternehmen reagieren, indem sie auf bestehende Vorr\u00e4te zur\u00fcckgreifen, Margen anpassen oder zus\u00e4tzliche Kosten nur verz\u00f6gert weitergeben. Auch versunkene Markteintrittskosten sowie Vorteile etablierter Marktteilnehmer sorgen daf\u00fcr, dass Handelsbeziehungen bestehen bleiben, auch wenn sich die Bedingungen verschlechtern.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Diese Effekte k\u00f6nnen einen Handelsschock kurzfristig d\u00e4mpfen, heben seine Kosten aber nicht auf. So wuchs beispielsweise der Welthandel 2025 j\u00fcngsten Sch\u00e4tzungen zufolge um 2,4 Prozent und damit langsamer als urspr\u00fcnglich vorhergesagt.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Langfristig ist zudem mit deutlich h\u00f6heren Kosten zu rechnen: Zwar lassen sich Lieferketten \u00fcber die Zeit anpassen, aber nur begrenzt. Das gilt besonders dann, wenn Handelsbarrieren gegen\u00fcber einer wichtigen Handelspartnerin oder gar einem grossen Teil der Weltwirtschaft errichtet werden \u2013 wie beim Brexit, den US-Z\u00f6llen oder den Sanktionen gegen Russland. So gingen trotz Brexit 2024 noch 41,2 Prozent der britischen Exporte in die EU. 2015 waren es 43,8 Prozent. Das zeigt: Selbst wenn der Handel mit der EU durch den Brexit erschwert wurde, l\u00e4sst sich der nahe gelegene Grossmarkt nicht einfach durch weiter entfernte Partner ersetzen.<\/p>\n<p>In Summe deutet eine aktuelle Studie des National Bureau of Economic Research (NBER) auf erhebliche wirtschaftliche Kosten des Brexit hin.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Ihr zufolge lag das britische BIP 2025 um 6 bis 8 Prozent tiefer, als es ohne Brexit gelegen h\u00e4tte. Bei den Investitionen betrug der R\u00fcckstand 12 bis 18 Prozent, bei Besch\u00e4ftigung und Produktivit\u00e4t jeweils 3 bis 4 Prozent. Der Brexit f\u00fchrte somit zwar nicht zu einem abrupten Absturz der Wirtschaft, wohl aber zu tieferem Wachstum (siehe Abbildung).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Trotz Brexit w\u00e4chst das BIP des Vereinigten K\u00f6nigreichs \u2013 aber langsamer als in der OECD<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class='chart chart--normal' id='LUKASZUK-SCHETTER_03-2026_DE'><\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n\nHighcharts.wrap(Highcharts.Axis.prototype, 'getPlotLinePath', function(proceed) {\n    var path = proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n    if (path) {\n        path.flat = false;\n    }\n    return path;\n});\n\n$('#LUKASZUK-SCHETTER_03-2026_DE').highcharts({\n\nchart: {\n    type: 'line'\n},\n\ntitle: {\n    text: ''\n},\n\nsubtitle: {\n    text: ''\n},\n\nxAxis: {\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    categories: [\n        2010, 2011, 2012, 2013, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018, 2019,\n        2020, 2021, 2022, 2023, 2024\n    ],\n    plotLines: [{\n        color: '#000000',\n        dashStyle: 'ShortDash',\n        width: 1,\n        value: 6,\n        label: {\n            rotation: 0,\n            y: 7,\n            text: 'Brexit-Votum'\n        },\n        zIndex: 3\n    }, {\n        color: '#000000',\n        dashStyle: 'ShortDash',\n        width: 1,\n        value: 10,\n        label: {\n            rotation: 0,\n            y: 7,\n            text: 'Brexit'\n        },\n        zIndex: 3\n    }]\n},\n\nyAxis: {\n    title: {\n        text: 'Index (2016=100)'\n    },\n    labels: {\n        formatter: function () {\n            return Highcharts.numberFormat(this.value, 0, ',', '.');\n        }\n    }\n},\n\ntooltip: {\n    headerFormat: '<b>{point.x}<\/b><br>',\n    pointFormatter: function () {\n        return this.series.name + ': <b>' + Highcharts.numberFormat(this.y, 2, ',', '.') + '<\/b><br>';\n    }\n},\n\nplotOptions: {\n    line: {\n        dataLabels: {\n            enabled: false\n        },\n        enableMouseTracking: true\n    },\n    series: {\n        marker: {\n            enabled: false\n        }\n    }\n},\n\nseries: [\n{\n    name: 'Vereinigtes K\u00f6nigreich',\n    color: '#5a7298',\n    data: [\n        89.15, 89.91, 91.29, 92.86, 95.79, 97.84, 100.00, 103.02, 104.62,\n        105.94, 95.29, 103.43, 108.76, 109.05, 110.28\n    ]\n},\n{\n    name: 'OECD-Durchschnitt',\n    color: '#f07c2c',\n    data: [\n        88.20, 90.24, 91.10, 92.50, 94.77, 97.61, 100.00, 103.22, 106.34,\n        108.73, 104.86, 112.03, 116.11, 117.45, 119.26\n    ]\n}\n]\n\n});\n\n});\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Berechnungen der Autoren basierend auf <a href=\"https:\/\/data.worldbank.org\/indicator\/NY.GDP.MKTP.KN\">World Development Indicators<\/a> | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Der Schaden zeigt sich oft sp\u00e4ter<\/h2>\n<p>Auch die US-Zollpolitik d\u00fcrfte ihre Kosten nur schrittweise entfalten. Bereits heute f\u00fchren die Z\u00f6lle zu h\u00f6heren US-Kosten f\u00fcr Vorleistungen wie Aluminium<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> und reduzieren damit die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit von US-Anbietern in nachgelagerten Industrien. Investitionsentscheide werden aber erst \u00fcber die Zeit angepasst. Ein wichtiger Faktor ist dabei die erh\u00f6hte handelspolitische Unsicherheit: Sie bremst Investitionen und Markteintritte selbst dann, wenn die aktuell geltenden Z\u00f6lle noch vergleichsweise tief sind.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Der eigentliche Schaden materialisiert sich deshalb oft erst \u00fcber Jahre \u2013 in Form geringerer Produktivit\u00e4t, schw\u00e4cherer Innovation und tieferer Wachstumsdynamik.<\/p>\n<p>Ebenso bedeutet der ausgebliebene wirtschaftliche Zusammenbruch Russlands nicht, dass die Sanktionen grunds\u00e4tzlich unwirksam w\u00e4ren. Dies umso mehr, als im Falle der Russland-Sanktionen weitere Faktoren eine Rolle spielen: Zum einen wird die russische Volkswirtschaft massgeblich durch die Kriegswirtschaft und die dadurch h\u00f6heren Staatsausgaben gest\u00fctzt.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Zum anderen zeigt die Forschung: Die Wirkung von Sanktionen h\u00e4ngt entscheidend davon ab, wie viele L\u00e4nder sich daran beteiligen und wie konsequent der Handel mit zentralen G\u00fctern tats\u00e4chlich blockiert wird.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Wo viele Drittstaaten als Ausweichkan\u00e4le dienen, f\u00e4llt die Wirksamkeit von Handelssanktionen deutlich geringer aus.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Somit waren die Effekte bislang begrenzt, selbst wenn der politische und mediale Erwartungsdruck hoch ist.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abh\u00e4ngigkeiten nicht automatisch ein Risiko<\/h2>\n<p>Auch f\u00fcr die aktuellen Debatten um wirtschaftliche Sicherheit und m\u00f6gliche Risiken in den Lieferketten bieten die geschilderten Erfahrungen und die wissenschaftliche Literatur eine wichtige Einsicht: Nicht jede Abh\u00e4ngigkeit vom Ausland ist automatisch ein akutes makro\u00f6konomisches Risiko. Moderne Volkswirtschaften verf\u00fcgen \u00fcber erhebliche Substitutions- und Anpassungsm\u00f6glichkeiten. Das reicht von der Auswahl der Anbieter eines Guts \u00fcber den Ersatz durch Substitutionsg\u00fcter bis hin zu Ver\u00e4nderungen in den Produktionsprozessen oder bei nachgelagerten Produktionsschritten.<\/p>\n<p>In der Folge sind die volkswirtschaftlichen Kosten von tempor\u00e4ren Lieferengp\u00e4ssen h\u00e4ufig geringer, als der Blick auf eine einzelne Lieferkette vermuten l\u00e4sst.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Das spricht gegen pauschalen Alarmismus, aber nicht gegen Vorsorge. Im Gegenteil: Gerade weil Anpassung zentral ist, bleiben Offenheit, Diversifizierung und gute Rahmenbedingungen die wichtigste wirtschaftspolitische Antwort auf Debatten \u00fcber wirtschaftliche Sicherheit. Sie erh\u00f6hen nicht nur die Effizienz, sondern auch die Resilienz.<\/p>\n<p>Die eigentliche Lehre aus den Erfahrungen der vergangenen Jahre ist deshalb nicht, dass Handelsschocks harmlos w\u00e4ren. Sondern dass moderne Volkswirtschaften sie zun\u00e4chst oft besser abfedern k\u00f6nnen, als es die Schlagzeile vermuten l\u00e4sst. Gerade deshalb zeigen sich die Kosten von Z\u00f6llen, Sanktionen und Abschottung h\u00e4ufig erst zeitverz\u00f6gert \u2013 aber nicht minder real.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Baldwin und Krugman (1989), Boehm et al. (2023) und Egger et al. (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe WTO (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Bloom et al. (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/www.reuters.com\/markets\/commodities\/metals\/us-aluminium-consumers-pay-spiralling-cost-tariffs-2026-01-21\">US Aluminium Consumers Pay the Spiralling Cost of Tariffs<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Caldara et al. (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe z. B. <a href=\"https:\/\/www.osw.waw.pl\/en\/publikacje\/osw-commentary\/2025-02-28\/costs-war-are-driving-economy-russias-economic-situation-2024\">The Costs of War Are Driving the Economy: Russia\u2019s Economic Situation in 2024<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Hausmann et al. (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Siehe auch Scheckenhofer et al. (2026) und Lukaszuk (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">Siehe Bachmann et al. (2024) und Hausmann et al. (2024).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Lehrbuch steht: Der internationale Handel erh\u00f6ht den Wohlstand. Er steigert die Effizienz, intensiviert den Wettbewerb und schafft Investitionsanreize. Entsprechend gross sind oft die Warnungen, wenn Z\u00f6lle erh\u00f6ht, M\u00e4rkte abgeschottet oder Sanktionen verh\u00e4ngt werden: Handel, Wachstum und Wohlstand m\u00fcssten dann deutlich leiden. 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National Bureau of Economic Research.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Boehm, C. E., Levchenko, A. A., und N. Pandalai-Nayar (2023). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1257\/aer.20210225\">The Long and Short (Run) of Trade Elasticities.<\/a> American Economic Review, 113(4), 861\u2013905.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Caldara, D. et al. (2020). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1016\/j.jmoneco.2019.11.002\">The Economic Effects of Trade Policy Uncertainty.<\/a> Journal of Monetary Economics, 109, 38\u201359.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Egger, P. et al. (2025). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/jeea\/jvae052\">Gravity with History:<\/a> On Incumbency Effects in International Trade. Journal of the European Economic Association, 23(4), 1350\u20131396.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Hausmann, R., Schetter, U. und M. A. Yildirim (2024). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1093\/epolic\/eiad043\">On the Design of Effective Sanctions:<\/a> The Case of Bans on Exports to Russia. Economic Policy, 39(117), 109\u2013153.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Lukaszuk, P. (2021). <a href=\"https:\/\/www.econstor.eu\/handle\/10419\/290114\">You Can Smuggle but You Can\u2019t Hide:<\/a> Sanction Evasion During the Ukraine Crisis. Aussenwirtschaft, 71(1), 73\u2013125.<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Scheckenhofer, L. et al. (2026). <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/econpol\/publikationen\/2026\/working-paper\/effectiveness-of-eu-export-bans-on-military-goods\">The Effectiveness of EU Export Bans on Military Goods<\/a> (EconPol Policy Brief No. 80).<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">Wi\u015bniewska, I. (2025). <a href=\"https:\/\/www.osw.waw.pl\/en\/publikacje\/osw-commentary\/2025-02-28\/costs-war-are-driving-economy-russias-economic-situation-2024\">The Costs of War Are Driving the Economy:<\/a> Russia\u2019s eEconomic Situation in 2024. OSW Centre for Eastern Studies (OSW Commentary).<\/li>\r\n \t<li class=\"content-copy\">World Trade Organization \u2013 WTO (2025). <a href=\"https:\/\/www.wto.org\/english\/news_e\/news25_e\/stat_07oct25_e.pdf\">Global Trade Outlook and Statistics.<\/a> October 2025.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[9757],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2026-03-31 05:00:37","original_files":null,"external_release_for_author":"20260331","external_release_for_author_time":"00:04:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/69aeab61bf3d1"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218588"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4972"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=218588"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218588\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":219452,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/218588\/revisions\/219452"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9757"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/13903"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4972"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/219364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=218588"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=218588"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=218588"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=218588"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=218588"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=218588"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}