{"id":219055,"date":"2026-04-08T07:00:36","date_gmt":"2026-04-08T05:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=219055"},"modified":"2026-04-08T13:08:27","modified_gmt":"2026-04-08T11:08:27","slug":"oesterreich-reiches-land-faellt-wirtschaftlich-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2026\/04\/oesterreich-reiches-land-faellt-wirtschaftlich-zurueck\/","title":{"rendered":"\u00d6sterreich: Reiches Land f\u00e4llt wirtschaftlich zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich z\u00e4hlt zu den reichsten L\u00e4ndern weltweit. Im Vergleich mit den heute 27 EU-Mitgliedsl\u00e4ndern lag \u00d6sterreich beim realen Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2025 auf dem sechsten Rang. Die Schweiz w\u00fcrde auf Rang drei liegen, hinter Luxemburg und Irland. \u00d6sterreichs BIP pro Kopf betr\u00e4gt heute nominal rund 55\u2019700 Euro.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a><\/p>\n<p>Beim EU-Beitritt im Jahr 1995 belegte \u00d6sterreich allerdings noch den vierten Platz, wiederum im Vergleich mit allen heutigen 27 EU-Mitgliedsl\u00e4ndern (die Schweiz w\u00e4re auf Rang zwei gewesen).<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Auch gegen\u00fcber dem EU-Durchschnitt ist \u00d6sterreich zur\u00fcckgefallen: Im Jahr 1995 lag das reale Pro-Kopf-BIP noch um rund 47 Prozent, 2025 nur noch um 33 Prozent \u00fcber dem EU27-Durchschnitt.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Unterdurchschnittliches Wachstum<\/h2>\n<p>Nun ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass ein Land mit einem bereits hohen Wohlstandsniveau im EU-Vergleich relativ an Boden verliert, wenn \u00e4rmere L\u00e4nder beitreten, wie es bei den EU-Osterweiterungen seit 2004 der Fall war. Allerdings f\u00e4llt auch der Vergleich mit Finnland und Schweden, die gemeinsam mit \u00d6sterreich im Jahr 1995 der EU beigetreten sind, entt\u00e4uschend aus. In den beiden skandinavischen L\u00e4ndern ist das BIP seit 1995 absolut und je Einwohner deutlich st\u00e4rker gewachsen als in \u00d6sterreich.<\/p>\n<p>Seit dem EU-Beitritt 1995 wuchs das BIP pro Kopf in \u00d6sterreich durchschnittlich um 1,1 Prozent pro Jahr. Sowohl in Finnland als auch im EU-Durchschnitt waren es 1,4 Prozent, in Schweden 1,5 Prozent.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Trotzdem profitiert \u00d6sterreich von der EU<\/h2>\n<p>Das relativ schwache Wirtschaftswachstum \u00d6sterreichs im Vergleich mit den beiden skandinavischen L\u00e4ndern \u00fcberrascht insofern, als Simulationsstudien \u00fcbereinstimmend zum Ergebnis kommen, dass \u00d6sterreich von der EU-Integration \u00fcberdurchschnittlich profitiert hat.<\/p>\n<p>Eine Analyse<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><a href=\"#_ftn3\" name=\"_ftnref3\"><\/a> hat 22 solche Ex-post-Simulationsstudien (siehe Kasten) zu den Effekten von \u00d6sterreichs EU-Mitgliedschaft ausgewertet. Die Studie kommt zum Schluss, dass \u00d6sterreich unter dem Strich von der EU-Mitgliedschaft profitiert hat. Durch die EU-Mitgliedschaft ist das reale BIP in \u00d6sterreich pro Jahr um ungef\u00e4hr 0,5 Prozentpunkte st\u00e4rker gewachsen, als dies ohne EU der Fall gewesen w\u00e4re. Das ist ein Viertel des durchschnittlichen j\u00e4hrlichen Wachstums von 2 Prozent in den letzten 30 Jahren.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind unterschiedlich: Auf der positiven Seite sind es die gesteigerten Exporte durch die Teilnahme am EU-Binnenmarkt und die Mitgliedschaft im Euroraum sowie aufgrund der EU-Osterweiterungen ab 2004. Auf der negativen Seite gibt es aber auch Einkommenseinbussen. Ein Grund daf\u00fcr ist, dass \u00d6sterreich (wie auch Finnland und Schweden) als Nettozahler in den EU-Haushalt einzahlt.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Schwache Wirtschaftsentwicklung seit 2019<\/h2>\n<p>Besonders schwach war das Wirtschaftswachstum in \u00d6sterreich im Gefolge der j\u00fcngsten Krisen: der Coronapandemie im Jahr 2020 und der Energiepreiskrise im Jahr 2022. Das \u00f6sterreichische BIP pro Kopf war im Jahr 2025 um 1,0 Prozent niedriger als im Jahr 2019, w\u00e4hrend es in Schweden seit 2019 um 3,0 Prozent und im EU-Durchschnitt um 5,7 Prozent stieg. Noch schw\u00e4cher war die Entwicklung seit 2019 aber in Finnland mit einem R\u00fcckgang von 2,0 Prozent und in Deutschland, wo es in diesem Zeitraum um 1,3 Prozent zur\u00fcckging (siehe Abbildung 1).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: \u00d6sterreichs BIP pro Kopf entwickelt sich seit 2020 schwach<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"WEYERSTRASS_04-2026_ABB1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#WEYERSTRASS_04-2026_ABB1_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n        categories: [\n        \n1995,1996,1997,1998,1999,2000,2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007,2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024,2025\n\n\n],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Index (1995=100)'\n        },\n        labels: {\n                formatter: function () {\n            return Highcharts.numberFormat(this.value, 0);\n        }\n            },\n       \n    },\n     tooltip: {\n     headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>',\n     valueSuffix: ''\n   \n   \n        },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [{\n        name: '\u00d6sterreich',\n        data: [\n       100.0,102.1,104.2,107.7,111.5,114.8,115.8,117.0,117.8,120.1,122.0,125.4,129.7,131.1,126.1,128.1,131.4,131.7,130.5,130.5,130.9,132.0,134.1,136.8,138.6,129.2,135.1,140.7,138.4,136.8,137.2\n\n], color: '#ff730D'\n    }, {\n        name: 'Deutschland',\n        data: [\n      100.0,100.8,102.6,104.9,107.1,110.2,111.9,111.6,111.0,112.4,113.6,118.2,121.9,123.3,116.9,122.0,126.6,127.1,127.3,129.7,130.9,133.0,136.4,137.8,139.1,133.4,138.9,140.5,138.0,136.9,137.2\n\n],color: '#ffcf54'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'Finnland',\n        data: [\n     100.0,103.3,109.6,115.3,120.1,126.7,129.8,131.6,134.0,138.9,142.3,147.4,154.6,155.1,141.9,145.7,148.5,145.6,143.5,142.2,142.4,145.6,150.1,151.7,153.6,149.5,153.2,153.9,151.4,150.8,150.4\n\n\n],color: '#4b83c9'\n       \n           }, {\n        name: 'Schweden',\n        data: [\n       100.0,101.5,104.6,109.0,113.5,118.6,119.8,122.2,124.0,128.7,131.8,137.1,140.6,138.2,131.2,137.5,140.8,139.2,139.6,141.4,146.0,147.4,148.0,148.9,151.2,147.3,154.0,154.3,152.9,154.0,155.8\n\n], color: '#66b6bc'\n    }, {\n        name: 'Schweiz',\n        data: [\n      100.0,100.1,101.9,104.4,105.6,108.9,110.0,109.7,108.6,110.6,113.2,117.2,120.8,122.4,118.7,121.6,122.2,122.3,123.1,124.7,124.9,126.0,126.6,129.8,130.3,126.5,133.3,136.8,135.9,136.3,137.9\n\n],color: '#94001b'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'EU-27',\n        data: [\n     100.0,101.6,104.3,107.3,110.3,114.4,116.7,117.7,118.3,120.9,122.7,126.7,130.2,130.5,124.7,127.2,129.4,128.3,128.1,130.1,132.9,135.2,138.8,141.5,143.9,136.0,144.8,149.0,148.9,150.0,152.0\n\n\n],color: '#21704d'\n       \n           }\n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Eurostat, eigene Darstellung des Autors | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Die schwache Wirtschaftsentwicklung in den vergangenen Jahren in \u00d6sterreich hat viel mit der engen Verflechtung mit der deutschen Industrie zu tun. Rund 30 Prozent des Aussenhandels \u00d6sterreichs werden mit Deutschland abgewickelt. Insbesondere die Vorleistungen f\u00fcr die deutsche Automobilindustrie sind dabei zum Problem geworden. Denn die deutsche Automobilindustrie hat versp\u00e4tet auf Elektromobilit\u00e4t gesetzt und ger\u00e4t zunehmend unter Wettbewerbsdruck aus China, das zudem seine Industrie stark subventioniert.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Hohe Inflation<\/h2>\n<p>Ein weiteres Problem war seit 2022 die hohe Inflation. Viele Jahre hatte \u00d6sterreich eine niedrigere Inflation als der EU-Durchschnitt, vergleichbar mit Schweden und Finnland. Doch seit 2022 stiegen die Verbraucherpreise (und die Erzeugerpreise) deutlich st\u00e4rker als in den beiden skandinavischen L\u00e4ndern (siehe Abbildung 2).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Inflation zog in \u00d6sterreich seit 2020 st\u00e4rker an als in Finnland und Schweden<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"WEYERSTRASS_04-2026_ABB2_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#WEYERSTRASS_04-2026_ABB2_DE').highcharts({     \n\n chart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    subtitle: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n    \n    title: {\n                text: ''\n            },\n        categories: [\n        \n1995,1996,1997,1998,1999,2000,2001,2002,2003,2004,2005,2006,2007,2008,2009,2010,2011,2012,2013,2014,2015,2016,2017,2018,2019,2020,2021,2022,2023,2024,2025\n\n\n],\n\n    },\n    yAxis: {\n        title: {\n            text: 'Index (1995=100)'\n        },\n        labels: {\n                formatter: function () {\n            return Highcharts.numberFormat(this.value, 0);\n        }\n            },\n       \n    },\n     tooltip: {\n     headerFormat: '<b>{point.x} <\/b><br>',\n     valueSuffix: ''\n   \n   \n        },\n    plotOptions: {\n        line: {\n    \n\n            dataLabels: {\n                enabled: false\n            },\n            enableMouseTracking: true\n        },\n        series: {\nmarker: {\nenabled: false\n}\n}\n    },\n    series: [{\n        name: '\u00d6sterreich',\n        data: [\n       100.0,101.8,103.0,103.8,104.4,106.4,108.8,110.7,112.1,114.3,116.7,118.7,121.3,125.2,125.7,127.9,132.4,135.8,138.7,140.7,141.8,143.2,146.4,149.5,151.7,153.8,158.1,171.7,184.9,190.4,197.2\n\n], color: '#ff730D'\n    }, {\n        name: 'Deutschland',\n        data: [\n      100.0,100.6,102.2,102.8,103.5,104.9,106.9,108.3,109.5,111.4,113.6,115.6,118.3,121.5,121.8,123.2,126.2,128.9,131.0,132.0,132.9,133.4,135.7,138.3,140.2,140.7,145.2,157.8,167.3,171.5,175.4\n\n],color: '#ffcf54'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'Finnland',\n        data: [\n     100.0,101.1,102.3,103.7,105.0,108.1,111.0,113.2,114.7,114.9,115.8,117.2,119.1,123.8,125.8,127.9,132.2,136.3,139.4,141.0,140.8,141.4,142.5,144.2,145.8,146.4,149.4,160.2,167.1,168.7,171.8\n\n\n],color: '#4b83c9'\n       \n           }, {\n        name: 'Schweden',\n        data: [\n       100.0,101.0,102.8,103.8,104.4,105.8,108.6,110.7,113.3,114.4,115.4,117.1,119.1,123.1,125.4,127.8,129.6,130.8,131.4,131.6,132.6,134.1,136.6,139.3,141.7,142.7,146.5,158.3,167.6,171.0,175.4\n\n], color: '#66b6bc'\n    }, {\n        name: 'Schweiz',\n        data: [\n      100.0,100.8,101.3,101.4,102.2,103.8,104.8,105.5,106.1,107.0,108.2,109.3,110.2,112.8,112.0,112.7,112.8,112.0,112.0,112.1,111.1,110.5,111.2,112.3,112.7,111.7,112.3,115.3,117.9,119.2,119.3\n\n],color: '#94001b'\n       \n           },  \n           {\n        name: 'EU-27',\n        data: [\n     100.0,103.6,106.8,109.4,111.7,115.2,119.3,122.6,125.4,128.5,131.5,134.5,137.7,142.8,143.9,146.6,150.8,154.7,156.8,157.4,157.6,157.8,160.3,163.2,165.5,166.6,171.5,187.2,199.1,204.3,209.3\n\n\n],color: '#21704d'\n       \n           }\n           \n           \n           \n           ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Seit 2020 sind die Verbraucherpreise in \u00d6sterreich mit durchschnittlich 5,1 Prozent pro Jahr st\u00e4rker gestiegen als im EU-Durchschnitt (4,7 Prozent pro Jahr). In Finnland und Schweden f\u00e4llt der Anstieg noch geringer aus (3,3 bzw. 4,2 Prozent pro Jahr). In der Schweiz war die Inflation noch wesentlich niedriger (durchschnittlich 1,3 Prozent pro Jahr seit 2020).<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Eurostat, eigene Darstellung des Autors | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<p>Ausgel\u00f6st wurde der kr\u00e4ftige Preisschub durch eine sprunghafte Zunahme der Energiepreise im Gefolge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. \u00d6sterreich war besonders stark von billigem Roh\u00f6l aus Russland abh\u00e4ngig, das nun wegfiel. Dieser Energiepreisschock f\u00fchrte zu einem starken Anstieg des allgemeinen Preisniveaus, was wesentlich auf die Lohnanstiege zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Denn in \u00d6sterreich ist es \u00fcblich, dass sich Lohnerh\u00f6hungen an der zur\u00fcckliegenden Inflation und der durchschnittlichen Produktivit\u00e4tsentwicklung orientieren. Dabei wird als Ausgangspunkt bei den Verhandlungen die durchschnittliche Inflation der vergangenen zw\u00f6lf Monate zugrunde gelegt. Ausserdem sind viele Preise und Mieten inflationsindexiert. Dadurch kommt es zu sogenannten Lohn-Preis-Spiralen, die schwierig zu durchbrechen sind.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Tiefe Arbeitslosigkeit spricht f\u00fcr \u00d6sterreich<\/h2>\n<p>Auf der positiven Seite der Wirtschaftsentwicklung ist zu nennen, dass \u00d6sterreich nach wie vor eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der EU hat. Im Jahr 2025 waren es gem\u00e4ss der international harmonisierten ILO-Arbeitslosenquote 5,7 Prozent (EU-Durchschnitt: 6,0%). Doch wegen der schwachen Konjunktur ist die Arbeitslosigkeit in \u00d6sterreich in den vergangenen Jahren angestiegen, w\u00e4hrend in vielen anderen EU-L\u00e4ndern die Arbeitslosigkeit weiter zur\u00fcckgegangen ist. Im Jahr 2025 lag die \u00f6sterreichische Arbeitslosenquote deshalb nur noch knapp unter dem EU-Durchschnitt. Im Vergleich zu Finnland (9,7 Prozent) und Schweden (8,8 Prozent) ist die Arbeitslosenquote in \u00d6sterreich noch immer deutlich niedriger.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a><\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/nama_10_pc\/default\/table?lang=de&category=na10.nama10.nama_10_ma\">Eurostat<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/nama_10_pc\/default\/table?lang=de&category=na10.nama10.nama_10_ma\">Eurostat<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe Breuss (2025b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Siehe Breuss (2025a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/databrowser\/view\/une_rt_a\/default\/table?lang=de&category=labour.employ.lfsi.une\">Eurostat<\/a>.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00d6sterreich z\u00e4hlt zu den reichsten L\u00e4ndern weltweit. Im Vergleich mit den heute 27 EU-Mitgliedsl\u00e4ndern lag \u00d6sterreich beim realen Bruttoinlandprodukt (BIP) pro Kopf im Jahr 2025 auf dem sechsten Rang. Die Schweiz w\u00fcrde auf Rang drei liegen, hinter Luxemburg und Irland. \u00d6sterreichs BIP pro Kopf betr\u00e4gt heute nominal rund 55\u2019700 Euro. 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Januar 2025.<\/li>\r\n \t<li>Cecchini, P. (Hrsg.) (1988). Europe 1992: The European Challenge \u2013 The Benefits of a Single Market. Commission of the European Communities.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Wie funktionieren Simulationsstudien?","kasten_box":"Ex-post-Studien zum Effekt der EU-Mitgliedschaft beruhen auf Simulationen mit unterschiedlichen makro\u00f6konomischen Modellen. Die kontrafaktische, also hypothetische Situation (in dem Fall ohne EU-Mitgliedschaft) wird dann verglichen mit der tats\u00e4chlichen Situation. Im Vorfeld von EU-Erweiterungen oder sonstigen wirtschaftlichen Integrationsschritten werden meist ebenfalls modellgest\u00fctzte Absch\u00e4tzungen der zu erwartenden Effekte erstellt. Diese Ex-ante-Sch\u00e4tzungen \u00fcbersch\u00e4tzen die Integrationseffekte oft, sowohl hinsichtlich des Potenzials der Handelszunahme als auch der Wohlfahrtssteigerung. So sch\u00e4tzt der im Jahr 1988 erschienene sog. Cecchini-Report die Effekte des EU-Binnenmarkts, der im Jahr 1993 vollendet werden sollte, auf einen langfristigen BIP-Zuwachs von 4,5 bis 6 Prozent.<sup>a<\/sup> Ex post werden je nach Methode eher Wirkungen von 1 bis 3 Prozent gesch\u00e4tzt. Die Unterschiede beruhen darin, dass ex ante nur Modellsimulationen auf Basis von Annahmen durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Ex post stellt sich dann oft heraus, dass etwa Barrieren im Handel doch nicht vollst\u00e4ndig abgebaut werden, beispielsweise hinsichtlich der internationalen Anerkennung von Berufsqualifikationen.\r\n\r\n&nbsp;\r\n\r\n<hr \/>\r\n\r\n<sup>a<\/sup> Siehe Cecchini (1988)."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[219185,219188,219876],"serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2026-04-08 05:00:36","original_files":null,"external_release_for_author":"20260408","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/69c396d8acaf9"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219055"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14120"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219055"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":219631,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219055\/revisions\/219631"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14120"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/219188"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/219185"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/219580"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219055"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=219055"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=219055"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=219055"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=219055"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=219055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}