{"id":219406,"date":"2026-05-19T07:00:24","date_gmt":"2026-05-19T05:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=219406"},"modified":"2026-05-19T12:46:59","modified_gmt":"2026-05-19T10:46:59","slug":"gotthard-zug-boomt-stau-bleibt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2026\/05\/gotthard-zug-boomt-stau-bleibt\/","title":{"rendered":"Gotthard: Zug boomt \u2013 Stau bleibt"},"content":{"rendered":"<p>Es ist eine Ostertradition: Jedes Jahr an Ostern warten Tausende von Personenwagen vor dem Gotthard-Strassentunnel Richtung S\u00fcden im Stau. Teilweise betr\u00e4gt die Staul\u00e4nge \u00fcber 20 Kilometer wie etwa 2026. Das entspricht einer Wartezeit von \u00fcber drei Stunden, derweil die Z\u00fcge vorbeirasen.<\/p>\n<p>Wenn Menschen ihre Reise mit dem \u00f6ffentlichen Verkehr (\u00d6V) anstelle des motorisierten Individualverkehrs zur\u00fccklegen, k\u00f6nnen CO<sub>\u2082<\/sub>-Emissionen reduziert werden. Reist man beispielsweise von Luzern nach Bellinzona mit dem Zug, kann man gegen\u00fcber einer Autofahrt auf der gleichen Strecke \u00fcber 90 Prozent der Treibhausgasemissionen einsparen.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Politische Massnahmen, welche den \u00d6V attraktiver machen, sollen dabei helfen. Zu diesen Massnahmen geh\u00f6ren auch Bahninfrastrukturprojekte wie beispielsweise der Gotthard-Basistunnel, welcher die Reisezeit seit seiner Er\u00f6ffnung im Dezember 2016 um bis zu 40 Minuten verk\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Doch wie stark beeinflusst eine schnellere Bahnverbindung tats\u00e4chlich das Verhalten von Reisenden im Tourismusverkehr? Ein Blick in die Daten zeigt, dass der \u00d6V-Anteil auf der Gotthard-Achse nach der Er\u00f6ffnung des Gotthard-Eisenbahntunnels um knapp 6 Prozentpunkte h\u00f6her war als vor der Er\u00f6ffnung (siehe Abbildung 1). Aber: Ist dieser Anstieg tats\u00e4chlich auf eine Verlagerung vom Auto auf den \u00d6V zur\u00fcckzuf\u00fchren?<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Anteil Zugreisender auf der Gotthard-Achse hat zugenommen (April bis Oktober 2016 und 2019)<\/h2>\n<h6 class=\"copy-small-bold\">INTERAKTIVE GRAFIK<\/h6>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"WALLIMANN-VON-ARX-HESSE_05-2026_Abb1_DE\"><\/div>\n<script>\n\n\n\n$(function () {\n    $('#WALLIMANN-VON-ARX-HESSE_05-2026_Abb1_DE').highcharts({     \n\nchart: {\n        type: 'bar'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n    xAxis: {\n        categories: ['2016'\t,\n'\t2019'\t\n\n\n]\n    },\n    yAxis: {\n        min: 0,\nmax: 100,\n        title: {\n            text: ''\n        },\nlabels: {\n        format: '{value}%'\n    },\n        stackLabels: {enabled: false } ,\n    },\n    legend: {\n        reversed: true\n    },\n    plotOptions: {\n        series: {\n            stacking: 'normal', \ndataLabels: {\n            enabled: true,\n            format: '{y}%'\n        }\n        }\n    },\n    \n         tooltip: {\n          valueSuffix: '%'\n   \n   \n        },\n    series: [ {\n        name: 'Motorisierter Individualverkehr',\ncolor: '#f07c2c',\n        data: [74.3\t,\n68.6\t\n\n]\n    },{\n        name: 'Zug',\ncolor: '#5a7298',\n        data: [\n        \n        25.7\t,\n31.4\t\n\n]\n    }  ]\n});\n\n\n\n});\n\n<\/script>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Astra, SBB | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Vergleich mit einem synthetischen Gotthard-Strassentunnel<\/h2>\n<p>Um zu pr\u00fcfen, ob die Reisezeitverk\u00fcrzung auf der Schiene beim Gotthard-Basistunnel zu einer Verlagerung im Personenverkehr f\u00fchrte, haben wir methodisch einen kontrafaktischen Gotthard-Strassentunnel konstruiert.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Hierf\u00fcr kam die sogenannte synthetische Kontrollmethode zum Einsatz.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Mithilfe dieses \u00f6konometrischen Verfahrens werden verschiedene vergleichbare alpine Routen in Europa (z. B. die San-Bernardino-Route) so gewichtet, dass sie die Verkehrsentwicklung am Gotthard-Strassentunnel vor der Er\u00f6ffnung des Eisenbahntunnels m\u00f6glichst pr\u00e4zise nachbilden.<\/p>\n<p>Die Grundidee: Man baut sich einen synthetischen Strassentunnel, welcher die Gotthard-Charakteristika vor dem Bau des Eisenbahntunnels in optimaler Weise nachbildet. Diesen synthetischen Strassentunnel kann man dann mit der tats\u00e4chlichen Entwicklung nach Er\u00f6ffnung des Eisenbahntunnels vergleichen. Daraus l\u00e4sst sich ableiten, ob Autos auf die Schiene verlagert wurden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Kleiner Effekt auf die Verlagerung des Autoverkehrs<\/h2>\n<p>Die Ergebnisse zeigen: Die Zahl der gez\u00e4hlten Personenwagen nach der Er\u00f6ffnung des Bahntunnels ist im Vergleich zur synthetischen Gotthard-Achse kleiner. Mit anderen Worten: Gem\u00e4ss unserer Studie l\u00e4sst sich eine Verlagerung auf die Schiene zwar erkennen.<\/p>\n<p>Doch gem\u00e4ss unseren Sch\u00e4tzungen reduzierte sich die Zahl der Personenwagen auf der Gotthard-Autobahn nur geringf\u00fcgig in der kurzen Frist \u2013 das heisst vor der Er\u00f6ffnung des Ceneri-Basistunnels und dem Ausbruch der Coronapandemie. Relativ zum Verkehrsaufkommen vor der Er\u00f6ffnung des Gotthard-Basistunnels n\u00e4mlich nur um rund 1 Prozent. Dieser negative, jedoch sehr kleine Effekt erweist sich als robust und best\u00e4tigt sich in verschiedenen Sensitivit\u00e4tsanalysen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Steigende Nachfrage nach Bahnreisen<\/h2>\n<p>Vor der Er\u00f6ffnung des Gotthard-Basistunnels 2016 wurden 25,7 Prozent der Reisen durch den Gotthard mit dem \u00d6V zur\u00fcckgelegt. In denselben Monaten (April bis Oktober) des Jahres 2019 lag dieser Anteil bei 31,4 Prozent \u2013 eine Steigerung um fast 6 Prozentpunkte (siehe Abbildung 1). Zum Vergleich: Schweizweit erfolgt rund ein Viertel der touristischen Reisen mit dem \u00d6V.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> Wie l\u00e4sst sich also erkl\u00e4ren, dass der \u00d6V-Anteil auf dieser Strecke so deutlich steigt, w\u00e4hrend das Verkehrsaufkommen auf der Strasse nur um rund 1 Prozent zur\u00fcckgeht?<\/p>\n<p>Um dies zu verstehen, l\u00e4sst sich der \u00d6V-Anteil auf der Gotthard-Achse nach der Er\u00f6ffnung des Gotthard-Basistunnels in drei Kategorien unterteilen (siehe Abbildung 2). Erstens umfasst der \u00d6V-Anteil jene Reisenden, die auch ohne die schnellere Verbindung mit dem Zug durch den Gotthard gereist w\u00e4ren. Unter Ber\u00fccksichtigung der Wachstumsraten im Fernverkehr sind dies 80,4 Prozent der Zugreisenden. Zweitens umfasst der \u00d6V-Anteil auch Umsteigende, das sind Personen, die ohne das schnellere Angebot mit dem Auto durch das Gotthard-Massiv gefahren w\u00e4ren, dank dem Basistunnel nun aber auf die Schiene ausgewichen sind. Sie machen 2,3 Prozent der Zugreisenden aus.<\/p>\n<p>Und drittens umfasst der \u00d6V-Anteil auch induzierte Reisen. Das sind Personen, die ohne das verbesserte Bahnangebot nicht durch den Gotthard gereist w\u00e4ren. In unserem Fall sind dies die \u00fcbrigen 17,3 Prozent. Diese Reisenden werden \u2013 so die Vermutung \u2013 durch die verk\u00fcrzte \u00d6V-Reisezeit motiviert, die Gotthard-Achse zu nutzen.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Zusammensetzung der Zugreisenden auf der Gotthard-Achse (2019)<\/h2>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/05\/DV_05-26_Wallimann_vonArx_Hesse_DE_V2.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-220883\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/05\/DV_05-26_Wallimann_vonArx_Hesse_DE_V2-1024x913.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"713\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/05\/DV_05-26_Wallimann_vonArx_Hesse_DE_V2-1024x913.png 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/05\/DV_05-26_Wallimann_vonArx_Hesse_DE_V2-300x267.png 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/05\/DV_05-26_Wallimann_vonArx_Hesse_DE_V2-768x685.png 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/05\/DV_05-26_Wallimann_vonArx_Hesse_DE_V2.png 1464w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<div class=\"diagram-legend\">Anmerkung: Die Verkehrsverlagerung ergibt sich aus der Differenz zwischen tats\u00e4chlichem und gesch\u00e4tztem Strassenverkehrsaufkommen nach der Er\u00f6ffnung des Gotthard-Basistunnels. Die \u00aberwartete Nachfrage\u00bb ergibt sich unter Ber\u00fccksichtigung der allgemeinen Wachstumsraten im Fernverkehr.<\/div>\n<div class=\"diagram-legend\">Quelle: Wallimann et al. (2026) | Grafik: Die Volkswirtschaft<\/div>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Ursachen f\u00fcr begrenzte Verlagerung<\/h2>\n<p>Warum ist der Anteil Personen, die in dieser kurzen Frist vom motorisierten Individualverkehr auf die Bahn umsteigen, nur so gering? Daf\u00fcr gibt es verschiedene Erkl\u00e4rungen. Erstens sind der motorisierte Individualverkehr und der \u00d6V auf touristischen Strecken wohl keine perfekten Substitute, etwa aufgrund von Gep\u00e4cktransport oder Flexibilit\u00e4tsbed\u00fcrfnissen.<\/p>\n<p>Zweitens entf\u00e4llt rund die H\u00e4lfte der Fahrten durch den Gotthard auf Transitreisen durch die Schweiz.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> F\u00fcr diese Reisenden f\u00e4llt die relative Zeitersparnis geringer aus als f\u00fcr Personen mit Start oder Ziel in der Schweiz. Drittens kommt hinzu, dass auch die Strasseninfrastruktur sehr leistungsf\u00e4hig ist: F\u00fcr die meisten Reisen innerhalb der Schweiz bleibt das Auto nach wie vor die schnellere Option. Und viertens k\u00f6nnte der empfundene Nutzen aus Zeitgewinnen bei Touristinnen und Touristen tiefer sein als bei Pendlern oder Gesch\u00e4ftsreisenden, da die Reise unter Umst\u00e4nden selbst als Teil des Erlebnisses wahrgenommen wird.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Starker R\u00fcckgang beim G\u00fcterverkehr<\/h2>\n<p>Zusammenfassend verdeutlicht unsere Studie, dass Bahninfrastrukturprojekte die Attraktivit\u00e4t des \u00d6V zwar erh\u00f6hen k\u00f6nnen, jedoch nicht automatisch zu einer substanziellen Reduktion des Strassenverkehrs f\u00fchren. Dies bedeutet nicht, dass solche Investitionen ihre Ziele verfehlen. Schliesslich haben wir hier den Personenverkehr analysiert. Im alpenquerenden G\u00fcterverkehr zeigt die schweizerische Verlagerungspolitik gem\u00e4ss dem Bundesamt f\u00fcr Verkehr (BAV) Wirkung: Pro Jahr werde der G\u00fcterverkehr auf der Strasse um rund 800\u2019000 Lastwagen- und Sattelschlepperfahrten reduziert, so das BAV.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus schaffen Infrastrukturinvestitionen einen volkswirtschaftlichen Nutzen, indem sie die Konnektivit\u00e4t erh\u00f6hen und Landesteile besser miteinander verkn\u00fcpfen \u2013 etwa durch k\u00fcrzere Reisezeiten und bessere Erreichbarkeit. Im touristischen Personenverkehr hingegen wird deutlich, dass Infrastrukturbauten wie der Gotthard-Basistunnel keine automatische Verkehrsverlagerung bewirken und stattdessen zus\u00e4tzliche Nachfrage generieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Die Sch\u00e4tzung basiert auf dem <a href=\"https:\/\/www.energieschweiz.ch\/programme\/umweltrechner-verkehr\/\">Umweltrechner Verkehr<\/a> von Energieschweiz.ch.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr die vollst\u00e4ndige Studie siehe Wallimann et al. (2026).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Siehe z.B. Abadie et al. (2010). Zu beachten ist, dass in der Studie von Wallimann et al. (2026) auch die synthetische Differenz-in-Differenzen-Methode zur Anwendung kam (siehe Arkhangelsky et al., 2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Die zugrunde liegenden Annahmen, zum Beispiel geeignete alpine Routen in der Vergleichsgruppe oder m\u00f6gliche Spillover-Effekte, wurden in Sensitivit\u00e4tsanalysen und durch die Anwendung mehrerer Methoden \u00fcberpr\u00fcft.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Vigani (2025).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Unklar ist, ob sie insgesamt mehr Reisen unternehmen oder ob sie lediglich ihre Destination anpassen.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Siehe Arn und Klug (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist eine Ostertradition: Jedes Jahr an Ostern warten Tausende von Personenwagen vor dem Gotthard-Strassentunnel Richtung S\u00fcden im Stau. 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Der Gotthard-Basistunnel spart bis zu 40 Minuten Fahrzeit. Eine neue Studie zeigt: Die Bahn gewann deutlich an Nachfrage, auf der Strasse blieb der Verkehr fast gleich.","post_hero_image_description":"Auch an Ostern 2026 stand der Verkehr in Richtung S\u00fcden vor dem Nordportal des Gotthardstrassentunnels. Der Stau erreichte zeitweise 21 Kilometer.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"","post_references_literature":"<ul>\r\n \t<li>Abadie, A., A. Diamond und J. Hainmueller (2010). Synthetic Control Methods for Comparative Case Studies: Estimating the Effect of California\u2019s Tobacco Control Program. Journal of the American statistical Association, 105(490), 493\u2013505.<\/li>\r\n \t<li>Arkhangelsky, D., S. Athey, D. A. Hirshberg, G. W. Imbens und S. Wager (2021). Synthetic Difference-in-Differences. American Economic Review, 111(12), 4088\u20134118.<\/li>\r\n \t<li>Arn B. und S. Klug (2017). Alpen- und grenzquerender Personenverkehr 2015 (A+GQPV). Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS). Neuenburg.<\/li>\r\n \t<li>Vigani, A. (2025). Verkehr Schweiz: Ein Viertel entsteht durch den Tourismus.\u00a0Die Volkswirtschaft, 17. April.<\/li>\r\n \t<li>Wallimann, H., W. von Arx und A. Hesse (2026). Rail Infrastructure and Road Use: Causal Evidence from the Gotthard Base Tunnel. Transportation Research Part A: Policy and Practice.<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Von der Strasse auf die Schiene: Die schweizerische Verlagerungspolitik","kasten_box":"Mit der Annahme der Alpeninitiative im Jahr 1994 durch das Schweizer Stimmvolk wurde der Auftrag zur Verlagerung des Transitg\u00fcterverkehrs von der Strasse auf die Schiene in der Bundesverfassung verankert. In der Folge wurden <a href=\"https:\/\/www.bav.admin.ch\/de\/verlagerung-des-gueterverkehrs-durch-die-alpen\">verschiedene verkehrspolitische Instrumente<\/a> eingef\u00fchrt, beispielsweise die Leistungsabh\u00e4ngige Schwerverkehrsabgabe (LSVA). Die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat) gilt dabei als zentrales Element der schweizerischen Verlagerungspolitik. Zur Neat geh\u00f6ren neben dem Gotthard-Basistunnel auch der L\u00f6tschberg- und der Ceneri-Basistunnel. Der Gotthard-Basistunnel ist mit 57 Kilometern der l\u00e4ngste Eisenbahntunnel der Welt. Seit seiner Inbetriebnahme im Dezember 2016 verbindet er den Norden und den S\u00fcden der Schweiz sowie Europas. Die Bauarbeiten dauerten 17 Jahre, und die Gesamtkosten beliefen sich, inklusive Zinsen und Mehrwertsteuer, auf rund 12,2 Milliarden Franken.\r\n\r\nGem\u00e4ss dem Bundesamt f\u00fcr Verkehr (BAV) f\u00fchrten die Massnahmen der Verlagerungspolitik zu einer Reduktion von rund 800\u2019000 Lastwagen- und Sattelschlepperfahrten pro Jahr durch die Alpen."}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":"","serie_email":"","frontpage_slider_bild":"","artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"","post_abstract":"","magazine_issue":null,"seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[4306],"korrektor":5357,"planned_publication_date":"2026-05-19 05:00:24","original_files":null,"external_release_for_author":"20260519","external_release_for_author_time":"00:05:00","link_for_external_authors":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/exedit\/69ca789891644"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219406"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4953"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=219406"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219406\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":220931,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/219406\/revisions\/220931"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5357"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4306"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/14194"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11541"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4953"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/220924"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=219406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=219406"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=219406"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=219406"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=219406"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=219406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}