{"id":222742,"date":"2026-08-25T07:05:04","date_gmt":"2026-08-25T05:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/?p=222742"},"modified":"2026-09-08T09:53:17","modified_gmt":"2026-09-08T07:53:17","slug":"diese-demut-hat-die-schweiz-zum-erfolg-gefuehrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2026\/08\/diese-demut-hat-die-schweiz-zum-erfolg-gefuehrt\/","title":{"rendered":"\u00abDiese Demut hat die Schweiz zum Erfolg gef\u00fchrt\u00bb"},"content":{"rendered":"<div class=\"content-copy-questions\">Herr Indergand, wann dachten Sie erstmals: Aufpassen, jetzt bist du der Chef\u00f6konom des Bundes?<\/div>\n<p>Zu Hause, letzten Oktober, sp\u00e4tabends. Seco-Direktorin Helene Budliger Artieda rief mich an und sagte: \u00abRonald, du bist es.\u00bb Das war ein unglaublicher Moment, ich habe mich wahnsinnig gefreut. Und pl\u00f6tzlich bist du f\u00fcr rund 60 Leute verantwortlich und pr\u00e4gst die Wirtschaftspolitik der Schweiz mit.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Seit Ihrem Studienabschluss arbeiten Sie fast durchgehend im Seco. Kritiker sagen: Beamte haben keine Ahnung, wie es in der Wirtschaft l\u00e4uft. Berechtigt?<\/div>\n<p>Als Pauschalurteil nicht. Aber wer sich nur in der Beamtenstube bewegt, verliert den Praxisbezug. Deshalb ist mir der Austausch mit Unternehmen, Verb\u00e4nden, Politik und Wissenschaft wichtig. Und es braucht eine gewisse Demut.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Demut wovor?<\/div>\n<p>Davor, dass wir als Staat nicht allwissend sind. Die Welt ist wahnsinnig komplex.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Also keine Industriepolitik, sondern den Markt machen lassen?<\/div>\n<p>Ja. Diese Demut hat die Schweiz zum Erfolg gef\u00fchrt. Dezentrale Entscheidungen sind meistens besser als zentrale. Allerdings: Unternehmensinteresse ist nicht zwingend Landesinteresse. Deshalb braucht es staatliches Eingreifen, wo M\u00e4rkte nicht gut funktionieren.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Seit Sie 2009 ins Seco kamen, wuchs die Schweizer Wirtschaft real im Schnitt um 1,8 Prozent pro Jahr. Seit ein paar Jahren folgt jedoch eine Krise auf die n\u00e4chste. Wie geht es der Wirtschaft?<\/div>\n<p>Die letzten zwei Jahre waren holprig: US-Z\u00f6lle, die schwache EU-Konjunktur und ein Energiepreisschock. Noch hat die Schweiz aber keine strukturelle Wachstumsschw\u00e4che. Die Ausgangslage ist weiterhin gut. Aber das Potenzialwachstum sinkt allein schon aus demografischen Gr\u00fcnden: Viele gehen in Rente. Das d\u00e4mpft das Erwerbspotenzial \u2013 und damit das Wachstum.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Jahrelang prognostizierten Sie das Bruttoinlandprodukt \u2013 kurz BIP \u2013 im Seco. Man nannte Sie auch Mister BIP. Was k\u00f6nnen Sie als Chef\u00f6konom tun, damit das BIP wieder st\u00e4rker w\u00e4chst?<\/div>\n<p>Wachstum l\u00e4sst sich nicht staatlich verordnen. Langfristig h\u00e4ngt es von der Produktivit\u00e4t und dem Erwerbspotenzial ab, also davon, wie viele Menschen in den Arbeitsmarkt integriert sind. Der Staat kann aber Rahmenbedingungen schaffen, in denen Unternehmen und Menschen m\u00f6glichst produktiv t\u00e4tig sind.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Gute Rahmenbedingungen \u2013 das klingt nach einer Floskel &#8230;<\/div>\n<p>Ist es aber nicht. Effektiver Wettbewerb, ein flexibler Arbeitsmarkt, offene M\u00e4rkte, stabile Staatsfinanzen und verl\u00e4ssliche Regeln \u2013 das ist sehr konkret. Sie sorgen daf\u00fcr, dass Unternehmen innovieren, investieren und sich behaupten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Das BIP ist und bleibt eine der wichtigsten \u00f6konomischen Kennzahlen. <\/span><\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie sind passionierter Rennradfahrer. Geschwindigkeit, Puls, H\u00f6henmeter: Welche Kennzahl macht Ihnen am meisten Freude?<\/div>\n<p>Die H\u00f6henmeter. Je mehr, desto besser. Aber nat\u00fcrlich schaue ich auch darauf, wie lange ich daf\u00fcr brauche und wie hoch mein Puls ist.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Und bei der Schweizer Volkswirtschaft?<\/div>\n<p>Langfristig das BIP pro Kopf. Es ist ein zentraler Indikator f\u00fcr den materiellen Lebensstandard und erlaubt Vergleiche \u00fcber die Zeit und zwischen L\u00e4ndern.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Was ist mit der Wachstumsrate?<\/div>\n<p>Das Niveau zeigt, wo wir stehen, das Wachstum, wohin wir uns bewegen. Beides ist wichtig.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Das BIP misst die Wirtschaftsleistung, nicht aber ihre Nachhaltigkeit. Zeit f\u00fcr eine neue Leitkennzahl?<\/div>\n<p>Mit Sicherheit nicht. Das BIP ist und bleibt eine der wichtigsten \u00f6konomischen Kennzahlen. Es war nie als Mass f\u00fcr Gl\u00fcck, Wohlfahrt oder Nachhaltigkeit gedacht. Wer es daf\u00fcr kritisiert, schl\u00e4gt den Sack und meint den Esel. Wie beim Radfahren braucht es weitere Kennzahlen, etwa Arbeitslosigkeit, Produktivit\u00e4t, Einkommensverteilung sowie Umweltbelastung.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Ihr Vorg\u00e4nger galt als stoischer Ordoliberaler. Sie sind gut zwei Jahrzehnte j\u00fcnger. Welches wirtschaftspolitische Banner tragen Sie?<\/div>\n<p>Keine Revolution. Ich will die erfolgreiche Schweizer Wirtschaftspolitik weiterentwickeln. Die Neunzigerjahre zeigen, warum Reformen wichtig sind: Sie waren f\u00fcr die Schweiz wirtschaftlich ein verlorenes Jahrzehnt. Ein umfassendes Wettbewerbsrecht, Markt\u00f6ffnungen, die Schuldenbremse und die Bilateralen brachten die Schweiz zur\u00fcck in den Klub der erfolgreichen L\u00e4nder.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wo wollen Sie in die Offensive gehen?<\/div>\n<p>Der Wachstumsbericht des Bundesrats f\u00fcr 2027 wird konkrete Reformm\u00f6glichkeiten aufzeigen: Ansatzpunkte sind die regulatorische Belastung, KI und Digitalisierung sowie nicht tarif\u00e4re Handelshemmnisse. Auch bei den Vorsorgewerken und den hohen Energiepreisen m\u00fcssen wir genauer hinschauen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/08\/Interview_Ronald-Indergand2_web.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-223090\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/08\/Interview_Ronald-Indergand2_web-1024x552.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/08\/Interview_Ronald-Indergand2_web-1024x552.jpg 1024w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/08\/Interview_Ronald-Indergand2_web-300x162.jpg 300w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/08\/Interview_Ronald-Indergand2_web-768x414.jpg 768w, https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2026\/08\/Interview_Ronald-Indergand2_web.jpg 1335w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<h6 class=\"content-copy\">Ronald Indergand: \u00abDie Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Emissionen ist bereits sehr weit fortgeschritten.\u00bb (Bild: Keystone \/ Christian Beutler)<\/h6>\n<div class=\"content-copy-questions\">Und welchen Stellenwert hat Nachhaltigkeit dabei?<\/div>\n<p>Sie steht an oberster Stelle. Wirtschaftliche Leistungsf\u00e4higkeit ist dabei kein Gegensatz zur Nachhaltigkeit, sondern eine zentrale Voraussetzung. Ohne Wohlstand beschneiden wir die M\u00f6glichkeiten unserer Kinder und werden viele soziale und \u00f6kologische Ziele dauerhaft nicht erreichen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Von den Zielvorgaben der UNO-Nachhaltigkeitsagenda 2030 d\u00fcrfte so gut wie keine erreicht werden. \u00dcberrascht Sie das?<\/div>\n<p>So gut wie keine? Weltweit sind 15 Prozent auf Kurs, bei weiteren 53 Prozent gibt es Fortschritte. Die Agenda ist mit 17 Zielen und 169 Unterzielen allerdings extrem ambitioniert. Dazu kamen Pandemie, Kriege und schwaches Wirtschaftswachstum. Dass wir bei vielen Zielen zur\u00fcckliegen, etwa bei der Armutsbek\u00e4mpfung, \u00fcberrascht mich deshalb wenig.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Agenda ist \u00fcberladen?<\/div>\n<p>Es war wohl kaum realistisch, all diese Ziele bis 2030 zu erreichen. Hinzu kommen unvermeidliche Zielkonflikte. Wenn ich saubere Energien will \u2013 Sonnenkollektoren, Wind- oder Wasserkraftwerke \u2013, muss ich in die Landschaft eingreifen. Das kann die Biodiversit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen. Solche Konflikte m\u00fcssen wir aushalten und Priorit\u00e4ten setzen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Seit 1990 hat die Schweizer Industrie ihre Treibhausgasemissionen um ein Drittel gesenkt und ihre Wertsch\u00f6pfung nominal verdoppelt. Doch gut zwei Drittel des Schweizer Treibhausgas-Fussabdrucks entstehen im Ausland. Eine Erfolgsgeschichte?<\/div>\n<p>Unter dem Strich ja. Der gesamte Treibhausgas-Fussabdruck pro Kopf ist seit 2000 um etwa 25 Prozent gesunken, obwohl wir mehr konsumieren und importieren. Das zeigt: Die Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Emissionen ist bereits sehr weit fortgeschritten.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Dann ist der hohe importierte Fussabdruck kein Problem?<\/div>\n<p>Doch, er ist eine Herausforderung. F\u00fcr eine kleine offene Volkswirtschaft ist es allerdings schwierig, den Fussabdruck im Ausland zu reduzieren. Zugleich ist die internationale Arbeitsteilung eine Grundlage des weltweiten Wohlstands. Dieser wiederum schafft die Voraussetzungen, viele, wenn nicht sogar die meisten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Deshalb sollten wir die Umweltbelastung m\u00f6glichst effizient senken, ohne Offenheit und Handel grunds\u00e4tzlich infrage zu stellen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Welche unbequeme Wahrheit geh\u00f6rt f\u00fcr Sie zur Nachhaltigkeit?<\/div>\n<p>Nachhaltigkeit hat ihren Preis. Wer gebildete Menschen will, muss in Bildung investieren. Wer k\u00fcnftigen Generationen einen soliden Staatshaushalt hinterlassen will, muss sich heute bei den Ausgaben beschr\u00e4nken.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Schweiz hat im internationalen Vergleich sehr tiefe Schulden. K\u00f6nnten wir nicht viel mehr in die Zukunft investieren?<\/div>\n<p>Das ist die falsche Herangehensweise: Die Verschuldung ist tief, also k\u00f6nnen wir mehr ausgeben. Entscheidend ist: Gibt es Investitionsbedarf? Bringt die Investition einen Ertrag, der die Kosten rechtfertigt? Wenn ja, kann auch Verschuldung eine Option sein.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wo konkret?<\/div>\n<p>Im internationalen Vergleich sehe ich zumindest aus \u00f6konomischer Sicht keine grossen Investitionsdefizite. Infrastruktur und Bildung sind beispielsweise top. Nat\u00fcrlich gibt es immer konkreten Bedarf \u2013 etwa bei Energie, Verkehr oder Digitalisierung. Aber die Schuldenbremse hat die n\u00f6tigen Investitionen grunds\u00e4tzlich nicht verhindert.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wenn Unternehmen ihre externen Umweltkosten nicht vollst\u00e4ndig tragen: Was ist effizienter \u2013 Lenkungsabgabe, Vorschrift oder Subvention?<\/div>\n<p>Grunds\u00e4tzlich die Lenkungsabgabe. Sie folgt dem Verursacherprinzip, ist technologieneutral und \u00fcberl\u00e4sst es den Unternehmen und Individuen, optimal auf die Abgabe zu reagieren.<\/p>\n<p><span class=\"content-quotes\">Ein Swiss Finish kann auch heissen: weniger regulieren als das Ausland. <\/span><\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Was st\u00f6rt Sie an Subventionen?<\/div>\n<p>Subventionen zwingen den Staat, zu entscheiden, wer Geld erh\u00e4lt. Daf\u00fcr fehlt ihm oft das n\u00f6tige Wissen \u2013 da sind wir wieder bei der Demut. Anders ist es bei \u00f6ffentlichen G\u00fctern wie der Grundlagenforschung. Geht es aber um Picking the Winners, halte ich das f\u00fcr eine ausgesprochen schlechte Idee.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Die Vorschrift haben Sie ausgelassen. Wie eigenst\u00e4ndig kann die Schweiz regulieren, wenn ihre Unternehmen internationale Regeln ohnehin erf\u00fcllen m\u00fcssen?<\/div>\n<p>Im Grundsatz entscheiden wir selbst. Aber wir bewegen uns nicht im luftleeren Raum. Wir k\u00f6nnen ausl\u00e4ndische Regeln \u00fcbernehmen, gleichwertige schaffen oder bewusst abweichen. Das kann positive wie negative Folgen haben, etwa beim Marktzugang. Das muss man jeweils abw\u00e4gen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Und was heisst das konkret f\u00fcr die Schweiz?<\/div>\n<p>Ein Swiss Finish kann auch heissen: weniger regulieren als das Ausland. Wir sollten den Mut dazu haben und Regulierungen nicht vorschnell \u00fcbernehmen. Oft preschen andere L\u00e4nder vor. Wir k\u00f6nnen dann pr\u00fcfen, was f\u00fcr uns sinnvoll ist. Beim EU-Green-Deal sehen wir nun, dass die EU teilweise zur\u00fcckrudert, etwa bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung oder dem CO<sub>2<\/sub>-Grenzausgleichsmechanismus.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Sie warnen vor zu vielen Regeln. Gleichzeitig lebt die Schweiz von einer regelbasierten Weltwirtschaft. Was tun, wenn sich die Grossm\u00e4chte nicht mehr daran halten?<\/div>\n<p>Wenn die Welt unsicherer wird, sollten wir nicht auch im eigenen Land Unsicherheit schaffen. Stabile, verl\u00e4ssliche und vorhersehbare Institutionen sind heute ein noch gr\u00f6sserer Standortvorteil. Zweitens k\u00f6nnen wir uns mit gleichgesinnten Staaten f\u00fcr verbindliche Regeln einsetzen. Und drittens: Diversifizierung, Diversifizierung, Diversifizierung. Das ist das A und O f\u00fcr die Resilienz der Schweizer Wirtschaft \u2013 und unsere Versorgungssicherheit.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Welche \u00f6konomische Einsicht hat Sie am st\u00e4rksten gepr\u00e4gt?<\/div>\n<p>Es sind zwei. Einerseits die St\u00e4rke dezentraler Entscheidungen: Millionen Marktteilnehmer wissen zusammen mehr, als eine zentrale Stelle je erfassen kann. Deshalb f\u00fchren M\u00e4rkte oft zu erstaunlich guten Ergebnissen.<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Und die zweite?<\/div>\n<p>Das Prinzip der Opportunit\u00e4tskosten. In der Politik schauen wir meistens auf die sichtbaren Kosten. Die eigentliche Frage lautet aber: Worauf verzichten wir, wenn wir dieses Geld ausgeben?<\/p>\n<div class=\"content-copy-questions\">Wo verhalten Sie sich privat v\u00f6llig un\u00f6konomisch?<\/div>\n<p>V\u00f6llig un\u00f6konomisch? Gibt es das \u00fcberhaupt? [lacht]. Vieles l\u00e4sst sich am Ende rationalisieren. Denn die Beweggr\u00fcnde der Menschen sind vielf\u00e4ltig und nicht rein monet\u00e4r. Bleiben wir beim Fahrrad: Da gebe ich viel Geld aus, um ein paar Gramm einzusparen. Dabei w\u00e4re es effizienter, diese Gramm beim Fahrer einzusparen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Herr Indergand, wann dachten Sie erstmals: Aufpassen, jetzt bist du der Chef\u00f6konom des Bundes? Zu Hause, letzten Oktober, sp\u00e4tabends. Seco-Direktorin Helene Budliger Artieda rief mich an und sagte: \u00abRonald, du bist es.\u00bb Das war ein unglaublicher Moment, ich habe mich wahnsinnig gefreut. 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Dort begann er 2009 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und leitete danach die Ressorts Konjunktur sowie Wachstum und Wettbewerbspolitik. Indergand studierte Volkswirtschaft an der Universit\u00e4t Bern und promovierte dort 2016 nach Forschungsaufenthalten in den USA \u00fcber BIP- und Konjunkturdaten sowie Zuwanderung.\r\n\r\nDas Seco mit Hauptsitz in Bern ist das Kompetenzzentrum des Bundes f\u00fcr Wirtschaftspolitik. 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