{"id":97363,"date":"2022-03-09T09:07:29","date_gmt":"2022-03-09T08:07:29","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch?p=97363&#038;preview=true&#038;preview_id=97363"},"modified":"2023-08-23T22:47:54","modified_gmt":"2023-08-23T20:47:54","slug":"evenett-3-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2022\/03\/evenett-3-2022\/","title":{"rendered":"Internationale Lieferketten: Viel \u00e4ndert sich nicht"},"content":{"rendered":"<p>ls das Ausmass der Corona-Pandemie im Fr\u00fchjahr 2020 deutlich wurde, stieg die Nachfrage nach pers\u00f6nlicher Schutzausr\u00fcstung und anderen notwendigen medizinischen Artikeln sprunghaft an. Es kam zu Engp\u00e4ssen, die viele Beobachter schockierten.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Die mangelnde Kenntnis grundlegender wirtschaftlicher Zusammenh\u00e4nge verleitete dazu, vorschnelle Urteile zu f\u00e4llen und Banales als Erkenntnis zu verkaufen. So wurden die grenz\u00fcberschreitenden Lieferketten zu Beginn der Corona-Pandemie Ziel vieler Schuldzuweisungen.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> Doch hatten die Kritiker tats\u00e4chlich erwartet, dass die Anbieter von Atemschutzmasken die Nachfrage nach ihren Produkten bei einem aussergew\u00f6hnlichen Schock korrekt vorhersagen k\u00f6nnen? Wessen Vorhersagen stellten sich denn w\u00e4hrend der Pandemie \u00fcberhaupt als durchgehend korrekt heraus?<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich mussten zur\u00fcckhaltende Hersteller von Schutzausr\u00fcstung, etwa medizinischer Masken, in dieser Situation davon \u00fcberzeugt werden, ihre Produktion hochzufahren. Doch als sie dies taten, stieg das Angebot auf den Weltm\u00e4rkten sprunghaft an. Im dritten Quartal 2020 gab es keine Klagen mehr \u00fcber entsprechende Engp\u00e4sse. Der Grund daf\u00fcr war vor allem eine massive Produktionssteigerung in China und generell bei Herstellern von medizinischen Ger\u00e4ten. Wenn \u00fcberhaupt, dann ist es den grenz\u00fcberschreitenden Lieferketten zu verdanken, dass die Knappheit \u00fcberwunden werden konnte.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Indizes zeigen, dass Unterbrechungen der Lieferketten nach ihrem H\u00f6chststand Anfang 2020 rasch zur\u00fcckgingen (siehe Abbildung).<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Anf\u00e4ngliche Unterbrechung der Lieferketten war nicht von Dauer (2016\u20132021)<\/h2>\n<div class='chart chart--normal' id='Evenett_03_2022_de'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Evenett_03_2022_de').highcharts({\nchart: {\n        type: 'line'\n    },\n    title: {\n        text: ''\n    },\n\n    xAxis: {\n        type: 'datetime',\n         title: {\n            text: ''\n        }\n    }, \n    \n          \n yAxis: {\n         title: {\n            text: 'Index'\n        }\n    },\n    plotOptions: {\n        series: {\n            pointStart: Date.UTC(2016, 4, 1),\n            pointIntervalUnit: 'month',\n            marker:{\n     enabled:false\n   },\n    }},\n\n    series:[{\n        name: 'Eurozone',\n        data: [-2.25,-3.25,-4.30,-1.94,-2.84,-2.93,-1.82,-3.81,-2.59,-3.96,-2.23,-1.33,-1.62,-1.69,1.98,0.48,-0.40,1.34,-0.99,-1.32,-0.91,1.63,5.83,5.25,5.37,5.09,4.92,2.82,3.30,4.14,5.38,3.76,1.04,0.15,1.48,-0.91,-3.74,-3.81,-1.45,-1.56,0.61,-1.36,-1.53,-0.04,0.28,4.20,28.71,62.82,29.11,4.72,-4.67,-5.77,-3.76,-4.36,5.30,6.73,11.66,13.88,10.53,12.70,15.37,14.26,15.31,15.11\n]\n    }, {\n        name: 'USA',\n        data: [1.53,1.11,-2.18,-2.02,-2.26,-4.74,-5.15,-4.79,-4.74,-3.83,-0.91,-0.85,-1.42,-0.88,-1.00,0.42,2.37,1.99,-1.13,-1.80,-0.71,0.56,3.62,3.34,4.77,6.25,6.41,3.62,3.36,3.42,3.12,1.08,-0.45,1.79,1.43,-0.04,-0.58,-1.10,-0.97,-1.13,-1.50,-2.99,-3.17,0.13,-0.33,0.80,11.47,28.58,23.32,8.04,0.74,1.41,3.20,4.06,5.56,10.66,8.27,16.41,19.15,19.66,16.82,25.65,25.77,27.52\n]\n    },{\n        name: 'China',\n        data: [0.60,-0.06,-0.80,-1.38,-0.47,-1.26,-0.58,0.67,2.51,-0.11,-0.93,-0.17,-0.53,-0.04,-0.43,0.88,1.78,1.16,0.14,0.47,0.22,-0.03,0.55,0.72,0.90,0.83,0.21,-0.09,-0.47,0.15,0.04,-1.21,-0.46,0.82,-0.57,-0.77,0.02,-0.11,-0.39,0.06,-0.54,0.07,-0.32,-1.05,-0.49,20.03,6.75,0.86,-1.70,-1.07,-0.24,-0.83,-0.43,-0.89,-1.36,0.06,1.84,2.66,-0.92,1.17,1.66,1.77,1.36,2.69\n]\n    },{\n        name: 'Emerging markets',\n        data: [0.33,0.07,-0.56,-1.20,-0.37,-1.00,-0.53,0.36,1.37,-0.27,-0.86,-0.25,-0.25,-0.14,-0.23,0.44,0.93,0.78,0.09,0.21,0.08,0.06,0.49,0.62,0.81,1.15,0.26,0.43,0.28,0.64,0.29,-0.53,-0.08,0.40,-0.48,-0.69,-0.17,-0.16,-0.52,-0.31,-0.44,0.06,-0.45,-0.65,-0.43,13.36,6.62,9.00,4.17,1.41,1.38,0.74,1.16,1.33,1.62,2.47,3.38,3.81,2.01,2.69,3.34,3.32,3.46,4.18\n]\n    },]\n});\n\n\n});\n\n\n\n<\/script>\n<h6 class=\"content-copy\">Quelle: Internationaler W\u00e4hrungsfonds (2021) \/ Die Volkswirtschaft<\/h6>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Risikoverminderung kostet<\/h2>\n<p>Aber, wie ein amerikanisches Sprichwort sinngem\u00e4ss sagt: \u00abEine L\u00fcge kann um die halbe Welt reisen, w\u00e4hrend die Wahrheit noch ihre Stiefel schn\u00fcrt.\u00bb Inzwischen ist daraus ein Narrativ entstanden, das besagt, das Erfolgsmodell der grenz\u00fcbergreifenden Lieferketten sei gescheitert und sie sollten widerstandsf\u00e4higer werden. Sogenannte Just-in-time-Lieferketten, die m\u00f6glichst auf Lagerhaltung verzichten, m\u00fcssten durch Just-in-case-Beschaffungsvereinbarungen ersetzt werden, bei denen ein Lager f\u00fcr den Fall der (Aus-)F\u00e4lle vorsorgen soll. Doch solche pauschalen Verallgemeinerungen sind falsch. Stattdessen sollte man davon ausgehen, dass verschiedene Lieferketten unterschiedlich auf externe Ereignisse reagieren werden.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a><\/p>\n<p>Will man Engp\u00e4sse reduzieren, ist es vielleicht sinnvoller, dar\u00fcber nachzudenken, wie Unternehmen und Regierungen (i) die Wahrscheinlichkeit, (ii) das Ausmass und (iii) die Dauer einer \u00fcbergrossen Nachfrage verringern k\u00f6nnen. Da es in der realen Welt nichts zum Nulltarif gibt, m\u00fcssen wir uns fragen, wie hoch die Kosten f\u00fcr jeden dieser drei Ans\u00e4tze sind und vor allem wer sie bezahlt. Die Erfahrungen in anderen Sektoren \u2013 etwa im Strommarkt \u2013 warnen vor zu einfachen L\u00f6sungen. Denn Massnahmen der \u00f6ffentlichen Hand zur Beseitigung von Engp\u00e4ssen sind kostspielig. Unternehmen und Regierungen m\u00fcssen daher Kosten und Risiken gegeneinander abw\u00e4gen.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a><\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Chinesischer Standortvorteil<\/h2>\n<p>Aufgrund von Kosten\u00fcberlegungen \u00fcberrascht es nicht, dass viele Unternehmen seit 2020 nur vorsichtige, schrittweise \u00c4nderungen an ihren Lieferketten vorgenommen haben. So haben beispielsweise einige versucht, ihre Abh\u00e4ngigkeit von nur einem Lieferanten oder von Zulieferern aus einem einzigen Land zu verringern. Dies erwies sich jedoch als schwieriger als erwartet. Denn einige Produktionsl\u00e4nder \u2013 insbesondere China \u2013 haben erhebliche Standortvorteile gegen\u00fcber anderen Volkswirtschaften. Wenn Firmen seit der Pandemie diversifizierte Beschaffungsstrategien verfolgen, dann h\u00e4ufig innerhalb desselben Landes oder in derselben Region der Weltwirtschaft.<\/p>\n<p>Eine Abkehr von China hat sich deshalb in den meisten F\u00e4llen nicht durchgesetzt. Auch wenn einige protektionistische Politiker gefordert haben, Hersteller von grundlegenden medizinischen Produkten m\u00fcssten die Lieferketten im Ausland abkoppeln und in den Heimmarkt verlagern.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">\u00d6konomische Zw\u00e4nge<\/h2>\n<p>Obwohl sie zurzeit in ein schlechtes Licht ger\u00fcckt werden, gibt es gute Gr\u00fcnde, warum grenz\u00fcberschreitende Lieferketten auch in Zukunft bestehen bleiben. Solange Handelsschranken und internationale Transportkosten nicht deutlich erh\u00f6ht werden, wird die Logik des komparativen Vorteils Unternehmen einen starken Anreiz geben, internationale Kostenunterschiede auszunutzen und ihre Aktivit\u00e4ten dort anzusiedeln, wo sie am effizientesten durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen (siehe <em>Kasten<\/em>).<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a><\/p>\n<p>Kosteng\u00fcnstige Alternativen im Inland sind bisher allerdings h\u00e4ufig Mangelware. M\u00f6glich, dass der 3-D-Druck irgendwann die Kosten f\u00fcr die Herstellung einiger G\u00fcter in Hochlohnl\u00e4ndern wie der Schweiz kr\u00e4ftig senken wird. Bisher sind solche Beispiele aber nur schwer zu finden. Kurz gesagt: Weder Interventionen der \u00f6ffentlichen Hand noch der technologische Wandel haben die kommerzielle Logik globaler Lieferketten grundlegend ver\u00e4ndert.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Zahlungsbereitschaft vorhanden?<\/h2>\n<p>Als Reaktion auf die aufsehenerregenden Engp\u00e4sse im Jahr 2021 wurde den Unternehmen empfohlen, ihre Zulieferer st\u00e4rker zu diversifizieren und die Lagerhaltung von Rohstoffen, Komponenten und Endprodukten zu erh\u00f6hen. Die Kosten-Nutzen-Rechnung dieser Optionen muss jedoch sorgf\u00e4ltig gepr\u00fcft werden. Werden die Kunden auch tats\u00e4chlich bereit sein, f\u00fcr eine gr\u00f6ssere Versorgungssicherheit zu bezahlen? Ist der Steuerzahler bereit, f\u00fcr ein reduziertes Risiko von Versorgungsengp\u00e4ssen \u2013 etwa bei der Beschaffung f\u00fcr \u00f6ffentliche Krankenh\u00e4user \u2013 tiefer in die Tasche zu greifen?<\/p>\n<p>Die Erfahrung zeigt: Regierungen sind nur kurz bereit, f\u00fcr Lagerhaltung zu zahlen. So stellte sich im Jahr 2020 heraus, dass die franz\u00f6sische Regierung ihre Best\u00e4nde an pers\u00f6nlicher Schutzausr\u00fcstung in den Jahren kurz vor der Pandemie verkauft hatte. Es wird sich zeigen, wie lange die Politik der \u00abVersorgungssicherheit\u00bb f\u00fcr medizinische Ausr\u00fcstung nach dem Ende der Pandemie \u00fcberlebt. Es darf bezweifelt werden, dass der momentane \u00f6ffentliche Druck auf die Versorgungsketten l\u00e4ngerfristig anhalten wird.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">Geopolitische Bedeutung<\/h2>\n<p>Dennoch ist zu erwarten, dass sich die Lieferketten \u2013 unabh\u00e4ngig von der Corona-Pandemie \u2013 ver\u00e4ndern werden. Wie so oft in der Weltwirtschaft sind es aber die langsamen Entwicklungen, welche die gr\u00f6ssten Auswirkungen auf Unternehmen haben. Die wachsende geopolitische Rivalit\u00e4t etwa. Sie hat das Spektrum der Waren und Dienstleistungen erweitert, die als entscheidend f\u00fcr die nationale Sicherheit gelten.<\/p>\n<p>Noch vor einem Jahrzehnt h\u00e4tten die Regierungen in Telekommunikationsger\u00e4ten, k\u00fcnstlicher Intelligenz und Halbleitern keinen milit\u00e4risch-strategischen Nutzen gesehen. Heutzutage tun sie es. Der Kauf von Telekommunikationsausr\u00fcstung beim chinesischen Telekomausr\u00fcster Huawei zieht beispielsweise den Zorn der US-Regierung auf sich. Ohne Auss\u00f6hnung zwischen China und den Vereinigten Staaten ist es schwer vorstellbar, dass dieser Druck auf grenz\u00fcberschreitende Lieferketten nachl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Zudem hat auch im Heimmarkt der Druck von W\u00e4hlern und wichtigen Interessengruppen auf die Unternehmen zugenommen. Sie fordern vermehrt, dass Firmen ihre Lieferketten nachhaltiger gestalten und nur mit Unternehmen zusammenarbeiten, die auf Zwangsarbeit verzichten. In der Schweiz fand im November 2020 eine Volksabstimmung \u00fcber sogenannte verantwortungsvolle Gesch\u00e4ftspraktiken einschliesslich der Praktiken in der Lieferkette statt. In Deutschland hat dies zu strengeren gesetzlichen Auflagen f\u00fcr Unternehmen mit internationalen Lieferketten gef\u00fchrt. Entsprechend zugenommen haben auch die Anforderungen an die Firmen, die Einhaltung dieser Vorschriften nachzuweisen.<\/p>\n<h2 class=\"text__graphic-title\">EU plant CO<sub>2<\/sub>-Zoll<\/h2>\n<p>Der Anreiz zur Umgestaltung bestimmter Lieferketten wird ausserdem zunehmen, wenn Regierungen Strafz\u00f6lle auf Waren erheben, die aus L\u00e4ndern mit niedrigeren oder gar keinen Steuern auf CO<sub>2<\/sub> stammen. Der Teufel steckt in den Details des sogenannten CO<sub>2<\/sub>-Grenzausgleichssystems, eines aktuellen Vorhabens der Europ\u00e4ischen Kommission. Dieses Projekt sollten F\u00fchrungskr\u00e4fte von Unternehmen k\u00fcnftig im Auge behalten. Denn die derzeitige Europ\u00e4ische Kommission scheint fest entschlossen, Einfuhrbeschr\u00e4nkungen oder Sanktionen f\u00fcr Produkte aus solchen L\u00e4ndern zu verh\u00e4ngen. Es wird interessant sein, zu sehen, ob sich dabei Clubs von L\u00e4ndern mit \u00e4hnlicher CO<sub>2<\/sub>-Besteuerung bilden und ob sich die Lieferketten so umgestalten, dass sie vollst\u00e4ndig innerhalb solcher Clubs operieren.<\/p>\n<p>Wie auch immer: Internationale Lieferketten werden auch in Zukunft kaum lange stillstehen. Daf\u00fcr sorgt das sich st\u00e4ndig \u00e4ndernde Wirtschaftsumfeld. Nicht erwarten sollten wir jedoch, dass die Pandemie in vielen Sektoren zu einer dramatischen Ver\u00e4nderung der grenz\u00fcberschreitenden Beschaffungsmuster f\u00fchren wird.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Evolution statt Revolution \u2013 so k\u00f6nnte man die wahrscheinliche Entwicklung dieser Gesch\u00e4ftspraxis zusammenfassen, die ein wichtiger Bestandteil der internationalen Strategien vieler kleiner und grosser Schweizer Unternehmen ist. Dennoch k\u00f6nnen wir nicht g\u00e4nzlich ausschliessen, dass abrupte Ver\u00e4nderungen in der Politik \u2013 sei es aus Gr\u00fcnden der Nachhaltigkeit, der sozialen Verantwortung von Unternehmen oder des Klimawandels \u2013 in den kommenden Jahren die Lieferketten erheblich beeinflussen werden.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Faroohar (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Evenett (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">Gereffi (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">McKinsey Global Institute (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Fabra, Motta und Peitz (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Mirodout (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Simola (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ls das Ausmass der Corona-Pandemie im Fr\u00fchjahr 2020 deutlich wurde, stieg die Nachfrage nach pers\u00f6nlicher Schutzausr\u00fcstung und anderen notwendigen medizinischen Artikeln sprunghaft an. 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The Great Trade Unwinding, Financial Times. 9 August.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">Gereffi, G (2020). What Does the COVID-19 Pandemic Teach Us about Global Value Chains? The Case of Medical Supplies, Journal of International Business Policy, 3(3): 287\u2013301.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">Internationaer W\u00e4hrungsfonds (2021). World Economic Outlook.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">McKinsey Global Institute (2020). Risk, Resilience and Rebalancing in Global Supply Chains. 6 August.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">Mirodout, S (2020). Reshaping the Policy Debate on the Implications of COVID-19 for Global Supply Chains, Journal of International Business Policy, 3(4): 430\u2013442.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n \t<li>\r\n<h6 class=\"content-copy\">Simola, H. (2021). The Impact of COVID-19 on Global Value Chains. SUERF Policy Brief No 70. April.<\/h6>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>","post_kasten":[{"kasten_title":"Komparative Vorteile wirken weiter","kasten_box":"<h6 class=\"content-copy\">Ein Mythos besagt, dass mit dem Aufstieg globaler Wertsch\u00f6pfungsketten die langj\u00e4hrigen Erkenntnisse \u00fcber die Treiber des internationalen Handels entkr\u00e4ftet seien. Diese Erkenntnisse erkl\u00e4ren, warum es in der Weltwirtschaft zu einer Spezialisierung kommt, warum die Schweiz nicht alle G\u00fcter produziert und deshalb besser dasteht. Viele traditionelle Erkl\u00e4rungen betonen dabei die Kostenunterschiede als treibende Kraft der Handelsstr\u00f6me.<\/h6>\r\n<h6 class=\"content-copy\">Die Forschung hat gezeigt, dass diese Logik auch f\u00fcr globale Wertsch\u00f6pfungsketten gilt. Als die Transport- und Kommunikationskosten sanken, waren die Unternehmen erstmals in der Lage, viele Aktivit\u00e4ten \u00fcber grosse Entfernungen zu koordinieren. Viele Unternehmen nutzten diese neuen Gegebenheiten und teilten Produktionsschritte auf, die zuvor an einem Standort zusammengefasst waren. Arbeitsintensive Aufgaben wurden an Niedriglohnstandorte verlagert. Forschung und Entwicklung wurden dorthin verlagert, wo die wissenschaftlichen Talente leben. Wenn \u00fcberhaupt, dann haben sich seither die Kosten- und Produktivit\u00e4tsunterschiede zwischen den Standorten noch versch\u00e4rft \u2013 das Prinzip des komparativen Vorteils hat also nie seine G\u00fcltigkeit verloren. Die globalen Wertsch\u00f6pfungsketten \u2013 diese neue Art und Weise, internationale Gesch\u00e4fte zu organisieren \u2013 \u00e4ndert nichts an der alten Logik im internationalen Handel.<\/h6>"}],"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":"","main_focus":[155825,156680,164849,164896,164912,165002,165054,165055,165380,166721],"serie_email":null,"frontpage_slider_bild":161423,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"109219","post_abstract":"","magazine_issue":"20220301","seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[3988],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20220323","original_files":null,"external_release_for_author":"20210222","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97363"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4495"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=97363"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":161844,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97363\/revisions\/161844"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4495"}],"acf:post":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/156680"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/main_focus_post\/155825"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/203399"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=97363"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=97363"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=97363"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=97363"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=97363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}