{"id":97396,"date":"2021-12-23T13:38:49","date_gmt":"2021-12-23T13:38:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/12\/comment-reglementer-intelligemment-2\/"},"modified":"2023-08-23T22:47:50","modified_gmt":"2023-08-23T20:47:50","slug":"wie-man-schlaue-regulierungen-findet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/12\/wie-man-schlaue-regulierungen-findet\/","title":{"rendered":"Wie man schlaue Regulierungen findet"},"content":{"rendered":"<p>Covid-19-Pandemie, Klimawandel, Staatsverschuldung und technologischer Wandel \u2013 die Regierungen stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Diese Belastungen erfordern von ihnen ein flexibles und schnelles Handeln, weltweite Zusammenarbeit und bessere Regulierungen, die auf evidenzbasierter Politik beruhen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWie Regierungen die Qualit\u00e4t und die Wirksamkeit von Gesetzen und Regulierungen verbessern k\u00f6nnen, dar\u00fcber gibt der Regulatory Policy Outlook<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) Auskunft. Der Bericht erscheint alle drei Jahre. In seiner dritten Auflage informiert er Entscheidungstr\u00e4ger und Praktiker \u00fcber Verbesserungsm\u00f6glichkeiten in der Regulierungspolitik und zeigt gleichzeitig aktuelle und k\u00fcnftige ordnungspolitische Trends auf. Der Bericht zeigt zudem, wie die 2012 von der OECD ver\u00f6ffentlichte \u00abRecommendation on Regulatory Policy and Governance\u00bb<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> bisher umgesetzt wurde. Diese beinhaltet das gemeinsame Ziel der OECD-Mitglieder, ihre Regulierungspolitik zu verbessern.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Covid-19-Pandemie hat die Bedeutung von Regulierungen ins Rampenlicht ger\u00fcckt. Sie zeigte die Notwendigkeit, Regeln anders zu erarbeiten und umzusetzen. Dazu geh\u00f6ren auch ein globalerer Ansatz und eine bessere Abw\u00e4gung potenzieller Risiken und Kompromisse. So haben die Covid-Krise und die dadurch verursachten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Schocks beispielsweise gezeigt, dass die Regulierungsbeh\u00f6rden in einem sich rasch \u00e4ndernden Umfeld schneller reagieren und widerstandsf\u00e4higer sein m\u00fcssen. Dies gilt besonders angesichts des beschleunigten technologischen Wandels. Denn Regierungen k\u00f6nnen so die Vorteile von Innovationen nutzen und gleichzeitig den Schutz ihrer B\u00fcrger sowie der Umwelt aufrechterhalten.&#013;<\/p>\n<h2>Neue Richtlinien f\u00fcr die Schweiz<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDie Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung (RFA) ist eine zentrale Entscheidungshilfe bei der Ausgestaltung von Regulierungen. Sie bietet objektive Informationen zu den wahrscheinlichen Vorteilen und Kosten spezifischer regulatorischer Ans\u00e4tze. Zudem beurteilt sie Alternativen kritisch und evaluiert auch die Option, auf eine Regulierung ganz zu verzichten. Die RFA ist ein iteratives Verfahren, das parallel zur Ausgestaltung der politischen Massnahmen durchgef\u00fchrt und \u00fcberarbeitet werden sollte. Nur so fliessen die Analyseergebnisse zur\u00fcck und beeinflussen den Regulierungsprozess.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDer Gesamtindikator zu den Anforderungen und Praktiken der L\u00e4nder in Sachen RFA zeigte in den letzten Jahren keine signifikante Verbesserung.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a> Dennoch haben laut dem Regulatory Policy Outlook Chile, Griechenland, Israel, Lettland, Portugal und Spanien substanziellere Reformen durchgef\u00fchrt. Auch die Schweiz hat in j\u00fcngster Zeit einiges angepasst: Gem\u00e4ss den vom Bundesrat 2019 erlassenen Richtlinien m\u00fcssen neu alle Regulierungen einer Schnellpr\u00fcfung (Quick-Check) unterzogen werden. Diese von den meisten OECD-Mitgliedern angewendete Praxis soll einsch\u00e4tzen, ob eine vertiefte Pr\u00fcfung n\u00f6tig ist. Dabei muss die von den politischen Entscheidungstr\u00e4gern durchgef\u00fchrte Analyse im Verh\u00e4ltnis zu den Auswirkungen eines Regulierungsvorschlags stehen. Rund 15\u00a0Prozent aller OECD-Mitglieder verf\u00fcgen jedoch weiterhin \u00fcber keine solche Anforderung.&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 1: Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzungen im OECD-Vergleich (2021)<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Arndt-Bascle_Abb_1_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n$(function () {\n    $('#Arndt-Bascle_Abb_1_DE').highcharts({\n\n\n       chart: {\n        zoomType: 'xy'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    subtitle: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    xAxis: [{\n        categories: ['T\u00fcrkei'\t,'\tGriechenland\t'\t,'\tIsland\t'\t,'\tKolumbien\t'\t,'\tSlowenien\t'\t,'\tD\u00e4nemark\t'\t,'\tFinnland\t'\t,'\tNiederlande\t'\t,'\tChile\t'\t,'\tIrland\t'\t,'\tBelgien\t'\t,'\tPortugal\t'\t,'\tLitauen'\t,'\tLuxemburg\t'\t,'\tPolen\t'\t,'\tFrankreich\t'\t,'\tIsrael\t'\t,'\tUngarn\t'\t,'\tLettland'\t,'\t<b>OECD-Durchschnitt<\/b>\t\t'\t,'\tSchweden\t'\t,'\tNorwegen\t'\t,'\tCosta Rica\t'\t,'\tJapan\t'\t,'\tItalien\t'\t,'\t\u00d6sterreich\t'\t,'\tSpanien\t'\t,'\tNeuseeland\t'\t,'\tEstland\t'\t,'\tSlowakei\t'\t,'\tDeutschland\t'\t,'\tTschechien'\t,'\tUSA'\t,'\tAustralien\t'\t,'\t<b>Schweiz<\/b>\t'\t,'\tKanada\t'\t,'\tMexiko\t'\t,'\tS\u00fcdkorea\t'\t, '\tGrossbritannien\t'\t,'\t\tx'\t,'Europ\u00e4ische Union'],\n        crosshair: true\n    }],\n    yAxis: [{ \n        labels: {\n            format: '{value}',\n          \n        },\n        title: {\n            text: 'iREG-Wert',\n            \n        },\n\n    }, ],\n    tooltip: {\n    valueDecimals: 2,\n        shared: false\n        \n    },\n   \n   plotOptions: {\n            series: {\n                colorByPoint: true\n                \n            }},\n            \n    series: [{\n        name: 'Gesetze*',\n        type: 'scatter',\n        \n       zIndex: 1,\n       colors: ['\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\tred'\t,\n'\t#1cb0db'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\tred'\t,\n'\t#1cb0db'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,\n'\t#1cb0db\t'\t,] ,  \n        data: [null\t,\n2.188888889\t,\n1.802169312\t,\nnull\t,\n2.237301587\t,\n1.977513228\t,\n2.218730159\t,\n1.801375661\t,\n1.71042328\t,\n1.982804233\t,\n2.257830688\t,\nnull\t,\n2.909153439\t,\n2.021693122\t,\n2.088835979\t,\n2.222645503\t,\n2.031428571\t,\n2.047354497\t,\n2.178465608\t,\n2.287996767\t,\n2.142328042\t,\n2.164391534\t,\nnull\t,\n2.312275132\t,\n2.49968254\t,\n2.471693122\t,\n2.497301587\t,\n2.552328042\t,\n3.096825397\t,\n2.766984127\t,\n2.877513228\t,\nnull\t,\nnull\t,\n2.842910053\t,\n2.957460317\t,\n2.803439153\t,\nnull\t,\nnull\t,\n3.654550265\t,\nnull\t,\n3.358941799\t,\n],\n        tooltip: {\n        headerFormat: '{point.x}<br>',\n        pointFormat: 'Gesetze: <b>{point.y}<\/b>',\n    },\n\n    },  {\n        name: 'Verordnungen',\n        type: 'column',\n        \n        colors: ['#d2d803',\t'#d2d803',\t'#d2d803',\t'#d2d803',\t'#d2d803',\t'#d2d803',\t'#d2d803',\t\t'#d2d804',\t'#d2d805',\t'#d2d806',\t'#d2d807',\t'#d2d808',\t'#d2d809',\t'#d2d810',\t'#d2d811',\t'#d2d812',\t'#d2d813',\t'#d2d814',\t'#d2d815',\t'#e84066',\t'#d2d817',\t'#d2d818',\t'#d2d819',\t'#d2d820',\t'#d2d821',\t'#d2d822',\t'#d2d823',\t'#d2d824',\t'#d2d825',\t'#d2d826',\t'#d2d827',\t'#d2d828',\t'#d2d829',\t'#d2d830',\t'#e84066',\t'#d2d832',\t'#d2d833',\t'#d2d834',\t'#d2d835',\t'#d2d825',\t'#d2d837',] ,  \n        data: [0.55978836\t,0.598412698\t,0.607407407\t,0.612698413\t,1.154444444\t,1.36957672\t,1.471428571\t,1.684550265\t,1.707724868\t,1.784708995\t,1.797354497\t,1.90973545\t,1.92026455\t,1.934391534\t,1.942486772\t,1.965661376\t,1.981746032\t,2.052910053\t,2.11021164\t,2.114980507\t,2.125502646\t,2.183280423\t,2.239206349\t,2.284497354\t,2.311904762\t,2.312962963\t,2.428253968\t,2.585502646\t,2.587301587\t,2.616666667\t,2.683068783\t,2.732328042\t,2.758253968\t,2.811957672\t,2.926984127\t,3.231216931\t,3.316772487\t,3.431322751\t,3.636772487\t,null\t,3.406719577\t,\n\n\n],\n        tooltip: {\n            valueSuffix: ''\n        }\n    }],\n   \n});\n});\n<\/script>\n&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">*Es werden nur die Ergebnisse derjenigen Mitgliedsstaaten angegeben, in denen die Exekutive die meisten Gesetze initiiert.<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Die Daten basieren auf 38 OECD-Mitgliedern und der Europ\u00e4ischen Union. Die Erhebung Indicators of Regulatory Policy and Governance (iREG) besteht aus vier gleich stark gewichteten Komponenten: systematische Einf\u00fchrung, Methodik, Transparenz und Aufsicht sowie Qualit\u00e4tssicherung. Der Maximalwert ist 4. Die Erhebung evaluiert die Regulierungspraxis gem\u00e4ss der Empfehlung von 2012 (siehe OECD, 2012).<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Indicators of Regulatory Policy and Governance (iREG) Survey 2021 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie OECD-Mitglieder konzentrieren sich bei ihren Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzungen tendenziell auf eine Kostenanalyse der politischen Vorlagen. Oft vernachl\u00e4ssigen sie jedoch eine Bewertung der Vorteile. Dies scheint auch auf die Schweiz zuzutreffen, wo die Pflicht zur Quantifizierung der Regulierungskosten 2019 ausgedehnt und allgemeinverbindlich wurde. Auf die Quantifizierung der gesellschaftlichen Vorteile fokussiert das Land hingegen weniger. Die Ermittlung und Bewertung des k\u00fcnftigen Nutzens ist jedoch zentral, um zu zeigen, dass die entsprechenden Kosten gerechtfertigt sind und die Politik im \u00f6ffentlichen Interesse ist. Zudem l\u00e4sst sich so aufzeigen, dass es m\u00f6glicherweise bessere Alternativen als den Status quo gibt, bei dem der Staat nicht interveniert.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Entscheidung, nichts zu unternehmen, k\u00f6nnte etwa in der Umweltpolitik und beim Klimawandel hohe Kosten verursachen. In anderen Situationen k\u00f6nnte das Fehlen einer Regulierung allerdings sogar zu einem besseren Ergebnis f\u00fchren; n\u00e4mlich dann, wenn Regeln schlecht ausgestaltet oder unzureichend umgesetzt sind. So etwa in Greenfield-Bereichen, die von erheblicher Unsicherheit gepr\u00e4gt sind. Hier nicht zu regulieren, kann beispielsweise innovative L\u00f6sungen f\u00f6rdern, die sich mit einem regelbasierten Ansatz nicht ergeben h\u00e4tten.&#013;<\/p>\n<h2>Zu wenige Optionen evaluiert<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDie RFA sollte sich nicht auf die favorisierte politische Option beschr\u00e4nken, sondern alle machbaren Alternativen pr\u00fcfen.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Doch die politischen Entscheidungstr\u00e4ger konzentrieren sich oftmals nur auf die Kosten der bevorzugten Option. Deshalb verf\u00fcgen sie nicht \u00fcber gen\u00fcgend Informationen, um zu beurteilen, ob eine Regulierung tats\u00e4chlich notwendig ist. In \u00fcber 80\u00a0Prozent aller OECD-Mitgliedsl\u00e4ndern m\u00fcssen die Auswirkungen der favorisierten Politik und alternativer regulatorischer Optionen bewertet werden. Nur wenige L\u00e4nder kennen hingegen eine Pflicht, auch die Auswirkungen nicht regulatorischer Alternativen wie Informationskampagnen zu bewerten. Allerdings: Wo dies gemacht wird, wird in der Regel nur ein einziger nicht regulatorischer Ansatz in Erw\u00e4gung gezogen. Dies gilt auch f\u00fcr die Schweiz.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nUm sachlich abzuw\u00e4gen, m\u00fcssen die politischen Entscheidungstr\u00e4ger die aktuelle Situation verstehen und alle machbaren Optionen in Betracht ziehen. So k\u00f6nnen sie die gr\u00f6sstm\u00f6gliche Palette an Alternativen ernsthaft pr\u00fcfen. Zudem stellen sie so sicher, dass die optimale L\u00f6sung gefunden und folglich die soziale Wohlfahrt maximiert wird. Um Alternativen zu finden, m\u00fcssen allerdings oft Informationen von den betroffenen Parteien eingeholt werden. Entsprechend hilft eine solche Bewertung, eine daraus resultierende Regulierung zu akzeptieren und m\u00f6glichweise besser einzuhalten.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nStakeholder sind wichtige Akteure in der Regulierungspolitik. Einerseits weil sie zus\u00e4tzliche Belege zur Umsetzbarkeit vorgeschlagener Regeln beisteuern, andererseits weil sie alternative, von den politischen Entscheidungstr\u00e4gern nicht in Erw\u00e4gung gezogene Optionen aufzeigen. In der Schweiz k\u00f6nnen Interessierte zu allen Gesetzesentw\u00fcrfen<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a> sowie bedeutenden Verordnungen<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> in mindestens zw\u00f6lfw\u00f6chigen \u00f6ffentlichen Onlinevernehmlassungen Stellung nehmen. Wenn k\u00fcnftige Vernehmlassungen, wie dies in der Schweiz der Fall ist, vorher angek\u00fcndigt werden, k\u00f6nnen sich die Stakeholder organisieren, um ihre Bem\u00fchungen auf die Vorlagen zu konzentrieren, von denen sie am st\u00e4rksten betroffen sind. So k\u00f6nnen sie die politischen Massnahmen von Anfang an verbessern. Die Schweiz ist nur eines von acht OECD-Mitgliedern, die den Stakeholdern systematisch im Voraus mitteilen, dass sie bei der Erarbeitung eines Regulierungsvorschlags konsultiert werden.&#013;<\/p>\n<h2>Evaluierung von Regeln selten<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nWenn Regeln einmal geschaffen sind, sollten sie periodisch \u00fcberpr\u00fcft werden. So f\u00fchren sie auch weiterhin zu den bestm\u00f6glichen Ergebnissen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Trotzdem existieren nur in einem Viertel der OECD-Mitgliedsl\u00e4nder systematische Anforderungen dazu. Zwar ist die Pflicht zur Evaluierung politischer Massnahmen in der Schweizerischen Bundesverfassung verankert, doch bei Regulierungen ist eine \u00dcberpr\u00fcfung nur teilweise obligatorisch. Rund die H\u00e4lfte der OECD-Mitglieder, die \u00dcberpr\u00fcfungsbestimmungen bei Gesetzen kennen, schreibt auch Evaluierungen von bestehenden Regulierungen vor. Rund 60\u00a0Prozent nutzen Auslaufbestimmungen (sogenannte Sunset-Klauseln) f\u00fcr Verordnungen.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWie alle OECD-Mitglieder hat auch die Schweiz noch erheblichen Spielraum, um Regulierungen praxistauglich zu machen. Denn hinsichtlich der Anforderungen und der Praxis von Ex-post-Evaluierungen liegt das Land unter dem OECD-Durchschnitt (siehe <em>Abbildung 2<\/em>). Zwar gibt es in der gesamten Schweizer Verwaltung Koordinierungsmechanismen und in einigen Bundes\u00e4mtern auch Evaluierungsunterst\u00fctzungsstellen, aber keine formelle Vorschrift, dass Evaluierungen eine Kosten-Nutzen-Bewertung enthalten m\u00fcssen. Folglich werden in den Evaluierungen die tats\u00e4chlichen Auswirkungen nur gelegentlich mit den in der RFA prognostizierten Effekten verglichen und so unbeabsichtigte Folgen nicht systematisch aufgedeckt.&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Abb. 2: Ex-post-Evaluierung bei Gesetzen und Regulierungen im OECD-Vergleich (2021)<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<div class='chart chart--normal' id='Arndt-Bascle_Abb_2_DE'>\n\n<\/div>\n\n<script>\n\n\n$(function () {\n\n(function(H) {\n    H.wrap(H.Legend.prototype, 'colorizeItem', function(proceed, item, visible) {\n        var color = item.color;\n        item.color = item.options.legendColor;\n        proceed.apply(this, Array.prototype.slice.call(arguments, 1));\n        item.color = color;\n    })});\n    $('#Arndt-Bascle_Abb_2_DE').highcharts({\n\n    \n   \nchart: {\n    },\n    title: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n   \n    xAxis: [{\n        categories: ['             T\u00fcrkei   '               ,'             Slowakei              '               ,'             Kolumbien          '               ,'                Griechenland     '               ,'             Island    '               ,'              Finnland              '               ,'             Lettland               '                ,'             USA        '               ,\n'               Irland    '               ,'             Slowenien           '               ,'              Spanien                '               ,'             Portugal               '                ,'             Schweiz                '               ,'             Ungarn '               ,'             Costa Rica           '               ,'              Tschechien                '               ,'              Luxemburg       '               ,'             Chile      '               ,\n'               Polen'   ,'              Neuseeland        '               ,'             Litauen '               ,'             Schweden           '               ,'             OECD-Durchschnitt      '               ,'             Norwegen           '               ,'              Israel     '               ,'             Estland '               ,'                D\u00e4nemark           '               ,\n'               Belgien '               ,'             Frankreich'         ,'             Kanada '               ,'             Niederlande       '               ,'                \u00d6sterreich           '               ,'             Mexiko '               ,'              Japan    '               ,'             S\u00fcdkorea             '               ,'                Deutschland       '               ,'             Italien   '               ,'              Grossbritannien               '               ,'              Australien                '               ,'              x              '               ,'             Europ\u00e4ische Union          '               ,],\n        crosshair: true\n    }],\n    yAxis: [{ \n        labels: {\n            format: '{value}',\n          \n        },\n        title: {\n            text: 'iREG-Wert',\n            \n        },\n\n    }, ],\n    tooltip: {\n    valueDecimals: 2,\n        shared: false\n        \n    },\n   \n   plotOptions: {\n            series: {\n                colorByPoint: true\n                \n            }},\n            \n    series: [{\n        name: ' Verordnungen',\n        type: 'column',\n                legendColor: '#d2d803',\n\n       \n       colors: ['#d2d803',   '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',                           '#d2d803',           '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',          '#e84066',           '#d2d803',                '#d2d803',           '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',                '#d2d803',           '#e84066',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',                '#d2d803',           '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',                '#d2d803',           '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',           '#d2d803',          '#d2d803',] ,   \n        data: [0.041666667               ,0.269166667    ,0.535555556    ,0.372222222    ,0.368333333    ,0.300416667                ,0.486944444    ,1.049722222    ,0.523333333    ,0.282638889    ,0.558611111    ,1.065694444    ,0.600833333                ,0.579444444    ,0.931944444    ,0.514722222    ,0.853194444    ,0.515416667    ,0.434444444    ,0.868055556                ,0.621944444    ,0.794722222    ,1.170164474    ,1.218333333    ,1.252222222    ,1.021111111    ,1.220763889                ,1.435   ,1.471388889    ,2.38375              ,1.605   ,1.893472222    ,3            ,\n2.104236111     ,2.176527778    ,2.26125              ,2.70875              ,3.010833333    ,3.134583333    ,null       ,3.3625 ,\n],\n        tooltip: {\n     headerFormat: '{point.x}<br>',\n   pointFormat: 'Verordnungen: <b>{point.y}<\/b>',\n        \n            valueSuffix: ''\n        }\n\n    },\n    {\n        name: 'Gesetze',\nlegendColor: '#1cb0db',      \ntype: 'scatter',\n        \n        colors: ['     #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'                #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'              #1cb0db                '               ,'              #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'                #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #e84066              '               ,'              #1cb0db                '               ,'              #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'                #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'              #1cb0db                '               ,'              #1cb0db              '               ,'             #e84066              '               ,'             #1cb0db              '               ,'                #1cb0db'             ,'             #1cb0db'             ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'                #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'              #1cb0db                '               ,'              #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'                #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,'              #1cb0db                '               ,'              #1cb0db              '               ,'             #1cb0db              '               ,] ,  \n        data: [0.041666667               ,0.269166667    ,0.354166667    ,0.372222222    ,0.408333333    ,0.414305556                ,0.436944444    ,0.4775 ,0.498333333    ,0.515   ,0.561388889    ,\n0.578888889     ,0.600833333    ,0.606111111    ,0.697916667    ,0.8475 ,0.853194444    ,0.857777778    ,0.864166667                ,0.868055556    ,0.891388889    ,0.986111111    ,1.144572368    ,1.218333333    ,1.252222222    ,1.27375                ,1.392152778    ,1.435   ,1.555833333    ,1.687638889    ,1.704722222    ,1.893472222    ,1.897638889                ,2.167569444    ,2.176527778    ,2.26125              ,2.70875              ,2.758333333    ,3.109583333    ,null       ,3.3625                ,\n\n\n],\n        tooltip: {\n        headerFormat: '{point.x}<br>',\n        pointFormat: 'Gesetze: <b>{point.y}<\/b>',\n    },\n\n    },],\n   \n\n\n});\n\n});\n<\/script>\n&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">*Es werden nur die Ergebnisse derjenigen Mitgliedsstaaten angegeben, in denen die Exekutive die meisten Gesetze initiiert.<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__legend\">Die Daten basieren auf 38 OECD-Mitgliedern und der Europ\u00e4ischen Union. Die Erhebung Indicators of Regulatory Policy and Governance (iREG) besteht aus vier gleich stark gewichteten Komponenten: systematische Einf\u00fchrung, Methodik, Transparenz und Aufsicht sowie Qualit\u00e4tssicherung. Der Maximalwert ist 4. Die Erhebung evaluiert die Regulierungspraxis gem\u00e4ss der Empfehlung von 2012 (siehe OECD, 2012).<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Indicators of Regulatory Policy and Governance (iREG) Survey 2021 \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<\/p>\n<h2>Notwendige Anpassungen<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nDer Regulatory Policy Outlook der OECD h\u00e4lt fest, dass die Regulierungspolitik agiler, risikogerechter und flexibler werden kann. Das muss sie auch, um die globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheitskrisen und zunehmende Ungleichheiten anzupacken. Herk\u00f6mmliche ordnungspolitische Steuerungsinstrumente wie RFA, Stakeholder-Beteiligung und Ex-post-Evaluierung m\u00fcssen an diese neuen Herausforderungen angepasst werden und den Chancen des Wandels Rechnung tragen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDiese Ver\u00e4nderungen sind notwendig, wenn die Regierungen den raschen und umfassenden technologischen Wandel nutzen und sich schneller und nachhaltiger von Gesundheits- und Wirtschaftskrisen wie der Covid-19-Pandemie erholen wollen. Der Bericht weist ausserdem darauf hin, dass die L\u00e4nder grosse Fortschritte bei der Verbesserung bestimmter regulatorischer Aspekte erzielen k\u00f6nnen. Wenn die Regierungen ihre Versprechungen gegen\u00fcber ihren B\u00fcrgern einhalten wollen, muss sich die Einstellung aber dringend \u00e4ndern.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDazu geh\u00f6rt beispielsweise auch, dass Stakeholder umfassender beteiligt werden (einschliesslich ausl\u00e4ndischer Akteure). Und zudem m\u00fcssen alle tragf\u00e4higen Optionen zur L\u00f6sung \u00f6ffentlicher politischer Probleme sowie die bessere Nutzung von Technologien ber\u00fccksichtigt werden. All dies dient dazu, Gesetze besser zu gestalten und f\u00fcr mehr Flexibilit\u00e4t bei der Umsetzung von Vorschriften zu sorgen (z.\u00a0B. durch die Verwendung von \u00abRegulatory Sandboxes\u00bb etc.).<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe OECD (2021). Der Artikel basiert auf dieser Publikation.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">OECD (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr Informationen zum Aufbau der Gesamtindikatoren siehe Arndt et al. (2015).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">OECD (2020a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Gesetze sind Regulierungen, die vom Parlament genehmigt werden m\u00fcssen (OECD, 2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Verordnungen sind Regulierungen, die nicht vom Parlament, sondern von einer anderen Beh\u00f6rde verabschiedet werden (OECD, 2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr weitere Informationen zu Evaluierungsbestimmungen und Ex-post-Evaluierungen siehe (OECD 2020b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Covid-19-Pandemie, Klimawandel, Staatsverschuldung und technologischer Wandel \u2013 die Regierungen stehen vor zahlreichen Herausforderungen. Diese Belastungen erfordern von ihnen ein flexibles und schnelles Handeln, weltweite Zusammenarbeit und bessere Regulierungen, die auf evidenzbasierter Politik beruhen.&#013; &#013; Wie Regierungen die Qualit\u00e4t und die Wirksamkeit von Gesetzen und Regulierungen verbessern k\u00f6nnen, dar\u00fcber gibt der Regulatory Policy Outlook der Organisation [&hellip;]<\/p>","protected":false},"author":5253,"featured_media":97405,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"om_disable_all_campaigns":false,"ep_exclude_from_search":false,"footnotes":""},"post__type":[66],"post_opinion":[],"post_serie":[],"post_content_category":[97],"post_content_subject":[],"acf":{"seco_author":5253,"seco_co_author":[5254,5345,0],"author_override":"","seco_author_post_ocupation_year":"","seco_author_post_occupation_de":"Leiterin des Programms \u00abMeasuring Regulatory Performance\u00bb, Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris","seco_author_post_occupation_fr":"Responsable du programme \u00ab Mesure de la performance r\u00e9glementaire \u00bb, Organisation de coop\u00e9ration et de d\u00e9veloppement \u00e9conomiques (OCDE), Paris","seco_co_authors_post_ocupation":[{"seco_co_author":5254,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Politik-Analyst, Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris","seco_co_author_post_occupation_fr":"Analyste politique, Organisation de coop\u00e9ration et de d\u00e9veloppement \u00e9conomiques (OCDE), Paris"},{"seco_co_author":5345,"seco_co_author_post_occupation_year":"","seco_co_author_post_occupation_de":"Politik-Analystin, Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris","seco_co_author_post_occupation_fr":"Analyste politique, Organisation de coop\u00e9ration et de d\u00e9veloppement \u00e9conomiques (OCDE), Paris"}],"short_title":"Wie findet man schlaue Regulierungen?","post_lead":"Was sind die Kosten und Auswirkungen einer Regulierung? Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzungen pr\u00fcfen gewisse Vorlagen des Bundes auf diese Fragen. Damit gute Regulierungen resultieren, m\u00fcssten aber vermehrt auch Alternativen evaluiert werden.","post_hero_image_description":"Abstimmung im Nationalrat. Im Idealfall steht den Volksvertretern eine Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung als Entscheidungsgrundlage zur Verf\u00fcgung.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>&#13;\n \t<li>Arndt, C., A. Custance Baker, T. Querbach, R. Schultz (2015). <a href=\"http:\/\/dx.doi.org\/10.1787\/5jrnwqm3zp43-en\">2015 Indicators of Regulatory Policy and Governance: Design, Methodology and Key Results<\/a>. OECD Regulatory Policy Working Papers, Nr.\u00a01, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2012). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/9789264209022-en\">Recommendation of the Council on Regulatory Policy and Governance<\/a>, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2020a). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/7a9638cb-en\">Regulatory Impact Assessment<\/a>, OECD Best Practice Principles for Regulatory Policy, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2020b). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/1a8f33bc-en\">Reviewing the Stock of Regulation<\/a>, OECD Best Practice Principles for Regulatory Policy, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n \t<li>OECD (2021). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1787\/38b0fdb1-en\">Regulatory Policy Outlook 2021<\/a>, OECD Publishing, Paris.<\/li>&#13;\n<\/ul>","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":97399,"main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":97403,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"107297","post_abstract":"Der \u00abRegulatory Policy Outlook 2021\u00bb der Organisation f\u00fcr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) pr\u00fcft die j\u00fcngsten Trends und Fortschritte in den OECD-Mitgliedsstaaten und der Europ\u00e4ischen Union kritisch auf die international vereinbarten Standards in der Regulierungspolitik. Der Bericht betont, dass die Schweiz ihre Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzungen \u2013 ein Instrument f\u00fcr die Entscheidungsfindung \u2013 mit einer Schnellpr\u00fcfung (Quick Check) verfeinert hat. Die Schweiz geh\u00f6rt zu den wenigen OECD-Mitgliedern, welche Interessierte bereits fr\u00fch mit einbeziehen, um das Ausmass eines politischen Problems besser zu ermitteln und m\u00f6gliche L\u00f6sungen vorzuschlagen. Allerdings k\u00f6nnte sie diese Praxis noch ausdehnen. Zudem blickt der OECD-Bericht in die Zukunft: In den n\u00e4chsten zehn Jahren soll das ordnungspolitische Umfeld agiler werden, um dem raschen technologischen Wandel und den sich ver\u00e4ndernden staatlichen Priorit\u00e4ten besser zu entsprechen. Eine solche Politik sollte jedoch auch weiterhin fest in den Grundlagen der bestehenden Empfehlungen der OECD verankert sein.","magazine_issue":"20220102","seco_author_reccomended_post":"","redaktoren":[3988,0],"korrektor":4139,"planned_publication_date":"20220111","original_files":null,"external_release_for_author":"20211209","external_release_for_author_time":"00:00:00","link_for_external_authors":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97396"}],"collection":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5253"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=97396"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97396\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":167766,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/97396\/revisions\/167766"}],"acf:user":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4139"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3988"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/0"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5345"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5254"},{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5253"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/97405"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=97396"}],"wp:term":[{"taxonomy":"post__type","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post__type?post=97396"},{"taxonomy":"post_opinion","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_opinion?post=97396"},{"taxonomy":"post_serie","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_serie?post=97396"},{"taxonomy":"post_content_category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_category?post=97396"},{"taxonomy":"post_content_subject","embeddable":true,"href":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/post_content_subject?post=97396"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}