{"id":97452,"date":"2021-12-23T13:38:48","date_gmt":"2021-12-23T13:38:48","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/12\/dici-a-2050-40-des-actifs-pourraient-travailler-a-domicile\/"},"modified":"2023-08-23T22:47:45","modified_gmt":"2023-08-23T20:47:45","slug":"bis-2050-koennten-40-prozent-der-erwerbstaetigen-im-homeoffice-arbeiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/12\/bis-2050-koennten-40-prozent-der-erwerbstaetigen-im-homeoffice-arbeiten\/","title":{"rendered":"Bis 2050 k\u00f6nnten 40 Prozent der Erwerbst\u00e4tigen im Homeoffice arbeiten"},"content":{"rendered":"<p>Weniger pers\u00f6nliche Kontakte und eine zeitweise Homeoffice-Pflicht haben die Mobilit\u00e4t in der Schweiz w\u00e4hrend der Corona-Pandemie stark ver\u00e4ndert.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Das zeigt ein Vergleich des Mobilit\u00e4tsverhaltens vor der Pandemie Anfang 2020 mit der Situation w\u00e4hrend der Pandemie Anfang 2021, ungef\u00e4hr in der Zeit des \u00abzweiten Lockdowns\u00bb.<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a><\/p>\n<p>Wegen der Covid-19-Massnahmen legten die befragten Personen w\u00e4hrend der Pandemie ein Drittel weniger Kilometer zur\u00fcck. Besonders stark war der R\u00fcckgang mit minus 52 Prozent bei den Distanzen im \u00f6ffentlichen Verkehr (\u00d6V), deutlich schw\u00e4cher war die Abnahme beim motorisierten Individualverkehr mit minus 27 Prozent. Im Pendlerverkehr verk\u00fcrzten sich die Distanzen um 29 Prozent. Die Arbeitswege der Personen, welche im Homeoffice arbeiten konnten, haben sich im Vorjahresvergleich sogar beinahe halbiert. Tats\u00e4chlich hat die Akzeptanz von Homeoffice w\u00e4hrend der Covid-Krise sprungartig zugenommen und eine bereits vorher eingesetzte Entwicklung deutlich beschleunigt.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a><\/p>\n<p>Welcher Anteil der Erwerbsbev\u00f6lkerung kann in Zukunft von zu Hause arbeiten? Wie oft arbeiten wir von zu Hause? Und welchen Effekt wird Homeoffice auf unsere Mobilit\u00e4t haben? Um den Infrastrukturbedarf zu planen, erarbeitet der Bund periodisch Verkehrsperspektiven.<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> Diese basieren auf Umfragedaten wie dem Mikrozensus Mobilit\u00e4t und Verkehr<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>, Daten von Z\u00e4hlstellen und auf Annahmen \u00fcber zuk\u00fcnftige Entwicklungen \u2013 wie etwa das Homeoffice.<\/p>\n<h2>Branche entscheidend<\/h2>\n<p>Der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen, die im Homeoffice arbeiten k\u00f6nnen, ist eine wichtige Gr\u00f6sse, um das Verkehrsverhalten zu verstehen und zu prognostizieren. Grunds\u00e4tzlich gilt: Wer vermehrt zu Hause arbeitet, legt weniger Arbeitswege zur\u00fcck. Allerdings ist der Effekt auf die Freizeitwege noch unklar. Tats\u00e4chlich k\u00f6nnte Homeoffice einen sogenannten Rebound-Effekt ausl\u00f6sen, bei dem die wegfallenden Arbeitswege mit zus\u00e4tzlichen Freizeitwegen kompensiert werden.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Die aktuellen Verkehrsperspektiven gehen davon aus, dass die eingesparten Arbeitswege nur teilweise durch mehr Freizeitverkehr ersetzt werden.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Um die Anzahl der Arbeitswege und die allgemeine Verkehrsbelastung \u2013 insbesondere zu Spitzenzeiten \u2013 vorherzusagen, ist es also wichtig, die Entwicklung und die Auswirkung von Homeoffice besser zu verstehen.<\/p>\n<p>Mithilfe eines statistischen Modells haben wir deshalb auf Basis des Mikrozensus 2015 gesch\u00e4tzt, welche Eigenschaften die M\u00f6glichkeit, zu Hause zu arbeiten, beeinflussen.<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> Auf die ebenfalls wirtschaftlich relevanten Auswirkungen von Homeoffice auf die Produktivit\u00e4t und den Fl\u00e4chenverbrauch gehen wir hier nicht ein. Unsere Sch\u00e4tzungen zeigen: Signifikanten Einfluss auf die M\u00f6glichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, haben unter anderem das Ausbildungsniveau, das Einkommen, das Alter, der Wohn- und der Arbeitsort sowie die Branche, in welcher die Person t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>So arbeiten nicht \u00fcberraschenderweise Landwirtinnen und Landwirte besonders h\u00e4ufig von zu Hause. Wohnort und Hof fallen bei ihnen oft zusammen. Auch Personen in der \u00f6ffentlichen Verwaltung und im Bildungswesen hatten bereits vor der Pandemie \u00f6fter die M\u00f6glichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Ebenfalls h\u00e4ufiger im Homeoffice arbeiten k\u00f6nnen Erwerbst\u00e4tige mit hohem Bildungsabschluss und h\u00f6herem Einkommen. Diese Eigenschaften sind im Dienstleistungssektor verbreiteter. Angestellte in diesem Sektor, welche keinen direkten Kundenkontakt haben, k\u00f6nnen ihre T\u00e4tigkeiten auch einfacher von zu Hause erledigen.<\/p>\n<p>Anders ist es bei Besch\u00e4ftigten in der Gastronomie, in der Produktion sowie in wissenschaftlichen und technischen T\u00e4tigkeiten. Arbeiten in diesen Branchen lassen sich nicht oder nur schlecht aus dem Homeoffice erledigen.<\/p>\n<p>Die Wahrscheinlichkeit, von zu Hause arbeiten zu k\u00f6nnen, nimmt zwischen 20 und 34 Jahren zu. Dieses Resultat legt nahe, dass mit steigender Erfahrung Homeoffice zunehmend erm\u00f6glicht wird. Ab Mitte 30 konnten wir allerdings keinen Zusammenhang zwischen dem Alter und der Homeoffice-M\u00f6glichkeit mehr feststellen.<\/p>\n<p>Auch r\u00e4umliche Aspekte haben einen signifikanten Einfluss: Personen mit langem Arbeitsweg, schlechter \u00d6V-Anbindung und auf dem Land lebende Erwerbst\u00e4tige k\u00f6nnen mit h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit von zu Hause arbeiten. Ob die Kausalit\u00e4t auch in die andere Richtung wirkt \u2013 das heisst, ob Personen, die im Homeoffice arbeiten, eher aufs Land ziehen \u2013, m\u00fcssen zuk\u00fcnftige Forschungsprojekte zeigen.<\/p>\n<h2>Homeoffice nimmt weiter zu<\/h2>\n<p>Die so identifizierten Einflussfaktoren haben wir anschliessend auf eine prognostizierte Bev\u00f6lkerung im Jahr 2050 angewendet.<a href=\"#footnote_9\" id=\"footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor\">[9]<\/a> Diese ber\u00fccksichtigt auch die zuk\u00fcnftige Entwicklung der Branchenzugeh\u00f6rigkeit. Gem\u00e4ss unseren Berechnungen steigt der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen, welche von zu Hause arbeiten k\u00f6nnen und dies auch tun, von 28 Prozent im Jahr 2015 auf 39 Prozent im Jahr 2050 (siehe <em>Abbildung<\/em>). Die zunehmende Urbanisierung und eine weitere Verlagerung zum Dienstleistungssektor sind wichtige Treiber daf\u00fcr.<a href=\"#footnote_10\" id=\"footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor\">[10]<\/a><\/p>\n<p>Da unsere Prognose auf identifizierten Einflussfaktoren aus dem Jahr 2015 beruhen, ist ein allf\u00e4lliger Corona-bedingter Sprung in der Homeoffice-M\u00f6glichkeit noch nicht mit eingerechnet. In welchem Mass die Pandemie zu einem nachhaltigen Anstieg f\u00fchrt, l\u00e4sst sich bisher noch nicht mit Sicherheit sagen. Ebenso wenig haben wir m\u00f6gliche technologische Entwicklungen, die Homeoffice erleichtern k\u00f6nnten, mit eingerechnet \u2013 zum Beispiel das \u00abMetaversum\u00bb, wie Microsoft oder Facebook sich die Weiterentwicklung des Internets vorstellen. Aktuellere Berechnungen werden mit dem Mikrozensus 2021 m\u00f6glich.<a href=\"#footnote_11\" id=\"footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor\">[11]<\/a><\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Anteil Erwerbst\u00e4tige, die teilweise von zu Hause arbeiten (2010\u20132050)<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/11\/Balmer-Danalet-Mathys_Grafik.png\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-108494\" src=\"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/content\/uploads\/2021\/11\/Balmer-Danalet-Mathys_Grafik.png\" alt=\"\" width=\"2084\" height=\"1106\" \/><\/a><\/p>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: BFS und ARE (2017) \/ Danalet, Justen und Mathys (2021a) \/ Die Volkswirtschaft<\/span><\/p>\n<h2>Sch\u00e4tzmodelle helfen<\/h2>\n<p>Prognosen zur Mobilit\u00e4tsentwicklung basieren auf Szenarien und Verkehrsmodellen. Dabei dienen Einsch\u00e4tzungen von Expertinnen und Experten h\u00e4ufig als Input. In den aktuellsten Verkehrsperspektiven<a href=\"#footnote_12\" id=\"footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor\">[12]<\/a> geht der Bund basierend auf Experteneinsch\u00e4tzungen von einem \u00e4hnlichen Homeoffice-Anteil im Jahr 2050 wie in unserer statistischen Sch\u00e4tzung oben aus. Unter der Annahme, dass rund die H\u00e4lfte der Arbeiten, die im Homeoffice erledigt werden k\u00f6nnten, auch tats\u00e4chlich zu Hause erledigt werden, kommen die Verkehrsperspektiven zum Schluss, dass sich die mittlere Anzahl Arbeitswege bis 2050 um 20 Prozent verringert. Gleichzeitig wird angenommen, dass die Freizeitwege um 15 Prozent zunehmen.<\/p>\n<p>Datengetriebene Modelle, wie wir sie beschrieben haben, sind eine alternative Vorgehensweise zu Expertenbefragungen. Unsere Homeoffice-Sch\u00e4tzungen zeigen, wie mittels Umfragedaten die wichtigen Einflussfaktoren f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, zu Hause zu arbeiten, identifiziert werden k\u00f6nnen. Das Modell erlaubt es, Wirkungszusammenh\u00e4nge abzubilden, und identifiziert die wichtigen Treiber, wie etwa die Branchenzugeh\u00f6rigkeit oder die Lage von Wohn- und Arbeitsort.<\/p>\n<p>Die Auswirkungen von Homeoffice auf andere Reisezwecke, wie etwa die Freizeitmobilit\u00e4t, m\u00fcssen in Zukunft vertieft analysiert werden. Auch der Zusammenhang zwischen der M\u00f6glichkeit, zu Hause zu arbeiten, dem tats\u00e4chlichen Homeoffice-Anteil und der Anzahl zur\u00fcckgelegter Wege muss f\u00fcr die Schweiz weiter untersucht werden. So k\u00f6nnten die Auswirkungen von Homeoffice auf das Mobilit\u00e4tsverhalten besser verstanden werden und zum Beispiel der Rebound-Effekt zwischen wegfallenden Arbeitswegen und zus\u00e4tzlichen Freizeitwegen quantifiziert werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Dimensionierung der Verkehrsinfrastruktur ist zudem der Effekt von Homeoffice auf die Verkehrsspitzen von besonderem Interesse. Nutzen Chefinnen und Chefs zum Beispiel Dienstage und Donnerstage schweizweit gleichzeitig f\u00fcr Teamsitzungen oder sind wir an Homeoffice-Tagen vermehrt am sp\u00e4teren Nachmittag f\u00fcr Freizeitaktivit\u00e4ten unterwegs, k\u00f6nnen die Morgen- und Abendspitzen an diesen Tagen nicht abgeflacht werden.<\/p>\n<p>Wie sich die Corona-Pandemie langfristig auf das Mobilit\u00e4tsverhalten auswirken wird, l\u00e4sst sich noch nicht abschliessend sagen. Modelle wie das zur Sch\u00e4tzung der Homeoffice-M\u00f6glichkeit helfen aber, die relevanten Treiber zu identifizieren und Gr\u00f6ssenordnungen zu berechnen. Ausserdem erm\u00f6glichen sie es, gezielt Massnahmen zu diskutieren. So kann Homeoffice, bei einer guten Verteilung \u00fcber die Wochentage, zum Beispiel bei der Gl\u00e4ttung der Verkehrsspitzen helfen und dadurch zu einer besseren Nutzung der bestehenden Verkehrsinfrastruktur beitragen. Das Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) wird deshalb die verf\u00fcgbaren Daten weiter analysieren und die Sch\u00e4tzmodelle aktualisieren, sodass es die bestm\u00f6gliche Entscheidungsgrundlage f\u00fcr die Verkehrs- und Raumplanung zur Verf\u00fcgung stellen kann.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Erath und Mesaric (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">BFS und ARE (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">BFS und ARE (2021); BFS (2021); Weichbrodt, Bruggmann und Folie (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">ARE (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">BFS und ARE (2017).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Ravalet und R\u00e9rat (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">ARE (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">Danalet, Justen und Mathys (2021a).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_9\" class=\"footnote--item\">ARE (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_9\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_10\" class=\"footnote--item\">Danalet, Justen und Mathys (2021b).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_10\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_11\" class=\"footnote--item\">Voraussichtliche Publikation im Fr\u00fchling 2023.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_11\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_12\" class=\"footnote--item\">ARE (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_12\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weniger pers\u00f6nliche Kontakte und eine zeitweise Homeoffice-Pflicht haben die Mobilit\u00e4t in der Schweiz w\u00e4hrend der Corona-Pandemie stark ver\u00e4ndert. 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Junge Bademeisterin w\u00e4hrend des Lockdowns im Fr\u00fchjahr 2020.","post_hero_image_description_copyright_de":"Keystone","post_hero_image_description_copyright_fr":"Keystone","post_references_literature":"<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) (2021). <a href=\"https:\/\/www.are.admin.ch\/are\/de\/home\/mobilitaet\/grundlagen-und-daten\/verkehrsperspektiven.html\">Verkehrsperspektiven 2050<\/a>, November.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) (2019). <a href=\"https:\/\/www.are.admin.ch\/flnm\">Fl\u00e4chennutzungsmodellierung<\/a>, September.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) und Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) (2021). <a href=\"https:\/\/www.experimental.bfs.admin.ch\/expstat\/de\/home\/innovative-methoden\/mzmv.html\">Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Mobilit\u00e4tsverhalten<\/a>, Oktober.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) und Bundesamt f\u00fcr Raumentwicklung (ARE) (2017). <a href=\"https:\/\/www.are.admin.ch\/mzmv\">Mikrozensus Mobilit\u00e4t und Verkehr 2015<\/a>, Mai.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) (2021). <a href=\"https:\/\/www.experimental.bfs.admin.ch\/expstat\/de\/home\/innovative-methoden\/silc.assetdetail.18764669.html\">Arbeiten zuhause w\u00e4hrend der Covid-19-Krise<\/a>, Oktober.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Danalet, A., Justen, A. und Mathys N. (2021a). <a href=\"http:\/\/strc.ch\/2021\/Danalet_EtAl_2.pdf\">Working from Home in Switzerland, 2015-2050<\/a>, 21st Swiss Transport Research Conference, September.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Danalet, A., Justen, A. und Mathys N. (2021b). <a href=\"http:\/\/strc.ch\/2021\/Danalet_EtAl.pdf\">Trip Generation in Switzerland, 2015\u20132030<\/a>, 21st Swiss Transport Research Conference, September.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Erath, A. und Mesaric, R. (2021). <a href=\"http:\/\/www.strc.ch\/2021\/Erath_Mesaric.pdf\">Long-term Impact of COVID-19 on Commuting Patterns of Employees<\/a>, 21st Swiss Transport Research Conference, September.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;\r\n<ul>\r\n \t<li style=\"list-style-type: none;\">\r\n<ul>\r\n \t<li>Ravalet, E. und R\u00e9rat, P. (2019). <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2148\/benv.45.4.582\">Teleworking: Decreasing Mobility or Increasing Tolerance of<\/a> <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.2148\/benv.45.4.582\">Commuting Distances?<\/a>, Built Environment, 45 (4) 582\u2013602.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n&nbsp;","post_kasten":null,"post_notes_for_print":"","first_teaser_header_de":"","first_teaser_header_fr":"","first_teaser_text_de":"","first_teaser_text_fr":"","second_teaser_header_de":"","second_teaser_header_fr":"","second_teaser_text_de":"","second_teaser_text_fr":"","kseason_de":"","kseason_fr":"","post_in_pdf":97455,"main_focus":"","serie_email":null,"frontpage_slider_bild":97459,"artikel_bild-slider":null,"legacy_id":"108087","post_abstract":"Die Mobilit\u00e4t geh\u00f6rt zu den Bereichen, auf die sich die Covid-19-Pandemie besonders stark ausgewirkt hat. Die tempor\u00e4re Homeoffice-Pflicht ver\u00e4nderte das Verkehrsverhalten der Erwerbst\u00e4tigen drastisch. Die Entwicklung der Homeoffice-M\u00f6glichkeit ist daher ein wichtiger Indikator, um heutige und k\u00fcnftige Verkehrsfl\u00fcsse zu beurteilen. Wir zeigen, welche Faktoren die Homeoffice-M\u00f6glichkeit beeinflussen, und sch\u00e4tzen, dass der Anteil der Erwerbst\u00e4tigen im Homeoffice von 28 Prozent im Jahr 2015 auf 39 Prozent im Jahr 2050 ansteigt. 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