{"id":97674,"date":"2021-11-29T12:27:56","date_gmt":"2021-11-29T12:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/11\/renforcer-la-responsabilite-des-couts-en-fixant-des-objectifs\/"},"modified":"2023-08-23T22:48:00","modified_gmt":"2023-08-23T20:48:00","slug":"kostenverantwortung-im-gesundheitssystem-durch-zielvorgaben-staerken","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/11\/kostenverantwortung-im-gesundheitssystem-durch-zielvorgaben-staerken\/","title":{"rendered":"Kostenverantwortung im Gesundheitssystem durch Zielvorgaben st\u00e4rken"},"content":{"rendered":"<p>Das heutige Gesundheitssystem ist vergleichbar mit einer Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. Viele Akteure haben \u00abfreie Fahrt\u00bb und tragen kaum Kostenverantwortung: So k\u00f6nnen etwa zugelassene medizinische Leistungserbringer zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) abrechnen \u2013 und zwar weitgehend ohne quantitative und qualitative Einschr\u00e4nkungen. Ausserdem k\u00f6nnen Krankenversicherer aufgrund des Kontrahierungszwangs, der sie verpflichtet, mit jedem zugelassenen Leistungserbringer Vertr\u00e4ge abzuschliessen, fehlendes Kostenbewusstsein seitens der \u00c4rzteschaft kaum sanktionieren. Das sich daraus ergebende Kostenwachstum geben die Versicherer \u00fcber die Krankenkassenpr\u00e4mie an die Haushalte weiter.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie steigenden Kosten werden zudem angetrieben durch die Wissensasymmetrie zwischen Arzt und Patient: Weil Patienten kaum beurteilen k\u00f6nnen, welche Therapie notwendig ist, f\u00fchrt dies einerseits zu einer angebotsinduzierten Nachfrage und damit tendenziell zu \u00dcberbehandlungen. Andererseits haben auch die Haushalte \u2013 zumindest nach \u00dcberschreitung von Franchise und Selbstbehalt \u2013 Anreize, medizinische Leistungen \u00fcber das notwendige Mass hinaus in Anspruch zu nehmen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDiese Fehlanreize f\u00fchren zu Ineffizienzen. Laut verschiedenen Sch\u00e4tzungen betragen die Effizienzreserven im Schweizer Gesundheitssystem aktuell bis zu 20 Prozent der versicherungspflichtigen Kosten.<a href=\"#footnote_1\" id=\"footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor\">[1]<\/a> Als indirekten Gegenvorschlag zu einer Volksinitiative<a href=\"#footnote_2\" id=\"footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor\">[2]<\/a> schl\u00e4gt der Bundesrat deshalb eine Zielvorgabe f\u00fcr das Kostenwachstum vor. Demzufolge sollen Bund und Kantone Leitplanken f\u00fcr die Kostenentwicklung setzen und die Akteure st\u00e4rker in die Verantwortung nehmen.<a href=\"#footnote_3\" id=\"footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor\">[3]<\/a>&#013;<\/p>\n<h2>Eine dezentrale L\u00f6sung<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nEine Zielvorgabe f\u00fcr die Kostenentwicklung der OKP soll dazu beitragen, dass k\u00fcnftiges Kostenwachstum auf ein begr\u00fcndbares Mass beschr\u00e4nkt wird, ohne den Zugang der Versicherten zu einer hochstehenden und fl\u00e4chendeckenden Gesundheitsversorgung einzuschr\u00e4nken.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Zielvorgabe wird \u00fcber ein j\u00e4hrlich definiertes maximales Wachstum der Ausgaben der OKP umgesetzt. F\u00fcr jeden Kanton wird ein individuelles Wachstumsziel definiert, welches die jeweilige wirtschaftliche Entwicklung, die Demografie, die Morbidit\u00e4t<a href=\"#footnote_4\" id=\"footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor\">[4]<\/a> sowie den medizinisch-technischen Fortschritt ber\u00fccksichtigt. Es handelt sich allerdings nicht, wie teilweise moniert, um ein rigides Globalbudget, da eine Ziel\u00fcberschreitung und ein Wachstum des Gesundheitssystems weiterhin m\u00f6glich sind.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWird das Kostenziel \u00fcberschritten, sollen schrittweise Massnahmen umgesetzt werden. Kantone und Bund pr\u00fcfen zuerst, ob Massnahmen \u00fcberhaupt notwendig sind. Falls erforderlich, wird es in einem ersten Schritt den Tarifpartnern \u00fcberlassen, kostend\u00e4mpfende Massnahmen zu ergreifen. Nur falls die Tarifpartner keine oder unwirksame Massnahmen erlassen, kommen die Kantone ins Spiel. Dabei sind die Kantone im Rahmen ihrer gesetzlichen Kompetenzen weitgehend frei in der Ausgestaltung von Korrekturmassnahmen. So k\u00f6nnen sie insbesondere im Folgejahr Tarifvertr\u00e4ge anpassen oder andere Massnahmen ergreifen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie kantonale Souver\u00e4nit\u00e4t im Gesundheitswesen bleibt somit auch bei einer Zielvorgabe erhalten. Dies entspricht nicht nur dem Geist des helvetischen F\u00f6deralismus, sondern schafft auch die Grundlage f\u00fcr interkantonalen Wettbewerb um die wirkungsvollsten kostend\u00e4mpfenden Massnahmen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWie sich eine solche Zielvorgabe auf Qualit\u00e4t und Kosten auswirkt und wer davon profitiert, hat eine Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung (RFA) im Auftrag des Staatssekretariats f\u00fcr Wirtschaft (Seco) und des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Jahr 2021 abgekl\u00e4rt. Durchgef\u00fchrt hat die RFA das Beratungsunternehmen Swiss Economics aus Z\u00fcrich.<a href=\"#footnote_5\" id=\"footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor\">[5]<\/a>&#013;<\/p>\n<h2>Mehr Kostenverantwortung?<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nWie hoch die Kosteneinsparungen in einem wachsenden Gesundheitssystem mit Zielvorgabe sind, l\u00e4sst sich ex ante nicht abschliessend beurteilen. Massgeblich wird sein, wie die Kantone eine Zielvorgabe umsetzen und wie hoch der Druck der Pr\u00e4mienzahlerinnen und der Steuerzahler auf die politischen Verantwortlichen ist. Denn die Zielvorgabe ist kein Automatismus, sondern gibt den kantonalen Beh\u00f6rden ein zus\u00e4tzliches Instrument an die Hand, um die Gesundheitsausgaben zu d\u00e4mpfen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nJe nach kantonaler Umsetzung wird es bei den Akteuren gem\u00e4ss RFA auch zu Anpassungen kommen. Das gilt insbesondere f\u00fcr die Leistungserbringer, darunter etwa \u00c4rzte, Apotheker und Spit\u00e4ler. Volkswirtschaftlich erw\u00fcnschte Anpassungen bestehen beispielsweise darin, dass unn\u00f6tige Eingriffe und Behandlungen unterlassen werden oder dass vermehrt nach kosteng\u00fcnstigen, aber medizinisch sinnvollen Alternativen gesucht wird. So lassen sich beispielsweise manche Eingriffe durch g\u00fcnstigere Therapien vermeiden. Allerdings sind auch unerw\u00fcnschte Reaktionen m\u00f6glich, etwa wenn Leistungserbringer ihre T\u00e4tigkeit vermehrt auf margenstarke Leistungen fokussieren.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nWas das f\u00fcr die Kosten bedeuten k\u00f6nnte, zeigt die RFA anhand einer Projektion der Eidgen\u00f6ssischen Finanzverwaltung, die von den Autoren modifiziert wurde.<a href=\"#footnote_6\" id=\"footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor\">[6]<\/a> Demzufolge k\u00f6nnten die Kosteneinsparungen im Falle einer Zielvorgabe \u00fcber die Jahre stetig wachsen (siehe <em>Abbildung<\/em>). Konkret sch\u00e4tzen wir, dass die Einsparungen in den n\u00e4chsten 30 Jahren von 0 auf 8,9 Mrd. Franken pro Jahr ansteigen (teuerungsbereinigt). Das entspricht durchschnittlichen Einsparungen von 3,4 Mrd. Franken im Jahr. In einem Szenario mit Zielvorgabe entsprechen die krankenversicherungspflichtigen Gesundheitskosten in 30 Jahren damit 7,9 Prozent des BIP. In einem Szenario ohne Zielvorgabe (Referenzszenario) betr\u00e4gt dieser Anteil in 30 Jahren 8,6 Prozent des BIP.<a href=\"#footnote_7\" id=\"footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor\">[7]<\/a> Die Unsicherheit bez\u00fcglich der Kostenprojektionen ist allerdings hoch. Sie sind daher mit Vorsicht zu interpretieren.&#013;<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Sparpotenzial einer Zielvorgabe bis 30 Jahre nach der Implementierung<\/h3>\n<p>&#013;<br \/>\n<div class=\"chart chart--normal\" id=\"Mattmann-Slembeck-Rutz_Abb_DE\"><\/div>\n<script>\n$(function () {\n    $('#Mattmann-Slembeck-Rutz_Abb_DE').highcharts({ \n\nchart: {\n        zoomType: 'xy'\n    },\n    title: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    subtitle: {\n        text: '',\n        align: 'left'\n    },\n    xAxis: [{\n        categories: ['\tt\t'\t,\n'\tt+1\t'\t,\n'\tt+2\t'\t,\n'\tt+3\t'\t,\n'\tt+4\t'\t,\n'\tt+5\t'\t,\n'\tt+6\t'\t,\n'\tt+7\t'\t,\n'\tt+8\t'\t,\n'\tt+9\t'\t,\n'\tt+10\t'\t,\n'\tt+11\t'\t,\n'\tt+12\t'\t,\n'\tt+13\t'\t,\n'\tt+14\t'\t,\n'\tt+15\t'\t,\n'\tt+16\t'\t,\n'\tt+17\t'\t,\n'\tt+18\t'\t,\n'\tt+19\t'\t,\n'\tt+20\t'\t,\n'\tt+21\t'\t,\n'\tt+22\t'\t,\n'\tt+23\t'\t,\n'\tt+24\t'\t,\n'\tt+25\t'\t,\n'\tt+26\t'\t,\n'\tt+27\t'\t,\n'\tt+28\t'\t,\n'\tt+29\t'\t,\n'\tt+30\t'\t,\n],\n        crosshair: true\n    }],\n    yAxis: [{ \/\/ Primary yAxis\n        labels: {\n            format: '{value}',\n          \n        },\n        title: {\n            text: 'Kumulierte Einsparungen in Mio. 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Aufgrund von Gr\u00f6ssen, die sich \u00fcber die Zeit \u00e4ndern \u2013 beispielsweise die Demografie \u2013, k\u00f6nnen die projizierten Einsparungen geringf\u00fcgig von den hier gezeigten Werten abweichen, falls die Einf\u00fchrung einer Zielvorgabe erst viel sp\u00e4ter als 2017 stattfindet.<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\n<span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Swiss Economics basierend auf Berechnung der EFV \/ Die Volkswirtschaft<\/span>&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie Einf\u00fchrung einer Zielvorgabe verursacht nat\u00fcrlich auch Kosten. Doch dies sind vor allem moderate Vollzugskosten, die haupts\u00e4chlich in der Datenbeschaffung durch die Leistungserbringer und der Festlegung der Kostenwachstumsziele durch die \u00f6ffentliche Hand liegen. Bez\u00fcglich der Datenbeschaffung muss ber\u00fccksichtigt werden, dass die Daten nur auf hohem Aggregationsniveau (Kostenbl\u00f6cke) verf\u00fcgbar sein m\u00fcssen und gr\u00f6sstenteils bereits vorliegen. Der zus\u00e4tzliche Aufwand f\u00fcr die Zielvorgabe wird folglich recht gering ausfallen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nIn der RFA kommen wir zum Schluss, dass sich durch die Zielvorgabe bestehende und k\u00fcnftige Ineffizienzen im Gesundheitswesen reduzieren lassen. Allerdings wird das heute gesch\u00e4tzte Effizienzpotenzial von rund 20 Prozent kaum vollst\u00e4ndig zu realisieren sein. Hierzu m\u00fcssten die vielen bestehenden Effizienzreserven<a href=\"#footnote_8\" id=\"footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor\">[8]<\/a> an verschiedenen weiteren Stellen im Gesundheitswesen angegangen werden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nBez\u00fcglich der Verteilungswirkungen einer Zielvorgabe l\u00e4sst sich festhalten, dass insbesondere die privaten Haushalte vom geringeren Pr\u00e4mienwachstum profitieren werden. Zudem wird f\u00fcr sie auch die Steuerbelastung zur Finanzierung kantonaler Gesundheitsausgaben abnehmen. Auf der anderen Seite werden manche Leistungserbringer einen geringeren Anstieg ihres Einkommens zu erwarten haben und ihr Angebot bez\u00fcglich Menge und Sortiment m\u00f6glicherweise anpassen.&#013;<\/p>\n<h2>Qualit\u00e4tseinbussen unwahrscheinlich<\/h2>\n<p>&#013;<br \/>\nEin Vorbehalt gegen eine Zielvorgabe liegt in den bef\u00fcrchteten negativen Auswirkungen auf die medizinische Behandlungsqualit\u00e4t. Ein Qualit\u00e4tsabfall ist zwar nicht ausgeschlossen, scheint aber angesichts des hohen Potenzials zur Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen unwahrscheinlich. Wir gehen davon aus, dass die Leistungserbringer unter Kostendruck vor allem unn\u00f6tige Leistungen reduzieren und kaum auf notwendige Behandlungen verzichten. Daf\u00fcr spricht unter anderem, dass die Leistungserbringer aufgrund verbindlicher Behandlungsrichtlinien der \u00c4rzteverb\u00e4nde und medizinischer Standards eher unn\u00f6tige als notwendige Leistungen reduzieren k\u00f6nnen.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nDie mit der Zielvorgabe geplante Einf\u00fchrung eines Qualit\u00e4tsmonitorings wird zudem die Reduktion notwendiger Leistungen zus\u00e4tzlich erschweren. Auch darf man davon ausgehen, dass die allermeisten Leistungserbringer ein hohes Berufsethos haben und deshalb kaum objektiv notwendige Leistungen reduzieren werden.&#013;<br \/>\n&#013;<br \/>\nEine Zielvorgabe allein wird wohl kaum gen\u00fcgen, um das gesamte Potenzial zur Effizienzsteigerung im Gesundheitswesen auszusch\u00f6pfen. Dennoch ist die Einf\u00fchrung einer Zielvorgabe aus volkswirtschaftlicher Sicht zu begr\u00fcssen. Denn sie reduziert das Kostenwachstum im Gesundheitswesen und tr\u00e4gt gleichzeitig den kantonalen Bed\u00fcrfnissen Rechnung.<\/p>\n<ol class=\"footnote\"><li id=\"footnote_1\" class=\"footnote--item\">Siehe Trageser et al. (2012) sowie Brunner et al. (2019).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_1\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_2\" class=\"footnote--item\">Siehe Initiative \u00ab<a href=\"https:\/\/www.bk.admin.ch\/ch\/d\/pore\/vi\/vis489.html\">F\u00fcr tiefere Pr\u00e4mien \u2013 Kostenbremse im Gesundheitswesen (Kostenbremse-Initiative<\/a>)\u00bb.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_2\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_3\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr eine Auswertung internationaler Erfahrungen mit budget\u00e4ren Zielen im Gesundheitswesen mit Blick auf eine Umsetzung in der Schweiz siehe Br\u00e4ndle und Colombier (2020) sowie Br\u00e4ndle et al. (2018).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_3\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_4\" class=\"footnote--item\">Die Morbidit\u00e4t beschreibt das Verh\u00e4ltnis der Anzahl Erkrankten zur Gesamtbev\u00f6lkerung.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_4\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_5\" class=\"footnote--item\">Siehe Rutz, Mattmann, H\u00e4ner, Slembeck (2021).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_5\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_6\" class=\"footnote--item\">Siehe Schweizerische Eidgenossenschaft (2020).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_6\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_7\" class=\"footnote--item\">Die Zahl ist geringer als die zu Beginn des Artikels erw\u00e4hnten 11 Prozent, da hier nur die versicherungspflichtigen Leistungen gem\u00e4ss KVG ber\u00fccksichtigt werden. Leistungen, die nicht von der OKP \u00fcbernommen werden \u2013 beispielsweise \u00e4sthetische Eingriffe oder die meisten zahn\u00e4rztlichen Behandlungen \u2013, sind hier nicht beinhaltet.&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_7\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><li id=\"footnote_8\" class=\"footnote--item\">F\u00fcr eine ausf\u00fchrliche Darstellung der Effizienzreserven siehe Trageser et al. (2012).&nbsp;<a href=\"#footnote-anchor_8\" class=\"inline-footnote__anchor hidden-print\">[<span class=\"icon-arrow-up\"><\/span>]<\/a><\/li><\/ol>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das heutige Gesundheitssystem ist vergleichbar mit einer Autobahn ohne Geschwindigkeitsbegrenzung. 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Zielvorgaben f\u00fcr das Wachstum der Gesundheitsausgaben: Ausgew\u00e4hlte Erfahrungen und Erkenntnisse f\u00fcr die Schweiz, Working Paper der Eidgen\u00f6ssischen Finanzverwaltung, Nr. 22, Bern.<\/li>&#13;\n \t<li>Brunner, B.; Wieser, S.; Maurer, M.; Stucki, M.; Nemitz, J.; Schmidt, M.; Brack, Z.; Lenzin, G.; Trageser, J.; von Stokar, T.; Gschwend, E.; Vettori, A. (2019). Effizienzpotenzial bei den KVG-pflichtigen Leistungen. Studie von Infras und dem Winterthurer Institut f\u00fcr Gesundheits\u00f6konomie im Auftrag des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit.<\/li>&#13;\n \t<li>Rutz, S.; Mattmann, M.; H\u00e4ner, M.; Slembeck, T. (2021). <a href=\"https:\/\/www.seco.admin.ch\/seco\/de\/home\/Publikationen_Dienstleistungen\/Publikationen_und_Formulare\/Regulierung\/regulierungsfolgenabschaetzung\/vertiefte-rfa\/zielvorgabe_obligatorische_krankenpflegeversicherung_2021.html\">Regulierungsfolgenabsch\u00e4tzung zu einer Zielvorgabe f\u00fcr die Kostenentwicklung in der OKP<\/a>. 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