{"id":97700,"date":"2021-11-29T12:27:56","date_gmt":"2021-11-29T12:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/2021\/11\/pilier-3a-le-montant-maximal-est-rarement-verse\/"},"modified":"2023-08-23T22:48:08","modified_gmt":"2023-08-23T20:48:08","slug":"saeule-3a-maximalbetrag-wird-selten-einbezahlt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dievolkswirtschaft.ch\/de\/2021\/11\/saeule-3a-maximalbetrag-wird-selten-einbezahlt\/","title":{"rendered":"S\u00e4ule 3a: Maximalbetrag wird selten einbezahlt"},"content":{"rendered":"<p>Die Herausforderungen bez\u00fcglich der Finanzierbarkeit der Altersvorsorge lassen der Selbstverantwortung einen immer gr\u00f6sseren Stellenwert zukommen. Der Bund f\u00f6rdert die private Vorsorge denn auch mit steuerlichen Anreizen: Freiwillige Einzahlungen in die S\u00e4ule 3a und in die 2. S\u00e4ule k\u00f6nnen von den Steuern abgezogen werden. W\u00e4hrend freiwillige Einzahlungen in die 2. S\u00e4ule \u2013 sogenannte Eink\u00e4ufe \u2013 nur unter gewissen Voraussetzungen, beispielsweise bei Beitragsl\u00fccken, m\u00f6glich sind, steht die S\u00e4ule 3a grunds\u00e4tzlich allen erwerbst\u00e4tigen Personen mit einem AHV-Erwerbseinkommen in der Schweiz offen.<\/p>\n<p>Allerdings ist die H\u00f6he der Einzahlungen in die S\u00e4ule 3a beschr\u00e4nkt. Der Maximalbetrag wird j\u00e4hrlich vom Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV) festgelegt. Im Jahr 2021 betr\u00e4gt er f\u00fcr Arbeitnehmende 6883 Franken. Selbstst\u00e4ndige, die nicht in die 2. S\u00e4ule einzahlen, d\u00fcrfen h\u00f6chstens 20 Prozent ihres Nettoerwerbseinkommens einzahlen, wobei der Maximalbetrag von 34\u2019416 Franken nicht \u00fcberschritten werden darf. Der Betrag f\u00fcr Selbstst\u00e4ndige ist deutlich h\u00f6her, weil sie im Gegensatz zu den Arbeitnehmenden keine obligatorische berufliche Vorsorge haben. Nat\u00fcrlich k\u00f6nnen sie sich auch freiwillig einer Pensionskasse anschliessen; dann gilt aber auch f\u00fcr sie der Maximalbetrag wie f\u00fcr die Arbeitnehmenden.<\/p>\n<h2>Maximalbetrag erh\u00f6hen?<\/h2>\n<p>Doch wie hoch ist der Anteil Haushalte, die in die S\u00e4ule 3a einzahlen? Wie hoch ist der durchschnittlich einbezahlte Betrag gemessen an ihrem Erwerbseinkommen? Und von wie vielen Haushalten wird der Maximalbetrag \u00fcberhaupt genutzt? Letzteres ist gerade vor dem Hintergrund der vom Parlament 2020 angenommenen Motion Ettlin, welche den Ausbau der S\u00e4ule 3a durch nachtr\u00e4gliche Einkaufsm\u00f6glichkeiten fordert, sowie der in der \u00f6ffentlichen Diskussion, beispielsweise vom Verein Vorsorge Schweiz, geforderten Erh\u00f6hung des Maximalbetrags von besonderem Interesse. Basierend auf Steuerdaten privater Haushalte f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Kantone, werden diese drei Fragen untersucht.<\/p>\n<p>Die Analyse basiert auf den Steuerdaten der Jahre 2011 und 2014. Generell hat die S\u00e4ule 3a f\u00fcr Selbstst\u00e4ndigerwerbende, die nicht in die 2. S\u00e4ule einzahlen, eine viel h\u00f6here Bedeutung als f\u00fcr Arbeitnehmende, die f\u00fcr das Alter bereits durch die 2. S\u00e4ule abgesichert sind. Deshalb interessiert uns in erster Linie der Vergleich zwischen diesen beiden Gruppen. Nicht alle Kantone erfassen das Erwerbseinkommen der Angestellten und Selbstst\u00e4ndigerwerbenden in den Steuerdaten separat. M\u00f6glich ist eine solche Aufteilung hingegen mit Daten der Kantone Sankt Gallen, Z\u00fcrich, Aargau, Basel-Stadt und Glarus f\u00fcr das Jahr 2011 und f\u00fcr die letztgenannten drei Kantone auch f\u00fcr 2014. Dabei analysieren wir auf Ebene der Haushalte. Das heisst: Es werden nur diejenigen Haushalte einbezogen, die entweder selbstst\u00e4ndig erwerbend oder im Angestelltenverh\u00e4ltnis sind; gemischte Haushalte werden von der Betrachtung ausgeschlossen.<\/p>\n<h2>Angestellte nutzen S\u00e4ule 3a h\u00e4ufiger<\/h2>\n<p>Da Selbstst\u00e4ndigerwerbende keine obligatorische Pensionskassenversicherungspflicht kennen, w\u00fcrde man erwarten, dass sie die S\u00e4ule 3a h\u00e4ufiger nutzen als Arbeitnehmende. Die Steuerdaten zeigen aber ein anderes Bild: 2014 nutzten 46 Prozent der angestellten Personenhaushalte die S\u00e4ule 3a, w\u00e4hrend es bei den Selbstst\u00e4ndigen rund 40 Prozent waren (siehe <em>Tabelle 1<\/em>).<\/p>\n<p>Einzig in der untersten Einkommensschicht mit einem Haushaltseinkommen bis 60\u2019000 Franken zahlen die Selbstst\u00e4ndigen mit 27 Prozent anteilsm\u00e4ssig h\u00e4ufiger in die S\u00e4ule 3a ein als Arbeitnehmende mit 17 Prozent. In beiden Gruppen steigt der Anteil der einzahlenden Haushalte bis zu einem Haushaltseinkommen von 220\u2019000 Franken an und sinkt dann wieder leicht. In der obersten Einkommensschicht mit Haushaltseinkommen \u00fcber 220\u2019000 Franken zahlen 68 Prozent der Selbstst\u00e4ndigen und 83 Prozent der Arbeitnehmenden in die S\u00e4ule 3a ein. Bez\u00fcglich des Durchschnittsalters des Haushalts f\u00e4llt auf, dass in der Alterskategorie 45 bis 54 die S\u00e4ule 3a am h\u00e4ufigsten genutzt wird: Bei den Selbstst\u00e4ndigen sind es 53 Prozent; bei den Arbeitnehmenden schwankt der Anteil zwischen 58 und 61 Prozent \u2013 je nach Jahr.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 1: Anteil Personenhaushalte, welche in die S\u00e4ule 3a einzahlen, in Prozent (2014)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"560\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"80\"><\/td>\n<td colspan=\"5\" width=\"400\">Durchschnittsalter Haushalt<\/td>\n<td rowspan=\"2\" width=\"80\">Anzahl<br \/>\nBeobachtungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Total<\/td>\n<td>unter 35<\/td>\n<td>35 bis\u00a0 44<\/td>\n<td>45 bis 54<\/td>\n<td>\u00fcber 54<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Arbeitnehmende (nach Einkommen, in Fr.)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>bis 60\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>16,9<\/td>\n<td>13,6<\/td>\n<td>24,6<\/td>\n<td>25,0<\/td>\n<td>20,9<\/td>\n<td>121\u2019539<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>61\u2019000\u2013100\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>50,1<\/td>\n<td>50,4<\/td>\n<td>51,0<\/td>\n<td>53,1<\/td>\n<td>45,4<\/td>\n<td>98\u2019841<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>101\u2019000\u2013140\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>69,4<\/td>\n<td>64,2<\/td>\n<td>71,2<\/td>\n<td>73,3<\/td>\n<td>65,7<\/td>\n<td>54\u2019759<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>141\u2019000\u2013180\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>81,7<\/td>\n<td>79,5<\/td>\n<td>82,7<\/td>\n<td>85,4<\/td>\n<td>76,6<\/td>\n<td>25\u2019408<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>181\u2019000\u2013220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>85,7<\/td>\n<td>82,6<\/td>\n<td>87,0<\/td>\n<td>89,4<\/td>\n<td>80,1<\/td>\n<td>11\u2019536<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>\u00fcber 220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>83,1<\/td>\n<td>76,5<\/td>\n<td>85,6<\/td>\n<td>88,2<\/td>\n<td>75,0<\/td>\n<td>14\u2019014<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Total<\/td>\n<td>46,1<\/td>\n<td>28,4<\/td>\n<td>57,6<\/td>\n<td>61,3<\/td>\n<td>51,8<\/td>\n<td>326\u2019097<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Anzahl Beobachtungen<\/td>\n<td>326\u2019097<\/td>\n<td>124\u2019948<\/td>\n<td>64\u2019666<\/td>\n<td>73\u2019095<\/td>\n<td>63\u2019388<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Selbstst\u00e4ndige (nach Einkommen, in Fr.)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>bis 60\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>27,1<\/td>\n<td>27,1<\/td>\n<td>33,8<\/td>\n<td>35,6<\/td>\n<td>19,2<\/td>\n<td>7\u2019828<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>61\u2019000\u2013100\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>43,7<\/td>\n<td>52,8<\/td>\n<td>64,6<\/td>\n<td>62,3<\/td>\n<td>30,5<\/td>\n<td>4\u2019190<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>101\u2019000\u2013140\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>54,1<\/td>\n<td>65,0<\/td>\n<td>74,3<\/td>\n<td>74,6<\/td>\n<td>41,2<\/td>\n<td>1\u2019918<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>141\u2019000\u2013180\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>61,1<\/td>\n<td>73,5<\/td>\n<td>75,5<\/td>\n<td>84,4<\/td>\n<td>47,3<\/td>\n<td>928<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>181\u2019000\u2013220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>59,2<\/td>\n<td>50,0<\/td>\n<td>76,2<\/td>\n<td>77,9<\/td>\n<td>48,9<\/td>\n<td>255<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>\u00fcber 220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>68,2<\/td>\n<td>83,3<\/td>\n<td>85,7<\/td>\n<td>85,2<\/td>\n<td>57,2<\/td>\n<td>580<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Total<\/td>\n<td>39,6<\/td>\n<td>35,0<\/td>\n<td>49,9<\/td>\n<td>53,2<\/td>\n<td>30,8<\/td>\n<td>16\u2019146<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Anzahl Beobachtungen<\/td>\n<td>16\u2019146<\/td>\n<td>1\u2019522<\/td>\n<td>2\u2019207<\/td>\n<td>4\u2019163<\/td>\n<td>8\u2019254<\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Steuerdaten der Kantone Aargau, Basel-Stadt und Glarus 2014.<\/span><\/p>\n<h2>Selbstst\u00e4ndige zahlen mehr ein<\/h2>\n<p>Misst man hingegen den Anteil der Einzahlungen in die S\u00e4ule 3a am Erwerbseinkommen der Haushalte, zeigt sich: Die Selbstst\u00e4ndigerwerbenden zahlen im Median einen deutlich h\u00f6heren Anteil ihres Einkommens in die S\u00e4ule 3a ein, n\u00e4mlich rund 13 Prozent. Bei den Arbeitnehmenden sind es nur 6 Prozent (siehe <em>Tabelle 2<\/em>).<\/p>\n<p>Bei Besserverdienenden f\u00e4llt der einbezahlte Betrag prozentual weniger stark ins Gewicht als bei den tiefen Einkommen. Daher ist es nicht \u00fcberraschend, dass dieser Anteil in tieferen Einkommensklassen von Arbeitnehmerhaushalten h\u00f6her ist. Nicht jedoch bei den Selbstst\u00e4ndigen: Hier zahlt im Median die zweith\u00f6chste Kategorie der Haushalte mit einem Einkommen zwischen 181\u2019000 und 220\u2019000 Franken mit rund 14 Prozent anteilsm\u00e4ssig am meisten ein, und zwar in beiden Steuerjahren.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 2: Anteil der Einzahlungen in die S\u00e4ule 3a gemessen am Erwerbseinkommen der einzahlenden Haushalte, in Prozent (2014)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"640\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"80\"><\/td>\n<td width=\"80\">5-Prozent-Quantil<\/td>\n<td width=\"80\">25-Prozent-Quantil<\/td>\n<td width=\"80\">Median<\/td>\n<td width=\"80\">Durchschnitt<\/td>\n<td width=\"80\">75-Prozent-Quantil<\/td>\n<td width=\"80\">95-Prozent-Quantil<\/td>\n<td width=\"80\">Anzahl Beobachtungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Arbeitnehmende (nach Einkommen, in Fr.)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>bis 60\u2019000<\/em><\/td>\n<td>1,2<\/td>\n<td>3,7<\/td>\n<td>6,7<\/td>\n<td>9,4<\/td>\n<td>12,6<\/td>\n<td>23,0<\/td>\n<td>20<em>\u2019<\/em>582<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>61\u2019000\u2013100\u2019000<\/em><\/td>\n<td>1,6<\/td>\n<td>4,0<\/td>\n<td>7,3<\/td>\n<td>7,5<\/td>\n<td>9,3<\/td>\n<td>15,6<\/td>\n<td>49<em>\u2019<\/em>482<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>101\u2019000\u2013140\u2019000<\/em><\/td>\n<td>1,7<\/td>\n<td>4,7<\/td>\n<td>6,0<\/td>\n<td>6,7<\/td>\n<td>7,6<\/td>\n<td>13,5<\/td>\n<td>37<em>\u2019<\/em>973<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>141\u2019000\u2013180\u2019000<\/em><\/td>\n<td>2,1<\/td>\n<td>4,3<\/td>\n<td>5,4<\/td>\n<td>6,5<\/td>\n<td>8,5<\/td>\n<td>11,1<\/td>\n<td>20<em>\u2019<\/em>769<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>181\u2019000\u2013220\u2019000<\/em><\/td>\n<td>2,7<\/td>\n<td>3,8<\/td>\n<td>6,1<\/td>\n<td>6,0<\/td>\n<td>7,4<\/td>\n<td>10,2<\/td>\n<td>9<em>\u2019<\/em>886<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>\u00fcber 220\u2019000<\/em><\/td>\n<td>1,5<\/td>\n<td>2,8<\/td>\n<td>4,3<\/td>\n<td>4,9<\/td>\n<td>5,9<\/td>\n<td>9,9<\/td>\n<td>11<em>\u2019<\/em>639<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Total<\/td>\n<td>1,6<\/td>\n<td>4,0<\/td>\n<td>6,1<\/td>\n<td>7,1<\/td>\n<td>8,7<\/td>\n<td>15,8<\/td>\n<td>150<em>\u2019<\/em>331<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Selbstst\u00e4ndige (nach Einkommen, in Fr.)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>bis 60\u2019000<\/em><\/td>\n<td>2,8<\/td>\n<td>7,6<\/td>\n<td>13,3<\/td>\n<td>14,2<\/td>\n<td>20,0<\/td>\n<td>26,9<\/td>\n<td>2<em>\u2019<\/em>118<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>61\u2019000\u2013100\u2019000<\/em><\/td>\n<td>2,4<\/td>\n<td>7,6<\/td>\n<td>12,7<\/td>\n<td>13,2<\/td>\n<td>19,3<\/td>\n<td>22,6<\/td>\n<td>1<em>\u2019<\/em>831<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>101\u2019000\u2013140\u2019000<\/em><\/td>\n<td>2,8<\/td>\n<td>7,0<\/td>\n<td>13,3<\/td>\n<td>13,3<\/td>\n<td>19,7<\/td>\n<td>22,5<\/td>\n<td>1<em>\u2019<\/em>038<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>141\u2019000\u2013180\u2019000<\/em><\/td>\n<td>2,6<\/td>\n<td>5,7<\/td>\n<td>12,7<\/td>\n<td>12,5<\/td>\n<td>18,9<\/td>\n<td>20,9<\/td>\n<td>567<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>181\u2019000\u2013220\u2019000<\/em><\/td>\n<td>3,4<\/td>\n<td>5,9<\/td>\n<td>14.1<\/td>\n<td>13,2<\/td>\n<td>19,4<\/td>\n<td>22,4<\/td>\n<td>255<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>\u00fcber 220\u2019000<\/em><\/td>\n<td>1,2<\/td>\n<td>2,4<\/td>\n<td>6,0<\/td>\n<td>8,5<\/td>\n<td>13,7<\/td>\n<td>20,0<\/td>\n<td>580<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Total<\/td>\n<td>2,1<\/td>\n<td>6,7<\/td>\n<td>12,5<\/td>\n<td>13,0<\/td>\n<td>19,1<\/td>\n<td>23,3<\/td>\n<td>6<em>\u2019<\/em>389<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Steuerdaten der Kantone Aargau, Basel-Stadt und Glarus 2014.<\/span><\/p>\n<h2>Potenzial unausgesch\u00f6pft<\/h2>\n<p>Von jenen Haushalten, die die S\u00e4ule 3a nutzen, zahlen bei den Arbeitnehmenden 38 Prozent den Maximalbetrag in die S\u00e4ule 3a ein. Bei den Selbstst\u00e4ndigen liegt dieser Anteil 2014 bei 22 Prozent (siehe <em>Tabelle 3<\/em>). Auf alle Haushalte heruntergebrochen, kommt man bei den Arbeitnehmenden auf einen Anteil von 17 Prozent f\u00fcr 2014 und bei den Selbstst\u00e4ndigen auf einen Anteil von 9 Prozent. Es kann somit festgehalten werden, dass die S\u00e4ule 3a bereits mit den heute geltenden Maximalbetr\u00e4gen von der \u00fcberwiegenden Mehrheit der Haushalte nicht ausgenutzt wird.<\/p>\n<p>Die heute diskutierte Erh\u00f6hung des Maximalbetrages w\u00fcrde damit \u2013 mit hoher Wahrscheinlichkeit \u2013 weitgehend ungenutzt bleiben. Doch wer w\u00fcrde von einer solchen Erh\u00f6hung am meisten profitieren? Bei den Arbeitnehmenden sind es die Haushalte der obersten Einkommensschicht ab einem Haushaltseinkommen von \u00fcber 220\u2019000 Franken: Je nach Steuerjahr bezahlten 61 bis 63 Prozent dieser Haushalte den Maximalbetrag ein. Bez\u00fcglich Altersgruppe w\u00fcrden die \u00fcber 45-J\u00e4hrigen am meisten profitieren.<\/p>\n<p>Auch bei den Selbstst\u00e4ndigen w\u00fcrde diese Altersgruppe am meisten profitieren. Bez\u00fcglich des Einkommens ist die Situation bei den Selbstst\u00e4ndigen hingegen nicht so klar. Denn neben den h\u00f6heren Einkommensklassen profitieren hier auch die tiefsten Einkommensklassen.<\/p>\n<p>Es kann somit davon ausgegangen werden, dass eine Erh\u00f6hung der Maximalbetr\u00e4ge in der S\u00e4ule 3a von vielen Haushalten ungenutzt bleiben wird \u2013 vielleicht mit Ausnahme der Arbeitnehmendenhaushalte in der obersten Einkommenskategorie.<\/p>\n<h3 class=\"text__graphic-title\">Tabelle 3: Anteil der in die S\u00e4ule 3a einzahlenden Haushalte, welche das Maximum einzahlen, in Prozent (2014)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table width=\"560\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"80\"><\/td>\n<td colspan=\"5\" width=\"400\">Durchschnittsalter Haushalt<\/td>\n<td rowspan=\"2\" width=\"80\">Anzahl<br \/>\nBeobachtungen<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td>Total<\/td>\n<td>unter 35<\/td>\n<td>35 bis\u00a0 44<\/td>\n<td>45 bis 54<\/td>\n<td>\u00fcber 54<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Arbeitnehmende (nach Einkommen, in Fr.)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>bis 60\u2019000<\/td>\n<td>20,7<\/td>\n<td>15,3<\/td>\n<td>22,1<\/td>\n<td>25,0<\/td>\n<td>35,6<\/td>\n<td>20\u2019582<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>61\u2019000\u2013100\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>34,8<\/td>\n<td>32,6<\/td>\n<td>30,1<\/td>\n<td>34,2<\/td>\n<td>45,1<\/td>\n<td>49\u2019482<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>101\u2019000\u2013140\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>36,7<\/td>\n<td>32,5<\/td>\n<td>32,9<\/td>\n<td>34,6<\/td>\n<td>46,6<\/td>\n<td>37\u2019973<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>141\u2019000\u2013180\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>43,1<\/td>\n<td>42,2<\/td>\n<td>38,7<\/td>\n<td>41,3<\/td>\n<td>51,4<\/td>\n<td>20\u2019769<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>181\u2019000\u2013220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>53,6<\/td>\n<td>51,9<\/td>\n<td>51,2<\/td>\n<td>52,1<\/td>\n<td>59,1<\/td>\n<td>9\u2019886<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>\u00fcber 220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>63,2<\/td>\n<td>61,1<\/td>\n<td>62,3<\/td>\n<td>62,5<\/td>\n<td>65,5<\/td>\n<td>11\u2019639<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Total<\/td>\n<td>37,9<\/td>\n<td>28,4<\/td>\n<td>35,8<\/td>\n<td>39,6<\/td>\n<td>48,7<\/td>\n<td>150\u2019331<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><strong>Selbstst\u00e4ndige (nach Einkommen, in Fr.)<\/strong><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<td><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>bis 60\u2019000<\/td>\n<td>23,3<\/td>\n<td>15,3<\/td>\n<td>19,7<\/td>\n<td>22,6<\/td>\n<td>28,8<\/td>\n<td>2\u2019118<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>61\u2019000\u2013100\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>21,4<\/td>\n<td>17,1<\/td>\n<td>11,5<\/td>\n<td>20,9<\/td>\n<td>24,8<\/td>\n<td>1\u2019831<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>101\u2019000\u2013140\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>21,4<\/td>\n<td>7,7<\/td>\n<td>12,5<\/td>\n<td>18,4<\/td>\n<td>26,1<\/td>\n<td>1\u2019038<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>141\u2019000\u2013180\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>17,8<\/td>\n<td>16,0<\/td>\n<td>12,7<\/td>\n<td>11,9<\/td>\n<td>21,9<\/td>\n<td>567<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>181\u2019000\u2013220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>28,6<\/td>\n<td>33,3<\/td>\n<td>25,0<\/td>\n<td>15,9<\/td>\n<td>32,7<\/td>\n<td>255<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><em>\u00fcber 220\u2019000<br \/>\n<\/em><\/td>\n<td>24,1<\/td>\n<td>13,3<\/td>\n<td>15,2<\/td>\n<td>26,2<\/td>\n<td>23,6<\/td>\n<td>580<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Total<\/td>\n<td>22,2<\/td>\n<td>15,4<\/td>\n<td>15,4<\/td>\n<td>20,5<\/td>\n<td>26,1<\/td>\n<td>6\u2019389<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><span class=\"text__quelle--ground\">Quelle: Steuerdaten der Kantone Aargau, Basel-Stadt und Glarus 2014.<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Herausforderungen bez\u00fcglich der Finanzierbarkeit der Altersvorsorge lassen der Selbstverantwortung einen immer gr\u00f6sseren Stellenwert zukommen. Der Bund f\u00f6rdert die private Vorsorge denn auch mit steuerlichen Anreizen: Freiwillige Einzahlungen in die S\u00e4ule 3a und in die 2. S\u00e4ule k\u00f6nnen von den Steuern abgezogen werden. W\u00e4hrend freiwillige Einzahlungen in die 2. 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